Umfrage: Zuschüsse für künstliche Befruchtungen - ja oder nein?

Antworten
Seite 6 von 12 ErsteErste ... 45678 ... LetzteLetzte
Ergebnis 51 bis 60 von 119
  1. User Info Menu

    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    Zitat Zitat von Orangeblue1 Beitrag anzeigen
    Nur gerade so ein Gedanke:

    Abtreibungen werden gezahlt (nach Beratung),
    künstliche Befruchtung soll nicht gezahlt werden.

    Fasse zusammen: Töten wird bezahlt...Entstehung von Menschenleben soll nicht gezahlt werden dürfen?

    Finde den Fehler!
    Schwangerschaftsabbrüche werden meines Wissen aber nicht generell bezahlt, sondern nur bei sozial bedürftigen. Da finde ich es eher widersinnig, dass der Abbruch bezahlt wird, die Verhütungsmittel aber nicht.
    Time is an ocean but it ends at the shore - Bob Dylan

    Und wenn der Wind mal von vorne kommt - leicht nach vorne beugen und einfach weitergehen - S.B.

  2. Inaktiver User

    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    Zitat Zitat von Orangeblue1 Beitrag anzeigen
    Nur gerade so ein Gedanke:

    Abtreibungen werden gezahlt (nach Beratung),
    künstliche Befruchtung soll nicht gezahlt werden.

    Fasse zusammen: Töten wird bezahlt...Entstehung von Menschenleben soll nicht gezahlt werden dürfen?

    Finde den Fehler!
    Ich finde es auch nicht toll, dass die Abtreibung bezahlt wird. Eher sollte man Verhütung zahlen. Aber irgendwann kommen wir vom Hunderstens ins Tausendste und dann heisst es, dass Sexualität ein Grundrecht sei und man denen, die keinen Partner finden, den Besuch im Bordell zahlen müsse. (sooo abwegig ist dies nicht, in CH gibt es mittlereile Bestrebungen, sog. Berührerinnen für Behinderte auszubilden, die sie streicheln.)

    Und bitte nicht diese "Leben-schenken-Tour": da hat sich in einem Nachbarforum eine Userin aufgeregt, dass die Befruchtung nicht bezahlt wurde, dabei wollte sie doch Leben schenken.

    Und: eine Abreibung kostet nun mal einen Bruchteil einer künstlichen Befruchtung.

    Aber meine Frage steht noch: wer soll die Rechnung bezahlen? Das es nicht "den Staat und wir" gibt, sondern wir der Staat sind, soll man mir sagen, wer gerne Leistungen gekürzt hätte oder mehr bezahlen möchte. Wenn es darum ginge, dass jeder erwerbstätige Bürger pro Monat 10 Euro mehr bezahlen muss, damit Befruchtungen bezahlt werden können, kann ich mir vorstellen, dass alle hier nicht mehr so begeistert sind.

  3. User Info Menu

    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    ich war vor ein paar tagen hier, hatte die ergebnisse der abstimmung gesehen und bin wieder gegangen. es juckte mich zwar in den fingern, etwas zu schreiben. aber das wäre wohl falsch rüber gekommen in dem augenblick.

    ich lebe in einem land, wo noch nie eine künstliche befruchtung bezahlt worden ist. es sind zwar immer wieder gespräche im gange, aber wenn (und falls) das kommt, werde ich wohl schon in rente sein. es werden aber 3 IUIs bezahlt.
    ich leben auch in einem land, wo ich als 30jährige frau mehr krankenkassenprämie zahle, als ein gleichaltriger mann. weil ich ja schwanger werden könnte.

    kinderlosigkeit kann sehr wohl eine krankheit sein! ich glaube, dass unterschieden werden muss zwischen:
    - ich will karriere machen und mit 40 höre ich plötzlich meine biologische uhr ticken und es muss unbedingt ein kind her.
    - ich (frau) habe undurchlässige eileiter oder mein sperma (mann) ist langsam, unbeweglich, bzw. ich bin unfruchtbar.

    ich kann nicht verstehen, wie drogensüchtigen das methadon, bzw. heroin in die venen gepumpt wird, wenn paaren einen zuschuss an der kinderwunschbehandlung verwehrt wird. und 15jährige mädchen bekommen die pille danach oder die abtreibung von der krankenkasse bezahlt. um die verhütung muss sich aber jeder selber kümmern.

    ach ja, die psychologin wurde mir von der krankenkasse bezahlt. ist anscheinend einfacher die wirkung zu bezahlen, als bei der ursache anzusetzen.
    «Mais les yeux sont aveugles. Il faut chercher avec le coeur.»
    «C'est le temps que tu as perdu pour ta rose qui fait ta rose si importante.»
    Antoine de Saint-Exupéry

  4. Inaktiver User

    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    Zitat Zitat von Etoile Beitrag anzeigen
    ich war vor ein paar tagen hier, hatte die ergebnisse der abstimmung gesehen und bin wieder gegangen. es juckte mich zwar in den fingern, etwas zu schreiben. aber das wäre wohl falsch rüber gekommen in dem augenblick.

    ich lebe in einem land, wo noch nie eine künstliche befruchtung bezahlt worden ist. es sind zwar immer wieder gespräche im gange, aber wenn (und falls) das kommt, werde ich wohl schon in rente sein. es werden aber 3 IUIs bezahlt.
    ich leben auch in einem land, wo ich als 30jährige frau mehr krankenkassenprämie zahle, als ein gleichaltriger mann. weil ich ja schwanger werden könnte.

    kinderlosigkeit kann sehr wohl eine krankheit sein! ich glaube, dass unterschieden werden muss zwischen:
    - ich will karriere machen und mit 40 höre ich plötzlich meine biologische uhr ticken und es muss unbedingt ein kind her.
    - ich (frau) habe undurchlässige eileiter oder mein sperma (mann) ist langsam, unbeweglich, bzw. ich bin unfruchtbar.

    ich kann nicht verstehen, wie drogensüchtigen das methadon, bzw. heroin in die venen gepumpt wird, wenn paaren einen zuschuss an der kinderwunschbehandlung verwehrt wird. und 15jährige mädchen bekommen die pille danach oder die abtreibung von der krankenkasse bezahlt. um die verhütung muss sich aber jeder selber kümmern.

    ach ja, die psychologin wurde mir von der krankenkasse bezahlt. ist anscheinend einfacher die wirkung zu bezahlen, als bei der ursache anzusetzen.
    Etoile, es wird jetzt schon sehr viel bezahlt in der Fruchtbarkeitsmedizin. Hormonanalysen, Hormontherapien, Spermiogramme, Eileiteruntersuchungen, Eileiterdurchspülungen, diverse Operationen, alles wird bezahlt, jedenfalls bei uns und ich nehme an, mehr oder weniger in anderen europäischen Ländern auch.

    so viel ich weiss, wird auch die Insemination bezahlt, sprich Sperma des Mannes wird in den Muttermund der Frau gebracht.

    Nur die künstliche Befruchtung in der Petrischale (Sperma wird mit Eizelle in Kontakt gebracht, Embryo wird getestet und eingepflanzt) wird nicht bezahlt und ich finde dies absolut in Ordnung. diese Methode ist teuer und nicht sehr erfolgversprechend.

    Ich denke auch, wenn man beginnt z.B. 2 Versuche zu bezahlen, werden es bald 3 und irgendwann gehört es zum Standart, dass die künstliche Befruchtung bezahlt wird und dann möchte frau ein zweites Kind und so weiter.

    Mit den Kaiserschnitten dasselbe: noch vor 20 Jahren wurden diese nur bezahlt wenn ein medizinischer Grund dafür vorlag: enges Becken, sehr grosses Kind, vorangegangene Bauchoperationen. Heute wird schon ein Kaiserschnitte gemacht, wenn die Frau die 35 passiert hat, wenn sie erst 25 ist, wenn es dem Arzt besser in den Kram passt, wenn die Frau Angst vor dem Geburtsschmerz hat.

    Es ist einfach so, dass die Sozialkassen ziemlich leer sind. leider.

    Nur am Rande: es gibt eine seltene Stoffwechselkrankheit (ich habe leider den Namen vergessen), gegen die es Medikamente gibt. Diese werden von der Kasse nicht bezahlt, da zu teuer. und teuer sind sie, weil die Krankheit so selten ist. Nun leben die Betroffenen eben mit ihren Beschwerden. Das sind Leute, die mir wirklich Leid tun! Ich finde, solange wirklich kranke Menschen nicht behandelt werden können aus Geldmangel, sollte niemand verlangen, dass künstliche Befruchtungen bezahlt werden.

  5. Inaktiver User

    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielleicht haben einige Frauen einen dermaßen großen (unerfüllten) Kinderwunsch, daß sie depressiv werden? Ist das dann behandlungswürdig oder nicht?
    Dagegen hilft allerdings eine künstliche Befruchtung mit ihren geringen Erfolgsrate nicht wirklich. Wenn du nach dieser Tortur immer noch nicht schwanger ist, dann wirst du erst recht depressiv, also in ca. 70% aller Behandlungen.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Leihmutterschaft könnte den betroffenen Paaren auch eine Tür öffnen, die in Deutschland leider immer noch verschlossen ist.
    Da bin ich froh! Leihmutterschaft ist eine Versündigung an dem Kind.

  6. Inaktiver User

    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ich denke auch, wenn man beginnt z.B. 2 Versuche zu bezahlen, werden es bald 3 und irgendwann gehört es zum Standart, dass die künstliche Befruchtung bezahlt wird und dann möchte frau ein zweites Kind und so weiter.
    Eben. Wo kommen wir denn sonst hin? Nachher will jede Frau noch zig weitere Kinder, es gibt keinen Sex mehr, die Männer werden deshalb unzufrieden, rasten aus, die Wirtschaft bricht zusammen, es herrscht Krieg, die Welt explodiert.

  7. Moderation

    User Info Menu

    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eben. Wo kommen wir denn sonst hin? Nachher will jede Frau noch zig weitere Kinder, es gibt keinen Sex mehr, die Männer werden deshalb unzufrieden, rasten aus, die Wirtschaft bricht zusammen, es herrscht Krieg, die Welt explodiert.
    So ganz ohne Männer geht es doch auch bei der IVF auch nicht
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern
    In einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
    - Ich habe meinen Sport gefunden.


    Sommer 2021 - mehr als nur nasse Füße... reinklicken und mithelfen!

    Moderatorin für:

    Was bringt Sie aus der Fassung?
    Beziehung im Alltag
    Trennung und Scheidung
    Über das Kennenlernen
    Forum für Alleinerziehende
    Reine Familiensache

  8. User Info Menu

    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eben. Wo kommen wir denn sonst hin? Nachher will jede Frau noch zig weitere Kinder, es gibt keinen Sex mehr, die Männer werden deshalb unzufrieden, rasten aus, die Wirtschaft bricht zusammen, es herrscht Krieg, die Welt explodiert.


    tagore, ich sehe, dass die definitionen von wirklich krank, krank und nicht krank auseinandergehen. die behauptung, dass kinderlosigkeit keine krankheit ist, ist grundsätzlich richtig. ursachen für die kinderlosigkeit können aber krankheiten sein. und da es wäre es doch machbar, im gesetzestext klar zu definieren, wer aus welchen gründen was bezahlt bekommt. und v.a. wie viele behandlungen.

    bist du aus dem medizinischen bereich?
    «Mais les yeux sont aveugles. Il faut chercher avec le coeur.»
    «C'est le temps que tu as perdu pour ta rose qui fait ta rose si importante.»
    Antoine de Saint-Exupéry

  9. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielleicht haben einige Frauen einen dermaßen großen (unerfüllten) Kinderwunsch, daß sie depressiv werden? Ist das dann behandlungswürdig oder nicht?
    ja, die Behandlung der Depression wird ja auch vergütet.

    grüsse, barbara

  10. Inaktiver User

    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    Zitat Zitat von Etoile Beitrag anzeigen


    tagore, ich sehe, dass die definitionen von wirklich krank, krank und nicht krank auseinandergehen. die behauptung, dass kinderlosigkeit keine krankheit ist, ist grundsätzlich richtig. ursachen für die kinderlosigkeit können aber krankheiten sein. und da es wäre es doch machbar, im gesetzestext klar zu definieren, wer aus welchen gründen was bezahlt bekommt. und v.a. wie viele behandlungen.

    bist du aus dem medizinischen bereich?
    Nochmals: ich missgönne keiner Frau die Schwangerschaft und wenn ein Paar eine künstliche Befruchtung will, dann ist dies dessen Entscheidung.

    Es geht ja hier nur um die Frage, ob die Allgemeinheit, der Staat (der ja die Allgemeinheit ist) dies bezahlen soll.

    Leider konnte mir bisher niemand beantworten, wie das Ganze bezahlt werden soll: Mehr Abgaben oder Leistungskürzung anderswo.

    Ist ja so wie bei jedem Budget eines Privathaushaltes: wenn mir das Geld für etwas Gewünschtes fehlt, dann kann ich anderswo sparen oder für eine zusätzliche Einnahmequelle sorgen.

    Und zum Thema Kinderwunsch als Krankheit: ich kann hier nur von meinem Heimatland ausgehen. Soweit ich weiss, wird hier die Abklärung des Kinderwunsches und die Behandlung zugrunde liegender Krankheiten sehr grosszügig bezahlt. Eine entfernte Bekannte hatte z.B. jüngst den dringenden Wunsch nach einem vierten Kind, es hat jedoch nicht geklappt und ihre zahlreichen Abklärungen wurden alle bezahlt.

    Wenn die künstliche Befruchtung bezahlt würde: wie viele Versuche würden bezahlt? Und wenn ein Paar den Wunsch nach einer Grossfamilie hat: wie viele Schwangerschaften würden bezahlt? Das müsste schon noch definiert werden.

    Ich möchte mich jetzt nicht weiter äussern, da mir für präzise Angaben die Kenntisse fehlen und die Gründe für Kinderlosigkeit sind ja sehr zahlreich, extrem zahlreich. Mein Ex-Partner hatte z.B. von Natur aus verkümmerte Samenleiter und nur rudimentär angelegte Samenbläschen. Die Hoden haben normal Spermien produziert, jedenfalls hat man dies angenommen. In unserem Fall wäre nur eine künstliche Befruchtung in Frage gekommen. Und hätte ich nun dringenden Kinderwunsch gehabt (ich habe mir schon zu gewissen Zeiten ein Kind mit ihm gewünscht, aber nicht soooo dringend...), dann hätte ich mir eben überlegt, wie wir diese Behandlung zahlen.

    Ach ja, etwas noch: ich habe meinen Ex nie unter Druck gesetzt, sondern immer gesagt, dass dies für mich kein Trennungsgrund sei und ich denke, ich hätte ihn auch bei dringenderem Kinderwunsch nicht deswegen verlassen. Wer jedoch Druck gemacht hat, war der Urologe. Er meinte, mein Ex sei es mir schuldig, sich genau untersuchen zu lassen, ob eine Spermienproduktion stattfinde, und die Optionen einer künstlichen Befruchtung genau abzuklären. Wie mein Ex gesagt hat, sei er vom Arzt mehrmals gedrängt worden. Wieso sagt ein Arzt dies, noch bevor weder der Patient noch seine Partnerin Kinderwunsch äussern? Es geht halt auch ums Geld.
    (Anmerkung am Rande: mein Ex hat diese Untersuchung machen lassen, nachdem er per Zufall seine hochschwangere Ex getroffen hatte. Sie hatten versucht, ein Kind zu bekommen, aber es hat bei ihnen nicht geklappt und so wollte er wissen, ob er keine Kinder zeugen kann, da dies schon die zweite Ex war, die erst nach der Beziehung mit ihm schwanger geworen war.)

Antworten
Seite 6 von 12 ErsteErste ... 45678 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •