Umfrage: Ist die “Herdprämie” eine gute Idee?

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  1. Inaktiver User

    AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ....aber... die Wirtschaft... na ja... denkst du dass es die Diskussionen um gleiche Löhne, Frauenquoten, Kinderbetreuung etc. in dem Maße gäbe wenn die Wirtschaft nicht den Fachkräftemangel im Hinterkopf hätte?... ich nicht!...
    Ohne den Fachkräftemangel ist ja bisher weitgehend alles beim alten geblieben: Frauen, die (auch) in ihren Beruf investiert haben und sich partnerschaftliche Erziehung vorgestellt haben, galten gerne als "nicht-heirats- und familienfähige" Egoistinnen. Ging mir und meiner Freundin so in unserer Jugend. Ok, ist schon ne Ecke her .

    Meiner Tochter möchte ich das ersparen und wenn der "Druck" jetzt durch den Fachkräftemangel kommt, dann ist mir das egal. Neue Situationen erfordern neue Modelle: das mus nicht immer zum Nachteil sein, auch wenn einige den Untergang der Welt befürchten.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ....und die Gesetzgebung... nun... das neue Unterhaltrecht ist nun mal da... würdest du deinen Kindern (egal ob Junge oder Mädchen) ruhigen Gewissens zureden 3 Jahre für die Betreuung ihres Kindes zu Hause zu bleiben?... ich nicht!....
    Ich wollte das noch nie, konnte mein "Lebensmodell" nur mit Mühe verwirklichen. Ich habe vergleichsweise spät geheiratet und eine Tochter bekommen. Wir hatten eine Tagesmutter (nicht rund um die Uhr), weil ich mich mit dem Vater bei der Betreuung abgewechselt habe. Wenn beide(!) mittun und sich einbringen wollen(!), dann geht das.

    Ich halte es schon immer für unverantwortlich, eine Last auf eine Schulter zu legen (also einer hat alleine die Kindererziehung, der andere alleine das Kohle ranschaffen): wenn eine/r ausfällt, ist das schlichtweg fatal.

    Gruß, Elli

  2. Inaktiver User

    AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Neue Situationen erfordern neue Modelle...
    stimmt... und deshalb halte ich den Ausbau der Kinderbetreuung auch für sinnvoller als die "Herdprämie"... die halte ich nämlich für "einen Schritt zurück".

  3. Inaktiver User

    AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    stimmt... und deshalb halte ich den Ausbau der Kinderbetreuung auch für sinnvoller als die "Herdprämie"... die halte ich nämlich für "einen Schritt zurück".
    Na siehste, dann simmer uns doch einisch !

    Gruß, Elli

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    AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich denke, das reicht eben ab 3, vorher ist doch mit Sprechen eh noch nicht viel
    ????

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Man kann darüber streiten, ob das sinnvoll ist. Aber ich finde eine Betreuung durch eine Kinderfrau oder Tagesmutter immer noch kindgemäßer als in einer Gruppe von 15 Kleinkindern
    Ich will da ´mal aus dem Nähkästchen plaudern ....

    Kind 1 wurde ab dem 9. Monat halbe Tage von einer Tagesmutter betreut. Die Lösung fand ich persönlich nicht optimal ... es zeigte sich, dass (zumindest unsere erste Tagesmutter) die Frau mit 3 Kleinkindern einfach überfordert war und wir waren uns einig, dass diese Lösung für weitere Kinder nicht in Frage käme.

    Kind 2 ging ab dem 11. Monat in eine "Krabbelgruppe". 9 Kinder unter 3 Jahren und 2 ausgebildete Erzieherinnen. Das war eine (für uns) deutlich bessere Lösung.

    Nun mag unser Zweitgeborener ggf. eine besondere sprachliche Begabung haben ... schwer zu sagen. Aber selbst die Lehrer an seiner Schule sagen, dass sie selten ein Kind in seinem Alter erlebt haben, mit einer solchen Sprachvielfalt und Redegewandtheit. Ich möchte damit nicht sagen, dass er die ohne die frühkindliche Betreuung nicht auch hätte. Jedoch hat ihm diese Betreuung offenbar nicht so geschadet, wie du in einigen deiner Postings unterstellst.

    Die Kinder sind heute übrigens 17 und 13.

    Ich kann das mit der Förderung bei Kindern unter 3 Jahren nicht mehr hören. Was genau soll denn da von wem wann gefördert werden? Es geht doch in erster Linie darum, einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, wenn man 15 Kleinkinder wickeln, füttern und beaufsichtigen muss. Niemand erzähle mir, da wäre irgendeine Form individueller Förderung möglich.
    Siehe oben ... ich kenne da deine Erfahrungen nicht. Wir haben das jedoch ganz anders erlebt.

    Zitat Zitat von Tahnee Beitrag anzeigen
    Manche scheinen echt zu denken, dass, nur weil ein Kind unter 3 Jahren im Kindergarten ist, zw. dem Kind und den Eltern nichts mehr stattfindet.
    So kommen verschiedene Posts bei mir auch an
    Apprenti

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    AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nun trifft es sicher zu, dass in Kreuzberg eine türkische Community entstanden ist, die aufgrund ihrer gut ausgebildeten türkischen Infrastruktur das Erlernen der deutschen Sprache erschwert bzw. gar nicht möglich und nötig macht. Aber Kreuzberg steht nicht stellvertretend für Deutschland. Hier lernen auch die Türkinnen Deutsch, da es weder viele türkischsprachige Geschäfte noch Ärzte gibt. Sie und ihre Kinder, die auch gerne in einen evangelischen Kindergarten geschickt werden, können Deutsch!!
    Auch hier sehe ich eine Diskrimminierung in versteckte Form von Rassismus!!!! Viele Türkinnen lernen heute einen Ausbildungsberuf oder studieren. Mir haben mehrere ehemalige Kommilitonen berichtet, dass die Türken zu den besten Schülern auf dem Gymnasium zählen und das alles ohne Krippe und Kita aber mit Vollzeitmüttern.
    Da kann ich dir sofort ein Gegenbeispiel nennen:

    Unser Jüngster war in einem Kindergarten mit einem Ausländeranteil von 70%. Der überwiegende Teil der türkischen Kinder konnte kein Wort Deutsch bei Eintritt in den Kindergarten.

    Bei Elternabenden sind ... falls von den türkischen Familien überhaupt jemand erschien ... ältere Töchter anwesend gewesen. Ein Großteil der Mütter sprach gar kein Deutsch.

    Westdeutsche Großstadt, zwischen 2002 und 2005.
    Apprenti

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    AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Weder hat die 10 € Praxisgebühr irgendetwas an der Masse der Arztbesuche geändert, noch haben Dosen- und Plastikflaschenpfand irgendetwas an den Verkaufszahlen geändert.
    Da. liebe Nipperdey, bist du falsch informiert. Die Praxisgebühr hat zu einer Zunahme der Arztbesuche geführt, da viele Patienten die 10€ als eine Art "Flatrate" wahrgenommen haben.
    Apprenti

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    AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sorry, ich kann das - so pauschal - überhaupt nicht bestätigen. Das hat schon auch mit einem selbst zu tun. Welchen Sinn soll es denn für einen Arbeitgeber machen, kompetente Leute rauszuekeln und lieber neue zu suchen und einzuarbeiten??
    Weil die ggf. auf dem neuesten Stand der technischen Entwicklung sind. Weil sich in 3 Jahren (von 4,5,6,7,8,9 oder mehr will ich jetzt gar nicht reden) enorm viel ändern kann.
    Apprenti

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    AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?

    Zitat Zitat von auchda Beitrag anzeigen
    die chefs von heute wissen aber auch, dass eine wiedereinsteigerin mit kind sehr zuverlässig arbeitet und gewillt ist, sich auf neues einzustellen. und sie wollen die firma nicht als sprungbrett nutzen, um erfahrungen für ihre karriere zu sammeln. im gegenteil, sie sind froh, wieder im berufsleben zu stehen und haben den vorteil durch ihr alter erfahren und gelassen zusein.
    Wenn sie jedoch am technischen Fortschritt nicht teilgenommen haben, nützt auch die Erfahrenheit des Alters wenig.

    und mal ganz ehrlich. warum ist es denn so schlimm, beruflich vorerst einmal abstriche zu machen, wenn man auf der anderen seite mit dem glück eines kindes belohnt wurde.
    das, was mir an lebensqualität und intensität durch die kinder geschenkt wurde, wiegt den beruflichen umweg auf.
    Ich wurde auch durch das Glück meiner Kinder belohnt ... und habe immer gearbeitet.

    Ansonsten empfehle ich als Lektüre den Thread "Frau nach Scheidung, Kinder großgezogen, halbtags gearbeitet: jetzt HartzIV" im Trennungsforum.
    Apprenti

  9. Inaktiver User

    AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?

    Zitat Zitat von Apprenti Beitrag anzeigen
    Weil die ggf. auf dem neuesten Stand der technischen Entwicklung sind. Weil sich in 3 Jahren (von 4,5,6,7,8,9 oder mehr will ich jetzt gar nicht reden) enorm viel ändern kann.
    Natürlich arbeiten auch alle in der Systementwicklung und anderen Jobs die sich rasant entwickeln (manche glauben ja auch tatsächlich, dass das Rad immer wieder neu erfunden wird) und sind so unflexibel, dass sie nie mehr was Neues lernen und sich einarbeiten können. Deshalb bleibt man ja heute auch lebenslang auf einer Stelle in einem Beruf und möglichst noch beim gleichen Arbeitgeber. Und natürlich geht einem jegliche Kompetenz und jegliche Lernfähigkeit für alle Zukunft flöten, wenn man auch nur einen Tag im Job aussetzt.

    Solange auch Frauen das willfährig nachplappern brauchen sich jedenfalls weder Männer noch Arbeitgeber einen Millimeter bewegen.

    Ich stelle immer wieder fest, dass Frauen schon selbst dafür sorgen, dass sie einen schweren Stand behalten.

  10. Inaktiver User

    AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?

    Zitat Zitat von Apprenti Beitrag anzeigen
    Aber selbst die Lehrer an seiner Schule sagen, dass sie selten ein Kind in seinem Alter erlebt haben, mit einer solchen Sprachvielfalt und Redegewandtheit.
    Was für ein Selbstbild hast du denn, wenn du meinst, das hätte dein Kind einer Fremdbetreuung zu verdanken und du hättest das gar nicht schaffen können zuhause?

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