Wegen einer schlechten Kantine diskutier ich doch nicht über einen lächerlichen Tag fleischfrei. Da gehe ich gar nicht erst hin. Das ist doch doppelt sinnbefreit.
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21.08.2013, 19:38
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
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21.08.2013, 20:48
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
Kubus, ich befürchte, Du könntest Recht haben.
Und zwar, weil ich dies hier...
...genauso sehe. Wie ich auch den größten Teil Deines Beitrags unterschreiben kann.(...) Und ich sehe einfach nicht, dass die Hälfte der Fleischesser irgendwann auf die Barrikaden geht und so lange den Fleischkonsum boykottiert, bis es etwas besseres und dafür weniger und teurer gibt.
Das würde etwas ändern durch die Konsumentenseite. (...)
Nur dem hier...
... möchte ich meine Hoffnung entgegenstellen, dass sich der Konsument dennoch mehr und mehr sträuben wird, bei sich Nachfrage nach eklig-billigem Fleisch "generieren" zu lassen, auch wenn meine Hoffnung angesichts der Manipulierbarkeit des "mündigen" Bürgers gegen Null geht (s.o.).Wenn zu wenig Nachfrage besteht, wird Nachfrage generiert -
Wenn ich aber diese Hoffnung nicht mehr habe, dass langfristig sich doch noch was zum Positiven verändern wird, und/oder dass es wenigstens ein paar Leute geben wird, die womöglich auch noch soweit Einfluss auf die Politik nehmen können, dass sich was ändert, kann ich auch gleich die Hände in den Schoss legen und 1. brauche mich selbst auch gar nicht erst mehr bemühen, (noch) weniger Fleisch zu konsumieren und 2. brauch' ich auch andere nicht mehr "aufklären" (kann mir also das Angucken und Mundpropaganda-machen für Filme wie "we feed the world", etc. sparen), weil es ja dann "eh egal"ist, außer natürlich für meine eigene Gesundheit nicht. womit wir wieder bei der Abgabe, wenn auch unter dem Deckmantel der Resignation, der eigenen, persönlichen Verantwortung wären.
Ich bin ja für jeden Tag Fleischangebot in der Kantine. Und jeder darf frei wählen, an welchen beiden Tagen er seine wöchentlich zwei Fleischmahlzeiten zu sich nimmt.
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21.08.2013, 23:58
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
Artgerecht ist immer "bio".
Es gibt mehrere Möglichkeiten, Du klickst die Hausseiten aller Anbauverbände an und suchst dort in Deiner Region/Stadt.
demeter, Bioland, Naturland, Gäa, Biokreis, Biopark oder Ecovin.
Oder Du suchst mit den Namen Deiner Region/Stadt nach Bio Hühnerhof/Schweinehaltung/Rind.
Oder Du gehst auf die Seite SlowFood und suchst dort in Deiner Region/Stadt.
Hier die Anbauverbände und andere Info zum Thema: Biozeichen (Kurzinfo)
Slow Food Deutschland e.V. ~ WillkommenKörperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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22.08.2013, 00:52
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
Gruß dingsda
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.
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22.08.2013, 01:36
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
Es passt problemlos zusammen.
Guck doch einfach in die Kühltheke beim Discounter, da gibt es Edelstücke, Hack und Wurst.
Weil wir nur noch die richtig "guten" Stücke essen, muss trotz sinkender Fleischmenge pro Kopf mehr Fleisch produziert werden. Ein Schwein hat eben nur eine begrenzte Menge besonders hochwertiger Stücke, den Rest nutzen wir nicht mehr. Wer packt denn heute noch Schweinepfoten, -schwänze und -ohren in eine Suppe? Wie oft wird noch Leber gegessen? Von Niere ganz zu schweigen. Schweinskopfsülze kocht doch auch niemand mehr. Das ist ja alles nicht gut genug. Statistisch gesehen isst jeder Deutsche noch 200g Innereien pro Jahr.
Hühner haben einfach zu wenig Brust und zu viele Flügel und Schenkel. Putenunterkeulen findet man, wenn überhaupt, versteckt in der Frostabteilung.
Wenn man wieder die ganzen Tiere verwerten würde, dann bekäme man mit viel weniger Tieren die gleiche Fleischmenge erzeugt.
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22.08.2013, 06:52
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
Ja, es gibt sie. Allerdings haben die Bürgerinnen in den meisten Ländern sehr wenig institutionell festgeschriebene politische Macht. zu wenig davon.
Ist das so? Ich glaube nicht. Sonst würden sich nicht so viele Politiker mit Händen und Füssen gegen den Ausbau von Volksrechten sträuben.Das Andere scheint mir die Selbstwahrnehmung desselbigen "Volkes": Anscheinend ist es ebenso davon überzeugt, dass es die von der Politik ihm zugeschriebene Rolle ohne Murren auszufüllen hat.
Es fehlte hier eindeutig an Transparenz. Auch auf dem übelsten Industriefleisch siehst du auf den Verpackungen und in der Werbung Bilder von grünen Wiesen und glücklichen Tieren, was völlig irreführend ist. Wären da von Anfang an Bilder darauf gewesen wie die Ställe wirklich aussehen, also echte Information über die Haltungsbedingungen breit verfügbar gewesen, die Sache sähe anders aus, da bin ich mir ziemlich sicher.Das sehe ich eben anders. Der Markt ist doch da ziemlich ehrlich und knallhart: etwas, wofür es keine Nachfrage gibt, wird über kurz oder lang vom Markt verschwinden. Das wird aber mit dem Fleisch als Konsumprodukt nicht passieren, eben WEIL eine große Nachfrage besteht. Klar, hat "der Konsument" diese industriellen Mastbetriebe in dieser Form nicht bewusst gewollt. Aber durch sein Konsumverhalten hat er deren Entstehung - für mich ganz eindeutig - stark begünstigt.
Es wird von der Gedankenlosigkeit und Bequemlichkeit profitiert. Und von der Möglichkeit, die Wirklichkeit zu verstecken gegenüber den Konsumentinnen. Und der Gesetzgeber schützt ein solches Verhalten sogar noch.Und da haben wir wieder das Räderwerk, das ineinandergreift: "Die da oben" können ihre Mastbetriebe nur aufbauen, weil es eine Nachfrage gibt. Und die Nachfrage wird -auch -am Laufen gehalten, weil ziemlich viele eben doch das billige Fleisch haben wollen, das eben nur von diesen großen Agrar-Industriebetrieben so billig "hergestellt" werden kann.
Als Bürger sollte man doch davon ausgehen können, dass der Staat und seine Institutionen für das öffentliche Wohl besorgt sind, und nicht für das Wohl einiger weniger Industrieller, sollte man meinen.
grüsse, barbara
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22.08.2013, 06:58
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
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22.08.2013, 07:02
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
Weil Freiheit nun mal eine Grundbedingung für eine Existenz ist, die den Namen "menschlich" tatsächlich verdient. Weil die hinter diesen Aktionen stehende Mentalität gruselig ist. Weil sich da wieder mal eine selbsternannte Elite einbildet, den *dummen Pöbel* erziehen zu müssen. nein danke.
grüsse, barbara
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22.08.2013, 09:20
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
@Lukulla
Danke für die Links! Ich werd mal stöbern.
Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

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22.08.2013, 09:48
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
Ich finde, nicht hungern zu müssen und jeden Tag zwischen zahlreichen Dingen wählen zu können, ist Freiheit. Wir haben hier so einen Überfluss an allem, dass wir das gar nicht mehr zu schätzen wissen. Traurig das.
Aber wenn Du unbedingt Freiheit willst, dann halt so, wie kubus geschrieben hat (ich habs mich ja nicht getraut):
5 x die Woche Fleich im Angebot, und jeder wählt völlig frei, an welchen beiden Tagen er Fleisch isst.
..
Segne die Gegenwart
Vertraue Deinem Selbst
Erwarte das Beste



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