Bei den Zahlen muss wohl etwas durcheinander geraten sein. In allen anderen Statistiken klingt es etwa so:
Ist zwar nicht so wichtig, aber es sind immerhin ca. 30 kg weniger pro Jahr. Wenn schon, dann bitte mit richtigen Zahlen.In den Industrieländern ist der Fleischkonsum im gleichen Zeitraum von 81 auf 79 Kilo pro Kopf gesunken.
Deutsche essen durchschnittlich 60 Kilogramm Fleisch pro Jahr
Antworten
Ergebnis 491 bis 500 von 968
-
09.08.2013, 23:19
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
Gruß dingsda
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.
-
09.08.2013, 23:50
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
Anne, nachdem ich mir den von Dir verlinkten Artikel durchgelesen habe, finde ich die Art, wie Du auf die unterschiedlichen Zahlen hinweist wenn auch korrekt, doch so ziemlich unverhältnismäßig im Vergleich zu dem, was da sonst noch im Artikel beschrieben wird, denn Deine aus dem Kontext gerissene Richtigstellung suggeriert, dass doch im Grunde wenigstens die Deutschen auf einem guten Weg sind was deren Fleischkonsum angeht. Ganz so ist es allerdings nicht, denn, auch wenn der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch der Deutschen laut Artikel "nur" bei 60 kg liegt, so heißt es dort auch (Überschrift "Report: Menschen essen so viel Fleisch wie nie"):
Fleischatlas: Report zeigt globalen Fleisch-Konsum - SPIEGEL ONLINEDie Deutschen liegen mit durchschnittlich 60 Kilo pro Kopf zwar deutlich darunter. Doch das heißt keineswegs, dass ihr Verbrauch gering ist. Laut "Fleischatlas" vertilgen die Bundesbürger pro Kopf viermal so viel Fleisch wie noch Mitte des 19. Jahrhunderts - und doppelt so viel wie vor 100 Jahren. Heute essen 85 Prozent der Menschen in Deutschland täglich oder nahezu täglich Fleisch. Männer essen mehr als Frauen, und die jungen Männer zwischen 19 und 24 Jahren wiederum sind die größten Fleischesser.
Das Problem: Teile der Produktion - und damit auch die mit ihr verbundene Umweltzerstörung - lagern die Deutschen in ferne Länder aus. Das bleibt dort nicht ohne Folgen. So werden zur Herstellung eines einzigen Kilogramms Schweinefleisch etwa 10.000 Liter Wasser benötigt, für Rindfleisch sogar rund 15.000 Liter. Gleichzeitig haben weltweit 1,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
-
10.08.2013, 00:13
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
Eigentlich wollte ich gerade noch den abgelutschten Satz dazuschreiben: Trau keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.
Trotzdem steht in diesem Bericht auch, dass der Konsum in den Industrieländern zurückgegangen ist. Und das finde ich wunderbar. Ich würde mich sehr freuen, wenn er Jahr für Jahr zurückgehen würde.
Nichtsdestotrotz habe ich mir über die von VanDyck ausgerechneten 245 g? oder 170 g pro Tag Gedanken gemacht. Ich weiß nicht, ob ich die pro Tag verbrauche. Zwar nicht ich persönlich, aber meine 2 Katzen, ab und zu ein paar herrenlose Katzen, auch mal Igel, Besuchshunde und solange wir unseren Labrador hatten, haben wir die Menge bestimmt verbraucht, aber am wenigsten wir Menschen.
Aus diesem Grund halte ich nicht so viel von Statistiken.Geändert von Anne_dingsda (10.08.2013 um 00:20 Uhr)
Gruß dingsda
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.
-
10.08.2013, 01:24
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
-
10.08.2013, 01:25
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
Die Grünen und die SPD haben in ihrer Regierungszeit einen weltweit einzigartigen Atomausstiegsvertrag mit der Atomindustrie zustande gebracht, der seinesgleichen suchte, der von allen Unternehmen unterzeichnet und akzeptiert wurde! Und der weltweit Aufmerksamkeit erregte und kopiert wurde.
Nur La Merkel wusste es besser und kündigte den Vertrag und zog nach Fukishma die Reissleine und erneute einen wesentlich schlechteren Atomausstiegsvertag, gegen den alle Atom-Unternehmen Klage einreichten und der uns Milliarden kostet.Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
-
10.08.2013, 09:55Inaktiver User
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
Das wuerde ich auch mal gerne wissen, wie groß der Anteil der Haustiere, vor allem Hunde und Katzen an diesem Fleischkonsum ist. Und der Anteil derer die dort Biofleisch verfüttern, wird noch geringer sein als der Menschen, die Fleisch essen.
Auf vandycks Zahl komme ich auf keinen Fall, ich esse fast keine Wurst und selten Fleisch, irgendwie brauch ich das nicht so oft. Finde ich schon erschreckend dass Menschen jeden Tag Fleisch essen.
Bin aber nichtsdestotrotz gegen den Veggietag und für besser produziertes und dann auch teureres Fleisch.
Wenn ich dann mal Wurst kaufe wundere ich mich oft wie billig die ist, im Gegensatz zum Käse an der Theke nebenan....
-
10.08.2013, 09:59
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
Ich lese folgendes aus diesen Zeilen:
* eigentlich sind Statistiken humpe
* sie sind aber dennoch ganz nützlich, wenn man jemandem beweisen möchte, dass er Unrecht hat
* weil Du - beobachtetermaßen - eigentlich wenig Fleisch verbrauchst, Du das mit den Zahlen nicht in Einklang bringen kannst, schließt du, dass das mit dem Fleischverbrauch eigentlich gar nicht so weit her sein kann. Also im Grunde viel Wind um nichts gemacht wird. Vielleicht ist die Statistik ja auch hier gefälscht? Aber, so wie schon jemand schrieb, wird ja sehr viel mehr Fleisch produziert, als letztendlich tatsächlich gegessen wird, weil ein Großteil im Müll landet. Vielleicht ist dieser Umstand ja schon in o.g. Zahlen berücksichtigt?
* und last but not least ist der Rückgang des Fleischkonsums in Europa doch sehr erfreulich für Dich. Allerdings: von einem pro-Kopf-Verbrauch von 81kg auf 79kg? Leider steht nicht im Artikel, in welchem Zeitraum dieser Rückgang erfolgt ist. Und mal ehrlich: Sind 2 kg Unterschied wirklich so viel?
Das kann ich Dir innerhalb 1 Woche (ich als Ab-und zu-Fleischesserin) mal so eben verzehren, wenn ich denn wollen würde. Das macht von 365 Tagen genau sieben Tage, an denen, rückwärts gerechnet, jemand, der an 358 Tagen Fleisch isst, auf Fleisch verzichten würde. Ja, das ist wahnsinnig viel... Worüber man gezwungen ist, sich letztlich zu freuen, wenn alles so schleppend geht...
Die Schlüsse, die ich hieraus ziehe:
Statistiken sind, trotz der Zahlen, die Eindeutigkeit suggerieren, schwer zu lesen, weil oft die Kontexte und Grundlagen, in denen sie zustande gekommen sind nicht erläutert werden. Das macht sie so schillernd, trotz der schönen Klarheit, die Zahlen ausstrahlen :-) Ich finde: Nein, nicht die Statistiken sind falsch, es sind die Menschen, die sie nicht zu lesen wissen, und das nicht, weil die Menschen zu doof dazu wären, sondern aus erstgenannten Gründen. Deshalb bastelt sich der Mensch ja auch Sätze wie "Trau keiner Statistik...", und so.
Ja, es ist erfreulich, wenn der Fleischkonsum wenigstens ein bisschen zurückgegangen ist. Anlass, um sich nun bequem im Sessel zurücklehnen und aufatmen zu können, ist dies dennoch nicht, wenn der Fleischkonsum gleichzeitig global Rekordhöhen erreicht und der Trend immer weiter in diese Richtung geht. Die Entwicklungsländer holen auf, nicht nur in Sachen Fleischkonsum, immer schön den Lebensstandard der westlichen Welt vor Augen, den sie auch irgendwann einmal erreichen wollen. Aber wer sollte es ihnen verdenken, wenn diese westliche Welt, anstatt Nägel mit Köpfen zu machen, im Gegenteil, an gewohntem Besitz- und Verhalten klebt, und tatsächlicher Verzicht nur scheibchenweise zulässt und auch nur dann, wenn der (finanzielle) Zwang dazu zu groß wird. Ach, immer dieselbe Leier....Geändert von bruennette_2 (10.08.2013 um 10:09 Uhr)
-
10.08.2013, 10:18
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
Vor drei Jahren, hab ich mal mit meinem Jüngsten ne Dose Hundefutter gekauft - wollten wir mal probieren ... haben wir auch gemacht.
Sowas verfälscht natürlich die Statistik, natürlich auch die fürs Hundefutter.
Und in meinem Teeniealter hatte unser Hund seinen Knochen verbummelt, da hat er dann nen neuen gekriegt.
Aber den alten hatte er noch gar nicht abgenagt!!!
Das wurde also bestimmt doppelt gezählt - ist aber falsch. Is ja klar.
Und vom letzten Grillen liegt noch Fleisch bei uns im TK-Fach.
Wenn wir das jetzt vor Sylvester nicht aufbrauchen - was dann?
Gekauft, aber doch nicht gegessen!
VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
-
10.08.2013, 10:28
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
Innerhalb von 4 Tagen 50 Seiten, das alleine zeigt, wie emotional das Thema Fleisch essen diskutiert wird!
Interessant finde ich auch die Polarisierung von ich lasse mir mein Fleisch nicht verbieten bis hin, es muss noch weitergehen.
Alle Argumente wieviel, für oder gegen Fleisch sind doch schon seit langem bekannt, werden immer wieder in den unterschiedlichsten Medien publiziert und diskutiert. Hat sich etwas gravierend geändert? Nein, und daher fände ich es nicht sooo schlimm, einmal in der Woche, in der Kantine und nicht privat wohlgemerkt, mal vegetarisch auszuprobieren? Strikte Fleischesser könnten dann mal etwas Neues entdecken, wäre doch mal etwas, oder?
All das wäre für mich aber nur ein Schritt, der bei weitem nicht reicht. Was wir brauchen ist der stärkere Einstieg in die Bildung, einige Promiköche haben das ja auch schon für Ihr Image entdeckt. Doch nur Kochen lernen reicht nicht, es müsste so eine Art Unterrichtsfach Gesundheitslehre geben. Denn Fleisch ja oder nicht, ist doch letztendlich nur ein Synonym für falsche Ernährung mit all ihren Folgen, ob für unseren Körper, die Tiere oder die Umwelt. Auch klimatische Veränderungen lassen sich hier mit behandeln, ach ja die Schule, dass wäre auch so ein Thema. Fachübergreifenden Unterricht wie schön wäre das, wenn es das endlich überall geben könnte! Aber lassen wir das, nur zum Thema Ernährung fiele mir eben sehr viel ein
.
-
10.08.2013, 10:47
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
Strikte Fleischesser können das schon längst, da die meisten Kantinen täglich mindestens ein vegetarisches Menu anbieten.
Vor allem braucht es ein Tierschutzgesetz, das Tiere tatsächlich schützt. Und eine Preisgestaltung, die sich an realen Kosten orientiert, und nicht eine Preisgestaltung mit massiver Subvention durch den Steuerzahler.All das wäre für mich aber nur ein Schritt, der bei weitem nicht reicht. Was wir brauchen ist der stärkere Einstieg in die Bildung, einige Promiköche haben das ja auch schon für Ihr Image entdeckt. Doch nur Kochen lernen reicht nicht, es müsste so eine Art Unterrichtsfach Gesundheitslehre geben. Denn Fleisch ja oder nicht, ist doch letztendlich nur ein Synonym für falsche Ernährung mit all ihren Folgen, ob für unseren Körper, die Tiere oder die Umwelt. Auch klimatische Veränderungen lassen sich hier mit behandeln, ach ja die Schule, dass wäre auch so ein Thema. Fachübergreifenden Unterricht wie schön wäre das, wenn es das endlich überall geben könnte! Aber lassen wir das, nur zum Thema Ernährung fiele mir eben sehr viel ein
.
Alle diese Bewussteinsbildungsmassnahmen sind... nett. gut gemeint. aber gut gemeint ist nicht gut.
grüsse, barbara



Zitieren
