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    AW: Hochsensibel oder sozial unfähig?

    Zitat Zitat von Zombi Beitrag anzeigen
    Ach du meine Güte die Witztanten sind da
    Ich vermute, diese Art von Bemerkung ist Deiner hohen Empathie und Sensibilität geschuldet!
    Aber danke, wer ist nicht gerne witzig.

    Zum Thema habt ihr aber nichts zu sagen ?
    Zum Thema kann ich sagen: immer wenn hier Probleme mit der tumben, prolligen Umwelt aufgrund der eigenen hohen Sensibilität geschildert werden, denke ich "wie anstrengend".
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    AW: Hochsensibel oder sozial unfähig?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist nun wieder so ein Modethema mit der Hochsensibilität. Ich will Euch das gar nicht absprechen, nach dem Test bin sogar ich hochsensibel.
    jepp, ich auch! Offenbar kann ich damit gut umgehen.
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    AW: Hochsensibel oder sozial unfähig?

    Zitat Zitat von Zombi Beitrag anzeigen
    Ach du meine Güte die Witztanten sind da
    Zum Thema habt ihr aber nichts zu sagen ?
    Da kann sich ja nun angesprochen fühlen wer möchte. So ist es mir zu unübersichtlich, daher ziehe ich mich an der Stelle raus.

  4. Inaktiver User

    AW: Hochsensibel oder sozial unfähig?

    Es ist halt so, nach einem Acht Stunden Job (bei mir mit durchgehend Kundenkontakt), bin ich abends fertig. Dann Sport oder Hobby. Je nachdem, wie intro oder extravertiert jemand ist, braucht er danach unbedingt noch Kontakt zu Freunden etc.

    Ich bin zb dann bedient, meinnSohn kann nicht ohne. Dazu muss ma; nicht hochsensibel sein, um Junggesellinnenabschiede schrecklich zu finden. Dann muss man bei vielen Bekannten ja immer gut drauf sein, niemals schlecht gelaunt oder gestresst, bei sehr guten Freunden oder Familie ist das ok, deshalb stressfreier.

    Finde ich alles völlig normal. In der Jugend macht man sich darüber eher noch Gedanken, später fällt das weg.

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    AW: Hochsensibel oder sozial unfähig?

    Ich weiß nicht ob ich hochsensibel bin, ich wollte jetzt auch kein Fass aufmachen. Mir geht es nicht darum, das in eine Schublade zu stecken, zuzumachen und mich damit rauszureden... ich reflektiere mich selbst sehr viel und hatte gehofft Anregungen zu bekommen, wie andere Menschen mit sowas umgehen.

    Mir ging es vor allem um die negativen Gedanken lange vor solchen Verabredungen, dass ich schon Panik bekomme, wenn mich jemand fragt... und ob es Menschen gibt, denen es ähnlich geht. Mich belastet das stark, weil ich früher anders war und diese Gedanken nicht einordnen kann. Vor der besagten Hochzeit hatte ich bspw. viele schlaflose Nächte (Monate davor), oft denke ich, wenn ich irgendwo ankomme (was stark auf die Freunde ankommt, die ich aber trotzdem mag), eigentlich nur wieder ans Gehen. Dann bin ich auch meistens ganz still. Bei Treffen mit meiner besten Freundin sage ich meistens nur 2 Sätze (weil sie sowieso die ganze Zeit redet). Es gab auch wieder so ein Treffen, das ich kurz vorher abgesagt habe und ich mache mir schon seit zwei Tagen Gedanken darüber, was die anderen wohl davon halten. Obwohl ich ja selbst weiß, dass das (wahrscheinlich) unnötig ist.
    Dann treffe ich andere Freunde und alles ist prima und ich fühle mich eher „gestärkt“.

    Ich weiß garnicht ob ich hier noch schreiben soll, weil ich das Gefühl habe, es wird eher ins lächerliche gezogen, aber vielleicht gibt es ja wie Zombi sagt noch Leute mit ähnlichen Problemen, die mir helfen wollen.

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    AW: Hochsensibel oder sozial unfähig?

    Zitat Zitat von Sunako Beitrag anzeigen
    Dann treffe ich andere Freunde und alles ist prima und ich fühle mich eher „gestärkt“.
    Das Leben ist zu kurz, um sich mit Menschen zu umgeben die einem nicht gut tun. Konzentrier Dich auf die Menschen mit denen Du Dich wohl fühlst, die Dich wie Du schreibst stärken.

    Verbiege Dich nie für eine Beziehung! Eine "Freundin" die Dich nur zuschwallt und benutzt ist keine. Warum bleibst Du bei ihr? Lerne Grenzen zu setzen, Dich selbst ernst zu nehmen und Dich so anzunehmen wie Du bist. So stärkst Du Dich selbst und sorgst gut für Dich.

    Es gibt nicht wenige Menschen die das was Du beschreibst genauso wenig mögen, damit umgehen können und wollen wie Du. Da bist Du nicht alleine damit. Du kommst Dir wahrscheinlich nur so exotisch vor, weil Dein Umfeld anders ist und für Dich eigentlich, wenn Du ehrlich mit Dir selbst bist, nicht für Dich passt.
    Wenn Menschen Deine Grenzen nicht respektieren, Dich so nicht akzeptieren können, dann lass sie ziehen.

    Das Wichtigste jetzt ist Dich selbst so anzunehmen wie Du bist - egal was andere sagen, dazu meinen. Die Ängste die dahinter stecken darfst Du Dir ansehen. Manchmal auch einfach nur aushalten.
    Geändert von versocasa (22.06.2020 um 00:16 Uhr)

  7. Moderation

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    AW: Hochsensibel oder sozial unfähig?

    ! Achtung, lange Abhandlung!

    Sunako, ich denke, 10% deines Problems ist, daß du introvertiert bist und Leute eher anstrengend findest (und eine Arbeit hast, die deine verfügbare Energie für "Leute" weitgehend aufbraucht) und 90% sind daß du nicht weißt, wie du damit umgehen sollst.


    Die beste Freundin

    Das mit deiner besten Freundin berührt das andere Problem nur lose. Vielleicht insofern, als daß du dich in der Freundschaft am kürzeren Hebel fühlst, weil du keine anderen Freunde hast, und deswegen meinst, alles kritiklos mitmachen zu müssen um nicht allein zu sein? Das würde ich getrennt betrachten. Aber es klingt nicht so! Du hast ein mehrere Leute, mit denen du entspannt zusammen sein kannst. Was motiviert dich, nicht zu sagen, "Hilde, ich hab keine Lust auf X, laß uns doch Y machen", oder "Tut mir total leid, das ist mir jetzt zu kurzfristig" (wenn sie sich meldet, daß ihr Schnuckiputz gerade mit Freunden in die Kneipe ist und sie dich braucht, weil ihr fad ist, und zwar jetzt) "wie wär's an (Termin)?" Und das so freundlich und konsequent und konstruktiv zu tun, daß du eine echte Chance hat, die "Freundin mit viel um die Ohren" zu sein, die eben nicht ständig auf der Ersatzbank sitzt, Däumchen dreht und auf ihren Einsatz wartet?

    Eine Freundin zu verlieren, weil sie keine Zeit mehr für einen hat, oder kein Interesse mehr, mit einem das zu machen, was einen verbunden hat, ist traurig, aber das einzige, was man da mMn sinnvoll tun kann, ist, zu gucken, daß man noch so viel Gutes kriegt wie machbar (dann eben seltener, oder man trinkt nur mal einen Kaffee statt zusammen ein Wochenende lang am See zu zelten), und keine Brücken verbrennt, die man nicht verbrennen möchte.

    Zurück zur Introvertiertheit.


    Leute sind anstrengend (für Introvertierte). Lange Bergtouren sind anstrengend. Einen Garten anlegen ist anstrengend. Eine Show auf die Bühne bringen ist anstrengend. Ein Flug nach Hawai'i ist anstrengend. Daß etwas anstrengend ist, ist kein Grund, es nicht zu tun. Es ist nur ein Grund, sich zu sagen, "... und danach falle ich aufs Sofa, leg ich die Beine hoch, trinke Kakao und freue mich an dem, was ich geleistet habe". Der Grund, etwas *nicht* zu tun ist, wenn man sich nicht daran freuen kann, was man geleistet hat, weil einem das Geleistete nichts wert ist, oder wenn man sich anschließend nicht erholen kann, weil die Anforderungen keine Pause dazu lassen.

    Für mich klingt es, als ließen die Anforderungen dir keine Pause, weil du dir über eine Anforderung von ein paar Stunden (Junggesellinnenabschied) wochenlang den Kopf zerbrichst! Das ist wie zwei Jahre Zahnschmerzen zu haben, weil man Angst hat, daß es beim Zahnarzt weh tun könnte. (Ich spreche da aus Erfahrung ).

    Was tun?

    Was mir gegen diesen selbst ausgewalzten Dauerstreß hilft, ist, mir klarzumachen:
    a) Warum gehe ich da hin? (Als Gefallen für die Freundin, weil es gutes Essen gibt, um jemanden wiederzutreffen, den ich sonst nie sehe, weil der Club, in den wir gehen, Musik hat, die ich mag, andere Gründe...)
    b) Wie lange wird das dauern, wann wird es vorbei sein, und was werde ich dann voller Erleichterung tun und mir sagen, "Ich hab's geschafft!". Auf den Moment gucken, wo es vorbei sein wird verhindert, daß es in Gedanken für immer dauert.
    c) Was tue ich, wenn es absolut unerträglich wird? Kann ich mich hinter jemandem verstecken, mich in eine ruhige Ecke verziehen und in meinem Kopf meinen Lieblingsfilm abspielen, sagen, "mir ist flau, ich muß kurz raus", einen Anruf meines Chefs, meiner Familie oder meines Katzensitters faken, oder einfach sagen, "Leute, ich bin alle, ich muß heim. War ein toller Abend, vielen Dank, wir sehen und dann morgen um 10 beim Standesamt [ oder so ]" Letzteres hat den Vorteil, daß man als die Person bekannt werden kann, die früh müde wird. Nach einer Weile rechnen die Leute damit, fühlen sich ein bißchen überlegen und sind zufrieden, und man kann immer früher gehen.

    Wenn das alles nicht hilft, muß man absagen. Am besten frühzeitig.

    Generell ist es nach meiner Erfahrung besser, die Person zu sein, die früh ins Bett muß, die viel zu tun hat, und/oder viel Zeit für sich braucht -- jemand, der knapp ist -- als die Person, die herumschwurbelt, sich nicht festlegt, komische Ausreden hat, Ressentiment zeigt, aber immer zur Verfügung steht, wenn jemand anfragt ... oder schlimmer, immer dem zur Verfügung steht, der am lautesten meckert. (Das selektiert den ganzen Bekanntenkreis auf laute Meckerer.)


    Hochsensibilität

    Zur Hochsensibilität kann ich nichts sagen, das ist mir zum Glück erspart geblieben. Es wäre gut, wenn man die besonderen Wahrnehmungsfähigkeiten darauf richten könnte, Leute und soziale Situationen besser zu verstehen, und seine eigenen Reaktionen besser zu bemerken und einzuordnen. Damit könnte man Strategien zu entwickeln, wie man Überforderung vermeidet, bevor es so weit ist, man schreiend aus dem Raum rennt.

    Allerdings kann man das auch mit ganz normaler Wahrnehmung.

    Sozial unfähig?

    "Sozial unfähig" kann heißen "sozial ungeübt": Du hast keinen besonderen Eifer für das Thema "Umgang mit Menschen" und hattest keine Notwendigkeit, sozial kompetent sein zu müssen, also hast dich deswegen nicht damit befaßt. Oder es heißt, daß du Grundannahmen über Menschen (erlernt) hast, die nicht wahr sind und die du nicht wahrnimmst, daß du Verhaltensweisen entwickelt hast, die kontraproduktiv sind und dir nicht bewußt, und daß du deswegen immer wieder gegen Wände läufst. Da müßtest du herausfinden: Gegen welche Wände laufe ich immer wieder? Was haben die Situationen gemeinsam? Was sind die völlig logischen und vernünftigen Verhaltensweisen, die zweifellos richtigen Annahmen, die da bei mir im Spiel sind? Wie wäre es, wenn die Verhaltensweisen nicht logisch und vernünftig sind und die Annahmen nicht zweifellos richtig -- was würde ich dann tun?

    Aber da wird es komplex und man braucht große Mengen an Reflexionsfähigkeit, Phantasie, Disziplin, und Mut, um das in Eigenregie zum Erfolg zu bringen. Viele Bücher über Menschen zu lesen, und über Psychologie, Soziologie, Geschichte, Ökonomie... kann helfen. Oder man holt sich einen professionellen Helfer ins Boot, das geht vielleicht schneller.

    Oder...

    Man kann sich aber entscheiden, daß das, was man hat, gut genug ist und so bleiben kann.
    Geändert von wildwusel (22.06.2020 um 10:30 Uhr)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Hochsensibel oder sozial unfähig?

    Zitat Zitat von Sunako Beitrag anzeigen
    Vielleicht geht es ja anderen auch so?
    Du würdest hier sehr viele Stränge zu dem Thema finden, wenn du suchen würdest.

    Ich halte das auch für völlig normal, einfach eine introvertierte Persönlichkeitsstruktur, das haben sehr viele.

    Ich glaube, dein Problem ist nur zu denken, alle anderen sind die Stimmungskanonen, nur du nicht, davon musst du dich lösen. Ich kenn jetzt die Verteilung nicht, aber als Ausnahmephänomen seh ich das nicht, das scheint vielleicht nur so weil man als introvertierter Mensch nicht so präsent ist und auffällt, logischerweise.

    Das zweite ist, dazu zu stehen, ohne schlechtes Gewissen. Da kämpf ich auch oft drum, weil wer eher extrovertiert ist das oft nicht gut nachvollziehen kann und das als mangelndes Interesse an sich deutet, und sich abgewiesen fühlt. Daher mach ich mir die Mühe zu erklären, dass mein Bedürfnis nach Rückzug sich nicht gegen eine spezielle Person richtet, die ich nicht treffen mag, sondern dass ich grundsätzlich einfach gern meine Ruhe hab.

    Und inzwischen wissen meine Freunde und Bekannten, dass sie mich für einen fröhlichen Bowlingabend in großer Runde gar nicht fragen brauchen, für einen Kinobesuch oder Spaziergang zu zweit aber immer gerne.

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    AW: Hochsensibel oder sozial unfähig?

    Ganz lieben Dank für eure (auch sehr ausführlichen) Antworten! Das gibt mir auf jeden Fall Denkanstöße.

    Vor allem, dass es nicht schlimm ist, dass es mir so geht und ich diesen Charakterzug auch etablieren kann, statt Leute vor den Kopf zu stoßen oder mich damit schlecht zu fühlen. Das halte ich für eine gute Idee, die mich hier und da vielleicht etwas Überwindung kostet.
    Auch das mit der Belohnung, nach einer für einen anstrengenden Situation, ist eine gute Idee!

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    AW: Hochsensibel oder sozial unfähig?

    Du schreibst, dass Du Du Dir vorher den Kopf zerbrichst. Damit stresst Du Dich und zwar überflüssig und das auch noch selbst.

    Lerne zu entscheiden, was Du machen willst - und was nicht und stehe dazu.

    Dann gibt es die Sachen, die man machen "muss", also Familienfeiern, Hochzeiten und ähnliches, wo man viele negativ Punkte sammeln würde, wenn man schwänzt. Da hilft lange grübeln und Ausreden erfinden auch nicht. Lerne Dich abzufinden, dass Du durch musst und denke nicht lange drüber nach. Nimm Dir vorher eine ruhige Stunde, um Dich einzustimmen, dass Fell dick wachsen zu lassen; Entspannt geht das wesentlich leichter. Lege eine Zeit fest, zu der Du gehst und dann lobe Dir eine Belohnung aus. Mir reicht da als Belohnung ein Kaffee in der Sonne nur mit Vogelgezwitscher oder ähnliches, was eben zum Auftanken taugt.

    Am wichtigsten scheint mir, dass Du lernst Deine Gedanken in den Griff zu bekommen. Die müssen nicht ständig schwirren. Die kannst Du beherrschen - und nicht die Dich. Das Zerdenken stresst Dich zusätzlich und überflüssig. Lerne das zu beherrschen. Mir hat Eckhard Tolle dabei sehr geholfen (The power of now).

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