Umfrage: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

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    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    Zitat Zitat von Zazu2 Beitrag anzeigen
    Ja, das Verdauen dauert ewig, wenn die Eltern gestorben sind. Vor allem, wenn sie viel früher sterben als man das als "Kind" erwartet hat.
    Das Frühe fand ich leichter zu verkraften (meine Mutter starb mit 60 ziemlich plötzlich), als das langsame Sterben als Pflegefall im Durchschnittsalter. Mein Vater war ein sehr vitaler Mann, der auch nach Feierabend fast allein ein Haus (mein Erbe) gebaut hat. Ihn dann bettlägerig zu erleben war das Schlimmste. Für alle Beteiligten. Wäre er vorher eine Couch Potatoe gewesen, wäre der Unterschied nicht so krass gewesen. Diese Situation der Pflege hat alles auf den Kopf gestellt.

  2. gesperrt

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    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    @ebayfan

  3. Inaktiver User

    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Quelle: Handelsblatt
    Erwähnenswert zu der Punktebeschreibung aus der Quelle Handelsblatt ist, das derzeit als Bemessungsgrundlage für einen Punkt der ca. 27€ beträgt ein Durchschnittsjahreseinkommen von gut 34000€ zugrunde gelegt wird. Darunter gibt es dann dementsprechend weniger.

  4. Inaktiver User

    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Nein, mein Vater hat auch während seiner Rente noch viele Jahre besondere Aufgaben in seiner Firma übernommen, wenn Erfahrung gefragt war.

    Ich denke, wir sind weniger leistungsbereit und mehr spaßorientierter als unsere Eltern. Damit meine ich nicht dich persönlich, sondern mich und die folgenden Generationen. Mein Vater kam mit nichts aus der Kriegsgefangenschaft zurück, seine Jugend hat er im Krieg verbracht. Überleben war ein Geschenk, wenn die mehr als die Hälfte der Brüder im Krieg fallen. Das ist eine Generation, die niemals geklagt hat und für die harte Arbeit normal war. Mein Vater hat gerne gearbeitet und für ihn war es eine erfüllende Arbeit. Das was er damals gebaut hat, steht heute noch. Ich glaube mancher Sachbearbeiter tut sich da schwerer mit seiner Motivation, ich zumindest schon.

    Ich hatte meine Eltern als Vorbild und war im Gegensatz zu deren Jugend quasi auf Rosen gebettet, aber noch weit davon entfernt, wie die heutigen Kinder gepampert werden, einschließlich meines Teenagers (soviel Selbstkritik darf sein). Ich denke Leistung lohnt sich und auch sparsames Verhalten und Verzicht.
    zunächst mal einen frohes Neues Jahr.

    Mit der Einstellung wünsche ich dir nie arbeitslos zu werden......
    mit ner anderen Einstellung übrigens auch nicht.

    Einer meiner Onkel ist Maurer - und ich kenne keinen Menschen der seinen Beruf nicht so liebte wie er.
    Der hat Rücken bekommen - und bestimmt nicht weil er zu wenig motiviert war oder gar zu faul.
    Es ist eine absolute Ausnahme, dass Menschen in dieser Branche bis zur Rente arbeiten können oder konnten.

    Nocturna: kleine Erinnerung: früher war es nicht üblich, dass Mann und Frau ausser haus zur Arbeit waren.
    Den kleinen Unterschied möchte ich doch erwähnen.
    Weil er das Leben erheblich beeinflusste.
    Selbst mein Großvater, der als Arbeitstier galt, hat nach der Arbeit keine Kartoffeln geschält oder sich um die Kinder gekümmert. Mal als Beispiel.
    Nennen wir es mal so, die Menschen haben anders gelebt. Vielleicht zufriedener, weniger hektisch?
    Da würde ich dir beipflichten.
    Wenn ich mal so zurückdenke, in meiner Großfamilie war eigentlich von den Frauen nur meine Mutter ausser haus berufstätig.
    Ne Tante arbeitete zu hause als Schneiderin, die anderen wirkten alle beschäftigt aber waren zuhause.
    So richtige Mehrbelastung kann ich da nicht erkennen.
    Im Gegenteil: viel mehr Gemütlichkeit!

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    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    Die Berufsweld hat sich ja auch richtig krass in die negative Richtung entwickelt während der letzten Jahre: zunehmender Druck, Personalabbau,´zunehmend schlechtes Arbeitsklima, Arbeitsverdichtung - ich hasse diesen Begriff, aber das Wort trifft es ja sehr gut, was derzeit überall los ist. Immer mehr Menschen werden durch den Job krank.
    Als ich gestern eigentlich dringend eine Mittagsruhe brauchte und einfach nicht zur Ruhe kam, weil die Jobprobleme noch präsent waren, dachte ich mir auch: so kann es nicht weiter gehen. Viel größer als meine Sorge vor der Altersarmut ist die Sorge, im Job kaputtgespielt zu werden und auf Grund dessen nicht alt zu werden. Und deswegen werde ich mich keinesfalls bis zum gehtnichtmehr finanziell einschränken ... klar denkt man auch an die Zukunft, aber wichtig ist es, im Hier und Jetzt zu leben, auch mit einer gewissen Qualität. Man weiß doch nicht, ob es ein "später" überhaupt gibt.
    Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend.

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    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mit der Einstellung wünsche ich dir nie arbeitslos zu werden......
    mit ner anderen Einstellung übrigens auch nicht.
    Ich wünsche ebenfalls ein gutes neues Jahr. Hm, grübel, verstehe ich jetzt nicht. Welche Einstellung denn? Arbeitslos werden ist definitiv ein Schreckgespenst, aber ein beherrschbares, zumindest, wenn man hier in Bayern lebt. Wenn sogar meine polnische Putzfrau über 50 Jahre, ungelernt, mit Hauptschulabschluss und moderaten Deutschkenntnissen nach 25 Bewerbungen (die allerdings ich geschrieben habe) nach Arbeitslosigkeit wieder einen Job findet, zugegeben im Niedriglohnbereich mit 1400 netto, kann es ja wohl nicht so schlimm sein.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nocturna: kleine Erinnerung: früher war es nicht üblich, dass Mann und Frau ausser haus zur Arbeit waren.
    Den kleinen Unterschied möchte ich doch erwähnen.
    Es war nicht üblich, dass Mann und Frau früher außer Haus gearbeitet haben. Nanu? Maurer, Lastwagenfahrer, Verkäuferinnen, Trambahnschaffnerinnen, Krankenschwestern waren ganz normale Berufe, die nach dem Krieg ausgeübt wurden. Das Umfeld meines Vaters war außer Haus beschäftigt, das war damals in den Großstädten durchaus Norm.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    um die Kinder gekümmert. Mal als Beispiel.
    Nennen wir es mal so, die Menschen haben anders gelebt. Vielleicht zufriedener, weniger hektisch?
    Gut möglich. Als das Fernsehen noch schwarzweiß war und maximal vier Kanäle zu bieten hatte, war die mediale Fremdbestimmung/Ablenkung weniger groß. Telefon war längst nicht in jedem Haushalt angekommen und Schlangen vor der Telefonzelle normal. Die Möglichkeit jederzeit erreichbar zu sein, gab es schlicht nicht, man schrieb sich tatsächlich noch Briefe. Anderseits, von der noch nicht vorhandenen Spülmaschine abgesehen, war der Haushalt damals schon relativ gut ausgestattet wie heute. Geschäfte wie Milchladen, Bäcker, Metzger und kleiner Lebensmittelladen lagen um die Ecke in Fußweite, nicht im Aldi/Lidl-Ghetto am Ortsrand. Die Zeit war definitiv weniger hektisch.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  7. Inaktiver User

    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    Und die anderen sind alle doof? Die über 50-jährigen Frauen die im eigenen Land keine Beschäftigung finden?
    Das Heer von Menschen bei denen die Rente nicht reicht ebenfalls?

    Ich erlebe immer öfter, dass wer Arbeit hat einfach so tut als ob es das Leichteste der Welt wäre.
    Die alles ausblenden. Sogar junge Menschen die über Praktika nicht hinaus kommen.
    1.400,--- netto in Niedriglohnbereich - ich glaub du lebst wirklich in einer anderen Welt.
    Oder willst nur provozieren.

    Es sei dir gegönnt.
    Ich hab einfach - wie so viele andere Menschen - zeitgemäss getan was ich für richtig hielt.
    Und jammer ja auch nicht.

    Manchmal krieg ich den Eindruck, es zählt nur noch ob ein Mensch berufstätig war und ist - egal wie.
    Vor kurzem wollte ich mich bei einer Organisation die Alleinerziehende unterstützt ehrenamtlich engagieren.
    Da war ne Frau mit nem kleinen Jungen. Die hatte Probleme mit ihm wegen Hyperaktivität etc...
    Und bei einem Besuch stellte sich heraus, dass sie schon nen großen Sohn hatte der zwanzig ist und weder nen Schulabschluß hat noch irgend ner Tätigkeit nachgeht. Die war immer voll berufstätig.
    Und hat ein Heer von Menschen für ihre Kinder beschäftigt. Kindergarten, Jugendhilfe etc....
    Ich halte so was für Versagen.
    Und nicht nur das. Es kostet den Staat auch richtig Geld.

    Ich hab mal überlegt: natürlich gab es früher schon Krankenschwestern und Verkäuferinnen.
    Aber, diese Doppelverdienerhaushalte wie heute gab es in der Form nicht.

  8. Inaktiver User

    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    Lucia-

    Danke für deinen Beitrag. So ist es.

    Nocturna, wenn ich richtig gelesen habe, warst du doch lange Hausfrau. Du hattest das Glück, als Beamtin nach langen Jahren, locker wieder einzusteigen. Denkst du ernsthaft, wärest du nicht Beamtin, du hättest so locker ohne lückenlosen Lebenslauf, ohne Berufserfahrung in den letzten Jahren, einen Job bekommen?

    Nicht jeder hat eine Familie mit Geld im Hintergrund. Nicht jeder erbt.

    Nocturna, würdest du noch locker einen zusätzlichen Job annehmen, zusätzlich zu deinem Teilzeitjob? Stelle dir mal vor, es wäre ein Vollzeitjob und du müsstest noch einen Minijob zusätzlich annehmen?!

    Wenn ich hier so lese, wird mir übel. Völlig an der Realität vorbei.

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    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Denkst du ernsthaft, wärest du nicht Beamtin, du hättest so locker ohne lückenlosen Lebenslauf, ohne Berufserfahrung in den letzten Jahren, einen Job bekommen?
    Nanu, schon wieder gelöscht?
    Denkst du ernsthaft, ich passe mein Leben nicht den Umständen an? Wenn ich nicht Beamtin gewesen wäre, hätte ich niemals diese Auszeit genommen. Ich habe die Auszeit aus finanziellen Gründen gewählt, ebenso wie ich den Einstieg aus denselben Gründen vollzogen habe. That´s it.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nocturna, würdest du noch locker einen zusätzlichen Job annehmen, zusätzlich zu deinem Teilzeitjob? Stelle dir mal vor, es wäre ein Vollzeitjob und du müsstest noch einen Minijob zusätzlich annehmen?!
    Ich habe einen Minijob zum Teilzeitjob, auch diese Entscheidung ist finanziell geprägt. Mehr Stunden im Hauptjob wären weniger lukrativ als der steuerfreie Nebenverdienst.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nicht jeder hat eine Familie mit Geld im Hintergrund. Nicht jeder erbt.
    Eine Familie mit Geld im Hintergrund ist relativ. Ja, ich erbe, mein Vater war Maurer und meine Mutter Verkäuferin. Sparsamkeit und Arbeit lohnen sich, sehe ich an meinen Eltern. Es gibt Familien, die mehr Geld über ihre Arbeit generiert haben. Aber nicht alle schaffen es Besitz aufzubauen, manchen kommt einfach der Konsum dazwischen.
    Geändert von Nocturna (01.01.2014 um 22:35 Uhr) Grund: Grammatik mal wieder
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    1.400,--- netto in Niedriglohnbereich - ich glaub du lebst wirklich in einer anderen Welt.
    Oder willst nur provozieren.
    Es ist in anderen Teilen Deutschland anders, ist mir völlig klar. Aber in Bayern herrscht Fachkräftemangel und nahezu Vollbeschäftigung, in einzelnen Landkreisen haben wir eine Arbeitslosenquote von unter 2 Prozent. Da bekommt man einen Job, sofern man gesund ist, egal mit welcher Bildung. Das ist Tatsache, keine Provokation.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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