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  1. Registriert seit
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    Panikattacken und Angststörung: ich bin für Tipps und Erfahrungen dankbar!

    Hallo ihr Lieben,
    gerne würde ih euch erzählen wie es mir in den letzten Wochen gesundheitlich ging. Vielleicht war ja jemand von Euch schon einmal in einer ähnlichen Situation und kann mir von seinen Erfahrungen erzählen oder hat einfach eine Idee was mir helfen könnte damit es mir bald wieder besser geht. Ich bin Student und war immer gesund. Ich habe mich gerne mit Freunden zum kochen verabredet, bin essen gegangen, habe Partys besucht und ein ganz normales Studentenleben geführt. Im November hat sich mein Leben schlagartig geändert. Plötzlich ist mein Hals eng geworden und ich hatte Probleme Luft zu bekommen. Natürlich habe ich Angst bekommen, da ich das Gefühl hatte mein Hals ist so zugeschworen das ich gleich ersticke. Der Notarzt hat mich schließlich ins Krankenhaus gebracht und es wurden alle möglichen Untersuchen gemacht. Es wurde nichts gefunden. Die Ärzte vermuten das es eine allergische Reaktion war, bei der viel zusammen kam. Ein bestimmtes Allergen konnte im Rasttest nicht gefunden werden. Ich habe ein Notfallset für einen allergischen Schock an die Hand bekommen. Seit dem Krankenhausaufenthalt ist mein gesundheitlicher Zustand leider nicht besser geworden. Ich habe immer wieder Atemnot, ein Klosgefühl im Hals, Herzrasen…. Mal mehrere Tage hintereinander, dann ein paar Tage nicht so schlimm und dann kommt es wieder mehr. Ich habe das Gefühl seit dem Vorfall bestimmt Angst mein Leben. Ich habe ständig Angst keine Luft mehr zu bekommen. Die Angst bestimmt mich so sehr das ich mich in den letzten 2 Monaten kaum noch vor die Tür getraut habe. Ich kann mich nicht mehr mit Freunden treffen, keine Cafés mehr besuchen, nicht mehr in die Stadt gehen…. Mein Leben hat sich seit dem um 180Grad gewendet. Die Angst und die Atemnot bestimmt mein Leben. Da die Ärzte nichts wirklich gravierendes finden konnten vermuten sie eine Angststörung. Hat jemand von Euch schonmal so etwas ähnliches erlebt? Ich kann mir nur schwer vorstellen, das solche heftigen körperlichen Symptome nur durch die Psyche ausgelöst werden können. Da eine Angststörung für mich nicht wirklich greifbar erscheint habe ich Sorge aus diesem Teufelskreis nicht mehr ausbrechen zu können. Ging es jemanden schon mal so schlecht, das er sein Leben nicht mehr richtig leben konnte und hat es wieder in die Normalität geschafft? Ich würde mich sehr freuen von Euren Erfahrungen berichtet zu bekommen. Vielleicht könnt ihr mir Techniken oder Tricks an die Hand geben die Euch geholfen haben.
    Liebe Grüße


  2. Registriert seit
    28.01.2020
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    AW: Panikattacken und Angststörung: ich bin für Tipps und Erfahrungen dankbar!

    Lieber TE,

    wie Du auf die Idee kommst, zu dem Thema als Erstes in einem Frauenforum zu posten, erschliesst sich mir überhaupt nicht.

    Wieso googelst Du nicht mal die Begriffe Generalisierte Angststörung, Panikstörung, Panikattacken?

    Ich denke, da bekommst Du schon einen guten Überblick darüber, dass Deine Ängste die klassischen Inhalte haben, als da wären:

    Panikstörung:

    Atemnot.
    Benommenheit.
    Gefühl der Unsicherheit, Gefühl in Ohnmacht zu fallen, weiche Knie, Schwindel.
    Herzklopfen oder unregelmäßiger Herzschlag.
    Zittern oder Beben.
    Schwitzen.
    Erstickungsgefühle, Engegefühl im Hals.
    Übelkeit, Bauchbeschwerden.

    Wieso fällt es Dir schwer, zu "glauben", dass "nur die Psyche" für solche Symptome verantwortlich sei?

    Ich habe diese Symptome lange gehabt und zwar auch als Studentin. Ich musste im Hörsaal/Kino/Konzert etc am Rand sitzen, die Supermarktschlange hat mich gekillt, in jeglicher Form von Menschenansammlungen habe ich Panik bekommen, Strassenbahnfahren war der Horror und manchmal passierte es auch "einfach so"...nein, einfach so natürlich nicht, aber die Gründe waren eben schwer zuzuordnen.

    Atemnot kenne ich auch, aufgrund von Asthma im Zusammenhang mit saisonaler Pollenallergie, und obwohl das schon recht unangenehm werden kann, fühlt sich doch die grauenhafte Angst bei einer Panikattacke um ein Vielfaches schlimmer und bedrohlicher an.

    Die gute Nachricht ist: man kann das behandeln. Nein, man stirbt nicht daran, auch wenn man das denkt. Die Angst ist das Symptom, nicht Atemnot, Herzinfarkt, Ohnmacht oder vor was auch immer man sich ängstigt.

    Soweit ich weiss, ist für Angststörungen am Besten geeignet die kognitive Verhaltenstherapie.

    Benzodiazepine nimm bitte auf keinen Fall. Nützt auch nix, denn wenn Du Panik bekommst und eine Tablette einwirfst, dann fängt sie vielleicht grad mal dann an zu wirken, wenn die Attacke eh von alleine zuende wäre.
    Und: Man wird sehr schnell davon abhängig.


  3. Registriert seit
    29.12.2019
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    AW: Panikattacken und Angststörung: ich bin für Tipps und Erfahrungen dankbar!

    Zitat Zitat von free_spirit Beitrag anzeigen
    wie Du auf die Idee kommst, zu dem Thema als Erstes in einem Frauenforum zu posten, erschliesst sich mir überhaupt nicht.

    Wieso googelst Du nicht mal die Begriffe Generalisierte Angststörung, Panikstörung, Panikattacken?
    Hat er vielleicht, und dieses Forum gefunden. So war es bei mir und 'meinem' gravierenden Problem.
    Ich wusste uebrigens nicht, dass man nur als XX-Chromosomen-Traegerin hier posten darf.

    Henry: kannst du dich erinnern, was vor dem Ausloeser (Atemnot) geschehen ist?
    Hattest du vorher noch nie irgendwelche psychischen Probleme?

    Die Aerzte haben alle koerperlichen Ursachen (z.B. Schilddruese) ausgeschlossen?
    Auch ein einmaliger, rein koerperlich bedingter Vorfall kann traumatisch sein und zu einer Angststoerung fuehren.
    Davon abgesehen: ja, die Psyche kann 'allein' so stark sein. Warum auch nicht? (Die ist ja jetzt auch nicht total losgeloest vom Koerper :-)

    Die gute Nachricht: ja, grundsaetzlich laesst sich das behandeln und auch - hoffentlich - ueberwinden.

    Magst du noch ein bisschen erzaehlen? Wie alt bist du, wie ist es so in deinem Leben?


  4. Registriert seit
    15.06.2007
    Beiträge
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    AW: Panikattacken und Angststörung: ich bin für Tipps und Erfahrungen dankbar!

    Hallo Henry,

    offenbar gab es in deinem Leben einen Auslöser, der das Ganze ins Rollen brachte- und nun bestimmt all das dein Leben.

    Meine Meinung: statt dir nun aus dem Netz Lösungen zu suchen, was du gegen die Angst alles tun könntest - such dir einen Therapeuten und gehe dieses Thema an!

    Angst hat einen guten Grund da zu sein- dieser gehört angesehen und aufgelöst.
    Angst lässt sich nicht gut verdrängen oder wegschieben und genau deshalb macht es sehr viel Sinn, sich dem Ganzen zu stellen.

    Frag den Hausarzt, google nach Therapeuten in der Nähe und das möglichst bald.

    alles Gute für dich
    kenzia


  5. Registriert seit
    05.04.2006
    Beiträge
    232

    AW: Panikattacken und Angststörung: ich bin für Tipps und Erfahrungen dankbar!

    Ich kenne das Gefühl, nicht mehr atmen zu können, ich leide selber an einer Angststörung bezüglich Atemnot. Somit kann ich dich unglaublich verstehen. Mein Leben hat sich dazumal auch um 180 grad verändert, nichts war mehr so, wie es mal war, mein absolut schönes Leben war vorbei. Auch haben mich diese Ängste eingeschrenkt, ich konnte nicht mehr banale Dinge tun wie "alleine zu Hause" sein, nicht mehr Bahnfahren, nicht mehr alleine Einkaufen gehen usw.

    Zuerst rate ich dir dringend, eine Psychologin aufzusuchen, sie soll mit dir arbeiten. Mir hat das sehr geholfen, mich zu erinnern, dass ich ja all die Dinge, die ich nicht mehr konnte, früher konnte. Dann rate ich dir, eine Atemtherapie zu machen, hat mich auch sehr geholfen. Sobald du dich zu sehr verpannst und zu sehr die Angst hochkommen lässt, wird sich dein ganzer Brustkasten verspannen und du kriegst die Atemnot.

    Du musst daran glauben, dass irgendwann wieder alles normal sein wird. Lass dich nicht zu dingen drängen, die dir zu grosse Angst machen. Mache eine Liste, was du alles wieder gerne machen möchstest und dann versuche diese Dinge zu tun, dort wo die Angst zu gross ist, warte ab.

    Es tut mir sehr leid, dass du an dieser Angststörung erkrankt bist, es wird besser, aber es wird dauern bis es dir besser geht, gib nicht auf und verzweifle nicht . Meide übrigens Koffein, der tut mir überhaupt nicht gut, davon werde ich innerlich sehr nervös.

    Es wird alles gut kommen aber bis dahin wirst du eine Zeit erleben, die viel von dir abverlangt, eine Zeit, in der du nicht sein möchtest. Glaube einfach daran, dass eines Tages dein altes Leben wieder da ist. Ich wünsche dir von Herzen, dass du nicht aufgibtst und dich an all das Schöne vor der Krankheit erinnerst und es langsam wieder in dein Leben lassen kannst.

  6. Avatar von pinao
    Registriert seit
    09.07.2001
    Beiträge
    275

    AW: Panikattacken und Angststörung: ich bin für Tipps und Erfahrungen dankbar!

    mit dem, was ich mittlerweile weiß, würde ich als erstes zu einem kardiologen gehen, denn:

    ich bin x jahre auf panikstörung behandelt worden, mit allem schnipp und schnapp; doch seit meiner herz-OP (vorhofflimmern) habe ich auch keine panikattacken mehr.

    panikattacken können psychisch bedingt sein, aber durchaus auch durch vorhofflimmern/herz ausgelöst werden. der unterschied ist auch dann, wenn man VHF diagnostiziert bekommt, sehr schwer festzustellen.
    lieber gruß von
    pinao

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