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  1. Registriert seit
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    Liebe plötzl. abhanden/starke Gefühlsschwankungen: Wer kennt das auch? (sorry, lang!)

    Hallo,
    ich bin seit langem stille Leserin und habe heute beschlossen, auch mal "Laut zu geben". Ich habe diesen Beitrag eben bereits unter "Persönlichkeit" geposted, und stell ihn hier auch noch mal rein. Irgendwie passt er an beiden Stellen...

    Also. Ich habe in Liebesbeziehungen ein sich immer wieder wiederholendes Problem. Dieses ist schon viiel besser geworden, dennoch habe ich das Gefühl, das es mir ein "normales" Leben unmöglich macht.

    Ganz kurz und vereinfacht ausgrdrückt klingt es nicht sonderlich selten, sondern wie etwas, was viele kennen, wenn auch in abgeschwächetere Form: Ich schwanke zwischen den "Polen" der panikartigen Verlustangst und der kaum auszuhaltenden Beklemmung.

    Ich weiß, dass meine Verlustangst mitunter nichts mit der jeweiligen Person zu tun hat, sondern damit eine Panik vor Verlassenwerden, Sich-Wertlosfühlen etc einhergeht. So habe ich zB sehr oft Verlustangst bei Partnern gehabt, die ich eigentlich gar nicht wollte. Und nach der jeweiligen Trennung bin ich oft durchgedreht vor Schmerz, Panik etc, OBWOHL ich den jeweiligen Mann eigentlich selber nicht wollte.

    Dieser "Pol" meiner Persönlichkeit ist hier jedoch nicht mein Anliegen. Ich erwähne ihn deshalb, damit alle Leserinnen darüber bescheid wissen, denn beide "Pole" sind schließlich ein Teil von mir.

    Das andere Extrem, um das es hier geht, habe ich Beklemmung genannt. Dieser Begriff hat sich bei mir so eingebürgert, ist aber eigentlich eine beschönigende Umschreibung dessen, was ich wirklich fühle.

    Denn was ich in den Situationen, in denen ich von Beklemmung spreche fühle, ist nicht Beklemmung, sondern ein Gefühl des "Den anderen nicht liebens". Das Gefühl der Beklemmung entsteht wiederum als Reaktion darauf. Eine Reaktion, die eintritt, weil ich auf das eigene "Nicht Lieben" nicht so reagiere, wie man es eigentlich logischerweise sollte: Nämlich mit Distanz zum anderen. Ich entwickle Beklemmungsgefühle/Symptome, weil ich in einer bestimmten Situation verharre, anstatt sie zu verlassen.

    Die meisten anderen Menschen würden, wenn sie spüren, dass sie ihren Partner nicht lieben, auf Distanz gehen. Man kann einen Menschen nicht immer lieben. Also geht man für eine Stunde, ein paar Stunden, einen Tag/mehrere Tage mal seiner eigenen Wege. Wenn das Gefühl des Nicht-Liebens nicht nachlässt oder sich manifestiert, trennt man sich. Vielleicht auf Probe, vielleicht ganz. Vielleicht schweren Herzens, vielleicht mit Erleichterung. Egal wie leicht/nicht leicht es fällt: Was die meisten Menschen in diesem Fall tun: Auf ihr Gefühl hören.

    Weil ich aber immer so eine Art "Gesetz" in mir trug, das lautet "Es darf keine Trennung geben", habe ich mich nie getrennt. Oder erst nach seeehr viel schmerzhaften, krampfigen Hin- und Her. Daraus, dass ich mich nicht getrennt habe, wenn meine Gefühle diesen Schritt eingentlich signalisiert haben, entwickelten sich die besagten Beklemmungssymptome (Enge in der Brust, Bauchweh, leichtes Lähmungsgefühl linksseitig, Übelkeit).

    Und trotz dieser Beklemmungs-symptome habe ich habe in den letzten 12 Jahren in diversen Beziehungen/Beziehungsversuchen nicht das getan, was mein Körper mir signalisiert hat. Ich bin oft geblieben, obwohl ich keine Liebesgefühle für den jeweils anderen hatte. Ich bin oft geblieben obwohl ich Abneigung, Gleichgültigkeit, Ekel, Abscheu etc hatte. Warum ich nicht gegangen bin? Weil ich eben diese Panik vor Trennungen hatte.

    Und - und das ist das ENTSCHEIDENDE: weil ich eben manchmal doch Gefühle für den jeweiligen Mann hatte. Und dann wusste ich nie: WELCHEN GEFÜHLEN IST ZU GLAUBEN?? DENEN, DIE "LIEBE!" flüstern, denen die "HURRA" jauchzen, oder denen, die "ICH LIEBE IHN NICHT!" brüllen und mir eine Flagge zuwinken, auf denen "WAHRHEIT" steht!?!?

    Weil eben oft beide Gefühlsseiten gleichzeitig da waren, oder kurz hintereinander kamen, wusst ich nie: WAS IST ECHT? Manchmal wechselten beide Gefühle sich innerhalb von wenigen Minuten ab, manchmal ging die Liebe von einer Sekunde zur nächsten "plötzlich irgendwie abhanden", und das oftmals gerade dann, wenn ich sehr glücklich war.

    Ich habe wegen dieser Problematik lange Therapie gemacht, in verschiedenen Formen (Gespräch/Körper/Einzel/Gruppe). Was dies bewegt hat: Ich kenne mich selbst wahnsinnig gut, kann vieles sehr präzise benennen... Und ich hab es stellenweise für meine Verhältnisse gut geschafft, die Verlustangst in den Griff zu kriegen, und somit Beklemmung zu vermeiden (im Sinne von: Ich muss nicht fürchten, ohne Beziehung da zu stehen, also muss ich auch nicht an der aktuellen Beziehung krampfhaft festhalten, also entstehen auch keine Beklemmungen).

    Nun bin ich akuell (seit 8 Monaten) mit meinem jetzigen Freund zusammen. Zum ersten Mal seit Jahren habe ich das Gefühl, dass ich wirklich mit jemandem zusammengekommen bin, weil ich verliebt war. Doch auch bei ihm verschwinden meine Liebesgefühle mitunter von einer Sekunde zur nächsten. Mal kamen sie nach einer Stunde zurück, mal blieben sie 8 Tage weg, einmal gab eine 6wöchige Phase, in der ich ihn nicht geliebt habe. Wenn ich auf die letzten 10 Wochen blicke, habe ich mehr "NICHT LIEBE" als "LIEBE" gespürt.

    Er weiß von meinem Problem und geht sehr toll damit um. Ich habe es ihm gleich am Anfang gesagt, denn ich weiß, dass ich in Phasen der "Nicht-Liebe" meinen Zustand nicht verheimlichen kann. Er hat damals darüber nachgedacht und beschlossen "Es ist ihr Problem, ein altes Problem dazu. Es hat mit meiner Person nichts zu tun. Ich kann ihr nicht helfen es zu ändern. ich kann nur da bleiben und ruhig bleiben, und keine Panik kriegen. Und ich vertraue darauf, dass ihre Liebe zu mir wieder kommt".

    Und so handhabt er es auch. Das tut mir sehr gut und hat uns bislang "gerettet". Denn ich kenne es von anderen Partnern, dass sie klammerig/panisch reagieren, wenn sie merken, dass ich wieder emotional "abhaue" oder "umwende". Mit ihm läuft es super. Er bleibt ruhig wenn ich wieder auf Distanz gehe oder Beklemmungen habe. Er ist immer da, bedrängt mich aber nicht.

    Was mir sehr zu schaffen macht, ist eine Veränderung, die ich innerhalb dieser Beziehung verspüre: Während ich früher PANISCH wurde, wenn ich merkte, dass meine Liebesgefühle schwanden und mich selbst dafür hasste, macht sich jetzt eher eine Art Gleichgültigkeit breit. Diese ist zwar gesünder als die selbstzermürbenden Vorwüfe, die ich mir einst gemacht habe, und die zu all den körperlichen Symptomen führten.... gleichzeitig macht mir meine Gleichgültigkeit Angst. Dieser Gedanke "Ja, dann liebe ich ihn eben nicht - ist doch egal" - der steht so im Widerspruch zu meinem früheren "IHN NICHT LIEBEN!?!? DAS DARF NICHT SEIN!!".

    Was nicht heißt, dass ich jetzt so gleichgültig bin, dass meine Gefühlsschwankungen mich kalt lassen. Im Gegenteil. Ich bin sehr traurig, denn ich wünsche mir nix mehr, als "normal" lieben zu können. So gerne würde ich eine Beziehung führen können, dableiben können. Nicht immer spüren, wie Gefühle plötzlich entwischen, sich in ein kaltes Nix auflösen, sich ins Gegenteil verkehren. Sich nicht immer fragen müssen: WAS IST JETZT DAS WAHRE GEFÜHL? Nicht immer zweifeln, ob das Gefühl von Liebe echt ist, oder ob ich auf das Gefühl hören muss, das laut ruft "Geh weg, er ist es nicht. Du willst ihn in Wahrheit nicht!"

    Ich erwarte mir hier weniger einen Rat, als eine Antwort auf die Frage: Kennt eine von euch ähnliches? Gibt es hier wen, der auch extreme Gefühlsschwankungen innerhalb einer Beziehung durchlebt? Weiß jemand wie es ist, sich seine eigenen Gefühle nicht zu glauben? Nicht zu wissen, wann man die Wahrheit spürt?

    Ohjeee! Ich hab hier wahrscheinlich sehr konfus geschrieben... Ich hoffe, dass die eine oder andere trotzdem halbwegs durchsteigen konnte.... Und ich danke allen geduldigen Mitleserinnen. Denn auch wenn es hier nicht so zum Ausdruck kommt: ich bin aktuell grad wieder sehr verzweifelt, weil die Liebe seit gut 10 Wochen überwiegend abwesend ist. Und ich nicht weiß, wie lange ich es ihm und mir noch zumuten kann. Und gleichzeitig: Wenn die Liebe da ist, ist es super!

  2. Inaktiver User

    AW: Liebe plötzl. abhanden/starke Gefühlsschwankungen: Wer kennt das auch? (sorry, lang!)

    Hallo Tiptoes,
    das hätte auch von mir geschrieben sein können. Allerdings bin ich das Problem noch nicht in der Form (Therapie) angegangen wie du. Ich zweifel an mir, meinem Verstand, meinen Bauchgefühlen; eben an mir.
    Ich bin seit 4 Jh. in einer Beziehung und weiß nicht was ich tun soll. Bleiben oder Gehen (bin ich schon einige Male).
    Zusätzlich leide ich darunter wenn mir mein Partner nicht genug Aufmerksamkeit schenkt und bin schnell verletzt. Ach,ist das alles schwierig...
    LG

  3. Avatar von Ella
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    AW: Liebe plötzl. abhanden/starke Gefühlsschwankungen: Wer kennt das auch? (sorry, la

    Liebe Tiptoes,
    was du beschreibst, erinnert mich so extrem an mein problem... wobei ich nicht so weit gehen kann, zu sagen, dass ich teilweise nicht liebe: trotz des verzweifelten gefühls, trotz der panikanfälle etc. weiß ich (auch wenn ich außer angst nichts fühle) das ich meinen partner liebe und er zu mir hält. genau wie dein partner, habe ich seit 2 jahren einen lieben freund, der damit umgehen kann. in meinen 2 bisherigen beziehungen, war es immer das selbe, ich hatte plötzlich panikattacken, fühlte nichts außer schmerz& angst.
    ich mache seit einigen monate eine therapie, in der ich tatsächlich auch aspreche, worum es geht, das hatte ich in den 3 vorhergegangene therapien nicht getan: aus angst, der therpeut rät mir zur trennung. wie auch du beschrieben hast: das hätte nicht funktioniert. von meinem letzten partner habe ich mich mit ach und krach getrennt, natürlich litt& leide ich noch an depressionen, wobei es mittlerweile wirklich besser wird. ich hatte jetzt seit 5 monaten! keine panik, angst etc. seit letzten mittwoch schleicht sich wieder die angst ein, aber ich bin mir mittlerweile viel sicherer--> ich liebe meinen freund und will mit ihm zusammen sein (ich weiß genauso sicher wie du, es kommt bei jedem partner) ich denke, zumindest bei mir, dass es "einfach" extreme verlustangst ist, du beschreibst, gerade wenn du sehr glücklich werden könntest, kommt dieses gefühl... ich nenne es immer nur angst, sitzt tief im brustkorb, die gedanken stehen nicht mehr still, ich kann dann den ganzen tag nichts anderes denken, fühlen. es ist das schlimmste gefühl was ich kenne. also bei mir ist es genau so: sobald es richtig schön wird, ich kurz davor bin "im glück zu schwelgen" kriege ich wieder panik, kein anderes gefühl hat platz und dann fange ich an, alles zu hinterfragen. ich habe meinem partner auch von anfang an gesagt, was sache ist: er kann damit wunderbar umgehen, es nervt ihn nicht wenn ich ihm 100mal am tag damit bequatsche und er unterstützt mich 100%. ich möchte dir mut zusprechen: erst seit ich ganz ehrlich sage was ich fühle (auch meinem freund gegenüber, zb: ich habe grade angst, dass ich dich nicht liebe- ich weiß nicht was ich fühle etc.) geht es mir besser. die therapie schlägt wohl auch langsam an und solche rückschläge wie gerade sind zwar traurig, aber wohl auch normal. ich habe diesen mist seit meiner ersten beziehung und damals verankerten sich dann auch die ohnmachtsgefühle: damals hätte ich gehen sollen, konnte es wegen der angst nicht--> jetzt hab ich immer angst, dass ich eigentlich gehen sollte und es nicht merke. aber irgendwo fühle ich wieder etwas, weiß tief im hinterkopf dass es richtig ist. ich habe bisher noch niemanden gehört der so präzise beschreibt was ich fühle...
    ich hoffe es war nicht zu konfus, was ich geschrieben habe...
    alles liebe
    ella


  4. Registriert seit
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    AW: Liebe plötzl. abhanden/starke Gefühlsschwankungen: Wer kennt das auch? (sorry, lang!)

    Hallo

    natürlich ist eine Ferndiagnose, gerade via Internet unzulässig.....

    Dennoch, die Probleme von Nähe-Distanz, Liebe und Entwertung die Du schilderst, zeigen doch in eine Richtung einer gewissen Problematik, wie z.B. Borderline......

    Gebe dir den Tipp mal eine Test zu diesem Thema online zu machen.....

    PS Lieb gemeint
    Toaster

  5. Avatar von Lizzie64
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    AW: Liebe plötzl. abhanden/starke Gefühlsschwankungen: Wer kennt das auch? (sorry, la

    Zitat Zitat von Toaster
    Hallo

    natürlich ist eine Ferndiagnose, gerade via Internet unzulässig.....

    (...)
    Toaster
    toaster, wenn du doch schon erkannt hast, dass eine solche ferndiagnose unzulässig (!) ist, warum schreibst du sie hier dann trotzdem hin?

    ich finde das alles andere als hilfreich für die themenstellerin, und ohne jegliche begründung und untermauerung tatsächlich unzulässig und sehr ärgerlich. "borderline" ist keine diagnose wie schnupfen oder halsweh, sonder ein überaus komplexes krankheitsbild, das meiner meinung nach nicht mal eben so ohne jeden zusammenhang in den raum geworfen gehört, wie das hier in letzter zeit häufiger geschieht.

    entschuldigung, aber das wird auch durch ein "lieb gemeint" kein bisschen besser.

    gruß,
    liz
    dadadadiamoisongdesisahoidaso!

    Der Neoliberalismus lässt die Gehirne der Jungen großflächig verschimmeln.
    Henning Venske

  6. Avatar von xxxRuthxxx
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    AW: Liebe plötzl. abhanden/starke Gefühlsschwankungen: Wer kennt das auch? (sorry, la

    Zitat Zitat von Lizzie64
    toaster, wenn du doch schon erkannt hast, dass eine solche ferndiagnose unzulässig (!) ist, warum schreibst du sie hier dann trotzdem hin?

    ich finde das alles andere als hilfreich für die themenstellerin, und ohne jegliche begründung und untermauerung tatsächlich unzulässig und sehr ärgerlich. "borderline" ist keine diagnose wie schnupfen oder halsweh, sonder ein überaus komplexes krankheitsbild, das meiner meinung nach nicht mal eben so ohne jeden zusammenhang in den raum geworfen gehört, wie das hier in letzter zeit häufiger geschieht.

    entschuldigung, aber das wird auch durch ein "lieb gemeint" kein bisschen besser.

    gruß,
    liz

    Liebe Lizzie,

    Tut mir leid, das sagen zu müssen: beim Lesen dieses ausführlichen Beitrages habe ich auch an Borderline gedacht.

    Wir sind nunmal hier im internet und wenn alle Meinungen unzulässig sind, dann müsste konsequenterweise dieser Forumsbereich geschlossen werden.

    Das ist ebenfalls freundlich und sachlich gemeint.


  7. Avatar von Lizzie64
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    AW: Liebe plötzl. abhanden/starke Gefühlsschwankungen: Wer kennt das auch? (sorry, la

    und nochmal entschuldigung: wo liest du denn heraus, dass alle meinungen unsachlich sein sollen?

    das ist doch undifferenziert, und bitte, so kommen wir wirklich nicht weiter.

    was sachlich ist, kann ich ganz gut selbst erkennen (und hätte auch nicht bezweifelt, dass dein beitrag sachlich ist. soviel urteilsvermögen hab' ich)
    dadadadiamoisongdesisahoidaso!

    Der Neoliberalismus lässt die Gehirne der Jungen großflächig verschimmeln.
    Henning Venske

  8. Avatar von xxxRuthxxx
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    AW: Liebe plötzl. abhanden/starke Gefühlsschwankungen: Wer kennt das auch? (sorry, la

    Zitat Zitat von Lizzie64
    und nochmal entschuldigung: wo liest du denn heraus, dass alle meinungen unsachlich sein sollen?

    das ist doch undifferenziert, und bitte, so kommen wir wirklich nicht weiter.

    was sachlich ist, kann ich ganz gut selbst erkennen (und hätte auch nicht bezweifelt, dass dein beitrag sachlich ist. soviel urteilsvermögen hab' ich)

    MEIN Beitrag ist sachlich gemeint und nicht persönlich. Das war eine Vorsichtsmaßnahme. Man will ja nicht falsch verstanden werden.


  9. Avatar von Ella
    Registriert seit
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    AW: Liebe plötzl. abhanden/starke Gefühlsschwankungen: Wer kennt das auch? (sorry, la

    ich denke ich habe ähnliche probleme wie die themenstellerin und habe bereits viele therapien hinter mir, seit einigen monaten mache ich jetzt eine neue therapie und ich denke, das borderline nicht unser problem ist.

    ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber ich sehe da sehr viele parallelen und mein problem ist natürlich nähe- distanz aber vor allem verlustangst.

    diese ist so schlimm, dass man selber angst hat zu lieben, bzw. wenn man gerade anfängt sich sicher zu fühlen, tritt die angst auf und lässt nichts anderes zu.

    ich bin jetzt seit 2 jahren in einer beziehung und zum ersten mal habe ich phasen, in denen ich mir trotz liebe sicher bin. ich denke es hängt auch stark vom partner ab, inwieweit er mitläuft und sich nicht von diesem muster beeinflussen lässt.

    ich glaube, borderline ist tatsächlich nicht die richtige diagnose- es wurde bisher noch keine für uns gefunden. diese gefühle die man hat, sind nicht hilfreich- es ist wie eine sprache die man nicht spricht, demnach weiß man nicht was es bedeutet und fängt an an der liebe zu zweifeln. so ähnlich zumindest.
    aber ich finde es gut, dass versucht wird hier zu helfen. auch mit natürlich nicht qualifizierten diagnosen- wir sind ja schließlich keine therapeuten. (die meisten zumindest nicht) ;-)
    lg ella


  10. Registriert seit
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    AW: Liebe plötzl. abhanden/starke Gefühlsschwankungen: Wer kennt das auch? (sorry, lang!)

    Hallo zusammen,

    ich weiß nicht, ob das Thema noch "aktiv" ist. Als ich den Thread gefunden habe, hab ich mich aber so angesprochen gefühlt, dass ich antworten musste.
    Ich bin seit 4 Jahren mit meinem Freund zusammen. Seit drei Jahren habe ich Zweifel an unserer Beziehung und vor allem an meiner Liebe zu ihm.
    Vor zweieinhalb Jahren wurde dann bei mir eine Depression diagnostiziert. Ich habe zwei Jahre Medikamente genommen und bin seitdem in Therapie. Seit einem halben Jahr nehme ich keine Medikamente mehr und die Depression ist nicht mehr akut.
    Aber die Zweifel und vor allem meine Frage: liebe ich ih ? Wie fühlt sich liebe an? Was ist wenn ich ihn nicht liebe und es einfach nicht wahrhaben will? usw. sind geblieben.
    Auf den ersten Blick hört sich das wahrscheinlich so an, als wär halt die Beziehung vorbei und ich will es nicht wahrhaben. Klar, das ist auch eine meiner Ängste. Aber es ist auch so, dass ich total panisch werde bei dem Gedanken, dass ich ihn halt einfach nicht liebe und mir das jetzt einfach mal eingestehen muss. ich ertrage es nnicht, mir vorzustellen, dass wir uns dann halt trennen müssen. Das führt mich zu regelmäßigen Nervenzusammenbrüchen.
    Denn natürlich ist da viel zwischen uns, viel Nähe, Vertrauen. Ich bin so gern mit ihn zusammen, umarme ihn, küsse ihn usw. Aber mein ständiger Begleiter ist mein Zweifel und die Frage: Reciht das für eine Beziehung? Ist das Liebe?
    Ich hoffe, ich konnte meine Situation einigermaßen verständlich darstellen. Es ist so kompliziert und mein Kopf raucht und dreht sich, weil ich nur am Grübeln und analysieren meiner Gefühle bin.

    Vielleicht meldet sich ja eine von Euch nochmal
    LG

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