Aber wie kommt sie denn auf diese Idee? (Bitte keine Verlinkung auf französische Artikel. Die sind nicht für alle Foristen verständlich.)
Aha. Und dewegen soll man nicht über Adoption sprechen? Verquere Logik.Tatsache ist, dass es sich gar nicht lohnt, über Adoption zu sprechen, gleichgeschlechtlich oder nicht. Für jedes zur Adoption freigegebene Neugeborene gibt es 40 adoptionswillige Paare. Es entwickelt sich einen Babymarkt. Es werden Babies auf offener Straße (zum Beispiel in Guatemala oder Vietnam) für den Weiterverkauf in reichen Ländern gestohlen. Es werden Frauen bezahlt, um fremde Babies auszutragen.
Stimmt. Und wo ist der Bezug zum Thema "gleichgeschlechtliche Paare"?Ein kind ist ein Mensch und keine Ware. Es gibt zwar das Recht auf das eigene Kind, aber es gibt kein Anspruch auf das Kind einer anderen. Adoption ist dafür da, um Familien für Kinder zu finden, die keine haben. Nicht um Kinder zu produzieren für Leute, die gerne welche haben.
Was haben "Frauen als Zuchttiere" mit der Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare zu tun?Gleichgeschlechtliche Ehe, ja. Frauen als Zuchttiere, nein.
Ich bin übrigens ein bißchen skeptich, was die Adoption durch Homo-Paare anbetrifft. Weil ich glaube, dass es für die Entwicklung eines Kindes doch vorteilhaft ist, wenn es enge Bezugspersonen beiderlei Geschlechts hat. Aber ein komplettes Verbot ist in vielen Fällen sicher auch nicht zum Wohl des Kindes.
Ich setze mein Kreuz bei "ja, aber".
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Ergebnis 11 bis 20 von 27
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26.01.2013, 13:48Inaktiver User
AW: Sollen gleichgeschlechtliche Partner Kinder adoptieren dürfen?
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26.01.2013, 13:59Inaktiver User
AW: Sollen gleichgeschlechtliche Partner Kinder adoptieren dürfen?
Ich könnte mir zumindest vorstellen, dass es für die Entwicklung eines Kindes problematisch sein kann, wenn es von Anfang an ohne Mutter aufwächst. Die menschliche Biologie ist doch irgendwie so angelegt, dass in den ersten Lebensmonaten intinktiv die Nähe der Mutter gesucht wird.
Die Frage, ob das Aufwachsen mit zwei Vätern sich nachteilig auswirken kann, wird man nach dem heutigen Stand der Dinge nicht abschließend beantworten können. Aber ganz offen gestanden ist mir bei den Berichten über die Vaterfreuden von Elton John nicht hundertprozentig wohl. Wenn John und sein Partner sich mit einem Frauenpaar zusammengetan hätten, und die Kinder zu viert aufziehen würden, dann fände ich das bedeutend sympathischer.
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26.01.2013, 14:00Inaktiver User
AW: Sollen gleichgeschlechtliche Partner Kinder adoptieren dürfen?
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26.01.2013, 14:08
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26.01.2013, 19:42Inaktiver User
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26.01.2013, 22:13Inaktiver User
AW: Sollen gleichgeschlechtliche Partner Kinder adoptieren dürfen?
Nein, man darf in Deutschland alleine nicht adoptieren.
Allerdings dürfen Alleinstehende und homosexuelle Paare schon heute Pflegekinder aufnehmen.
Ich bin unschlüssig bei dem Thema absolute Gleichstellung beim Adoptionsrecht.
Eben aus dem genannten Grund, dass das Kind nur entweder gleichgeschlechtliche oder gegengeschlechtliche Elternteile hat. Ich bin froh eine Mutter und einen Vater gehabt zu haben, die Mutter war dann doch noch näher und bei manchen Themen einfach der vertrautere weil ähnlichere Gesprächspartner.
Auch bei Alleinerziehenden gibt es ja zumeist einen 2. Elternteil mit anderem Geschlecht, auch wenn der nicht mit einem zusammen lebt.
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26.01.2013, 23:41Inaktiver User
AW: Sollen gleichgeschlechtliche Partner Kinder adoptieren dürfen?
Das kann so pauschal nicht stimmen. Im Bürgerlichen Gesetzbuch steht dazu:
§ 1741 Zulässigkeit der Annahme.
(1) [...]
(2) Wer nicht verheiratet ist, kann ein Kind nur allein annehmen. Ein Ehepaar kann ein Kind nur gemeinschaftlich annehmen. [...]
Die Adoption durch Einzelpersonen wird also nicht pauschal ausgeschlossen.
Das wäre dem Kindswohl sicher auch nicht dienlich. Wenn ein Kind bei einer Pflegemutter aufgewachsen ist, dann gibt es ja keinen vernünftigen Grund, ihr die Adoption unter allen Umständen zu verbieten.
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26.01.2013, 23:54Inaktiver User
AW: Sollen gleichgeschlechtliche Partner Kinder adoptieren dürfen?
Bei Pflegschaften ist es so, dass die natürlichen Eltern die Eltern bleiben, es besteht also Kontakt zur Ursprungsfamilie.
Ich finde das ein gutes Modell, denn ich denke es ist schon wichtig - wenn möglich - Kindern den Kontakt zu den leiblichen Eltern zu ermöglichen, wenn diese noch leben aber das Kind aus bestimmten Gründen nicht erziehen können.
Wie gesagt dürfen diese Pflegschaften auch von gleichgeschlechtlichen Paaren ausgeübt werden.
Seltsamerweise scheint es einen Bedarf an Pflegeeltern zu geben aber zu viele die adoptieren wollen.
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27.01.2013, 01:54Inaktiver User
AW: Sollen gleichgeschlechtliche Partner Kinder adoptieren dürfen?
Es gibt ja auch Fälle, wo die leiblichen Eltern den Kontakt nicht aufrechterhalten können oder wollen. Oder infolge von Drogen und Alkohlmissbrauch früh versterben. Oder sich nach einigen Jahren selber entscheiden, einer Adoption zuzustimmen.
Ich könnte mir vorstellen, dass in solchen Situationen die Pflegemutter das Kind annehmen kann. Gegebenenfalls auch als Einzelperson.
Kein Wunder. Über Pflegeeltern schwebt ständig das Damoklesschwert, dass das Kind wieder aus der Familie genommen werden könnte. Einerseits sollen sie dem Kind Geborgenheit und Stabilität geben, andererseits müssen sie bereit sein, es wieder wegzugeben. Man muss emotional schon sehr belastbar sein, um das auf sich zu nehmen.Seltsamerweise scheint es einen Bedarf an Pflegeeltern zu geben aber zu viele die adoptieren wollen.
Abgesehen davon dürfte es eine riesige Belastungsprobe sein, Kinder mit gravierenden Milieuschäden aufzunehmen.
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27.01.2013, 08:40Inaktiver User



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