Umfrage: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

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Ergebnis 31 bis 40 von 118
  1. Inaktiver User

    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    Mutter1995, ich stimme Dir zwar zu, dass das Problem politisch angegangen und gelöst werden muss, aber ganz so einfach ist es dann doch nicht:
    Zitat Zitat von mutter1995 Beitrag anzeigen
    Beitragszahler im Vollerwerb ohne Kinder sollten dafür einen Ausgleich an die Rentenkassen zahlen, damit Müttern ihre Arbeit "Erziehung von künftigen Beitragszahlern" im Alter honnoriert wird. Den diese Kinder zahlen im derzeitigen Rentensythem hohe Renten (durch ihre Beiträge) an die Beitragszahler die vollerwerbstätig waren, also hohe Rentenpunkte und viele Beitragsjahre erwirtschafteten wie oben beschrieben.
    Diese von Dir gescholtenen Beitragszahler haben durch Ihre durchgängige Vollerwerbstätigkeit eben auch viel mehr Beiträge in die Rentenkassen geleistet, als es eine Mutter, die wegen der Kinder lang zu Haus blieb, jemals getan hat. In einem umlagefinanzierten System sehen diese Vollerwerbstätigen von ihren Zahlungen auch nichts mehr wieder und könnten sich genauso ungerecht behandelt fühlen.

    Politisch kann man die größere Anerkennung vonerziehungszeiten fordern, darüberhinaus steht es aber jeder Frau offen, innerhalb der Partnerschaft eine fairere Verteilung zu fordern. Und wer unbedingt wegen der Kinder lange aus dem Beruf aussteigen will, der muss eben mit seinem Partner aushandeln, dass für diese Zeiten zusätzliche private Vorsorge geleistet wird. Wenn dann herauskommt, dass man sich das nicht leisten kann, heißt das de facto, dass man sich die lange Auszeit eben nicht leisten kann und früher wieder in den Beruf einsteigen muss. Natürlich geht das nicht in allen Fällen so glatt und einfach wie gerade geschrieben. Viele können sich eine gute Altersvorsorge wirklich nicht leisten. Aber ich sehe immer wieder Frauen, bei denen das Altersvorsorgeproblem durchaus lösbar wäre, die sich aber nicht drum scheren, ihren Mann machen lassen, und dann bei Tod, Scheidung, Berufsunfähigkeit des Gatten oder ähnlichem finanziell vor die Wand laufen.

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    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    Meiner Erfahrung nach ist auch ein größeres Haus immer noch deutlich preisgünstiger als eine kleine Mietwohnung. Das Haus ist unsere bisher einzige und eigentlich auch sicherste Altersvorsorge.
    Über einen Verkauf würde ich ohnehin nie allein entscheiden, sondern die Kinder einbeziehen... und die haben schon Interesse bekundet, es zu halten. Es ist auch für sie eine Absicherung, mietfrei wohnen zu können. Und die Mieten in Städten werden kaum je günstiger werden.

    Ich meine auch, man kann nicht wissen, was kommt. Wenn ich meinen Job vor dem Renteneintritt verliere, werde ich mich zwar finanziell einschränken müssen, aber vermutlich auch entspannter leben und meine Tage sinnvoller nutzen können - vielleicht gewinne ich durch den Stress, der wegfällt, auch etwas an Lebenszeit. Allerdings würde ich ungern auf Reisen verzichten wollen.
    Meine Mutter, die eine sehr niedrige Rente hat, überwintert immer ein paar Wochen in Tunesien. Sie hat dort von Anfang an Anschluss gefunden, auch an die Einheimischen - und lebt dort preiswerter als hier zuhause. Ich denke, auch was das Reisen angeht, werden sich Lösungen finden.
    Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend.

  3. Moderation

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    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    Zitat Zitat von Bisasam Beitrag anzeigen
    Meiner Erfahrung nach ist auch ein größeres Haus immer noch deutlich preisgünstiger als eine kleine Mietwohnung.
    Das das Haus am Ende nicht genug wert ist, um sich eine Wohnung zu kaufen, die für einen noch zu handhaben ist, ist immer das Risiko bei Immobilien. Man muß viel reinstecken, um dem Wert zu erhalten, und braucht Glück, was die Lage angeht.

    Andererseits, wer im Leben genug Geld verdient hat, um sich eine Immobilie geleistet zu haben, gehört ja selten zu den ganz Armen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    Ich finde das Gerede um Rente mehr als ärgerlich. Unser Rentensystem hält seit 1889, hat zwei Weltkriege, zwei Hyperinflationen überstanden.
    Es wird landauf und landab aber mit drohender Altersarmut seit Jahren diskutiert. Es werden zu wenig Kinder geboren, damit fehlen Beitragszahler, niemand wird je eine Rente bekommen, wenn er heute 30 ist.
    Dafür werden Immobilien, und seien sie Schrott, als Betongold angepriesen, Altersvorsorge ist das große Geschäft der Versicherungsbranche und Banken, als wären diese je Wohlfahrtsinstitute gewesen. Und alle Versprechungen werden sich dabei nicht erfüllen, denn die gesparten Gelder müssen angelegt werden, sonst gibt es gar nichts. Die Risiken kennt jeder, der Zeitung liest.

    Und selbst wenn ab morgen jede gebärfähige Frau schwanger werden würde und damit rein rechnerisch in 25 Jahren ganz viel Beitragszahler da wären, glaubt jemand ernsthaft, dass diese auch einen Arbeitsplatz bekämen und damit kräftig einzahlen?

    Die Diskussion wird im Ausland "German Angst" genannt. Die Deutschen machen sich Sorgen, dass ihre Zukunft möglicherweise nicht rosig sein könnte.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Das das Haus am Ende nicht genug wert ist, um sich eine Wohnung zu kaufen, die für einen noch zu handhaben ist, ist immer das Risiko bei Immobilien. Man muß viel reinstecken, um dem Wert zu erhalten, und braucht Glück, was die Lage angeht.

    Andererseits, wer im Leben genug Geld verdient hat, um sich eine Immobilie geleistet zu haben, gehört ja selten zu den ganz Armen.
    Naja... wir gehören sicher nicht zu den typischen Immobilienbesitzern. Andererseits... was ist ein typischer Hausbesitzer?
    Unser Haus war selbst für DDR-Verhältnisse ein Schnäppchen, ein Trabant hätte mehr gekostet. Dennoch konnten wir es als junge Familie natürlich nicht bezahlen, meine Eltern haben uns einen zinslosen Kredit gegeben. Wir versuchen heute, etwas von dieser Großzügigkeit an unsere Kinder zurückzugeben - im Rahmen unserer Möglichkeiten. Reingesteckt haben wir immer nur das Nötigste. Das Haus ist für uns da und nicht umgekehrt. Und verkaufen würden wir nur, wenn es gar nicht anders geht.

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Und selbst wenn ab morgen jede gebärfähige Frau schwanger werden würde und damit rein rechnerisch in 25 Jahren ganz viel Beitragszahler da wären, glaubt jemand ernsthaft, dass diese auch einen Arbeitsplatz bekämen und damit kräftig einzahlen?
    Das finde ich auch. Mich nervt es ja immer, wenn ich lese, die heutige Generation ist selbst schuld an dem Dilemma, weil sie nicht mehr Kinder geboren hat. Stimmt nicht!!! Mit vier Kindern liege ich weit über dem Durchschnitt. Aber so großartig können unsere noch nicht einzahlen und brauchen eher noch Hilfe von uns, obwohl sie den Jahren nach erwachsen sind. Womit wir wohl auch kein Einzelfall sind.
    Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend.

  6. Moderation

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    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    Zitat Zitat von Bisasam Beitrag anzeigen
    Mich nervt es ja immer, wenn ich lese, die heutige Generation ist selbst schuld an dem Dilemma, weil sie nicht mehr Kinder geboren hat.
    Das kommt nicht erst mit der heutigen Generation, das hat sooooo einen Bart. Über diese Sprüche hat meine Mutter gelästert, da war sie 10 Jahre jünger als ich heute.

    Das Umlageprinzip der Rentenversicherung beruht darauf, daß die jeweils aktuelle Generation *einzahlt*. Nicht drarauf, daß sie *existiert*. Sollte mal jemand den Politikern erklären.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  7. gesperrt

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    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    [QUOTE=Bisasam;23593831]Meiner Erfahrung nach ist auch ein größeres Haus immer noch deutlich preisgünstiger als eine kleine Mietwohnung. Das Haus ist unsere bisher einzige und eigentlich auch sicherste Altersvorsorge.
    Über einen Verkauf würde ich ohnehin nie allein entscheiden, sondern die Kinder einbeziehen... und die haben schon Interesse bekundet, es zu halten. Es ist auch für sie eine Absicherung, mietfrei wohnen zu können. Und die Mieten in Städten werden kaum je günstiger werden.
    QUOTE]

    Die Rechnung wird nicht aufgehen, es sei denn Du stirbst früh.

    Entweder ist das Haus deine Alterssicherung und wird als solcher verwand und gebraucht, oder du Du hälst das Haus und vererbst es irgendwann deinen Kindern.

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    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen

    Das Umlageprinzip der Rentenversicherung beruht darauf, daß die jeweils aktuelle Generation *einzahlt*. Nicht drarauf, daß sie *existiert*. Sollte mal jemand den Politikern erklären.
    Das wissen die. Und setzen in jeden Bundeshaushalt rund 80 Milliarden Zuschuss rein, um die vielfältigen zusätzlichen Aufgaben der Rentenversicherung abzudecken. Es ist ja keineswegs so, dass das Umlageprinzip ausschließlich Renten an derzeitige Rentner auszahlt. Sie muss Kindererziehungszeiten ausgleichen, Reha-Maßnahmen wie Medizinische Rehabilitation, Anschlussrehabilitation (AHB), Rehabilitation nach Krebserkrankungen, Sucht-Rehabilitation, Kinderrehabilitation, Berufliche Rehabilitation leisten. Das kommt den Beitragszahlern zu Gute die eigentlich zu den Einzahlern gehören.
    Hinzu kommen Leistungen bei Erwerbunfähigkeit und Witwen(r)- und Waisenrenten.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    Zitat Zitat von Luftpost Beitrag anzeigen
    Die Rechnung wird nicht aufgehen, es sei denn Du stirbst früh.

    Entweder ist das Haus deine Alterssicherung und wird als solcher verwand und gebraucht, oder du Du hälst das Haus und vererbst es irgendwann deinen Kindern.
    Es gibt auch Übergangslösungen, die dann vertraglich geregelt werden müssten. Wir haben innerhalb der Familie schon viel abfangen können, was außerhalb oft nicht mehr funktioniert. Mein Wunsch – nicht Plan oder Rechnung – wäre, dass dies so bleibt. Wenn die Kinder unser Projekt Mehrgenerationenhaus nicht fortführen können oder wollen (was ihr gutes Recht wäre) oder sich nicht einigen könnten, wäre ein Verkauf eine Option. Und ein Verkauf müsste für uns nicht zwangsläufig bedeuten, in eine Mietwohnung zu ziehen. Aber ich will hier nicht weiter ins Detail gehen. Und zur Politik mag ich mich hier auch nicht äußern, mir gefällt der oft aggressive Diskussionsstil in politischen Debatten – speziell bei Reizthemen - nicht.
    Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend.

  10. Moderation

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    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Das wissen die.
    Sie geben's nur nicht zu.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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