Umfrage: Zuschüsse für künstliche Befruchtungen - ja oder nein?

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Ergebnis 31 bis 40 von 119
  1. Moderation

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    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    Zitat Zitat von Tini2011 Beitrag anzeigen
    Wenn Kinder private Angelegenheit ist, warum zahlt der Staat dann Kindergeld? Krippeplaetze? Kindergaerten? Schulen? Warum nicht auch fuer das kreieren der Kinder zaehlen?
    Weil die Familie unter dem besonderen Schutz des Grundgesetzes steht. Weil Familien durchaus auch eine Leistung für die Allgemeinheit erfüllen und deshalb unterstützt werden.

    Dass man ein Kind möchte, hat damit in meinen Augen gar nichts zu tun.

    Zitat Zitat von LizzyBorden Beitrag anzeigen
    Damit habe ich auch gar kein Problem, ebenso wenig wie kleinere operative Eingriffe (z.B. Eileiterkorrekturen, Entfernung von Myomen, etc.).
    Natürlich, das sehe ich auch so.
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
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  2. gesperrt

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    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    Zitat Zitat von Tini2011 Beitrag anzeigen
    Ich finde hier einige kalte Kommentare. Keine Frau/Mann begibt sich freiwillig in eine Kinderwunschbehandlung.
    Auch wenn es jetzt wieder kalt klingt: doch, es geschieht absolut freiwillig. Auf meinem Arbeitsweg komme ich regelmässig an einem "Kinderwunschzentrum" vorbei, da passiert es nie, dass einer mit vorgehaltener Pistole Frauen auf den Operationstisch zwingt. Wirklich nicht.

    Es ist halt so, dass nicht immer alles geht im Leben, was man gerne hätte.

    Ausserdem gibt es mehr als genug Kinder und Jugendliche, die schon existieren und die von ein bisschen Bemutterung und Betreuung durch familienfremde Personen auch sehr profitieren können. Warum sich nicht um diese kümmern? Diese Kinder sind auch toll und grossartig, auch wenn nicht die eigenen Gene in ihren Zellen stecken. so what? wenn man weit genug zurück geht in der Vergangenheit, sind wir alle miteinander verwandt.

    grüsse, barbara

  3. VIP

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    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    mir fehlt eine antwort möglichkeit: die jetztige regelung zu belassen.

    die ursache für kinderlosigkeit ist oft eine krankheit (endometriose z. b.). für diese krankheiten kann keiner was. natürlich kann man auch ohne kinder weiterleben, aber viele wollen das nicht und wollen alles medizinisch mögliche tun, um trotz krankheit so leben zu können, wie sie es sich wünschen.

    das wollen viele andere kranke auch.
    eltern, die sich für ein cochlea-implantat für ihr gehörloses kind entscheiden, um ihm ein - für sie - lebenswerteres leben zu ermöglichen. hier würden sehr viele gehörlose und auch ich widersprechen.

    deshalb finde ich die aktuelle lösung mit der dreimaligen bezahlung einer künstlichen befruchtung gut.

    man wird nicht gezwungen diesen weg zu nehmen, aber man kann ihn nehmen.

    ich kenne viele menschen, die nur auf diesem wege kinder haben konnten. für mich/uns wäre das vermutlich keine option gewesen, aber wir mussten auch nicht wirklich darüber nachdenken. wofür ich sehr dankbar bin.

    abgestimmt habe ich nicht, weil ich weder dem einen noch dem anderen zustimmen kann.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

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    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    Ja. Adoptionen sind keine Lösung, weil es hierzulande fast keine Kinder zum Adoptieren gibt.

  5. VIP

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    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    das stimmt so nicht angie, es gibt schon kinder zum adoptieren - aber oft keine neugeborenen. da die adoptionen staatlich geregelt sind, dauert das alles auch ein wenig.

    freunde von mir haben sich beim jugendamt erkundigt und sie haben innerhalb von 3 monaten ein 1 jahr altes kind adoptiert.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  6. Moderation

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    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    mir fehlt eine antwort möglichkeit: die jetztige regelung zu belassen.
    Das wäre auch in meinen Augen eine gute Möglichkeit. Es bleibt jedoch eine Tatsache, dass auch nach dreimaligem Versuch immer noch keine Schwangerschaft garantiert werden kann. Und dann bleibt auch nur die Option, entweder selbst zu zahlen oder aber sich mit dem Unabänderlichen abzufinden.

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    die ursache für kinderlosigkeit ist oft eine krankheit (endometriose z. b.). für diese krankheiten kann keiner was. natürlich kann man auch ohne kinder weiterleben, aber viele wollen das nicht und wollen alles medizinisch mögliche tun, um trotz krankheit so leben zu können, wie sie es sich wünschen.

    das wollen viele andere kranke auch.
    Sicher. Die GKV bezahlen aber vielen Behandlungen nicht, die zwar helfen und zum Teil notwendig sind. Was wann und warum bezahlt wird, kann der Normalsterbliche zum Teil nicht mehr nachvollziehen. Geld steht nicht unbegrenzt zur Verfügung, man muss also Prioritäten setzen, wie es ausgegeben werden soll.

    Ich verstehe, dass es Paare gibt, die unter Kinderlosigkeit leiden. Aber, leiden sie nicht mehr, wenn sie nach dem 10. IVF-Versuch immer noch keine Eltern sind? Und wenn sie Eltern werden, muss das nicht den Himmel auf Erden bedeuten.

    Ich finde auch, dass gerade das Thema Kinderkriegen enorm emotionsbelastet und vollkommen konfus ist. Wer (bewusst) keine Kinder kriegen will, soll sich häufig rechtfertigen weshalb. Wer stark übergewichtig ist und das 10.(?) Kind bekommt, dem wird Verantwortungslosigkeit vorgeworfen. Wer Kinder hat und Vollzeit arbeiten geht, ist eine Rabenmutter, wer zu Hause bleibt, ist Heimchen am Herd und zieht overprotected Kids groß. Richtig machen kann es wohl keiner.

    Deshalb möchte ich das Geld zunächst für die Kinder ausgeben, die auf der Welt sind. Da fehlt das Geld nämlich auch an allen Ecken und Enden.
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    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    das stimmt so nicht angie, es gibt schon kinder zum adoptieren - aber oft keine neugeborenen. da die adoptionen staatlich geregelt sind, dauert das alles auch ein wenig.

    freunde von mir haben sich beim jugendamt erkundigt und sie haben innerhalb von 3 monaten ein 1 jahr altes kind adoptiert.
    Bei uns waren dies 30 Kinder und 2.000 Eltern...diejenigen, welche sich gar nicht erst in die Schlange eingereiht haben, nicht mitgerechnet.

    Wie es heute ist, weiß ich nicht. Damals hast Du ein Haus und Beziehungen benötigt.

  8. gesperrt

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    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Deshalb möchte ich das Geld zunächst für die Kinder ausgeben, die auf der Welt sind. Da fehlt das Geld nämlich auch an allen Ecken und Enden.
    Genauso wichtig: Zeit mit Kindern verbringen.

    Wer schliesslich bereit ist, 24/7 für ein eigenes Kind da zu sein, wird wohl auch hinkriegen, als Kinderlose ein, zwei Stunden pro Woche mit Kindern zu verbringen - es gibt ja genug Organisationen, die gerne ehrenamtliche MitarbeiterInnen annehmen, oder Nachbarinnen, die froh sind um etwas Unterstützung.

    Vielen Kindern fehlt es heute an einer Vielfalt von verschiedenen Bezugspersonen und einer Vielfalt von vorgelebten Lebensmodellen.

    grüsse, barbara

  9. Inaktiver User

    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    guten Tag,

    ich bin selber kinderlos, daher möchte ich mich kurz äussern. In jungen Jahren war meine Kinderlosigkeit ungewollt, jedoch nicht medizinisch begründet, heute möchte ich kein Kind mehr (bin nun um die 40).

    ich finde definitiv nicht, dass der Staat oder eine durch eine Solidargemeinschaft finanzierte Versicherung die Kosten für eine künstliche Befruchtung übernehmen soll, und zwar aus vielen Gründen:

    Die Erde ächzt unter der Überbevölkerung. Da muss man die Anzahl ihrer Bewohner nun wirklich nicht mit Methoden vergrössern, die bei näherer Betrachung widernatürlich sind. (Ich möchte kein Kind sein, das im Labor entstanden ist.)

    Jemand schrieb, dass das Geld für Kinder, die bereits geboren seien, an allen Ecken und Enden fehle. Das stimmt natürlich nicht. Das Geld wäre da, aber diejenigen, die es besitzen möchten es nicht lockermachen. Somit kann man sagen, dass das Geld für Kinder, die bereits geboren sind, nicht lockergemacht werden will().

    Kinderwunsch ist an sich keine Krankheit. Wenn eine zugrundeliegende Krankheit behandelt werden kann (Endometriose, verklebte Eileiter, Hormonanomalien), dann soll die Krankenkasse dafür aufkommen.

    Ich bin kurzsichtig, wie viele, und habe geflickte Zähne, wie viele. Ich bezahle die Kosten dafür selber, für die Kontaktlinsen und für die jährliche Zahnkontrolle. Ebenfalls habe ich eine sehr teuer aber für mich sehr notwendige OP mal selber bezahlen müssen, weil sie eben nicht im Katalog der Krankenversicherer stand. Es ärgert mich, aber so ist es nun mal. Ich bin aber nicht bereit, noch mehr in einen gemeinsamen Pott zu bezahlen, damit eine Frau sich ihren Kinderwunsch erfüllen kann.

    Das Stichwort Adoption wurde angesprochen. Das ist sehr schwierig in Westeuropa. Aber ich denke, viele Eltern wollen auch nur ein Kind adoptieren, das sehr jung ist und möglichst keine Probleme macht.

    Und zum Schluss: Kinder zu haben ist schön, ich bin selbst glückliche Tante. Allerdings, das müssen wir uns im klaren sein, ist Kinderwunsch auch eine sehr egoistische Tag, entsprugen dem Wunsch, seine eigenen Gene weiterzugeben. Würden sich die Frauen wirklich einem Kind verschenken, ein Kind um seiner selbst willen grosszuziehen, gäbe es denn pränatale Untersuchungen und Abtreibungen, wenn ein Ungeborenes an Down-Syndrom leidet?

    Zusammengefasst: von dem Tag an, an dem kein Kind mehr auf der Erde verhungert, jeder junge Mensch die Ausbildung machen kann, die seinen Talenten entspricht, ungeachtet der finanziellen Möglichkeiten seiner Eltern, kein Kind mehr an einer behandelbaren Krankheit sterben muss, weil das Geld für die medizinische Behandlung fehlt, kein Kind mehr abegetrieben wird, seil seine Eltern meinen, z.B. mit einer an sich leichten Behinderung wie Down-Syndrom nicht klarzukommen, an dem kein Kind mehr durch Landminen verstümmelt wird (das wäre nun wirklich vermeidbar!), an diesem Tag bezahle ich gerne meinen Beitrag an künstliche Befruchtung.

  10. User Info Menu

    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Die Erde ächzt unter der Überbevölkerung. Da muss man die Anzahl ihrer Bewohner nun wirklich nicht mit Methoden vergrössern, die bei näherer Betrachung widernatürlich sind. (Ich möchte kein Kind sein, das im Labor entstanden ist.)
    Die Erde ja. Die deutsche Bevoelkerung schrumpft. Wir sind eine Solidargemeinschaft, die ohne genuegend Kinder nicht mehr funktionieren wird. Und das Kind entsteht ja nicht im Labor in dem Sinne, dass es kuenstlich gemacht wird. Ein Ei und ein Sperma sind immer noch notwendig.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kinderwunsch ist an sich keine Krankheit. Wenn eine zugrundeliegende Krankheit behandelt werden kann (Endometriose, verklebte Eileiter, Hormonanomalien), dann soll die Krankenkasse dafür aufkommen.
    Mmmh, nach der Argumentation duerfte die Medizin keine Symptome mehr bekaempfen, wenn man Kinderlosigkeit als Sympton und nicht als Krankheit ansieht. Keine Schmerzbehandlung (nur Symptome), keine andere Leidensbehandlung von Symptomen. Was ist dann mit Kranken, dessen Krankheit man nicht mehr behandeln kann? Sollen die leiden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bin kurzsichtig, wie viele, und habe geflickte Zähne, wie viele. Ich bezahle die Kosten dafür selber, für die Kontaktlinsen und für die jährliche Zahnkontrolle. Ebenfalls habe ich eine sehr teuer aber für mich sehr notwendige OP mal selber bezahlen müssen, weil sie eben nicht im Katalog der Krankenversicherer stand. Es ärgert mich, aber so ist es nun mal. Ich bin aber nicht bereit, noch mehr in einen gemeinsamen Pott zu bezahlen, damit eine Frau sich ihren Kinderwunsch erfüllen kann.
    Sehr vorbildlich. Mich aergert sehr oft, wie viele unnoetigen Behandlungen von anderen uebernommen werden sollen (aktuell, z.B. jede Woche ein US bei einer normalen Schwangerschaft, natuerlich mit schoenem Baby TV). Aber da ist wohl eher ein grundlegendes Problem, das vielen nicht klar ist, wo denn das Geld herkommt, das dann fuer medizinische kosten draufgeht. Nein, da bin ich bereit, das Geld fuer etwas sinnvolles wie eine kuenstliche Befruchtung auszugeben.

    Insgesamt finde ich einen Kinderwunsch nicht nur egoistisch. Nein, Kinder sind fuer unsere Gesellschaft sehr wichtig.

    Zu den praenatalen Untersuchungen. Ich kenne sehr viele Schwangere, die darauf verzichten, und auch ein Kind mit Down Syndrom aufziehen wuerden, denn erst wenn man selbst schwanger war, und eine Untersuchung hat machen lassen und vor der Ueberlegung steht, was man denn machen sollte, wenn das Ergebnis schlecht ist, erst dann erkennt man, wie schwer einer Frau eine solche Entscheidung faellt. Ich denke, ich wuerde eine Unterssuchung auf Down Syndrom nicht mehr machen lassen (diese ist uebrigens optional). Bitte keine Verallgemeinerungen. Ich habe meine Kinder nicht bekommen, um meine Gene weitzugeben, das ist mir relativ egal. Ich empfinde ein Kind als Bereicherung (auch wenn es nicht einfach ist) fuer mich, fuer meine Familie, und fuer die Umfeld. Kinder sind etwas was eine Gemeinschaft schuetzen soll. Also, warum nicht auch das Kinder bekommen unterstuetzen?

    Ich denke aber auch, dass da - wie es zur Zeit gemacht wird - eine Begrenzung sein sollte und nicht unbegrenzt Behandlungen bezahlt werden sollte.

    Uebrigens, ich finde, gerade Frauen, die ein Kind auf so einem schwerwiegenden, langwierigen Weg bekommen haben, schaetzen ihre Kinder besonders (nicht, dass andere Frauen ihre Kinder weniger lieben, aber ich denke, diesen Frauen ist es besonders bewusst, was fuer ein Glueck und einen Schatz sie haben).

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