Dem kann ich leider nicht unbedingt zustimmen.
In der heutigen Zeit werden nur noch viele Jobs, auch höher qualifizierte Tätigkeiten, über Zeitarbeit vermittelt.
Und das nimmt immer mehr zu.
Daher werden immer weniger junge Leute die Möglichkeit haben, etwas Geld zur Seite zu legen.
Und die Geringverdiener wie z. B. in der Produktion, die heute fast nur noch über Zeitarbeit arbeiten können, gehen teilweise mit einem Nettolohn bei Vollzeit von unter 1.000 Euro nach Hause.
Das Geld reicht kaum zum Leben, geschweige noch für irgendwelchen Luxus.
Und wer die ganze Woche körperlich hart gearbeitet hat, der ist am Wochenende "platt". Dann noch einen Job als Geringverdiener anzunehmen, das hält man wirklich nicht lange durch.
In Zeiten wo Politiker traurigerweise schon über Mindestlohn von 8,50 Euro sprechen, kann man sich wohl vorstellen, dass viele im Land noch weniger verdienen als diese angepeilten paar Euronen.
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30.12.2013, 21:13
AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?
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30.12.2013, 22:59
AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?
Liegt vielleicht auch daran, dass die Ansprüche der jungen Leute heutzutage ein ganz anderes Niveau haben? Auto, Multimedia, teure Smartphones, Party auf Mallorca, darunter geht doch fast gar nichts.
Also meine Putzhilfe schafft das. Die arbeitet im Niedriglohnbereich, von der Zeitarbeit hat sie sich erfolgreich gelöst, in der sie mal kurzzeitig nach ihrer Arbeitslosigkeit gelandet ist. Nebenbei putzt sie seit Jahren bei uns, nach ihrer regulären Arbeitszeit.
Ich habe nie gesagt, dass es einfach ist, aber ohne Anstrengung und Verzicht läuft gar nichts. Und was das körperliche Arbeiten angeht, mein Vater war Maurer auf dem Bau, im Akkord, eine 40 Stunden-Woche gabs damals auch noch nicht. Frage nicht, was der noch nach Feierabend beim heimischen Hausbau geleistet hat. Und das geht jetzt alles nicht mehr?"Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
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30.12.2013, 23:49
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30.12.2013, 23:54
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31.12.2013, 00:16
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31.12.2013, 00:56
AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?
Und ob es ein Anlass zur Gratulation ist? Geld ist zwar schön, lebendige Eltern wären mir lieber. Eine Erbschaft ist immer mit einem Verlust eines Menschen verbunden. Ich kann gut mit wenig Geld auskommen. Aber nicht geliebt zu werden ist unerträglich.
Sozial? Ich denke nicht, dass das was für mich ist. Das ganze soziale Zeug fand ich schon als Schülerin furchtbar.
Das Einzige, was mich in dem Bereich reizen könnte, wäre Schuldnerberatung. Finanzkram mag ich. Aber dafür gibt es Spezialisten, die warten nicht auf so eine wie mich.
Mich macht es glücklich, meinen Liebsten zu betütteln, Sport zu treiben, zu lesen und mich mit Sprachen zu beschäftigen. Ich glaube, für die Probleme anderer Leute fehlt es mir noch an der emotionalen Kraft. So ganz habe ich das alles noch nicht verdaut. Es dauert viel länger, als ich jemals gedacht habe.
Nein, so toll ist das mit dem Erben nicht, wenn es nicht gerade die Erbtante am Ende der Welt war, die man gar nicht kannte. Dann verdirbt einem aber die Erbschaftssteuer die Freude. Genug Geld haben ist zwar schön und hat Vorteile, es ist aber nicht der Schlüssel zum Glück. Dafür sind Liebe, Anerkennung, Freundschaften und Erfolgserlebnisse wichtiger.
Eigentlich war mir das immer schon klar. Ich hatte immer gedacht ich habe meine Eltern, bis ich selbst beinahe im Rentenalter ankomme und nutze das Erbe nur als Altersvorsorge. Mit 20 Jahren vorher habe ich nicht gerechnet.
Zum Glück gehöre ich nicht zu den Menschen, die das Gefühl haben müssen, gebraucht zu werden. Wäre es so, könnte ich mich von einer Brücke stürzen. Ich glaube aber nicht, dass es der Sinn des Lebens ist, sich nützlich zu machen.
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31.12.2013, 06:17Inaktiver User
AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?
Ja, ja, Jeder kennt immer einen der das kann und alles schafft.
Ich habe auch bis vor kurzem noch alles gemacht.
Das Entscheidende ist aber: Arm sein ist ein Lebensgefühl.
Ich kenne so viele Menschen die viel mehr habe als ich und sich von morgens bis abends grün und blau ärgern: über die Politiker, über Sozialmissbrauch, über die Flüchtlinge und über HartzIV Missbrauch natürlich und die furchtbare Jugend von heute......
Und ich gutmütiger Dussel nehme das alles anfangs nicht ernst.
Mittlerweile meide ich solche Menschen wie die Pest.
Für mich ist das Leben ein Geben und Nehmen.
So hab ich auch meine Kinder erzogen.
Die wollten mich schon vor Jahren unterstützen damit ich nicht so körperlich schwere Arbeit machen muss.
Hatte ich abgelehnt, aber ab und an schicken sie mir einfach was - und ich freu mich.
Ich glaube, Armut sollte man nicht fürchten.
Da fielen mir ganz andere Sachen ein.
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31.12.2013, 12:44
AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?
Das mit Deinem Vater finde ich bewundernswert. ich kenne mehrere solche Maurer. Mit solchen Vorbildern vor Augen habe ich vor 3 Jahren ein Haus gekauft und wollte es nach Feierabend und am Wochenende sanieren. das hat auch geklappt, aber frag nicht, wie platt ich war und wie lange ich gebraucht habe, mich zu erholen. Vielleicht liegts am Alter? ich könnte jetzt mit Ü50 keinen Zweitjob annehmen.
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31.12.2013, 12:58
AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?
Nein, mein Vater hat auch während seiner Rente noch viele Jahre besondere Aufgaben in seiner Firma übernommen, wenn Erfahrung gefragt war.
Ich denke, wir sind weniger leistungsbereit und mehr spaßorientierter als unsere Eltern. Damit meine ich nicht dich persönlich, sondern mich und die folgenden Generationen. Mein Vater kam mit nichts aus der Kriegsgefangenschaft zurück, seine Jugend hat er im Krieg verbracht. Überleben war ein Geschenk, wenn die mehr als die Hälfte der Brüder im Krieg fallen. Das ist eine Generation, die niemals geklagt hat und für die harte Arbeit normal war. Mein Vater hat gerne gearbeitet und für ihn war es eine erfüllende Arbeit. Das was er damals gebaut hat, steht heute noch. Ich glaube mancher Sachbearbeiter tut sich da schwerer mit seiner Motivation, ich zumindest schon.
Ich hatte meine Eltern als Vorbild und war im Gegensatz zu deren Jugend quasi auf Rosen gebettet, aber noch weit davon entfernt, wie die heutigen Kinder gepampert werden, einschließlich meines Teenagers (soviel Selbstkritik darf sein). Ich denke Leistung lohnt sich und auch sparsames Verhalten und Verzicht."Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
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31.12.2013, 13:02
AW: Haben Sie Angst vor Altersarmut?
Tut mir sehr leid für dich.

Hätte ja auch die Erbtante aus Amerika, die man gar nicht kannte, sein können (*schäm*)
So wie du schreibst, machst du das (meinen Liebsten zu betütteln, Sport zu treiben, zu lesen und mich mit Sprachen zu beschäftigen) genau richtig.
Ja, das Verdauen dauert ewig, wenn die Eltern gestorben sind. Vor allem, wenn sie viel früher sterben als man das als "Kind" erwartet hat.Geändert von Zazu2 (31.12.2013 um 13:06 Uhr)



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