Umfrage: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?

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  1. Inaktiver User

    AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn ich heutzutage sagen wir mal eine schwarze Hose suche, muss ich mich auf gefühlten 1000 qm durcharbeiten durch die verschiedenen Labels.
    Das scheint mir ein wichtiger Punkt zu sein: Die erschlagende Überfülle. Das, was die Menschen im 19. Jh. in die Warenhäuser zog und staunen machte, ist heute oft nur noch Stress. Überall werden wir mit einer Unmenge an Optionen konfrontiert, wir sollen permanent wählen.

    Im Internet ist diese Überfülle leichter zu bewältigen, man braucht nur weiter zu klicken, während man in Kaufhäusern immer weitere Strecken laufen muss, was immer mehr Zeit verschlingt und keinen Spaß macht.

    Das gilt auch für simple Artikel: Wenn ich eine Flasche Mineralwasser kaufen will und vor einem riesigen Regal stehe, in dem sich Wasserflaschen mit allen möglichen Geschmacksrichtungen türmen, möchte ich am liebsten auf dem Absatz kehrt machen und gehen.

  2. gesperrt

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    AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Aber gerade online gibt es auch diverse Trends zu mehr Individualität. Interessant ist z.B. die Entwicklung bei Dawanda, ein Online-Portal für individuelle Produkte nach dem Vorbild von Etsy (USA). Mittlerweile gehen die aber auch in den realen Handel mit diversen Ideen (z.B. Märkte etc.). Sicher ist das kein Modell für alle(s), aber ein Ansatz unter mehreren allemal.
    Die Seite scheint interessant zu sein. Auf dem Weihnachtsmarkt findet man auch hier und da Buden mit individuelleren Produkten, die vermutlich von Leuten hergestellt wurden, die ihr Hobby zum Beruf weiterentwickelt haben.

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    AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Im Internet ist diese Überfülle leichter zu bewältigen, man braucht nur weiter zu klicken, während man in Kaufhäusern immer weitere Strecken laufen muss, was immer mehr Zeit verschlingt und keinen Spaß macht.
    Im Internet gibt es Sortier- bzw. Suchfunktionen, während im realen Handel bewusst "Unordnung" geshaffen wird, damit ich suchen muss, weniger zielgerichtet einkaufen kann und daher vielleicht mehr oder anderes kaufe als ich wollte. Ich denke, dass der Internethandel ganz andere Käufertypen anspricht. Ich gehe auch gern mal real einkaufen, aber ich mag es auch, zielgerichtet zu suchen und zu kaufen.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

  4. Inaktiver User

    AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Im Internet gibt es Sortier- bzw. Suchfunktionen, während im realen Handel bewusst "Unordnung" geshaffen wird, damit ich suchen muss, weniger zielgerichtet einkaufen kann und daher vielleicht mehr oder anderes kaufe als ich wollte.
    Dieser Schuss scheint immer mehr nach hinten loszugehen. Ich habe es schon bei IKEA gehasst, zwangsweise durch die ganze Ausstellung durchgehen zu müssen, wenn ich nur eine Kleinigkeit suchte.

    Damals ließ sich das weniger gut umgehen, weil es den Internethandel nicht gab. Heute sieht das anders aus.

  5. Inaktiver User

    AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?

    Trotzdem macht es manchmal Sinn, möglicherweise online nur sowas wie eine Vorausauswahl zu treffen und anschliessend dann in kleineren Läden oder grossen Kaufhäusern (je nach persönlicher Vorliebe) anzufassen, anzuprobieren, vor dem Spiegel angezogen betrachten, etc.
    Allerdings sollte man DANN fairerweise auch das ein oder andere eben dort kaufen.

    Beispiele: ne Jeans kann ich online bestellen, da kenn ich meine Grösse und die passt dann auch Gott sei Dank immer ... dasselbe gilt für Sneakers meiner bevorzugten Marke, kann ich sorglos online bestellen ... die passen.

    Anders siehts z.B. bei Smartphones aus (muss ich vorher schonmal in der Hand gehabt haben), bei Jacken, Mänteln, Pullovern und Hemden ähnlich. Hab ich oft genug schon erlebt: online für total stark befunden, im Laden angezogen vorm Spiegel nur noch gedacht: "Nää, sieht ja total scheisse aus!"

    Ergo: für mich hat beides seine (begründete) Daseinsberechtigung.

  6. Inaktiver User

    AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?

    Klamotten kaufe ich teils online, teils im Laden.
    Hosen zB. muss ich probieren, die kaufe ich nie im Internet.

    Natürlich hat beides seine Berechtigung. Aber ich denke, der Handel sollte mal darüber nachdenken, ob seine Strategien - vor allem die, die darauf abzielen, die Leute zu verwirren und länger im Laden zu halten - tatsächlich noch zeitgemäß sind. Wie man sieht, kann das dazu führen, dass die KundInnen gar nicht erst kommen.

  7. gesperrt

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    AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Trotzdem macht es manchmal Sinn, möglicherweise online nur sowas wie eine Vorausauswahl zu treffen und anschliessend dann in kleineren Läden oder grossen Kaufhäusern (je nach persönlicher Vorliebe) anzufassen, anzuprobieren, vor dem Spiegel angezogen betrachten, etc.
    Allerdings sollte man DANN fairerweise auch das ein oder andere eben dort kaufen.
    Warum sollte das dann fair sein? Wäre es nicht fair, dort zu kaufen, wo man das Teil zuerst entdeckt hat?

    Als ich meinen Online-Handel hatte, habe ich mir beim Beraten auch oft die Finger wund geschrieben. Einige Kunden bedankten sich dann für die Beratung und kauften bei sich vor Ort, wo man es anprobieren konnte. Oft genau in der Größe, die ich ihnen empfohlen hatte. Und billiger war das auch nicht. Sie hatten Angst, es würde nicht passen. Fair? Finde ich jetzt nicht!

  8. Inaktiver User

    AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Warum sollte das dann fair sein? Wäre es nicht fair, dort zu kaufen, wo man das Teil zuerst entdeckt hat?
    Vorm PC mach ich alles allein, im Laden oder Kaufhaus schleppt mir oftmals eine Verkäuferin Alternativen an oder gibt mir ne umfassende Beratung ... warum sollte ich das dann nicht honorieren. Aber Du kannst es natürlich so halten, wie Du magst ... mach ich ja auch. Oder glaubst Du, diese Diskussion beeinflusst mein Verhaten?!

  9. Inaktiver User

    AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?

    Also ich habe die Alternative Laden vor Ort oder Onlinehandel meist gar nicht. Ich trage Hosengröße 46. Da werde ich im Laden meist fassungslos von oben bis unten gemustert und bekomme als Antwort: "Nein, IHRE Größe führen wir gar nicht".
    Schuhe habe ich gern in schön UND bequem. Ich brauche sie also eine Nummer breiter, als sie in Geschäften übleicherweise angeboten werden. Als in Schuhgeschäften danach gefragt habe, wurde ich angeschaut, als ob ich von einem anderen Planeten käme. Im Onlinehandel finde ich beides problemlos.

  10. Moderation

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    AW: Haben Sie ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping?

    Bei Etsy Australien habe ich neulich einen Anbieter aus China gesehen, also auch da werden sich die Billigproduzenten untermengen, genau wie auf ebay. Da muss man inzwischen auch schon gut aufpassen.
    Bei Dawanda war eine Anbieterin aus UK, die in Litauen produzieren laesst. Ok, alles noch im Rahmen finde ich, da es trotzdem noch Kleinanbieter sind.

    Ebayfan, keiner haelt dich ab, dir Kleidung maßschneidern zu lassen, das wäre auch nicht teurer als wenn ein Einzelhändler so verfahren würde, wie du es da beschrieben hast, mit Farbe und Stoffe bestellen und dann anfertigen lassen.
    Ich bezweifle allerdings, dass das so einfach umzusetzen ist wie z.B. Book on Demand. Wer, wenn nicht grosse Fabriken in Übersee, will sich soviele Stoffe auf Lager legen? Und dann bist du wieder in Kambodscha..
    Die Trendfarben werden doch bis zu 2 Jahre im Voraus festgelegt, gerade sind die Farben für 2015 rausgekommen. Die Einzelhändler ordern doch auch viel früher als dass es in den Läden liegt.
    Dann doch lieber gleich zur Schneiderin.
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

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