ich glaube, des öftern gehen die Befürchtungen eher in die Richtung, dass die Einheimischen aussterben. Nicht die Menschheit als Ganzes.
Für diese Art nationalstaatliches Denken fehlt mir allerdings auch das Verständnis. Was soll bitte daran so toll sein, dass es viele Leute von meiner Sorte gibt? Die von den andern Sorten sind doch genauso gut.
grüsse, barbara
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14.12.2011, 20:27
AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?
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19.12.2011, 14:08
AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?
Für mich ist "der Zug zwar abgefahren", doch ich weiß, wie man sich fühlt, wenn man ungewollt kinderlos ist. Ich bin selbst betroffen.
Ich kann allen Betroffenen nur raten: legt euch jeden Cent, den ihr entbehren könnt weg, falls ihr euch einer Kinderwunschbehandlung unterziehen wollt. Wir haben- Dank der Schröder-Regierung, (seit 2004 nur noch 3 Versuche zur Hälfte bezahlt) ca. 12.000 Euro insgesamt für die Versuche hingelegt.
Es war eine schwere Zeit, doch ich würde es heute jederzeit wieder machen, mit einem Unterschied: ich würde auf jeden Fall die Behandlung mit einem Urlaub verbinden und sie im Ausland machen lassen, weil
günstiger und erfolgversprechender.
Bei dieser Diskussion sollte eines nicht vergessen werden: ist eine Behandlung erfolgreich kommt auf jeden Fall ein echtes Wunschkind zur Welt. Nicht, wie es leider oft von "Eltern" genannt wird, ein "Unfall", weil nicht aufgepasst.......
Trotzdem kann ich natürlich auch verstehen, dass der Großteil der Bürger nicht möchte, dass der Staat für Behandlungen aufkommt- möge dies künftig hoffentlich noch für viele weitere Bereiche gelten.
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21.12.2011, 14:38
AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?
Den sehe ich auch nicht und den gibt es nicht. Ich bin auch der Meinung, dass die Menschheit an ihren eigenen Graultaten zu grunde geht und nicht ausstirbt, weil wir in Deutschland keine künstliche Befruchtung finanziell vom Staat unterstützen. Das ist auch ganz schön dumm, wenn man sich das mal auf der Zunge zergehen lässt. In Deutschland will man mehr Kinder, damit die igrendwann mal die Rente tragen können für die "Alten". Das hat was mit Geld zu tun und nicht mit der Menschenausrottung. Eine Minderung der Weltbevölkerung ist nicht mal schlecht. Die REssourcen sind fast alle aufgebraucht und bei dem derzeitigen Konsumverhalten kann man froh sein, wenn seine iegenen enkelkinder überhaupt nocht etwas mitbekommen von der Welt...
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21.12.2011, 14:53Inaktiver User
AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?
"Soll der Staat für künstliche Befruchtung zahlen?"
Absolut JA.
Wenn ich gezwungen bin, als Kinderlose mehr in die Pflegeversicherung zu zahlen, dann kann mein Staat mir doch dabei helfen, die -angeblich ja bevölkerungspolitisch so gewollten- Kinder in diese Welt zu bringen.
Sie zahlen auch in die KV ein, warum bestraft der Staat die ungewollt Kinderlosen mit höheren Pflegebeiträgen aber unterstützt sie nicht bei ihrem Kinderwunsch?
Die WHO stuft Unfruchtbarkeit übrigens als Krankheit ein. Es ist keine "Lifestyle Choice" ungewollt kinderlos zu sein. Das Rauchen ist das aber schon und doch kommen die KVs für die Folgekosten von Erkrankungen durch Rauchen auf.
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21.12.2011, 15:16Inaktiver User
AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?
Der Staat unterstützt die ungewollt Kinderlosen mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen, aber eben nicht mit allen. Zu Recht, wenn man die Erfolgsquote sieht. Wenn ich eine Krankheit habe, zahlt die KV alles, was angemessen ist, jedoch bei weitem nicht alles, was ich mir wünsche. Warum sollen Kinderlose von der KV besser behandelt werden als z.B. Krebskranke?
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21.12.2011, 15:53
AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?
Nunja. 8000 bis 10 000 Geburten pro Jahr weniger, seit der Gesundheitsreform 2004...ganz so erfolglos wars dann doch nicht.
Ungewollt Kinderlosen wird doch gerne immer sofort die Adoption vorgeschlagen, meist von Menschen, die keinen Plan haben, was das bedeutet. Hat man ab einem gewissen Alter oder bei den Auflagen in Deutschland ohnehin keine Chance mehr zu adoptieren, bleibt nur noch die Auslandsadoption. Soweit so gut.
Nun gibt es widerum genug Menschen, die meinen, es gäbe so viel Elend und arme Kinder auf der Welt, soll man also doch da eins adoptieren.
So. ok. Wer soll das dann bezahlen? Der Staat? Eine Auslandsadoption ist schließlich nicht kostenlos!
Wieso bekommen bei dem Elend auf der Welt dann überhaupt noch Leute Kinder und warum adoptiert nicht jeder? Wieso langt nicht ein Kind (auf natürlichen Wege) wieso müssen es zwei oder drei oder noch mehr leibliche sein?
Ich musste mir als ungewollt Kinderlose viele, viele Sprüche anhören und oft habe ich die Gegenfrage gestellt: wieso habt ihr eure Kinder bekommen?
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21.12.2011, 21:05Inaktiver User
AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?
Leni, ich stimme dir da zu. Wenn ich die Adoptionsverfechter höre, weiß ich schon, daß hier jemand nicht die geringste Ahnung hat, wie niedrig die "Erfolgsquoten" in Deutschland bei Adoption sind.
Ich habe mich auch schon oft gefragt, ob diese Leute nicht ab dem zweiten Kind konsequenterweise jedes weitere zur Adoption freigeben müssten? Für eines der vielen kinderlosen Paare, für die Adoption so einfach ist.
Wenn man selbst das unermessliche Glück hatte, leicht schwanger zu werden und zu bleiben, sollte man seinem Schicksal danken und sich meiner Meinung nach besondere Mühe geben, sich in die Menschen einzufühlen, denen das verwehrt bleibt.
Kinderlose (ungewollt) Frauen stehen unter einem unvorstellbaren Leidensdruck. Das ist keinesfalls vergleichbar mit einem anderen Lebensziel, Job etc., das man leider nicht erreicht hat.Geändert von Inaktiver User (22.12.2011 um 00:01 Uhr)
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21.12.2011, 22:04
AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?
Als Kinderlose aus Wahl kann ich das nicht nachvollziehen. Es gibt halt Beschränkungen und Wünsche, die man sich nicht erfüllen kann - auch Herzenswünsche - und man findet sich damit ab und sucht andere Wege.
Es gibt wirklich mehr als genug Möglichkeiten, Kinder in seinem Alltag zu haben, dazu muss man nicht eigene machen. und auch keine adoptieren.
grüsse, barbara
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21.12.2011, 22:15Inaktiver User
AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?
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21.12.2011, 23:59Inaktiver User



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