Ob nun passende oder unpassende Ware aus einer großen Fabrik in Übersee kommt, ist für die Umweltbilanz ziemlich egal. Aber der Kunde hat den entscheidenden Vorteil. Ich habe mal einen Bericht gesehen, solche Ansätze gibt es bereits.
Will ich was ganz Spezielles, nähe ich selbst. Bei den Stoffen finde ich sogar meine Lieblingsfarben.
Das mit den Trendfarben finde ich ganz mies. Bei mir läuft es darauf hinaus, dass ich in einem guten Jahr im Sale so richtig zuschlage und in schlechten Jahren Klamottenkäufe fast ganz meide. Es ist nur blöd, wenn das Zeug kaputt geht, bevor wieder ein gutes Jahr kommt.
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17.12.2013, 11:44
AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?
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17.12.2013, 12:15Inaktiver User
AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?
Wieso findest du das fies?
Es gibt Firmen, deren Aufgabe es ist, immer neue Farbkombinationen zusammen zu stellen, an denen sich die Industrie dann orientiert - und zwar nicht nur die Kleiderfirmen, sondern auch Einrichtungsunternehmen etc.
Es wäre viel zu kompliziert, wenn die alle ihr Farbmanagement selbst machen müssten.
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17.12.2013, 12:17
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17.12.2013, 12:37Inaktiver User
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17.12.2013, 19:00
AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?
Ein Verstand, der einmal
durch eine neue Idee über sich hinaus wuchs,
kehrt niemals
zu seiner ursprünglichen Form zurück.
[Oliver Wendell Holmes]
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17.12.2013, 20:31
AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?
Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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17.12.2013, 20:54
AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?
Generell wollte ich dazu sagen, dass nicht der Laden um die Ecke stirbt, weil wir online kaufen, sondern weil er die Miete nicht mehr zahlen kann, mit dem was er umsetzt.
Die Gewerbe Mieten werden von den Hausbesitzern, den privaten und den Genossenschaften und den Konzernen, in der Regel so gestaltetet, dass der Laden gegen Höchstgebot weg geht. Und der Staat ist sich nicht zu schade, genauso zu handeln. Er vermietet seine Gewerbeflächen nach diesem Prinzip, wie ich neulich feststellen musste.
Da wird nicht an einen Mieter vermietet, der gut ins Stadtviertel passt oder der ein wichtiges Handwerk betreibt oder der nötig wäre in der Infrastruktur, sondern nur nach dem Prinzip: Geld zählt.
Unsere Warenwelt ist globaler geworden. Wir können in fast allen Ländern der Erde fast alles kaufen, was in der Welt hergestellt wird. Die Produktion zieht dahin, wo die Löhne billig sind.
Es gibt kaum noch handgefertigte regionale Produkte oder handegenähte Kleidung oder handgenähte Schuhe usw.
Die Herstellung ist maschinell und Computergesteuert auf Stückzahlen orientiert. Das bedeutet auch, sie ist universeller und vergleichbarer geworden.
Wir bekommen fast immer das Ähnliche und die Werbung gauckelt uns vor, dass es Riesenunterschiede in der Warenwelt gibt. Da kaum etwas noch exklusiv oder auch nur besonders gut hergestellt ist, sind alle Waren dieser Welt untereinander kompatibel. Also kauft man die Ware, die am günstigsten ist.
Nur die Präsentation der Ware wird durch die Immobilienpreise immer teurer. Das können sich fast nur noch Warenkaufhäuserketten und Konzerne leisten, die eine Kostenmischstruktur haben. Hier ein Laden extrem teuer, da ein Laden gerade noch bezahlbar, dort einer, wo es billig ist. Im Vergleich! Das heisst nicht, dass der billige Laden nicht doch am Ort sehr teuer wäre. Werbung gilt für alle Waren, egal wo sie angeboten wird. Die Menge macht's und der Umsatz.
Da hat ein Mittelständler, der zu den Produkten noch Beratung und Reparatur (ein Wort, was kaum noch einer kennt bei der Produktion von Sollbruchstellen in der Ware) anbietet, einen harten Stand.
Also zieht in den nächsten freien Laden nicht ein Schuster ein, oder ein Schneider, der Anzüge selbst schneidert, oder ein Inneineinrichter, der die Sofas noch selbst bezieht in Handarbeit, sondern Starbucks.Körperlich Distanz
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Kari Bremnes
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18.12.2013, 08:39Inaktiver User
AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?
Die Gewerbemieten sind sicher ein wichtiger Punkt. Auf die Stundensätze, die ein Handwerker verlangen muss, wirken sich aber noch ganz ande Dinge aus: Sozialversicherung, Einkommenssteuer, Ladeneinrichtung, Büro…. und zum Leben soll auch noch etwas übrig bleiben.
Die Preise, die so jemand verlangen MUSS, können sich viele einfach nicht leisten. Ganz einfach, weil sie gegenrechnen müssen: Kaufe ich handgenähte Kleidung und Schuhe oder fahre ich in Urlaub….wenn überhaupt so viel Geld da ist.
Natürlich geht die Produktion dorthin, wo die Löhne billiger sind - dort sind auch die Lebenshaltungskosten der Leute viel geringer als bei uns. Wäre Kleidung generell teurer, würde das nicht dazu führen, dass sich mehr Leute Designer-Klamotten leisten könnten, sondern dazu, dass wieder mehr Leute selbst nähen. Davon hätten die teuren Profis nichts.
Mittelständler können sich durchaus halten, wenn sie ein exclusives und spezialisiertes Sortiment anbieten. In meiner Nähe gibt es einen Spielzeugladen, der auch auf Modellbau spezialisiert ist. Er achtet darauf, von jedem Hersteller das ganze Sortiment verfügbar zu haben - und der Laden brummt. 30% seiner Kunden kommen aus dem nahen Ausland.
Der Onlinehandel wird sich nicht wieder abschaffen lassen. Für wichtig halte ich einen guten Mix: Einen Teil online kaufen, einen anderen vor Ort.
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18.12.2013, 08:51
AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?
Solche Geschäfte liebe ich! Damit meine ich nicht Modellbau, sondern Läden, die wirklich auf einem Spezialgebiet alles da haben. Dafür fahre ich dann gern auch mal etwas weiter. Ideal ist es dann auch, wenn es einen angeschlossenen Online-Shop gibt. Damit man sich das vergessene Zubehör nachschicken lassen kann oder das was man schon hat erweitern kann.
Diese kleinen Läden, die alles ein wenig und nichts richtig abdecken, erinnern mich eher an Flughafenshops oder Tankstellen, wo man im Notfall Notlösungen nachkauft. Leider gibt es in unserer Stadt hauptsächlich solche Läden. Da kann man mal Glück haben, mich stellt sowas aber nicht zufrieden.
Wobei - wenn man nach Zeitschriften stöbern will, ist man am Flughafen gar nicht mal falsch. Dort ist die Auswahl deutlich besser, als in allen anderen mir bekannten Läden hier bei uns. Die kaufe ich wirklich gern am Flughafen, denn sie kosten sowieso überall gleich viel und die Öffnungszeiten sind sehr kundenfreundlich.
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18.12.2013, 08:58
AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?
Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten.....
„Denn keine Begeisterung sollte größer sein als die nüchterne Leidenschaft zur praktischen Vernunft.“ (Abschiedsrede von Helmut Schmidt im Bundestag am 10. September 1986)



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