Antworten
Ergebnis 1 bis 4 von 4
  1. User Info Menu

    Hypnosetherapie bei Spinnenangst - Erfahrungen?

    Hallo,
    Eine meiner Töchter (junge Erwachsene) ist durch eine starke Spinnenangst zunehmend eingeschränkt und mittlerweile auch bereit etwas zu unternehmen. Die Phobie ist so stark dass z.B. Beeren im Garten pflücken oder draussen auf der Terrasse essen nicht möglich ist (dort könnten Spinnen in den Pflanzen sitzen), und nur das Bild einer Spinne z.B. in einem Buch tagelange Angstzustände auslöst. Selbst winzige Spinnen (3-5mm) oder auch nur vermeintliche (irgendwelche Fussel) lösen Heulen und Zittern aus.
    Eine Konfrontationstherapie lehnt sie ab und ich kann mir auch nicht vorstellen dass das bei derart starker Angst zielführend wäre.

    Gibt es jemanden der Erfahrungen mit Hypnose bei Spinnenangst hat? Kann das helfen?
    Wie finden wir einen geeigneten Therapeuten? Worauf müssen wir achten? Besser Dipl.Psychotherapeutin oder Heilpraktikerin?
    Wir wohnen im Rhein-Main-Gebiet falls jemand einen konkreten Tipp hat.

    Danke schonmal
    ribisel

  2. User Info Menu

    AW: Hypnosetherapie bei Spinnenangst - Erfahrungen?

    Hallo Ribisel,

    kann dir von meinen Erfahrungen berichten:

    Ja, ich hatte auch eine Spinnenangst oder eher gesagt „Spinnen-Ekel“. Wenn mir ein größeres Exemplar im Keller, im Garten, im Haus oder in der Tiefgarage begegnete und mit allen acht Beinen wackelte, war‘s mit meiner Fassung vorbei und ein automatisches Panikmustern lief ab, welches ich kaum steuern konnte.

    Habe dann eine Hypnose-Kurz-Therapie gemacht. Über Google gesucht, drei Therapeuten zum Vorgespräch angesehen. Bei Therapeutin Nr. 3 passte sofort die Chemie.

    Insgesamt war ich vier mal bei der Therapeutin (Doppelstunden). Ich wurde mittels Gespräch, Musik im Hintergrund und ruhigen Fragen in einen Entspannungs-Zustand versetzt (so wie kurz vorm einschlafen, ein gewisses Bewusstsein war noch da, ich war nicht komplett „willenlos“).

    Es wurde beleuchtet warum bzw. wann das „Spinnen-Drama“ zum ersten mal herkam. (Dieser „Schockmoment“). Dann wurde das Denkmuster, die Programmierung im Kopf systematisch verändert, aufgeweicht, gelöscht, umprogrammiert in der Hypnose.

    Nach der dritten Stunde konnte ich mit der Spinnen-Situation bereits ganz anders umgehen, ganz anders reagieren.

    Mir hat es sehr geholfen. Ich mag die Spinnen zwar bis heute nicht besonders, kann aber in den Situationen entspannt bleiben und habe es im Griff. Für mich hat sich dieses Investment in die Therapie auf jeden Fall gelohnt.
    Geändert von Seemond (04.07.2021 um 13:38 Uhr) Grund: Korrektur + Ergänzung

  3. User Info Menu

    AW: Hypnosetherapie bei Spinnenangst - Erfahrungen?

    Hallo,
    danke für die schnelle Rückmeldung das klingt ja schon vielversprechend. War das dann eine Psychotherapeutin mit Zusatzausbildung oder eine psychotherapeutischer Heilpraktikerin?

    Gruß
    ribisel

  4. User Info Menu

    AW: Hypnosetherapie bei Spinnenangst - Erfahrungen?

    Es war eine Sozialpädagogin, so Mitte bis Ende 50, mit verschiedenen Zusatz-Ausbildungen, viel Berufserfahrung im therapeutischen Bereich, seit einigen Jahren in eigener Praxis.

    Bei ihr hatte ich beim Erstgespräch einfach den Eindruck „sie versteht mein Anliegen, sie hat das im Griff“. So war es dann auch.
    (Bei den anderen Therapeuten Nr. 1 und Nr. 2 war das nicht so. Der eine wirkte auf mich unnötig kompliziert, der andere sehr „langatmig-eierig“.)

    Wenn Therapeutin Nr. 3 nicht gepasst hätte, hätte ich weitergesucht. Die Chemie oder Basis muss für mich als Klientin einfach stimmen, damit gute Fortschritte passieren.

Antworten

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •