Umfrage: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

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    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Eine gewisse Zeit kann die Schere zwischen Gutverdienern mit besserer Rente und Grundsicherungsempfängern noch weiter auseinandergehen, aber wenn die Diskrepanz zu groß wird, kommt es zu sozialen Spannungen in Deutschland. Und spätestens dann wird die Regierung für größere Umverteilung des Vermögens sorgen, da wird kein Bezieher einer lukrativen Lebensversicherung oder ein Immobilienbesitzer davonkommen.
    Dann ist es aber tatsächlich so, dass diejenigen, die nicht alles verjubelt haben, "selbst schuld" sind und das wegbesteuert bekommen. Das wäre auch nicht richtig - aber du hast recht, schließlich kann man es nur bei denen holen, die etwas haben.

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    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    schließlich kann man es nur bei denen holen, die etwas haben.
    Voila, das ist die Quintessenz.

    Obwohl das mit dem Verjubeln ja nicht unbedingt immer stimmen muss. Es gibt Millionen von Bundesbürgern, die als einkommensschwach einzuordnen sind. Die können nicht wirklich viel aus eigenen Kräften etwas für ihre Rente zurücklegen.

    Zugegeben gibt es einen deutlich größeren Prozentsatz, der sehr wohl könnte, es aber nicht tut. Das Konsumbarometer in Deutschland ist hoch, die Leute kaufen lieber statt ihr Geld zu Niedrigzinsen auf die Bank zu bringen. Was einerseits positiv ist, stärkt es doch die Binnennachfrage und die Wirtschaft, aber sich halt eventuell 30 – 50 Jahre später in Punkto Rente ziemlich rächen könnte.

    Für die erstere Bevölkerungsgruppe bin ich bereit, auf mein von mir erspartes Geld Abgaben zu leisten, bei der zweiten Gruppe habe ich eigentlich keine Lust drauf. Aber ich werde natürlich nicht gefragt.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  3. Moderation

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    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Dann ist es aber tatsächlich so, dass diejenigen, die nicht alles verjubelt haben, "selbst schuld" sind und das wegbesteuert bekommen. Das wäre auch nicht richtig - aber du hast recht, schließlich kann man es nur bei denen holen, die etwas haben.
    In vergangenen Zeiten extrem hoher Spitzensteuersätze gingen die Reichen reihenweise Stiften: Parks, Universitäten, Museen,... Heute läuft das Geld nur rum, sucht eine Heimat und wirft Blasen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    Wann sind denn deine goldenen vergangenen Zeiten?

    Heutzutage wird mehr gestiftet als früher, wir haben da eher einen Boom - wenn ich mich nicht sehr täusche.

  5. Moderation

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    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Wann sind denn deine goldenen vergangenen Zeiten?
    Astronomische Spitzensteuersätze? Nachkriegs- und Wirtschaftswunderzeit.

    Stimmt aber schon, die Bill Gates dieser Welt werfen auch eine Menge Geld auf Probleme, denen das guttut, auch ohne 90% Spitzensteuersatz...
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    astronomisch nicht - aber höher als heute, das stimmt.

    56%, wenn ich mich recht erinnere, höher war das nie bei uns.
    Heute sind es 47,5% (45% plus Soli).

  7. gesperrt

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    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    Zitat Zitat von niederrheiner Beitrag anzeigen
    grotesk ist das man zum beispiel geringverdiener rät eine zusatzversicherung
    abzuschliessen.wie soll jemand der vielleicht 850 € raus hat noch 150 €
    davon abknapsen? zudem ist das doppelt rausgeworfenes geld wenn man weis
    das man nur eine kleine rente bekommt.geht man dann zum amt wird das geld der
    zusatzversicherung angerechnet und ist damit faktisch im lokus gelandet.
    Das sehe ich auch so. Deswegen und weil man nicht weiß, wie sich die Gesetze ändern, würde ich niemals einen festen Rentenvertrag abschließen, sondern freihändig sparen. Denn dann kann man das Geld im Notfall besser rechtzeitig nutzbringend ausgeben, anstatt sich deswegen Leistungen kürzen zu lassen. Lieber rechtzeitig ein gutes gebrauchtes Auto, ein gutes Sofa, eine schöne Reise oder einfach das Geld unter die Matratze, als dass das Geld im Lokus landet.

    Ideal ist übrigens eine kleine, selbstgenutzte Immobilie. Die ist sogar Hartz 4 sicher. Nach den heutigen Gesetzen. Ändern sie sich, muss man ggf. seine Strategie anpassen.

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    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Denn dann kann man das Geld im Notfall besser rechtzeitig nutzbringend ausgeben, anstatt sich deswegen Leistungen kürzen zu lassen.
    Das klingt jetzt so als würde der böse Staat dem armen Sparer sein Geld wegnehmen. Letztlich ist die Grundsicherung aber nur eine soziale Leistung des Staates, wenn das eigene Geld nicht reicht. Ich finde es grenzwertig auf persönliche Sparleistung zu verzichten, um es sich dann auf Kosten der Gemeinschaft in der Grundsicherung bequem einzurichten. Meines Erachtens hat jeder die Pflicht so gut es geht für die Zukunft vorzusorgen und wenn es nur Minibeträge sind.
    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Ideal ist übrigens eine kleine, selbstgenutzte Immobilie. Die ist sogar Hartz 4 sicher. Nach den heutigen Gesetzen. Ändern sie sich, muss man ggf. seine Strategie anpassen.
    Eine kleine selbstgenutzte Immobilie dürfte für die Zielgruppe der Geringverdiener eher außerhalb der Möglichkeiten liegen, für den Durchschnittsverbraucher ist es allerdings eine gute Empfehlung.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  9. Moderation

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    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Ich finde es grenzwertig auf persönliche Sparleistung zu verzichten, um es sich dann auf Kosten der Gemeinschaft in der Grundsicherung bequem einzurichten.
    Daß man plant, sein Geld jetzt auszugeben und im Alter in Armut zu leben, treffen aber vor allem die Leute, die keine Alternative dazu haben, im Alter in Armut zu leben, und für die sich nur die Frage stellt, ob sie jetzt schon damit anfangen, damit die Gemeinschaft später mal 40 Euro im Monat (oder so) spart. (Minus Verwaltungskosten, minus Zulagen, minus Gewinn der Mittelsmänner).

    Scherflein der Witwe gut und schön, aber unser Wirtschaftssystem geht generell von rationalen Akteuren mit nachhaltigem Eigeninteresse aus (ja, ich weiß.... ) -- unabhängig von der Einkommenshöhe.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    [QUOTE=Luftpost;23600936]
    Zitat Zitat von Bisasam Beitrag anzeigen
    Meiner Erfahrung nach ist auch ein größeres Haus immer noch deutlich preisgünstiger als eine kleine Mietwohnung. Das Haus ist unsere bisher einzige und eigentlich auch sicherste Altersvorsorge.
    Über einen Verkauf würde ich ohnehin nie allein entscheiden, sondern die Kinder einbeziehen... und die haben schon Interesse bekundet, es zu halten. Es ist auch für sie eine Absicherung, mietfrei wohnen zu können. Und die Mieten in Städten werden kaum je günstiger werden.
    QUOTE]

    Die Rechnung wird nicht aufgehen, es sei denn Du stirbst früh.

    Entweder ist das Haus deine Alterssicherung und wird als solcher verwand und gebraucht, oder du Du hälst das Haus und vererbst es irgendwann deinen Kindern.
    Vielleicht könnte man sein Haus ja auch umfunktioníeren.
    Früher gab es ja mal den "möblierten Herrn".
    In meinem Heimatort wurden früher in fast allen Häusern Fremdenzimmer mit Frühstück privat an Urlauber vermietet.
    Das ist Vergangenheit, aber ein gewisser Bedarf an preiswerten Übernachtungsmöglichkeiten mit Frühstück ist sicher noch da.
    In meiner Nachbarschaft wohnen z.B. mehrere alte Damen mit eigenen Häusern oder großen Wohnungen. Sie vermieten preiswert Zimmer an Angehörige von Kranken, die in der Klinik ihre Leute besuchen wollen und auf Luxus keinen großen Wert legen. Sie bessern ihre Rente damit recht gut auf.
    Studenten, die verzweifelt auf der Suche nach einer Wohnung sind, sehe ich auch als Kandidaten für eine vorübergehende Unterbringung.
    Wenn jemand gerne Urlaub machen möchte und finanziell eher schwach gestellt ist, würde er/sie vielleicht so eine preiswerte Unterkunft auch begrüßen.
    Geändert von bertrande (20.10.2013 um 16:56 Uhr)

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