kinderfeindlichkeit erkennt man doch am besten daran wenn es ans sparen geht.
politiker setzen milliarden in den sand und beim sozialen wird zuerst gespart.
hmm kein geld? dann eben jugendheime zu,schulrenovierung kann warten und warum brauchen kinder kindergartenplätze und spielplätze?![]()
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23.01.2013, 19:29
AW: Ist Deutschland kinderfeindlich?
Zeige den Menschen die Realität und sie werden dich beschimpfen, dich schlagen, dich verachten, dich ignorieren...
Zeige ihnen eine Lüge, an der sie kaputt gehen und du bist ihr Gott...
Am 13.juli 2013 hab ich nach
6 jahren meinen 5000.beitrag geschrieben.viele
Mädels schaffen das bei der BRI an einem Tag
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24.01.2013, 10:10Inaktiver User
AW: Ist Deutschland kinderfeindlich?
Daß Deutsche allgemein besonders kinderfeindlich sind, kann ich keinesfalls bestätigen. Es gibt überall solche und solche und mir sind in Berlin, London oder Stockholm nette Menschen begegnet, die Verständnis dafür hatten, daß ich mit meinem Kinderwagen an ihnen nicht vorbeikam und solche, die die Augen verdreht haben.
Was stimmt, ist daß unser Land strukturell familienfeindlich ud damit kinderfeindlich ist, was vor allem an der mangelnden Vereinbarkeit von Kinderhaben und Berufstätigkeit liegt.
Da ist Deutschland natürlich aber auch wieder nicht das einzige Land, das hier ein Problem hat.
Im Unterschied zu früheren Generationen wird -glaube ich -Kinder zu haben erstmals von vielen Menschen nicht als unausweichlich sondern als Lifestyle Wahl gesehen und dementsprechend brechen neue Konflikte auf. z.B. wie in dem erwähnten Strang zwischen denen, die Kinder am liebsten nur stumm erleben wollen und denen, die mit ihren Kindern am "normalen" Leben teilhaben möchten.
Und obgleich ich mir bewußt bin, daß bei manchen Eltern ein Erziehungsdefizit das Verhalten ihrer lieben Kleinen im öffentlichen Raum bestimmt, bemerke ich doch zunehmend Vorbehalte gegen Kinder und jegliche besondere Bedürfnisse, die sie haben könnten.
In dem Maße in dem (völlig zu Recht natürlich) mehr und mehr Paare oder Einzelpersonen auch ohne Kinder ihr Leben als wertvoll und nicht defizitär sehen und sich dem Druck der Gesellschft, MamaPapaKind zu sein, nicht beugen mögen, werden mehr und mehr Menschen sehr kritisch mit Kindern und ihren Eltern.
Vielleicht wird man als Mutter eines kleinen Kindes auch manchmal paranoid
, aber ich fühle mich z.B. manchmal schon sehr genau beäugt.
Das ist aber nicht eine primäre Kinderfeindlichkeit, denke ich. Sondern eher der Ausdruck eines Zeitgeistes der ein bischen in die Richtung geht "Hast du dir doch so ausgesucht. Jetzt hast du Kinder, viel Spaß damit, aber erwarte nicht, daß ich diese Tatsache in irgendeiner Form in meine (wohlwollenden) Überlegungen einbeziehe"
Das ist jetz überspitzt, aber in die Richtung geht es.
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24.01.2013, 10:57
AW: Ist Deutschland kinderfeindlich?
Ja, finde ich schon. Wenn Kinder laut sind, stört es. Der Druck auf Mütter, perfekt zu sein ist riesig (Rabenmütter). Wer Kinder von anderen auch betreuen lässt, liebt sie nicht .... Beispiele ohne Ende.
Es ist schwierig in Deutschland gelassen Kinder großzuziehen.Tapferkeit stärkt, Eigensinn macht Spaß und Geduld gibt Ruhe
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25.01.2013, 11:00
AW: Ist Deutschland kinderfeindlich?
Jein.
In meinem Alltag empfinde ich das Leben um mich herum als sehr kinderfreundlich. Ob Kindergarten oder Schule, Sportvereine oder Spielplätze, Museen oder Konzerte - es wird viel getan für Kinder. Das liegt sicher zum einen daran, daß wir in einer wohlhabenden und kinderreichen Gegend von Deutschland und auf dem Land leben - viele Familien mit drei und mehr Kindern und sehr häufig intakte Mehr-Generationen-Familien (d.h. engagierte Großeltern). Auch die finanzielle Unterstützung von Familien ist in meinen Augen großzügig (z.B. keine Kosten für Schulbücher, keine Fahrtkosten für den Schulweg ab drei Kindern, keine Studiengebühren ab dei Kindern). Unsere Kinder besuchen sehr gute (staatliche) Schulen, das Angebot an Freizeitbeschäftigungen für Kinder ist groß und auch in vielen Fällen hochwertig.
Demgegenüber steht der öffentliche Diskurs in den deutschen Medien, den ich als latent (und manchmal explizit) kinderfeindlich empfinde (was mich nicht wundert, ist doch der Anteil Kinderloser in den Medienberufen am höchsten).
Und viele Lebenssituationen gerade in Großstädten scheinen mir nicht kinderfreundlich.
Daß wir Deutsche unser Land so kinderunfreundlich empfinden, hat aber sicher auch damit zu tun, daß wir lieber auf hohem Niveau jammern als zuzugeben, daß es uns (im Vergleich zu 80% der anderen Europäern) glänzend geht. Und das nicht nur materiell.
Hans----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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29.01.2013, 13:54Inaktiver User
AW: Ist Deutschland kinderfeindlich?
ICh glaube nicht, dass Deutschland kinderfeindlicher geworden ist, als es früher schon war. Wir wurden draußen ständig von Nachbarn angemotzt, wenn wir gespielt haben und laut dabei waren, der Unterschied zu heute ist nur, dass meine Mutter nicht los gerannt ist, um den Leuten zu erzählen, wie schei**e sie sind, sondern hat uns gesagt, dass wir uns halt woanders laut austoben müssen. Das ging bei uns nachmittags auf dem Schulhof oder auf den Sportplätzen - mitten in der Stadt.
Ich verstehe auch Frauen nicht, die meinen, ihre Erziehungsarbeit muss gewürdigt werden. Warum? Ich wäre im Leben nicht auf die Idee gekommen von irgendjemandem Dankbarkeit und Lob zu erwarten, nur weil ich ein Kind habe, was meine Entscheidung war.
Wenn unser 6-jähriger Nachbarsjunge stundenlang im Garten seiner Mutter hinterherschreit, was sie jetzt zu machen und zu lassen hat, stellt sich mir oft der Kamm auf und ich denke mir meinen Teil. Kackbratze...
Da wir uns aber ansonsten gut verstehen, gehe ich nicht in die Konfrontation, sie merkt selbst, wenn wir oft genug rüber schauen, weil unser Besuch sich nicht mehr normal mit uns unterhalten kann, dass jetzt gut ist und geht mit dem Balg rein, (anstatt ihm mal vors Schienbein zu treten
)
Das ist jetzt nur ein Beispiel von Einigen, selbst arbeite ich inzwischen im Kindergarten und merke bei fast jedem Kind, dass wenn Mama oder Papa rein kommen ein Wandel vom Saulchen zum Paulchen (oder war es umgekehrt?) statt findet. Ich bin jedesmal fassungslos, was die sich ihren Eltern gegenüber erlauben, was bei uns undenkbar wäre...
Also meiner Meinung nach wird die Kinderfeindlichkeit hoch geschaukelt, weil Eltern sich irgendwie warum auch immer ganz schnell angepisst fühlen, wenn mal ein Hauch von Kritik kommt.


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