Umfrage: Würden Sie sich wieder für Ihren Partner entscheiden?

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Ergebnis 41 bis 50 von 78
  1. Inaktiver User

    AW: Würden Sie sich wieder für Ihren Partner entscheiden?

    Bisasam, all die Rituale und Symbole, die man landläufig mit Heirat und Ehe verbindet, muss man ja nicht leben. Ich finde den Ausdruck DIN-Norm von schnellschnell so klasse, weil er die starre Vorstellung von Ehe trifft, die viele von uns haben.

    Ich habe auch im Laufe meinen Lebens gelernt, dass ich trotz meiner Ehe mein Leben genauso frei gestalten kann, wie als Unverheiratete. Ich habe aber das Glück, dass mein Mann die gleiche Entwicklung gemacht hat und für sich auch Veränderungen wollte. Das hat uns beiden sehr gutgetan und gibt mir die Zuversicht, dass wir auch zukünftig das Potential haben, sehr flexibel auf Veränderungen und weiterentwickelte Bedürfnisse zu reagieren.

    Jeder ist doch selbst für sein Leben verantwortlich und kann es gestalten, wie er möchte. Die Schranken sind meist nur eigene Vorstellungen und Gewohnheiten, die man ruhig ab und an in Frage stellen darf.

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    AW: Würden Sie sich wieder für Ihren Partner entscheiden?

    Ich halte die Ehe für einen allgemein ziemlich eindeutig definierten Rahmen, in den ich mich - nicht nur formal - begeben habe. Und dazu stehe ich.
    Gewiss: man kann auch überflüssigen Formalitäten seinen individuellen Sinn verleihen und somit eine Entscheidung, die man einmal getroffen hat, aktualisieren. Aber ebenso meine ich: es ginge auch ohne diese Formalitäten.
    Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend.

  3. Inaktiver User

    AW: Würden Sie sich wieder für Ihren Partner entscheiden?

    Zitat Zitat von Bisasam Beitrag anzeigen
    Ich halte die Ehe für einen allgemein ziemlich eindeutig definierten Rahmen, in den ich mich - nicht nur formal - begeben habe. Und dazu stehe ich.
    Gewiss: man kann auch überflüssigen Formalitäten seinen individuellen Sinn verleihen und somit eine Entscheidung, die man einmal getroffen hat, aktualisieren. Aber ebenso meine ich: es ginge auch ohne diese Formalitäten.
    Ein ehelicher Rahmen, der eindeutig definiert ist, da fällt mir nur der rechtlichen Rahmen ein. Selbst diesen kann man noch mit einem Ehevertrag den eigenen Bedürfnissen anpassen.

    Du schreibst aber "nicht nur formal", was meinst du damit?

    Das, was du bisher aufgezählt hast, sind Ehetraditionen, die man nicht aufrechterhalten muss: Ringe, Brautkleid, etc. Wobei sich das Brautkleid nur auf die Hochzeit bezieht und nichts mit dem jahrelangen Alltag danach zu tun hat.

    Was in deinem Alltag wäre anders, wenn du nicht verheiratet wärst?

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    AW: Würden Sie sich wieder für Ihren Partner entscheiden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was in deinem Alltag wäre anders, wenn du nicht verheiratet wärst?
    Ich bin immer dafür, die Umkehrfrage zu stellen: Was wäre anders, wenn man verheiratet ist, bzw. weswegen heiratet man.
    Es gibt einen gefühlten, formalen Unterschied, mit dem ich mich auseinanderzusetzen habe. Nicht nur formal bedeutet, dass ich durchaus individuell zu meiner Entscheidung stehe. Womit ich wieder beim Ausgangsproblem bin: eigentlich ist die Ehe (als Formalität) überflüssig.
    Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend.

  5. Inaktiver User

    AW: Würden Sie sich wieder für Ihren Partner entscheiden?

    Für mich machte und macht es auch einen Unterschied, ob ich verheiratet bin oder nicht. Die Heirat war für mich ein Versprechen, mich einzulassen, ich fühlte mich verbundener als vorher. Aber das ist nichts, was mich einschränkt oder was ich als vorgegebenen Rahmen empfinde, in dem ich mich begeben habe.

    Ich fürchte, ich verstehe dich nicht.

    Ich merke, dass viele Leute ihre Ehe als Rahmen fühlen, der Halt gibt, aber auch einschränkt, eben, weil man eine feste Vorstellung von Ehe im Kopf hat.

    Ich erlebe immer wieder, dass Leute erstmal ungläubig nachfragen, weil wir eben nicht die ganz traditionelle Ehe leben (mein Vorschlag an Nocturna, sich doch eine eigene Wohnung zu nehmen kam nicht von ungefähr...), aber nach einer kurzen Erklärung ist die Reaktion meist: Oh, das hätte ich auch gerne... Ja, dann sollen sie machen, hindert sie doch keiner.

    Ich verabschiede mich an dieser Stelle.
    Schlaft gut!

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    AW: Würden Sie sich wieder für Ihren Partner entscheiden?

    Die Ehe ist für mich nicht nur ein Bekenntnis zu einer Norm, sondern weitaus schlimmer: Das öffentliche Zur-Schau-Stellen dieses Bekenntnisses.
    Mein zweiter Fehler war, die Hochzeit von meinen Eltern ausrichten zu lassen. Aus Zeit- und Geldmangel habe ich dieses - sehr großzügige - Angebot angenommen. Und ich bin ihnen durchaus dankbar dafür. Aber es war eben die Hochzeit, die meine Eltern ausgerichtet haben. Die Feier war nicht schön - und das ist nicht nur meine Meinung.
    Nun, es wird kein zweites Mal geben , aber ich habe so viel aus dieser Sache gelernt: niemals etwas mit sich machen zu lassen, sondern selbst machen, wenn die Zeit dazu reif ist - oder es bleiben lassen.
    Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend.

  7. Inaktiver User

    AW: Würden Sie sich wieder für Ihren Partner entscheiden?

    Zitat Zitat von Bisasam Beitrag anzeigen
    Die Ehe ist für mich nicht nur ein Bekenntnis zu einer Norm, sondern weitaus schlimmer: Das öffentliche Zur-Schau-Stellen dieses Bekenntnisses.
    Das wiederum bleibt jedem selbst überlassen. Die Trauung dauert eine Viertelstunde. Man braucht nicht mal mehr Trauzeugen, ebenso wenig wie Ringe oder einen gemeinsamen Namen.
    Lediglich dem AG muss man wegen der geänderten Steuerklasse Bescheid sagen. Ansonsten braucht niemand was zu wissen.

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    AW: Würden Sie sich wieder für Ihren Partner entscheiden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nocturna

    vieles, was man nicht hat, klingt so verführerisch.

    Ich bin alleinstehend und kenne es fast nur so. Ich wünsche mir im Gegenzug das kuschelige, warme Familienleben, doch kann ich mir vorstellen, wenn man immer alles allein geregelt hat, ist es schwierig, plötzlich alles abzustimmen. Ich habe ein wenig probiert, indem ich vor ein paar Wochen mal eine Woche lang bei meiner längsten Freundin übernachtet hatte - war ganz schön ungewohnt, sich abzustimmen ...

    Ich kann mir vorstellen, dass es erstmal ungewohnt ist, allein irgendwo zu sitzen und sichdeshalb an was festzuhalten. Doch das vergeht mit der Übung.
    Das habe ich auch so erlebt. Bevor ich meinen jetzigen Mann kennen gelernt habe, habe ich viele Jahre allein gelebt. Ich habe auch eine Art "Eremiten-Seite" und habe überhaupt kein Problem damit, allein zu sein. Das war nie das Thema. Aber das Zusammenleben, die Gemeinschaft mit einem Menschen (ohne Kinder, die waren für mich nie Thema) ist eben der andere Pol, der mir an vielen Stellen fehlte.

    Jetzt leben wir fast vier Jahre zusammen und es kam irgendwann der Punkt, an dem es mir wieder wichtig wurde, auch die "Eremiten-Seite" wieder zu pflegen bzw. auch die Pflege von Freundschaften, die nicht automatisch uns als Paar mit einbeziehen. Zum Glück kann mein Mann, der zuvor auch drei Jahre alleine lebte, da mitgehen. Ob ich mit einer Freundin verreise, wir einen Abend mal getrennt verbringen oder ich auch mal eine Woche allein im Kloster verbringe.

    Ein Freund von uns, der sich vor einigen Monaten nach über 30 Jahren Ehe getrennt hat, entdeckt gerade erst für sich diese andere Seite. Hat aber auch noch Probleme damit, eben weil er quasi aus dem Elternhaus in die Ehe gegangen ist und Allein-Sein so gut wie gar nicht kennt.
    Geändert von LaRimbecca (14.10.2012 um 09:59 Uhr) Grund: Grammatik...
    Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.

    - Robert Bresson -

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    AW: Würden Sie sich wieder für Ihren Partner entscheiden?

    Eine eigene Wohnung nicht unbedingt ... das ist ja doch recht teuer - aber ein eigener Bereich hilft schon enorm. Eine Tür, die man hinter sich schließen kann, Hobbykram, der liegen bleiben kann - einfach ein eigenes Reich. Ich hatte zeitweise wirklich den Wunsch, auszuziehen, weil mir ein Rückzugsraum fehlte. Ich empfand nicht nur die Ehe, sondern auch die Familie nur noch als einengend. Es war eine Phase, in der auch die Kinder ziemlich schwierig waren und der Raum begrenzt. Mein eigenes Zimmer war die einzige Möglichkeit, die Familie fortbestehen zu lassen.
    Nun, da ich mein eigenes Zimmer habe, ist vieles anders, ich habe einfach weniger Fluchtimpulse und fühle mich wieder wohl im eigenen Haus.
    Ja, ich bin weniger nähebedürftig als andere und somit wahrscheinlich nicht der Beziehungsmensch. Was nicht heißt, dass ich keine Beziehungen brauche, aber ich fühle mich schnell vereinnahmt und es ist auch kräftezehrend, immer wieder um die eigenen Bedürfnisse ringen zu müssen.

    Es tut mir auch ein bisschen leid, meinen Kindern die traditionelle Ehe vorgelebt zu haben. Aber vermutlich brauche ich noch etwas Zeit, um mich mit meiner spießigen Seite auszusöhnen. (Mein letztes Wort in dieser Sache).
    Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend.

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    AW: Würden Sie sich wieder für Ihren Partner entscheiden?

    Bedingungslos ja!
    Johannisbeer
    (seit über 38 Jahren sehr glücklich verheiratet)
    das Leben ist herrlich!!

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