Umfrage: Ist die “Herdprämie” eine gute Idee?

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  1. VIP

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    AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?

    Wo steht denn, dass die Herdprämie nur für Frauen ist?

    Dennoch sind wir wieder dabei nur von Frauen zu reden.

    Wenn eine Jobpause so 'einfach' ist, warum wird sie nicht ebenso häufig von Männern praktiziert?



    Wir sind wieder dabei zu diskutieren, was die Frauen machen sollten und was gut für die Kinder ist.

    Sollte nicht aber jeder die Wahl haben? Sollte nicht jeder Mann und jede Frau frei entscheiden können, wie sie ihre Familie leben?

    Die Herdprämie erleichtert das in meinen Augen nicht. Eine gut ausgestattete Kinderbetreuungstruktur und flexible Arbeitszeitmodelle, würden das viel mehr erreichen.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

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    AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?


    Wenn eine Jobpause so 'einfach' ist, warum wird sie nicht ebenso häufig von Männern praktiziert?
    eben, nicht wenige Männer behaupten, das schon eine 2monatige Jobpause für sie völlig unmöglich ist
    Ich bin Tipplegasthenikerin.

  3. Inaktiver User

    AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aus meiner Branche und Erfahrung kann ich sagen: Lange Pausieren können oft auch deshalb nach hinten losgehen, weil es in der Zeit Fluktuation auf wichtigen Posten gibt, die "Officepolitik" gegen die abwesende Kollegin arbeitet, andere an deinem Stuhl sägen, neue Forschungsergebnisse das Arbeiten verändern können, man Kongresse und Weiterbildingen verpasst etc.

    Die Gründe sind oft subtil, wie der schon erwähnte Verlust von Rückhalt und Lobby während der Pause.
    Und ich denke, solche Umstände als für die Masse prägend zu halten ist genauso klischeehaft.

    Vielleicht hängt es auch mit der Größe des AG zusammen, ich weiß nur, dass sowohl sehr kleine als auch große AG/Konzerne sehr wohl wissen was sie an guten (!) Mitarbeiterinnen haben.

    Ich finde es nicht utopisch, sowas eben auch bei der Berufswahl und der Wahl des Arbeitgebers zu berücksichtigen, wenn ich Kinder haben will. Dass ich damit als Unternehmensberaterin nicht weit komme kann man eigentlich vorher wissen. Alles zusammen geht halt nicht, und auch die Männer in solchen Jobs verzichten dann eben auf Familienzeit.

    Eine Ingenieurin die Stücklisten abhakt wäre bei meinem AG jedenfalls undenkbar, schon aus Kostengründen.

  4. Inaktiver User

    AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Wenn eine Jobpause so 'einfach' ist, warum wird sie nicht ebenso häufig von Männern praktiziert?
    Weil sie andere Prioritäten setzen und ihnen mehrheitlich gar nicht so sehr am Leben mit den Kindern gelegen ist.

    Ist das so toll dass Frauen dem jetzt alle nacheifern sollten?

    Bisher fand ich eher bereichernd, dass die meisten Frauen nicht so eindimensional und auf den Job focussiert leben wie Männer, sondern mehr verschiedene Ebenen in ihrem Leben vereinbaren können. Das ist mir persönlich auch finanzielle Einbußen wert - wenn auf der anderen Seite ein reiches Leben steht.

    Die Altersarmut von Frauen liegt sicher nicht in erster Linie daran, dass man mal begrenzt kürzer getreten wäre (und dafür Rentenbeiträge gutgeschrieben bekommt) und halt statt 40 vielleicht nur 35 Jahre gearbeitet hat.

  5. Inaktiver User

    AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?

    Zitat Zitat von Leandra Beitrag anzeigen
    eben, nicht wenige Männer behaupten, das schon eine 2monatige Jobpause für sie völlig unmöglich ist
    Was so albern ist dass ich mich weigere das ernst zu nehmen.

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    AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?

    die pauschale Abwertung von kulturwissenschaftlichen Studiengängen geht mir etwas gegen den Strich - auch wenn ich es selbst nicht studiert habe.
    Ich werfe mal namhafte AG in der Raum, bei denen mal mit solchen Studiengängen sehr gefragt ist


    Goethe Institut
    DAAD
    ifa Auslandsinstitut
    Scholz & Friends und andere Werbeagenturen

    etc.

    Dass man nur mit einer "soliden" Ausbildung als Bilanzbuchhalter gut ins Leben starten kann halte ich für eine falsche Denke.

  7. Inaktiver User

    AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?

    Ich will niemanden abwerten, mir fällt nur auf, dass es in manchen Bereichen eben so und so extrem schwierig ist - und dass das mit Kind nicht leichter ist ist klar - aber es wäre ohne Kind halt in vielen Fällen nicht bedeutend einfacher.

    Wer eine nachgefragte Qualifikation hat - auf den wird man halt auch mit Kind nicht verzichten können und wollen. Darum geht es doch. Das würde doch überhaupt keinen Sinn machen.

    Um mich herum seh ich eben lauter junge Frauen, die das erste, zweite, dritte Kind kriegen und keineswegs ein Problem im Job haben, wie ich eben auch nicht. Und da wird mein AG doch nicht der einzige in D sein??

    Und auch aus meiner früherern Alleinerziehenden-Gruppe kenn ich keine Frau die arbeiten wollte (!) und nichts gefunden hätte. Da kann ich halt nix anderes berichten, ist so. Dass das im Ruhrgebiet oder in Meck-Pomm sicher anders aussieht ist mir bewußt.

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    AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?

    Da geht es dir in Süddeutschland einfach besser.

    Ich bin ziemlich gut qualifiziert und derzeit auf Arbeitssuche. Ja, es gibt Stellen. Aber nicht unbedingt hier, wo wir wohnen. Mittlerweile bin ich aber so weit, dass ich mich sogar in der Schweiz bewerbe. Die Kleine (2) würde ich dann mitnehmen, der Große (8) würde hier beim Vater bleiben.

    Familienfreundlich ist das sicher nicht, aber ich habe Angst, den Anschluss zu verlieren.

  9. Inaktiver User

    AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?

    Zitat Zitat von Reduktion Beitrag anzeigen
    Da geht es dir in Süddeutschland einfach besser.

    Ich bin ziemlich gut qualifiziert und derzeit auf Arbeitssuche. Ja, es gibt Stellen. Aber nicht unbedingt hier, wo wir wohnen. Mittlerweile bin ich aber so weit, dass ich mich sogar in der Schweiz bewerbe. Die Kleine (2) würde ich dann mitnehmen, der Große (8) würde hier beim Vater bleiben.

    Familienfreundlich ist das sicher nicht, aber ich habe Angst, den Anschluss zu verlieren.
    Reduktion, alles Gute bei deiner Jobsuche. Auch für die Schweiz, obwohl ich die Daumen drücke, daß sich doch noch hier etwas findet, damit ihr als Familie zusammenbleiben könnt.

  10. Inaktiver User

    AW: “Herdprämie” - eine gute Idee?

    hm... wenn ich das richtig sehe ist die Diskussion dort angekommen wo solche Themen (fast) immer landen...

    Frau muss eben da und dort und hier und überall dran denken... muss hier vorsorgen und dort absichern... muss den richtigen Job, das richtige Studium, den richtigen Mann und Vater wählen... etc.

    kurzum... Frau ist sowieso die dumme...

    ich denke das genau diese Richtung, in die die Disskussionen gehen dazu beiträgt dass sich so schnell nichts ändern wird...

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