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07.08.2013, 22:37Inaktiver User
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
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07.08.2013, 22:38Inaktiver User
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
Nee, leider nicht. Typische Gewerbegebiete, wo zwar täglich hunderte, ja tausende in Klein und Mittelbetrieben arbeiten, aber keine Behörde in der Nähe. Und selbst wenn, bei dreissig minuten Pause ist selbst ein Weg von 500 metern zu viel. Bis ich da mit meinem Teller am Tisch sitze ist die Pause schon um. Einzige alternative zum mitgebrachten Butterbrot ist der Lieferdienst. Aber selbst da ist ganz selten mal was wirklich veganes dabei.
Vorweg, ich bin kein Vegetarier, ich esse Fleisch und das auch gerne. Aber wenn ich tierfrei essen will, dann will ich das auch so haben und nicht den Auflauf statt mit Hackfleisch mit einem Kilo Käse und einem halben Liter Sahne.
Es geht den Vegetariern darum, dass Tiere nicht ausgebeutet werden sollen. Das ist doch so? Oder irre ich mich da? Tierschutz ist der Beweggrund für Vegetarismus. Und wenn Tiere nicht ausgebeutet werden sollen, dann darf auch kein Tier mehr für die Milch und Eierproduktion gehalten werden. Ansonsten macht das ganze doch keinen Sinn? Das Ziel der Vegetarier ist, dass kein einziges Tier mehr im Stall steht, zu wechem Zweck auch immer.
Oder sollten sich die Vegetarier doch nur für die besseren Menschen halten und den Fleischverzicht nur hochhalten um die ekelhaften Aasfresser jeden Tag in den Staub treten zu können?
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07.08.2013, 22:47Inaktiver User
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
wrong_life;22784891Aber wenn ich tierfrei essen will, dann will ich das auch so haben und nicht den Auflauf statt mit Hackfleisch mit einem Kilo Käse und einem halben Liter Sahne.
Es geht den Vegetariern darum, dass Tiere nicht ausgebeutet werden sollen. Das ist doch so? Oder irre ich mich da? Tierschutz ist der Beweggrund für Vegetarismus. Und wenn Tiere nicht ausgebeutet werden sollen, dann darf auch kein Tier mehr für die Milch und Eierproduktion gehalten werden. Ansonsten macht das ganze doch keinen Sinn? Das Ziel der Vegetarier ist, dass kein einziges Tier mehr im Stall steht, zu wechem Zweck auch immer.
Zunächst mal sind die Menschen, die kein Fleisch essen, durchaus unterschiedlich in ihrer Motivation. Manche essen kein Fleisch
- weil sie Fleisch noch nie gern gegessen haben
- weil sie fleischloses Essen für gesünder halten
- weil sie gegen Massentierhaltung sind (und das impliziert auch das Sterben der Tiere auf den Schlachthöfen)
usw. usw.
Ich habe eigentlich noch nie von einem Vegetarier gehört, dass "kein einziges Tier mehr im Stall stehen soll" und Tierhaltung bedeutet auch nicht automatisch Ausbeutung von Tieren. Aber wahrscheinlich gibt es Veganer, die das so sehen.
Ich esse seit Jahrzehnten kein Fleisch (Fisch aber schon), ursprünglich weil ich es noch nie gern gegessen habe. Aber wenn ich an die Probleme der Massentierhaltung denke bin ich ganz froh, dass ich keins esse. Ich fühle mich aber keineswegs als besserer Mensch.
Andere haben andere Gründe......
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07.08.2013, 22:59
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
Ja, ganz sicher, VanDyck, wer wollte Dir schon Dein Menschenbild zerstören.
Vielleicht ein wenig, ein Ausspruch in einem Interview:
(Das heißt aber nicht, dass ich ihr da zustimme)Auf der anderen Seite sieht sie Ökofaschisten: „Menschenfeinde“ wie Vegetarier oder Biozentristen, die nichts mehr verhindern wollten als die Emanzipation, als „Humanität“.Geändert von Anne_dingsda (07.08.2013 um 23:11 Uhr)
Gruß dingsda
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.
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07.08.2013, 23:17Inaktiver User
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
Ja da habe ich hier immer wieder in den Vegetarier/Veganersträngen anderes gelesen. Immer und immer wieder wird betont, wie schädlich doch der Fleischgenuss ist, wie schädlich die Tierhaltung, was das für Umweltfolgen hat, drei vier Posts davor wieder, dass die arme Weltbevölkerung darunter leidet. nur weil ich mir einmal in der Woche ein Mettbrötchen mache. Nicht einmal habe ich davon gelesen, dass jemand vielleicht nicht gerne Fleisch isst, nein, es waren immer hehre weltanschauliche Gründe, warum der Fleischgenuss zu verdammen ist.
Wenn jemand Fleisch einfach nicht gerne isst, dann hat er doch auch keinen Grund, hier ständig zu missionieren? Ich esse nicht gerne Fisch, habe ich noch nie gemocht. Deswegen beschimpfe ich doch nicht alle Fischesser und fordere sie auf, doch die armen Fische im Wasser zu lassen?Geändert von Inaktiver User (07.08.2013 um 23:42 Uhr)
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07.08.2013, 23:34
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07.08.2013, 23:42
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
Irgendwie macht mich dieser Strang fassungslos.
Ich unterstell' jetzt einfach mal, dass jeder von uns hier sich selbst durchaus als bewussten Menschen bezeichnen würde, der natürlich für artgerechte Tierhaltung ist, für Naturschutz, für gesunde Ernährung, also gegen alles, was erstgenanntes beeinträchtigt oder impliziert (wie Massentierhaltung, Massenkonsum-Denke, etc.).
Dann kommen die armen Grünen daher und formulieren einen Vorschlag!, mal einen! Tag in der Woche auf Fleisch zu verzichten (die entsprechenden Zahlen, die die negativen Seiten der "Herstellung" von Fleisch bzgl Klima, etc. untermauern, können überall ergoogelt werden), und schon bricht ein Sturm der Entrüstung los, als ginge es um Leib und Leben (Kind, Haus & Hof, wie es jemand so schön formuliert hat:-))
Von Wahlfreiheit ist da die Rede. Von Gängelung. Von zunehmender Reglementierungswut. Vom Recht auf Selbstbestimmung.
Moment mal, WORUM geht es hier eigentlich? Leben und Tod?
Neee, nur um eventuell ein Schnitzel in der Woche weniger. Das möchte sich der freie Bürger nämlich nicht vom Teller nehmen lassen. Schon gar nicht von den Grünen.
Was mich irgendwie an das "Freie Fahrt für freie Bürger" erinnert.
Womit wir anscheinend bei des Deutschen liebsten Kindern, äh- Kühen, angekommen sind: Auto und Essen (= Fleisch)
Heilige Kühe, die auf keinen Fall "geschlachtet" werden dürfen. (wieso denn eigentlich nicht, wenn doch jeder sein Recht auf selbstbestimmtes Fleisch bewahren will?)
Mann, Mann, Mann.
Dabei ist der Zug längst abgefahren.
Freie Wahl für freie Bürger? Dass ich nicht lache.
Gängelung, Reglementierung, Wahlunfreiheit, Überwachung sind schon lange in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Nur scheint das keiner zu bemerken. Jedenfalls keiner von denen, die sich ihre Wahlfreiheit noch leisten können.
* Gläserne Mensch? Solange der BND wenigstens nicht bei mir klingelt...
* Essen ohne Plastik? Hm,..
* Flächendeckende Einführung von ESL-Milch? Ist doch nicht schlimm...
* etc.
* etc.
* etc.
Ich finde den Vorschlag der Grünen gut. Nur sehr un'gschickt habens'en halt vorgebracht, mit dem Ergebnis, dass der sensible deutsche Bürger die Wasserpistole für ne Leuchtrakete hält.
Und nun habens'den Salat, äh, Schnitzel, nee, doch Salat.
Wen's noch interessiert:
SZ-Online: Künast will Vegetarier-Tag in KantinenGeändert von bruennette_2 (07.08.2013 um 23:50 Uhr)
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07.08.2013, 23:55Inaktiver User
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
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08.08.2013, 00:04
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
etc. = Verbot von Raucherkneipen
Helmpflicht bei Radfahrern
Grillverbot von Holzgrills auf Balkonen
etc.
etc.
Reichen Dir die Verbote noch nicht? Muss alles reglementiert werden? Ja, die Anderen, die Bösen ...
Was ist denn für Dich so schwer, an einem Tag kein Fleisch zu essen. Freiwillig! Ach so, die Anderen, die Bösen ...Gruß dingsda
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.
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08.08.2013, 00:18
AW: Sollte es in deutschen Kantinen einen fleischfreien Tag pro Woche geben?
Das ist die Antwort par excellence, die der in einer (deutschen) Demokratie herangewachsene Bürger gerne von sich gibt. Und die da heißt: ICH mach das, wann ICH es will, wo ICH es will, und mit wem ICH es will. ICH bestimme, und sonst niemand. (hinzuzufügen auch: Ich esse Erdbeeren auch im Dezember, wenn mir danach ist. Ich esse dann Fleisch, wenn und soviel ICh das will. "Freier Konsum für alle"...)
Dass sich dieses ICH dabei besonders gerne auf Nebenschauplätzen austobt, da die wirklich großen und wichtigen Probleme ein viel zu großes Engagement erforderten (wofür der moderne Mensch oft viel zu wenig Zeit und Energie aufbringen kann) ist dabei ebenfalls ein Kennzeichen.
Oder anders gesagt:
Mir fehlt in dieser Diskussion viel zu sehr das WIR.
ICH -
- fände es schön, wenn der Vorschlag der Grünen zu einem "Wir setzen uns gemeinsam für eine bessere Ernährung ein, indem wir zusammen einmal die Woche auf Fleisch verzichten" führen könnte. Wär' doch mal ein tolles "Wir"-Gefühl, und das ganz unabhängig von sämtlichen "Sommermärchen" ...
Und jetzt schlagt mich.




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