Erstens reden wir nicht von einem Tag, sondern von mehreren Jahren. Und zweitens muss man nicht in der Systementwicklung arbeiten um zu wissen, dass sich fast alle Jobs zu mindest in Teilen inhaltlich rasant entwickeln.
Das Problem ist ja auch nicht, ob man nicht etwas Neues lernen oder sich einarbeiten kann oder will. Sondern vielmehr ob es Arbeitgeber gibt, die dann auch Willens sind dafür die Kosten zu übernehmen oder nicht vielmehr nach einem Bewerber Ausschau halten, der die benötigten Qualifikationen bereits mit bringt.
Frauen brauchen was technischen Fortschritt angeht nichts "nachzuplappern". Es gibt ihn schlichtweg. Und das zu ignorieren halte ich für reichlich naiv.Solange auch Frauen das willfährig nachplappern brauchen sich jedenfalls weder Männer noch Arbeitgeber einen Millimeter bewegen.
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21.04.2012, 08:27
AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?
Geändert von Apprenti (21.04.2012 um 08:31 Uhr)
Apprenti
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21.04.2012, 08:29
AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?
Apprenti
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21.04.2012, 11:36Inaktiver User
AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?
Eigentlich erhält man eine Prämie nach geleisteter Arbeit und nicht schon vorher.
Man sollte das wenn dann also besser mit in die Rentenansprüche einbeziehen.
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21.04.2012, 12:23
AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?
Naja, letztlich heißt es ja "Betreuungsgeld" ... wenn es verklausuliert sehr wohl eine "Herdprämie" ist und ein Rollen- und Familienbild aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts zementieren möchte, das dem modernen Bild der meisten Frauen (und auch Männern ... hört hört) widerspricht und dementsprechend sauer aufstößt.
Im Übrigen denke ich, dass jede(r) das Lebensmodell leben sollte, das seinen Vorstellungen am ehesten gerecht wird. Jedoch bitte dann nicht klagen und jammern, wenn es schief geht. Und schiefgehen tut es viel zu oft.Apprenti
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22.04.2012, 09:04Inaktiver User
AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?
Der Begriff "Herdprämie" ist wirklich sehr unglücklich gewählt.
Die Stimmen nach mehr und besseren Kita's wurde immer lauter und die Versprechungen dafür zu sorgen immer größer.Nun kann oder will man dem aber auf einmal nicht mehr nachkommen und möchte evtl. dafür lieber eine Entschädigung zahlen.So kommt es mir zumindest vor.
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23.04.2012, 17:05
AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?
Ich finde das Betreuungsgeld merkwürdig, weil es eine finanzielle Gegenleistung dafür darstellt, ein staatliches Mittel der Daseinsfürsorge NICHT zu nutzen.
Natürlich kosten Kitas den Staat Geld - aber das gilt ebenso für alle anderen staatlich finanzierten Einrichtungen. Nach dieser Logik müsste man doch auch
- die Wahlfreiheit der Abiturienten schützen & jedem Abiturienten, der eine Ausbildung macht statt an den überfüllten Unis zu studieren, eine Prämie zahlen
- die Wahlfreiheit der Unterhaltungssucher schützen & jedem, der ins Kino statt in die Oper geht, eine Prämie zahlen
- die Wahlfreiheit der Sporttreibenden schützen & Fitnessclubgänger Geld dafür zahlen, dass sie nicht die öffentlichen Schwimmbäder nutzen
etc. pp.
Mir fällt jedenfalls spontan kein anderes Beispiel ein, bei dem die Nichtinanspruchnahme staatlicher Leistungen finanziell belohnt wird. Das finde ich unlogisch. Noch dazu trägt die Prämie sicherlich nicht dazu bei, die Bildungsschere in unserem Land zu verringern (was aus meiner Sicht dringend nötig wäre).
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23.04.2012, 17:15
AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?
Jetzt kommt Herr Kauder mit dem Vorschlag, dass man bei Müttern, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, mehr Zeiten bei der Rente anzurechnen. Macht angeblich ca. 50 € mehr später. Super, das bringt's ja nun voll. Als ob es das Ganze nun besser bzw. attraktiver macht.
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
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23.04.2012, 17:22Inaktiver User
AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?
Wenn's pro Tag und Kind wär', wär's okay
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23.04.2012, 17:25
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23.04.2012, 17:25
AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?
Ich bin bei dieser Sache hin- und hergerissen. Im Grunde ist es doch so: Es gibt Elterngeld für 1 Jahr und dann gibt's einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab 3 Jahre. Und dazwischen klafft eine Lücke.
Im Grunde wäre es schon gerecht, Leuten, die keinen Krippenplatz in Anspruch nehmen (können), dafür einen Ausgleich zu zahlen.
Im Moment läuft's nach dem Motto: Wer ein Kind hat und keine (staatlich bezuschusste und daher bezahlbare) Betreuung findet, der muss halt zuhause bleiben. Selbst schuld, hat er/sie ja vorher gewusst ...



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