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    Angst vor der Zukunft

    Hallo, ich bin in der 26. Woche gewollt schwanger und bisher ging es mir gut (erst nach der 12. Woche, weil ich 2006 eine Fehlgeburt hatte). Seit ein paar Wochen überkommen mich regelmässig Ängste vor der Zukunft aller Art, es fängt mir der Angst vor der Abhängigkeit von meinem LG an und hört mit der Angst um die allgemeine Zukunft in der "schlechten" Welt auf (ganz stark sind die Themen Umwelt, Krankheit, Armut aufgrund von Arbeitslosigkeit). Ich selbst hatte keine sehr schöne Kindheit, bin als viertes und letztes Kind, ungewollt gewesen und hab nie gelernt, was Urvertrauen ist. Ich habe schon 2 Therapien gemacht und eigentlich geht es mir seit einem Jahr auch sehr viel besser, aber wie gesagt, habe ich seit der Schwangerschaft fast täglich mit den o.g. Ängsten zu kämpfen, die ich aber bisher immer so "gelöst" habe, das ich sie beiseite schiebe. Kennt das jemand und kann mir irgendwie helfen? Danke und LG von Carpediem

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    AW: Angst vor der Zukunft

    Hallo Carpediem,

    helfen kann ich nicht. Aber ich kann Dir aus eigener Erfahrung versichern, dass das ganz normal ist was Du fühlst, auch wenn diese Ängste und schlechten Gefühle Dir sicher auf der Seele liegen.
    Mir hat die Aussage geholfen, dass ich bedenken soll was ich durchgemacht habe, und dass es sehr viel Zeit braucht die Rillen dieser Platte wieder zu löschen (im übertragenen Sinne natürlich).
    Die Gefühle anschauen, und sie kommen und gehen lassen. Schauen was dahinter stehen könnte. Und sich klar machen, dass es Gefühle sind, die sich im ständigen Wandel befinden. Keine Realität.
    Vielleicht helfen Dir diese Gedanken, wie sie mir geholfen haben.
    Ich weiß wie elend man sich fühlt.

    Lieben Gruß Stine

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    AW: Angst vor der Zukunft

    Hallo Stine, Danke für Deine Antwort. Habe heute einen echt miesen Tag und auch Streit mit meinem LG und kann im Moment nur weinen. Die Frage ist ja, wie begründet sind die Ängste? Die Probleme in der Welt sind ja nicht von der Hand zu weisen, natürlich weiss ich nicht, ob diese Probleme mich und meine Familie jemals betreffen werden, aber unrealistisch sind sie ja leider nicht. Ich fühle mich so alleine und empfinde noch nicht einmal meinen Partner als Stüze, im Gegenteil, er hat eine Firma, wurde sehr leistungsorientiert erzogen und arbeitet sehr viel - dementsprechend erwartet er auch in einigen Dingen von mir "Leistung" was mich in den letzten Wochen völlig überfordert und erschöpft. Traurige Grüsse, Carpediem

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    AW: Angst vor der Zukunft

    Vielleicht solltest Du bei Bemerken Deines Kopfkinos erst einmal innehalten. Und wenn Du Dich dabei erwischst, sofort STOPP sagen. Erlaube Dir eine Zeit lang nur, die jetzt in dieser Stunde anstehenden Probleme zu lösen. Und nach einer Stunde die Probleme der nächsten Stunde. Das kann man beliebig oft wiederholen. Bleib in der Gegenwart. So kannst Du die Dinge lösen, die jetzt anstehen. Und in einer Stunde wieder. Und wieder.

    Dein Leben lang.

    Wenn Dir die Stunde zu lange ist, halte eine Minute durch. Auch die läßt sich beliebig verlängern. Ein Schritt nach dem anderen....

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    AW: Angst vor der Zukunft

    Liebe Carpediem,

    dein Nick ist echt passend: "Nutze den Tag". Er verrät viel Positives über Dich. Du hast doch einiges geleistet und auch erfolgreich Therapien gegen deine Ängste gemacht.
    Also, kopf hoch.
    Deine momentane Zukunftsangst hat vielleicht mehr mit deiner Schwangerschaft zu tun als Du denkst. Du kannst den Zustand nicht mehr ändern und das Baby wird kommen. In einer verlässlichen Partnerschaft ist das ja alles kein Problem. Viele Schwangere haben zwischendurch mal psychische Probleme.
    Befindest Du Dich in einer abgesicherten Position. Denkst Du das dein Partner zu Dir halten wird? Wenn Du Dir nicht sicher bist, sprich doch mal mit ihm. Er nimmt Dir vielleicht deine Angst.

    Gruß Vini

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    AW: Angst vor der Zukunft

    Hallo!

    Ich denke, dass viele Menschen heutzutage Zukunftsängste haben. Gerade wenn man ein Kind erwartet bzw. Kinder hat. Dann fragt man sich erst recht, was soll aus den Kindern werden...

    Gerade wenn man wieder von Firmenschließungen usw. in den Nachrichten hört, gerade in den jetzigen Tagen ist es besonders schlimm und da kann ich die Angst der Menschen schon verstehen.

    Aber versuche das Beste aus Deinem Leben zu machen und nutze diese Ängste um eventuell Dein Leben zu verbessern bzw. zu veändern. Vielleicht sind sie auch ein Anstoss für Deine Zukunftsplanung.

    Weiterhin alles Gute für Dich und Dein Kind.

    Wandervogel

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    AW: Angst vor der Zukunft

    Hallo, Danke für Eure Antworten!
    Vinissima, ja ich lebe in einer stabilen Beziehung und mein Partner wird zu mir halten, davor habe ich keine Angst. Eher davor, dass er sich zuviel aufhalst (er ist selbständig), da er ja vorerst der Alleinverdiener sein wird.. aber ich hoffe, dass ich ihm immer wieder vor Augen führen kann, dass Arbeit nicht alles ist..
    Wandervogel, diese Frage stelle ich mir eben so oft. Ist die Welt wirklich so viel schlechter als früher in den "guten alten Zeiten".. oder wird sie vor allem durch die Medien nur schlechter gemacht? Wieviel hat man selbst in der Hand und kann es beeinflussen und wieviel nicht..? Vielleicht sollte man einfach wirklich jeden Tag nacheinander leben und nicht zu sehr zukunftsorientiert. Auf unser Kind freue ich mich jeden Tag mehr und es ist mir ungeheuer wichtig, dass es eine positive Lebenseinstellung erfährt und bekommt. Danke Euch nochmals LG Carpediem

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    AW: Angst vor der Zukunft

    Hallo,

    ich denke schon, dass die Zeiten wesentlich schlechter geworden sind als früher. Früher war es doch so, dass man schon einen Job sicherer hatte als heute. Es gab auch keine befristeten Arbeitsverträge so wie heute. Die meisten hatten doch einen unbefristeten Arbeitsvertrag.
    Dann kommt hinzu, dass die Renten immer unsicherer werden was früher auch nicht der Fall war. Ich glaube nicht dass sich die frühreren Jahrgänge darüber Gedanken mussten, wie sie finanziell im Rentenalter leben sollten. Es war doch irgendwie klar, dass man die Rente bekommt.

  9. Inaktiver User

    AW: Angst vor der Zukunft

    Hallo Carpediem,

    ich finde deine Zukunfts-Gedanken und -Ängste ganz normal und sehr fürsorglich! Immerhin wächst gerade ein Baby in deinem Bauch, das ihr (wie du ja schreibst) ganz gewollt in die Welt setzen werdet und dem du ein unbeschwertes, glückliches Leben bieten möchtest.

    Ich kann mich noch sehr gut an meine Gefühle während der Schwangerschaft erinnern und muss sagen, dass es mir ganz ähnlich ging wie dir! Im Nachhinein bin ich mir sicher, dass die SS-Hormone einen nicht unwesentlichen Teil dazu beigetragen haben. Man wird einfach irgendwie "weicher" und "mütterlicher" während der Schwangerschaft (ich kann das gerade nicht treffender ausdrücken und hoffe, du verstehst, was ich meine ).

    Alles Gute für dich und dein Baby! Du wirst bestimmt eine tolle Mutter!

    Liebe Grüße, Schnitzel

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    AW: Angst vor der Zukunft

    Zitat von Wandervogel

    ich denke schon, dass die Zeiten wesentlich schlechter geworden sind als früher. Früher war es doch so, dass man schon einen Job sicherer hatte als heute. Es gab auch keine befristeten Arbeitsverträge so wie heute. Die meisten hatten doch einen unbefristeten Arbeitsvertrag.
    Dann kommt hinzu, dass die Renten immer unsicherer werden was früher auch nicht der Fall war. Ich glaube nicht dass sich die frühreren Jahrgänge darüber Gedanken mussten, wie sie finanziell im Rentenalter leben sollten. Es war doch irgendwie klar, dass man die Rente bekommt.
    Ich übersetze Briefe, in Sütterlin geschrieben, in lateinische Schrift, z. Zt. Briefe aus dem Jahre 1919.

    Die Großmama schreibt von den Zeiten wo sie nicht einmal Mehl, Fett, keine Eier haben, auch keine Kartoffeln. Es wird gestreikt, es gibt (hier in Bremen) kein Wasser und kein Gas. Kranke im Krankenhaus werden nicht versorgt. Junge Leute werden entlassen statt eingestellt. Und immer wieder fällt der Satz: Wie soll es mit dieser Welt nur weitergehen?

    Die Umstände sind andere, die Frage:

    Wie soll es mit dieser Welt nur weitergehen?

    gibt es immer noch. Es geht weiter. Wir werden unsere Wege neu erfinden und sie dann gehen.

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