Umfrage: Zuschüsse für künstliche Befruchtungen - ja oder nein?

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Ergebnis 91 bis 100 von 119
  1. Inaktiver User

    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    Zitat Zitat von -leni- Beitrag anzeigen
    Da ensteht doch dann nicht Frankenstein Junior, sondern ein ganz normales Kind?
    Für mich ist das widernatürlich, und wenn ich in entsprechenden Strängen dazu lese gruselt es mich. Von der dadurch möglichen Selektion ganz zu schweigen.

  2. Inaktiver User

    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eine Kollegin von mir stammt aus Israel (auch Mutter eines durch IVF entstandenen Kindes), dort zahlt der Staat wenn ich das richtig verstanden habe, künstliche Befruchtung bis zum 3. Kind. Wohlgemerkt, alle Versuche bis zum 3. Kind, nicht 3 Versuche.
    Gut möglich. In Israel werden auf dem Gebiet Dinge gemacht, die woanders auf der Welt indiskutabel sind. Das liegt an der kulturell-religiösen Wertigkeit der Keimzellen, die dort bei Null liegt. Daneben fahren die Israelis ein Rassenprogramm, das hier nicht im Traume möglich wäre. Wenn beide Partner Israelis sind, zahlt der Staat alles, was Kindersegen verspricht. Angehörige anderer Nationen/Religionen dürfen hingegen selber zahlen.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bedingt gebe ich dir recht, allerdings kann ich nicht sehen, weshalb einer 22 jährigen Kinderlosen geholfen werden sollte, einer 31 jährigen aber nicht mehr.
    Und leider liegen bei den meisten unfruchtbaren Frauen, egal welchen Alters, körperliche Gründe vor, die mit auf Haligalli gehen nichts zu tun haben.
    Das stimmt nicht, denn sonst wären die Erfolgsquoten wesentlich höher, da die körperlichen Ursachen recht gut behandelt werden können. Problematisch und weit verbreitet ist die sog. idiopathische Kinderlosigkeit. Es handelt sich um unerklärliche Kinderlosigkeit. Auf dem Gebiet toben sich die Ärzte mit immer mehr neuen Methoden aus, ohne dass die Erfolgsquoten befriedigend wären.
    (Ich trug auch den Stempel der idiopathischen Kinderlosigkeit. In die Mühlen der Repro-Medizin wollte ich mich aber nicht begeben und habe meinen Kinderwunsch begraben - und bin prompt schwanger geworden. Ich persönlich bin an meiner selbst erlebten Geschichte die Meinung, dass ein verbissener Kinderwunsch das beste Verhütungsmittel ist).

  3. User Info Menu

    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    nunja...das meiste in der Medizin ist widernatürlich. Organspende, Herzklappen aus Eigengewebe züchten z.B. Trotzdem wird es gemacht und sogar voll von der Kasse bezahlt. Abtreibungen/Sterilisationen ebenso- auch widernatürlich. Wird ebenfalls gezahlt.

    Widernatürlich ist, wenn Menschen ihre Kinder quälen und/oder umbringen...was sich da die Natur, bzw "der liebe Gott" dabei gedacht hat, solchen Leute Kinder "zu schenken", naja. Der liebe Gott hat- wenn es ihn gibt- auch die Mediziner erschaffen.

    Seit 2004 werden 3 Versuche zur Hälfte bezahlt. Bei dieser Regelung sollte es bleiben. Am besten- wie ich anfangs hier schon erwähnt habe- gleich möglichst viel Geld zur Seite legen und sich nach geeigneten Praxen umsehen, auch im Ausland.

    Es wird hier irgendwie das Klischee aufrechterhalten: Ältere Frau, karrieregeil oder früher zu wild getrieben, möchte jenseits der 30ger dann doch ein Kind- wenns geht nach Maß. Schade.

  4. Moderation

    User Info Menu

    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    Zitat Zitat von -leni- Beitrag anzeigen
    nunja...das meiste in der Medizin ist widernatürlich. Organspende, Herzklappen aus Eigengewebe züchten z.B. Trotzdem wird es gemacht und sogar voll von der Kasse bezahlt. Abtreibungen/Sterilisationen ebenso- auch widernatürlich. Wird ebenfalls gezahlt.
    Abtreibungen werden nur bis zu einer bestimmten Einkommensgrenze bezahlt, Sterilisationen sind aus dem eigenen Geldbeutel zu bezahlen.
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
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  5. Inaktiver User

    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    Zitat Zitat von -leni- Beitrag anzeigen
    Abtreibungen/Sterilisationen ebenso- auch widernatürlich. Wird ebenfalls gezahlt.
    Nein, Steri wird gar nicht bezahlt, selbst wenn frau keine Kinder mehr kriegen sollte. Abtreibung wird nur unter bestimmten Bedingungen bezahlt.
    Zitat Zitat von -leni- Beitrag anzeigen
    Widernatürlich ist, wenn Menschen ihre Kinder quälen und/oder umbringen...
    Es ist widerlich, aber so widernatürlich ist das nicht. Qualvolle und grausame Kinderbehandlung kommt bei vielen Säugetieren vor. Menschen allerdings, die das machen, werden bestraft. Was auch richtig ist.

  6. Inaktiver User

    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Die Möglichkeit besteht ja weiterhin. Die Frage ist doch vielmehr, ob es Aufgabe der Allgemeinheit sein soll, einen individuellen Kinderwunsch zu ermöglichen. Noch dazu wo man weiß, dass die Erfolgsquoten nicht so besonders sind.
    Ich wollte damit sagen, dass ich gegen eine Kostenübernahme bin, weil ich nicht glaube, dass wir auf diese Weise Gott spielen sollten. Dass die Möglichkeit immer noch besteht, und die Leute es trotzdem versuchen, ist klar, aber die Allgemeinheit sollte nicht dafür zahlen.

    Ich bin ohnehin der Meinung, dass es der Menschheit gut anstehen würde, von diesem überall grassierenden Machbarkeitswahn runterzukommen und wieder zu lernen, sich mit manchen Dingen einfach mal abzufinden.

  7. Inaktiver User

    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bin ohnehin der Meinung, dass es der Menschheit gut anstehen würde, von diesem überall grassierenden Machbarkeitswahn runterzukommen und wieder zu lernen, sich mit manchen Dingen einfach mal abzufinden.

  8. Inaktiver User

    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bin ohnehin der Meinung, dass es der Menschheit gut anstehen würde, von diesem überall grassierenden Machbarkeitswahn runterzukommen und wieder zu lernen, sich mit manchen Dingen einfach mal abzufinden.
    Darf man dich daran erinnern, falls du mal die lebensrettende Hilfe eines Defibrilators brauchen solltest? Der ist nämlich auch total unnatürlich.

    Grüße, Cariad

  9. Inaktiver User

    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    Nein, da seh ich einen gewaltigen Unterschied: das ist ein Gerät, mit dem kann ich machen was ich will, das hat keine Seele. Und es macht auch nix, wenn es beim Gebrauch kaputtgeht. Und ich schaffe kein neues Leben durch seinen Gebrauch.

    Andererseits bin ich ganz dabei wenn es um lebensverlängernde Maßnahmen geht - auch da ist nicht alles sinnvoll, was medizinisch machbar ist. Genauso wie ich Leben schaffen um jeden Preis ablehne lehne ich auch Leben verlängern um jeden Preis ab.

  10. Inaktiver User

    AW: Soll der Staat für künstliche Befruchtungen zahlen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, da seh ich einen gewaltigen Unterschied: das ist ein Gerät, mit dem kann ich machen was ich will, das hat keine Seele. Und es macht auch nix, wenn es beim Gebrauch kaputtgeht. Und ich schaffe kein neues Leben durch seinen Gebrauch.
    Sicher, aber nach der hier geäußerten Meinung, "der Mensch solle nicht Gott spielen", ist es offenbar so, dass der liebe Gott wollte, dass dieser Mensch stirbt, und man setzt darüber hinweg und rettet ihn.

    Ich bin selbst unschlüssig, ob künstliche Befruchtung vom Staat gezahlt werden sollte, aber manche Argumente hier strotzen nur so von Unwissen und Unlogik.

    Grüße, Cariad

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