Umfrage: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?

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    AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?

    Zitat Zitat von Tabitha Beitrag anzeigen
    Mit abgestimmt habe ich nicht, aber ich war schon des öfteren bei Sitzungen dabei, da bringt mein Beruf mit sich.
    und diese Sitzungen haben ja bestimmt nicht auf einer Tribüne auf dem Marktplatz oder im Fernsehstudio eines nationalen Senders stattgefunden, nehm ich an. Sondern unter Ausschluss der Öffentlichkeit. --> kleine Kommission.


    Also? Was ist denn das für eine Schlussfolgerung? Weil du glaubst, ich hätte keine Ahnung, wie Gesetze zustande kommen, waren es notwendigerweise kleine Komissionen, die die Massenteirhaltung beschlossen haben? Wieso ensteht durch meine (angenommen Nichteilnahme eine Notwendigkeit?
    als Schweizerin gilt für mich alles, was nicht durch eien Volksabstimmung beschlossen wird, als "kleine Kommission". Auch dann, wenn meinetwegen zweihundert oder auch tausend Leute daran mitgearbeitet haben. Im Vergleich zur Gesamtheit der Bürger und Bürgerinnen, die vom Thema ja täglich betroffen sind, ist das immer und notwendigeweise ein winziger Bruchteil. Eine kleine Kommission.


    Es ist viel einfacher: Massentierhaltung entstand infolge der industriellen Revolution. Erst durch die industrielle Landwirtschaft konnten alle Menschen immer mit Nahrung versorgt werden. Insbesondere in den Städten gab es vorher immer wieder Hungersnöte,* weil die Versorgung nicht sichergestellt war. Und durch die Massentierhaltung sind dann die Preise für Fleisch und Tierprodukte gefallen.
    ja, das ist mir bekannt. Inzwischen sind aber auch die Anfänge der grünen Bewegung schon einiges her, und es wäre durchaus im Rahmen des Möglichen gewesen, auch das Wohl der Tiere in den Gesetzen besser zu berücksichtigen. Nicht nur die Bedürfnisse der Industrie.

    Ausserdem, wenn wir so weitermachen mit der industriellen Landwirtschaft, wird auch die nächste Hungersnot kommen - die fruchtbare Erde wird aufgebraucht, nicht erhalten und gepflegt. Fragt sich nur, ob das noch zehn Jahre dauert oder vielleicht doch noch fünfzig Jahre.

    grüsse, barbara

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    AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    und diese Sitzungen haben ja bestimmt nicht auf einer Tribüne auf dem Marktplatz oder im Fernsehstudio eines nationalen Senders stattgefunden, nehm ich an. Sondern unter Ausschluss der Öffentlichkeit. --> kleine Kommission.

    Nein, die Sitzungen finden in einem Sitzungssaal statt, und nein, sie sind öffentlich.. Ausserdem haben wir in Hamburg seit 2012 das Transparenzgesetz d.h. alle Hamburger Behörden und vom Land kontrollierte Unternehmen müssen alle Daten, Dokumente und Verträge ins Internet stellen. So wurden z.B. die bisher geheimen Verträge zum Bau der Elbphilharmonie veröffentlicht.

    Nur jetzt, wo die Verträge öffentlich sind, kratzt sich der Bürger am Kopf: er kann damit nichts anfangen, versteht nämlich das Juristendeutsch und dei Zusammenhänge nicht.






    als Schweizerin gilt für mich alles, was nicht durch eien Volksabstimmung beschlossen wird, als "kleine Kommission". Auch dann, wenn meinetwegen zweihundert oder auch tausend Leute daran mitgearbeitet haben. Im Vergleich zur Gesamtheit der Bürger und Bürgerinnen, die vom Thema ja täglich betroffen sind, ist das immer und notwendigeweise ein winziger Bruchteil. Eine kleine Kommission.


    Ach, du bist Schweizerin. Ich habe mich schon über den Begriff Kommission gewundert.

    Ähm, so funktioniert aber Demokratie: man wählt Volksvertreter, die eben was machen? Ja, das Volk vertreten. Ob sie das nun gut oder schlecht machen, mag man im Einzelfall beurteilen.

    In den meisten Fällen hat der Bürger einfach nicht genug Fachkenntnisse, dafür braucht man eben Fachleute in Ausschüssen, Kommissionen etc. um politische Entscheidungen vorzubereiten. Ich würde es nicht der breiten Masse überlassen, eine juristisch hieb- und stichfeste Gesetzesvorlage zu erstellen. Da übersehen ja selbst Juristen noch oft genug Schwachpunkte und Lücken.

  3. Inaktiver User

    AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?


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    AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?

    Zitat Zitat von Jolanda_40 Beitrag anzeigen
    Wir haben hier so einen Überfluss an allem, dass wir das gar nicht mehr zu schätzen wissen. Traurig das.
    Ja.

    Aber wenn Du unbedingt Freiheit willst, dann halt so, wie kubus geschrieben hat (ich habs mich ja nicht getraut):
    5 x die Woche Fleich im Angebot, und jeder wählt völlig frei, an welchen beiden Tagen er Fleisch isst.
    Das habe ich immer noch nicht kapiert. Ist das ein Scherz?

    Egal, ich bin dagegen.



    Zitat Zitat von kubus Beitrag anzeigen
    Schau dir die abartig langen Milchprodukteregale an. 30 Meter mindestens in den großen Märkten,
    Extrem. Abartig ist wohl der richtige Ausdruck.
    Man kann sich ausrechnen, wieviel davon weggeworfen wird, weil es vor dem MHD gar nicht verkauft wird.

    Im REWE meines Vertrauens fragte ich am Samstag neulich, ob ich frische Produkte (Sandwiches), die am Montag schon das MHD überschritten hätten, günstiger bekommen kann. Da schrie die Mitarbeiterin durch den ganzen Laden: Hier gibt's nix billiger! Das wird alles weggeschmissen!

    Auf der Seite der Firma rühmt diese sich, dass sie Lebensmittel, die über das MHD sind, zur Tafel geben.
    Ich habe mir anhand der REWE Läden in D und anhand der noch vorhandenen belegten Brote dieses Herstellers in meinem Laden hochgerechnet - und dabei berücksichtigt, dass es natürlich auch Läden gibt, wo kein Sandwich mehr übrig ist, - wie viel allein von diesen einem Produkt an diesem Samstag im Müll landen: 60.000 Brote nur an einem Samstag.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

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    AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?

    ich hatte weit vorn schon mal geschrieben, dass mir die Idee des Veggie-Tags gefällt. ich glaube schon, dass - wenn das vegetarische Gericht gut zubereitet wurde, es womöglich auch eine auswahl an verschiedenen Gerichten gibt - sich der ein oder andere doch überzeugen lässt. Oder zumindest ans Nachdenken kommt...

    Eine Frage habe ich an die "selten-Fleisch-Esser": was ist euer Antrieb, weniger Fleisch zu essen? Denn auch bei weniger Fleisch stirbt am Ende ein Tier, das lieber gelebt hätte...

    Oder an die Bio-Fleischesser?

    Bio ist ja nicht so viel besser wenn es um die Art der Tierhaltung geht... Und auch die Bio-Tiere sterben am Ende hier:

    Fachleute kritisieren Qualen der Tiere auf Schlachthöfen | tagesschau.de (leider nur der ganze Beitrag, der Bericht über Schlachthöfe kommt ab 21:30)

    Auch die Bio-Kuh hätte möchte sich nicht sofort nach der Geburt von ihrem Kälbchen trennen... Und aus dem Bio-Bullen wird am Ende Bio-Kalbsleberwurst...

    Bei den Bio-Hühner kommen die Jungs in den Häcksler....

    Was glaubt ihr zu bewirken? (ich meine die Frage wirklich ernst)
    Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende

    Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist.
    Es wär nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt - die Ärzte

    Das leben ist zu kurz für schlechtes Essen (gesehen vor einem Berliner Restaurant)

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    AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?

    Zitat Zitat von Tabitha Beitrag anzeigen
    Nur jetzt, wo die Verträge öffentlich sind, kratzt sich der Bürger am Kopf: er kann damit nichts anfangen, versteht nämlich das Juristendeutsch und dei Zusammenhänge nicht.
    Es gibt doch viele Juristen. Nicht alle von denen sitzen in der Politik. Die Frage, die sich der kopfkratzende Bürger stellt, ist wohl eher, wozu er das lesen soll und es sich erarbeiten soll.


    Ähm, so funktioniert aber Demokratie: man wählt Volksvertreter, die eben was machen? Ja, das Volk vertreten. Ob sie das nun gut oder schlecht machen, mag man im Einzelfall beurteilen.
    Das ist nur ein winziger Teil von dem, wie Demokratie meiner Erfahrung nach funktioniert. Da sollte noch einiges mehr dazu kommen: zum Beisspiel, dass Bürger und Bürgerinnen sich bei Vernehmlassungen äussern. Oder dass sie per Referendum über vom Parlament ausgearbeitete Vorschläge abstimmen. Oder per Initiative gleich selbst die Verfassung ändern. Und heute, mit den Mitteln der Informatik, öffnen sich noch viel mehr und neue Möglichkeiten der Beteiligung.


    In den meisten Fällen hat der Bürger einfach nicht genug Fachkenntnisse, dafür braucht man eben Fachleute in Ausschüssen, Kommissionen etc. um politische Entscheidungen vorzubereiten.
    ja sicher, ABer nur weil ein Bürger Politiker wird, hat er deswegen noch nicht mehr Fachkenntnisse, muss aber trotzdem über die von den Fachexperten vorgeschlagenen Änderungen entscheiden.


    Ich würde es nicht der breiten Masse überlassen, eine juristisch hieb- und stichfeste Gesetzesvorlage zu erstellen. Da übersehen ja selbst Juristen noch oft genug Schwachpunkte und Lücken.
    würde ich auch nicht, aber über Gesetzesvorlagen zu entscheiden, das immer gerne.

    grüsse, barbara

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    AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?

    Zitat Zitat von cocohasi Beitrag anzeigen

    Eine Frage habe ich an die "selten-Fleisch-Esser": was ist euer Antrieb, weniger Fleisch zu essen? Denn auch bei weniger Fleisch stirbt am Ende ein Tier, das lieber gelebt hätte...

    Oder an die Bio-Fleischesser?

    Bio ist ja nicht so viel besser wenn es um die Art der Tierhaltung geht... Und auch die Bio-Tiere sterben am Ende hier:

    ....

    Was glaubt ihr zu bewirken? (ich meine die Frage wirklich ernst)
    ich esse seit Jahren viel weniger Fleisch, weil ich keine körperlich anstrengende Arbeit mehr erledigen muss. In jungen Jahren war ich Bergmann, da habe ich sehr viel Fleisch gegessen, denn nur mit Kohlehydraten hätte ich die Arbeit nicht schaffen können.

    Ja, jeder Fleischesser weiß, dass er ein totes Tier verspeist. Wären alle Deutschen Vegetarier, gäbe es entweder keine Schweine, keine Hühner, keine Puten oder Kühe mehr oder die Fleischproduktion liefe ungebremst nur für den Export, denn sogenannte Schwellenländer erleben einen ungeheuren Anstieg an Fleischbedarf, den sie selbst nicht abdecken können.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?

    Zitat Zitat von cocohasi Beitrag anzeigen
    Eine Frage habe ich an die "selten-Fleisch-Esser": was ist euer Antrieb, weniger Fleisch zu essen? Denn auch bei weniger Fleisch stirbt am Ende ein Tier, das lieber gelebt hätte...

    Oder an die Bio-Fleischesser?

    Was glaubt ihr zu bewirken? (ich meine die Frage wirklich ernst)
    cocohasi, ich glaube nichts zu bewirken, sondern nach meinen Wertvorstellungen zu leben.

    Das ist zu umfangreich, hier zu beschreiben, ein paar Stickpunkte:

    Die Natur ist ein ständiger Kreislauf jedoch geht nichts verloren. Sogar die Kerze, die Du abbrennst erzeugt Wärme = Energie und Asche.

    Alles wird sterben und vergehen und neu entstehen.

    Der Tod von Mensch oder Tier hinterläßt eine Lücke bei den Zurückgebliebenen, der Tod selber für sich genommen ist für mich nicht tragisch, der gehört zum Leben. Zu Jedem.

    Leiden möchte ich, soweit ich es vermag vermeiden.
    Gruß dingsda

    Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
    Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.

  9. Inaktiver User

    AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    i
    Ja, jeder Fleischesser weiß, dass er ein totes Tier verspeist. Wären alle Deutschen Vegetarier, gäbe es entweder keine Schweine, keine Hühner, keine Puten oder Kühe mehr oder die Fleischproduktion liefe ungebremst nur für den Export, denn sogenannte Schwellenländer erleben einen ungeheuren Anstieg an Fleischbedarf, den sie selbst nicht abdecken können.

    Hier stimme ich Dir zu. Allerdings bei Deinem letzten Satz möchte ich widersprechen.


    Ob diese sogenannten Schwellen- und auch Drittweltländer ihren Bedarf decken könnten auf längere Sicht scheint mir nicht so klar. Im Moment jedenfalls bekommen sie dazu ja kaum die Gelegenheit, weil unser "Abfallfleisch" deren Märkte zu Billigstpreisen überschwemmt. Kaum ein dort ansässiger Landwirt kann gegen diese Preise ankommen. Wir lassen einen Markt dort derzeit kaum entstehen

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    AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ob diese sogenannten Schwellen- und auch Drittweltländer ihren Bedarf decken könnten auf längere Sicht scheint mir nicht so klar. Im Moment jedenfalls bekommen sie dazu ja kaum die Gelegenheit, weil unser "Abfallfleisch" deren Märkte zu Billigstpreisen überschwemmt. Kaum ein dort ansässiger Landwirt kann gegen diese Preise ankommen. Wir lassen einen Markt dort derzeit kaum entstehen
    Richtig, so ist es!
    Wir Deutschen essen z.B. von den geschlachteten Hühner fast ausschließlich nur das Brustfleisch, vielleicht noch die Keulen, der Rest wird tiefgefroren in Drittweltländer mit hohem EU-Subventionen verfrachtet. Wir essen nur etwa 10% oder 20% des verwertbaren Fleisches. Dasselbe gilt sicherlich auch für Schweine und Kühe.

    Die Tierliebe der Deutschen treibt manchmal seltsame Blüten: selbst Veganer verfüttern an ihre geliebten Katzen nahezu bedenkenlos Dosenfleisch. Es müssen Millionen von Tonnen sein, die zu Tierfutter verarbeitet werden. Vegane oder vegetarische Ernährung für diese Haustiere ist möglich, aber man muss sich ziemlich tief reinknien, damit die Tiere ausreichend versorgt werden. Das ist mit Dosenfleisch deutlich einfacher.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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