Ohne den Fachkräftemangel ist ja bisher weitgehend alles beim alten geblieben: Frauen, die (auch) in ihren Beruf investiert haben und sich partnerschaftliche Erziehung vorgestellt haben, galten gerne als "nicht-heirats- und familienfähige" Egoistinnen. Ging mir und meiner Freundin so in unserer Jugend. Ok, ist schon ne Ecke her.
Meiner Tochter möchte ich das ersparen und wenn der "Druck" jetzt durch den Fachkräftemangel kommt, dann ist mir das egal. Neue Situationen erfordern neue Modelle: das mus nicht immer zum Nachteil sein, auch wenn einige den Untergang der Welt befürchten.
Ich wollte das noch nie, konnte mein "Lebensmodell" nur mit Mühe verwirklichen. Ich habe vergleichsweise spät geheiratet und eine Tochter bekommen. Wir hatten eine Tagesmutter (nicht rund um die Uhr), weil ich mich mit dem Vater bei der Betreuung abgewechselt habe. Wenn beide(!) mittun und sich einbringen wollen(!), dann geht das.
Ich halte es schon immer für unverantwortlich, eine Last auf eine Schulter zu legen (also einer hat alleine die Kindererziehung, der andere alleine das Kohle ranschaffen): wenn eine/r ausfällt, ist das schlichtweg fatal.
Gruß, Elli
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20.04.2012, 14:28Inaktiver User
AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?
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20.04.2012, 15:04Inaktiver User
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20.04.2012, 15:31Inaktiver User
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21.04.2012, 06:59
AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?
????
Ich will da ´mal aus dem Nähkästchen plaudern ....
Kind 1 wurde ab dem 9. Monat halbe Tage von einer Tagesmutter betreut. Die Lösung fand ich persönlich nicht optimal ... es zeigte sich, dass (zumindest unsere erste Tagesmutter) die Frau mit 3 Kleinkindern einfach überfordert war und wir waren uns einig, dass diese Lösung für weitere Kinder nicht in Frage käme.
Kind 2 ging ab dem 11. Monat in eine "Krabbelgruppe". 9 Kinder unter 3 Jahren und 2 ausgebildete Erzieherinnen. Das war eine (für uns) deutlich bessere Lösung.
Nun mag unser Zweitgeborener ggf. eine besondere sprachliche Begabung haben ... schwer zu sagen. Aber selbst die Lehrer an seiner Schule sagen, dass sie selten ein Kind in seinem Alter erlebt haben, mit einer solchen Sprachvielfalt und Redegewandtheit. Ich möchte damit nicht sagen, dass er die ohne die frühkindliche Betreuung nicht auch hätte. Jedoch hat ihm diese Betreuung offenbar nicht so geschadet, wie du in einigen deiner Postings unterstellst.
Die Kinder sind heute übrigens 17 und 13.
Siehe oben ... ich kenne da deine Erfahrungen nicht. Wir haben das jedoch ganz anders erlebt.Ich kann das mit der Förderung bei Kindern unter 3 Jahren nicht mehr hören. Was genau soll denn da von wem wann gefördert werden? Es geht doch in erster Linie darum, einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, wenn man 15 Kleinkinder wickeln, füttern und beaufsichtigen muss. Niemand erzähle mir, da wäre irgendeine Form individueller Förderung möglich.
So kommen verschiedene Posts bei mir auch an
Apprenti
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21.04.2012, 07:05
AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?
Da kann ich dir sofort ein Gegenbeispiel nennen:
Unser Jüngster war in einem Kindergarten mit einem Ausländeranteil von 70%. Der überwiegende Teil der türkischen Kinder konnte kein Wort Deutsch bei Eintritt in den Kindergarten.
Bei Elternabenden sind ... falls von den türkischen Familien überhaupt jemand erschien ... ältere Töchter anwesend gewesen. Ein Großteil der Mütter sprach gar kein Deutsch.
Westdeutsche Großstadt, zwischen 2002 und 2005.Apprenti
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21.04.2012, 07:20
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21.04.2012, 07:32
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21.04.2012, 07:36
AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?
Wenn sie jedoch am technischen Fortschritt nicht teilgenommen haben, nützt auch die Erfahrenheit des Alters wenig.
Ich wurde auch durch das Glück meiner Kinder belohnt ... und habe immer gearbeitet.und mal ganz ehrlich. warum ist es denn so schlimm, beruflich vorerst einmal abstriche zu machen, wenn man auf der anderen seite mit dem glück eines kindes belohnt wurde.
das, was mir an lebensqualität und intensität durch die kinder geschenkt wurde, wiegt den beruflichen umweg auf.
Ansonsten empfehle ich als Lektüre den Thread "Frau nach Scheidung, Kinder großgezogen, halbtags gearbeitet: jetzt HartzIV" im Trennungsforum.Apprenti
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21.04.2012, 08:02Inaktiver User
AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?
Natürlich arbeiten auch alle in der Systementwicklung und anderen Jobs die sich rasant entwickeln (manche glauben ja auch tatsächlich, dass das Rad immer wieder neu erfunden wird) und sind so unflexibel, dass sie nie mehr was Neues lernen und sich einarbeiten können. Deshalb bleibt man ja heute auch lebenslang auf einer Stelle in einem Beruf und möglichst noch beim gleichen Arbeitgeber. Und natürlich geht einem jegliche Kompetenz und jegliche Lernfähigkeit für alle Zukunft flöten, wenn man auch nur einen Tag im Job aussetzt.
Solange auch Frauen das willfährig nachplappern brauchen sich jedenfalls weder Männer noch Arbeitgeber einen Millimeter bewegen.
Ich stelle immer wieder fest, dass Frauen schon selbst dafür sorgen, dass sie einen schweren Stand behalten.
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21.04.2012, 08:09Inaktiver User



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