Zum Stöbern in solchen Läden muss man viel Zeit mit bringen. Oft sind sie auch eher ein Hobby als eine ernsthafte Geschäftsidee.
Ich kannte so ein Lädchen, in dem allerlei wunderschöner Krimskrams verkauft wurde. Betrieben wurde es von mehreren Frauen - Hausfrauen und Rentnerinnen, die Freude daran hatten, auf Messen zu fahren, allerlei Kunstgewerbe zu kaufen und in ihrem Lädchen aufzubauen. Gewinn wurde damit keiner erzielt.
Die "Butikke" von Frauen, die kein Geld verdienen müssen, war schon in den Siebzigern ein Ziel des Spotts. So etwas würde ich nicht als ernsthaften Handelsbetrieb einstufen.
Antworten
Ergebnis 241 bis 250 von 250
-
18.12.2013, 18:57Inaktiver User
AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?
-
18.12.2013, 19:15Inaktiver User
AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?
Ich kaufe viel online ein, maßgeblich Bücher und Kleidung. Ich habe dabei seltenst ein schlechtes Gewissen. Ich wohne ländlich und habe außer Geschäften für das tägliche Leben (Supermarkt, Bäcker, Metzger, Apotheke, Friseur) nichts vor Ort. Online einkaufen spart mir Zeit. Und das wiegt für mich die Bedenken über Ausbeutung von Angestellten bei z.B. Amazon, die fehlende Unterstützung des regionalen, lokalen Einzelhandels inzwischen auf.
-
18.12.2013, 19:20
-
18.12.2013, 19:27Inaktiver User
AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?
Warum solte ich über solche Menschen spotten? Ich stöbere auch gern auf Flohmärkten und spotte nicht über die Verkäufer dort. Als Käufer in solchen Läden (oder an Flohmarktständen) bin ich ich nicht auf der Suche nach Lebensnotwendigkeiten. Warum also sollte ich den Verkäufer mit Häme betrachten, wenn nicht alle von ihnen aus finanzieller Notwendigkeit ihr Geschäft betreiben?!
-
18.12.2013, 19:39Inaktiver User
AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?
Man sollte niemanden mit Häme betrachten, ein Hobby sei jedem gegönnt.
Aber man darf auch nicht darüber klagen, dass der stationäre Handel verschwindet, wenn sich manche Geschäfte ohnehin nie als ernsthafte Unternehmen sahen.
Flohmärkte sind ebenso wie andere Märkte eine ganz andere Schiene. Märkte besucht man nicht zuletzt wegen der speziellen Atmosphäre. Wer die sucht, für den ist Ebay ohnehin keine Alternative.
-
18.12.2013, 19:44
AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?
Ich finde solch verkruschelte Lädchen schön. In den Achzigern gab es an jeder Straßenecke einen Wollladen, wisst ihr noch? In den Neunzigern haben die dann alle wieder dicht gemacht. Klar waren das nur Hobbyläden von gut verheirateten Frauen, aber gemütlich war's doch.

Warum solche Kruschellädchen nun den Einzelhandel in Verruf bringen, erschließt sich mir nicht. Jeder, der dort hin geht, weiß doch, das er nicht gezielt suchen kann, allenfalls stöbern und das macht einfach Spaß.
-
18.12.2013, 19:52Inaktiver User
AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?
Wieso sollen sie "den Einzelhandel in Verruf" bringen?
Es ging hier um die Frage, ob jemand ein schlechtes Gewissen hat, wenn er online kauft, weil dadurch angeblich der regionale Handel geschädigt wird.
Solchen Kruschelläden, die ohnehin nicht mit Gewinnerzielungsabsicht betrieben werden, kann das doch egal sein. Die Frage wäre also: Wird der Einzelhandel tatsächlich massiv geschädigt, wenn manche Läden ohnehin nie darauf abzielten, Geld zu verdienen?
-
18.12.2013, 20:11
AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?
@ Visual: kam für mich so rüber, weil sich hier doch recht abfällig über Hobbylädchen, die offensichtlich gar keinen Gewinn machen wollen und somit auch nicht betriebswirtschaftlich und kundenorientiert geführt werden, geäußert wird. Vielleicht hab' ich's auch falsch verstanden. Egal.
Schaden tun sie keinem, erst recht nicht dem übrigen Einzelhandel, warum auch?
-
19.12.2013, 08:38Inaktiver User
AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?
Keine Ahnung, wie der restliche Einzelhandel das sieht. Hängt wohl auch davon ab, was diese Lädchen anbieten. Aber ich könnte mir vorstellen, dass Ladeninhaber, die von ihrem Geschäft leben müssen, nicht sehr glücklich über Konkurrenten sind, die unter ganz anderen Voraussetzungen arbeiten und ihnen die Kunden abjagen.
Aber egal. Jedenfalls wäre die Frage sinnvoll, ob der Internethandel den niedergelassenen Geschäften wirklich so sehr schadet, wenn ein Teil von ihnen ohnehin kein Geld verdienen muss.
-
29.12.2013, 22:33
AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?
Hallo Zusammen,
ich habe grundsätzlich nichts gegen den Onlinehandel, wenn ich damit deutsche Firmen oder Regionale Händler unterstütze.
Wenn ich schon höre, dass Amazon trotz Riesengewinne mit den deutschen Kunden nur einen Bruchteil der Steuern hier bezahlt finde ich das unfair, schliesslich bezahlen alle anderen auch ihre Steuern in der jeweiligen Region etc. damit hängen auch viele Jobs zusammen.
Manche Aussagen hier kann ich auch nur damit deuten, dass kaum einer im Einzelhandel ist. Und wen wundert noch, dass es nur noch Ketten gibt in der Stadt?? Die kleinen Läden können sich ja kaum halten bei der Konkurrenz( was ich auf dem Land verstehe).
Desweiteren vergessen viele wohl, dass deutsche Bücher auch bei Amazon hier der Buchpreisbindung unterliegen. Viele Artikel dvds etc.sind sogar bei uns vor Ort günstiger, wenn wir schon bei den Preisvergleichen sind.
LG,
eine BuchhändlerinThe hardest thing in life is to bring heart and mind to cooperate.
In my case, they still do not even run on a friendly basis.
(W. Allen)
***
JE SUIS CHARLIE.
***
Im Leben geht es nicht nur darum, gute Karten zu haben, sondern auch darum, mit einem schlechten Blatt gut zu spielen.
(R. Stevenson)


Zitieren

