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  1. Registriert seit
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    AW: Gehörlos, identitätslos und Sterbehilfe

    Liebe TE, Du tust mir leid und ich finde, dass Selbstmitleid, wenn es einem schlecht geht, auch nichts Schlimmes ist.

    Ich war oft schon so fertig mit dem Leben wie Du. Was mir geholfen hat waren Gruppen, die speziell auf meine Probleme eingehen. Gerade bin ich in eine Gruppe wo alle ein Elternteil haben, das Alzheimer hat. Da verantwortlich zu sein ist nicht einfach.

    Vielleicht gibt es bei Dir in der Gegend eine Gruppe für Gehörlose? Ich könnte mir vorstellen, dass man da viel von einander lernen kann und sich auch gegenseitig stützen kann. Ein Freund von mir hatte eine Mutter, die langsam blind wurde. Er fand eine Schule, an der sie lernen konnte, ohne zu sehen zu kochen und andere Sachen zu machen. Das war dann zwar nicht alles wunderschön und das Problem war gelöst, aber sie hat dort auch Freunde gefunden, mit denen sie weiterhin im Kontakt war.

    Jedesmal, wenn ich an Selbstmord gedacht habe, dann hab' ich mir gesagt: so, jetzt schiebst Du es noch etwas auf und schaust, was das Leben Dir noch alles vorbei schickt. Ich hoffe, dass Du das auch machst. Jeder Mensch ist liebenswert, wenn er so ist wie er ist. Es gibt ein paar richtig gemeine Menschen, aber Du hörst Dich nett an. Nicht als ob Du anderen Menschen schaden willst, oder?

    Dein gutes Deutsch und Deine Faszination von Ungarisch (habe ich auch) finde ich sehr kreativ. Man kann Sprache ja auch nur in geschriebener Form toll finden. Hast Du schon mal den Schriftsteller Sandor Marai gelesen?

    Ich glaube, dass Du auch Freunde haben kannst und eine Partnerschaft. Du klingst nett.
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (19.06.2019 um 09:57 Uhr) Grund: Wort im Titel geändert


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    AW: Gehörlos, identitätslos und Sterbehilfe

    PS
    Ich musste mal einem Arzt in die Hand versprechen, dass wenn ich mich umbringe, es nie zwischen 2 und 5 Uhr morgen tue.

    Das könntest du dir auch vornehmen. Ist was biologisches....

    Verrätst du mir, woher aus F du bist?
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (19.06.2019 um 09:57 Uhr) Grund: Wort im Titel geändert

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    AW: Gehörlos, identitätslos und Sterbehilfe

    Zitat Zitat von TiefsterSelbsthass Beitrag anzeigen
    Du stellst dir das so einfach vor ! Diese Leute sind mit Gehörlosen aufgewachsen, ich nicht. Ich kenne die Gehörlosen-Kultur nicht. Und ehrlich gesagt, das interessiert mich auch nicht, mich auf eine einzige Gruppe zu beschränken, um soziale Interaktionen zu haben. Gehörlose, sie sich für Fremdsprachen interessieren, gibt es fast keine. Ich will normal leben, und nicht in einer Gruppe. Es steht mir frei, dieses Schicksal abzulehnen. So möchte ich nicht leben !
    Aber Du lebst doch genau jetzt alles andere als normal!
    Ich habe durch diverse Freizeitaktivitäten ein bischen Einblick in diese "Gehörlosenkultur" gewwonnen - und mein Eindruck war immer - die haben richtig Spaß am Leben - trotz ihres "Handicaps"!
    Warum verweigerst Du Dich dem?

    Etwas nicht zu kennen, und sich nicht zumindest mal versuchsweise zu probieren, ist für mich ein Fall von "Selbst schuld!"
    Warum hast Du was gegen Gehörlose - weil Du nicht mit Deiner eigenen Behinderung konfrontiert werden willst?

    Nur, weil deine Eltern so "dumm" waren, Dich von sozialer Unterstützung fernzuhalten (vermutlich in Bestem Interesse, aber ledier völlig daneben), bedeutet das doch nicht, daß Du nicht trotzdem ein gutes, eigenes Leben leben kannst - die Vergangenheit ist vergangen - nimm die technsichen Möglichkeiten im größtmöglichen Ausmaß an (Cochlea Implantat? High End Hörgeräte?)!!!

    Und, by the way, es ist gnadenlose Resourcenverschwendung, erst ein großes Studium zu absolvieren, um sich dann anschließend das Leben zu nehmen.
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (19.06.2019 um 09:58 Uhr) Grund: Wort im Titel geändert


  4. Registriert seit
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    AW: Gehörlos, identitätslos und Sterbehilfe

    Liebe TE, mit ist noch was eingefallen: also erstens muss man so eine Gruppe dann nicht auf Ewigkeiten sehen. In der Gruppe, in der sich Frauen treffen, die ihre Alzheimer Eltern versorgen, ist nur eine dabei, mit der ich mich ausserhalb der Gruppe treffen würde. Aber es gibt uns die Chance, zusammen über unsere Lebenslage zu reden. Und damit helfen wir uns gegenseitig.

    Ich wohne in einer kleinen Stadt, in der besonders auf sozial schwächere Menschen und Menschen mit speziellen Bedürfnissen eingegangen wird. Was ich oft sehe, ist dass viele einen Helfer Hund haben. Vielleicht würde Dir das auch helfen? Er könnte erst mal Dein Leben sicherer machen, weil er sehr gut hört und Dich z.B. abhalten kann, über eine Strasse zu gehen wenn er den Bus um die Ecke schon hört und Du nicht.

    Viel wichtiger: so Hunde können einen sehr aufheitern! Die sind oft die besten Therapeuten. Und mit Hund spricht Dich jeder an. So viele Menschen wollen Kontakt mit anderen Menschen aber trauen sich nicht, das einfach zu tun. Aber mit Hund oder Baby spricht Dich jeder an. Wenn Du dann antworten würdest, als ob Du gehörlos bist, dann würde es mich nicht überraschen. Klar! Deswegen hast Du ja auch einen Helfer Hund! Und schon wären wir im Gespräch.

    Das sind alles nur ein paar Vorschläge aber es gibt einen Grund, warum Du auf der Welt bist. Es ist sicher, damit Du einen anderen Menschen glücklich machst und dass Du anderen Menschen hilfst. Ich finde schon die Iddee einer Gehörlosen, die sich für Sprachen interessiert eine ganz tolle Sache. Ich könnte einen Film darüber schreiben. Wenn Du nur sehen könntest, was für ein ganz eigener und besonderer Mensch Du bist, dann würde es Dir schon besser gehen.

    Das erste ist aber ein Schritt aus der Isolation. Mit Gruppe oder Hund oder was weiss ich. Ich wünsche Dir aber alles Gute dabei
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (19.06.2019 um 09:58 Uhr) Grund: Wort im Titel geändert


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    AW: Gehörlos, identitätslos und Sterbehilfe

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Liebe TS,

    Als ich deine verzweifelten und bewegenden Zeilen las, musste ich an die Freundin meiner Tochter denken, etwa dein Alter. Sie hat seit dem Kindesalter ein CI und ist normal beschult worden, trägt Hörgeräte. Hast du auch ein CI?

    Ich sah die beiden jungen Frauen vor einigen Tagen miteinander skypen (wir wohnen jetzt im Ausland, aber den Kontakt haben sie immer aufrecht erhalten) und habe noch darüber nachgedacht, wie gut diese Freundin mit ihrer Hörbehinderung klargekommen ist.

    Was sind deine Gedanken dazu, wie ist es dazu gekommen, dass deine Entwicklung so schwierig verlaufen ist und du so isoliert und unglücklich im Leben stehst?

    Sind es mehrere Komponenten? Ich lese neben der Hörbehinderung auch einen emotionalen Mangel, und ein Ringen darum, deinen Platz unter den Menschen zu finden.

    Was denkst du, wieviele äußere Faktoren sind es, die dir das Glück schwer machen, und wieviel ist es deine eigene Schwierigkeit, deine Identität anzunehmen? Wieviel Unterstützung durch deine Familie und andere Menschen hast du? Was ist das, was am Schwierigsten ist?
    Liebe maryquitecontrary,

    Ich bin gehörlos, aber unter Hörenden aufgewachsen, auf eine „Normalschule“ gegangen. Jeder weiß, als Schüler hat man nicht leicht, wenn man sich von der Masse hervorhebt. Meinen Eltern waren die persönliche Entwicklung völlig egal. Ich bin so aufgewachsen, um in die „Norm“ reinzupassen. Dieses Motto hasse ich: „Du hattest Glück, wenigstens hast du ein Hörgerät, viele Kinder in Afrika haben diese Chance nicht. Aber beschwere dich nicht und lebe mit dem, was du hast“. Aber die Leiden und Menschen sind eben anders. Ich kann es immer nicht verarbeiten, dass ich nie als Dolmetscherin arbeiten könnte, weil mein Hörvermögen nicht perfekt ist. Oder dass eine Fremdsprache akzentfrei zu sprechen, sehr schwierig bis unmöglich sein könnte. Die meisten Gehörlose schreiben sehr schlecht Deutsch, weil es nicht ihre Muttersprache ist. Meiner Meinung nach befindet sich die Schönheit einer Sprache in der schriftlichen Form.
    Ja, ich habe auch ein CI, aber trotzdem höre ich nicht so gut damit. Ich war nur drei Jahre bei einem Logopäden, ich lese über Gehörlose, die 10,20 Jahre Logopädie gemacht haben. In der Grundschule war ich von den Lehrern schikaniert, weil ich sehr oft die Anweisungen nicht gehört habe. Es geb keinerlei Unterstützung, damit ich zu mir steht.

    Und eine Erfahrung, die mich sehr geprägt hat:

    Vor knapp 7 Jahren, also im Alter von 14 Jahren wurde ich zum Kommunionsfest einer Schulkameradin eingeladen. Im Raum gab es einen Typen aus meiner Schule, den ich nur vom Gesicht her kannte und der mit zwei Freundinnen von ihm plauderte. Er lud mich ein, zu ihnen am Tisch zu kommen und ein bisschen mit ihnen zu plaudern. Aus Höflichkeit akzeptierte ich. Aber danach ich konnte dem Gespräch nicht folgen, weil es im Raum ziemlich laut war und ich mich auf eine Person konzentrieren musste, um das Gesagte zu verstehen. Jeder weiß doch, dass Gruppengespräche sehr spontan verlaufen können. Als gehörloses Mädchen mit Hörmittel war es mir quasi unmöglich, an dem Gespräch teilzunehmen. Ich saß also da, und langweiligte mich.

    Als ich nach Hause kam, schrieb mir eine Freundin von damals eine Nachricht. Sie sprach mich auf das Fest an, und es stellte sich heraus, dass sie die Gastgeberin und die zwei Freundinnen von dem Typen gut kannte, und daher wusste, dass ich beim Fest anwesend war, weil die zwei Freundinnen ihr schon davon berichtet hatten. Sie erzählte mir, wie sich diese Weiber über mich lustig gemacht hatten, weil ich da saß, ohne am Gespräch teilzunehmen. Sie wusste, dass sie mich meinten, weil der Typ ihnen meinen Vornamen gesagt hatte und ich einen relativ seltenen Vornamen habe. Aber sie versicherte mich, den Mädchen erklärt zu haben, dass der Grund für mein Schweigen war, dass ich gehörlos bin. Daraufhin hatten sich die Mädchen bei ihr entschuldigt, weil sie davon Bescheid nicht wussten. Zum Glück war meine Freundin ein ziemlich bekanntes Mädchen in den Jugendkreisen, sonst hätte ich wahrscheinlich nie erfahren dürfen, was die Anderen hinter meinem Rücken sagten. Trotzdem brach ich wegen dieser Bösartigkeit in Tränen aus.

    Seitdem versetzen mich Gruppentreffen bzw. -Gespräche in eine Stresssituation...Die Angst, etwas falsch oder ungeschickt zu machen, zerfrisst mich nach wie vor.

    ---------------------------------------------------------------
    PS: Heutzutage sind wir nicht mehr Freundinnen, aber ich werde ihr nach wie vor unendlich dankbar sein, mir es erzählt zu haben und mich getröstet zu haben.
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (19.06.2019 um 09:58 Uhr) Grund: Wort im Titel geändert

  6. gesperrt
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    AW: Gehörlos, identitätslos und Sterbehilfe

    Zitat Zitat von TiefsterSelbsthass Beitrag anzeigen
    Und eine Erfahrung, die mich sehr geprägt hat:

    Vor knapp 7 Jahren, also im Alter von 14 Jahren
    [...]
    Sie erzählte mir, wie sich diese Weiber über mich lustig gemacht hatten, weil ich da saß, ohne am Gespräch teilzunehmen.
    [...]
    Aber sie versicherte mich, den Mädchen erklärt zu haben, dass der Grund für mein Schweigen war, dass ich gehörlos bin. Daraufhin hatten sich die Mädchen bei ihr entschuldigt, weil sie davon Bescheid nicht wussten. Zum Glück war meine Freundin ein ziemlich bekanntes Mädchen in den Jugendkreisen, sonst hätte ich wahrscheinlich nie erfahren dürfen, was die Anderen hinter meinem Rücken sagten. Trotzdem brach ich wegen dieser Bösartigkeit in Tränen aus.

    Seitdem versetzen mich Gruppentreffen bzw. -Gespräche in eine Stresssituation...Die Angst, etwas falsch oder ungeschickt zu machen, zerfrisst mich nach wie vor.
    Und wegen so einer dämlichen Situation, die jede von uns - egal ob mit oder ohne Hörprobleme - x-mal erlebt hat, willst Du letzendlich Schlluß machen mit dem Leben?

    Da hätte ich viel zu tun, wenn ich mir jedesmal den Kopf drüber machen würde, wenn jemand blöd über mich redet. Das ist quasi normal, daß sich andere Menschen über einen das Maul zerreissen, hat Dir das noch niemand gesagt?

    Ich empfehle dazu mal "Laß die Leute reden" von den Ärzten.
    Muß man nicht hören, kann man auch lesen...
    Oder im Zweifel auch das "Ehrenwerte Haus" von Udo Jürgens.

    Die beiden Mädels haben sich - zwar nicht bei Dir - sogar dafür entschuldigt, Dich für eine dummes Huhn gehalten zu haben!
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (19.06.2019 um 09:59 Uhr) Grund: Wort im Titel geändert

  7. Avatar von Vienna__
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    AW: Gehörlos, identitätslos und Sterbehilfe

    Zitat Zitat von TiefsterSelbsthass Beitrag anzeigen
    Ich bin gehörlos, aber unter Hörenden aufgewachsen, auf eine „Normalschule“ gegangen. „Du hattest Glück, wenigstens hast du ein Hörgerät, viele Kinder in Afrika haben diese Chance nicht.
    Ich verstehe das rein technisch nicht. Wenn man gehörlos ist, wie kann man dann mit einem Hörgerät hören?
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (19.06.2019 um 09:59 Uhr) Grund: Wort im Titel geändert


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    AW: Gehörlos, identitätslos und Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Vienna__ Beitrag anzeigen
    Wie kommst Du denn zu dieser pauschalen Aussage liebe TiefsterSelbsthass?

    Ich und auch mein ganzes Umfeld, das ich kenne, sowohl privat als auch beruflich, schließen keine behinderten Menschen aus und haben dies auch noch nie getan. Und mit den behinderten Menschen, mit denen ich zu tun habe, die fühlen sich von mir auch nicht ausgeschlossen. Ganz im Gegenteil. Wir haben jede Menge Spaß zusammen.

    Was mir allerdings auffällt, ist Deine sehr anfeindende Art hier auf diverse Beiträge, die sicher alle gut und wohlwollend gemeint sind. Und die hat nichts damit zu tun, ob man hört oder nicht.

    Dir alles Gute. Fragen und Beratungsbedarf hast Du ja offenbar nicht. Vllt. wäre ein Blog für Dich das geeignetere Instrument?
    Ausschluss kann bewusst oder unbewusst sein. Ich meine nicht, dass alle Menschen böse sind oder mich deswegen beschimpfen, aber ich fühle es in ihrer Art, dass sie mich ausgrenzen, ohne dass sie davon bewusst sind. Anfeindungen erlebe ich sehr selten bis gar nicht.
    Und das tut genauso weh, auch wenn es unbewusst ist ! Stelle dir vor, du sitzt in einer Gruppe, alle wissen über deine Hörproblemen Bescheid, sie reden miteinander, und keiner beachtet dich, weil es ja zu anstrengend wäre, dir alles zu wiederholen. Wie interpretierst du das ? Das finde ich respektlos. Wie würdest du dich fühlen, wenn du unter Menschen sitzen würdest, die eine Fremdsprache sprechen, die du nicht verstehst, aber sie vergessen dich, als wärest du nicht da. Keiner kann mir ernsthaft erzählen, dass es ihm egal wäre. Stelle dir vor, diese Situation wiederholt sich LEBENSLANG, ohne dass du dagegen etwas tun kannst.
    Aber wie gesagt, es ist extrem schwierig zu verstehen, wenn man selbst nie in der Situation war. Ich rede sehr oft von Gehörlosen, die sich während Familienfesten schwer tun, den Gesprächen zu folgen, aber trotzdem werden sie von den eigenen Familienmitgliedern nicht beachtet. Sie wissen natürlich nicht, dass es weh tut, aber es tut weh, eben.
    Und wir Gehörlosen werden nicht selten für dumm gehalten, weil wir weniger hören. Es ist auch realitätsfern, Diskriminierungen zu verleugnen.

    Und ja, ich habe vor, über meine Erfahrungen zu schreiben, aber nicht in Form eines Blogs, sondern eines Buches.
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (19.06.2019 um 10:00 Uhr) Grund: Wort im Titel geändert


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    AW: Gehörlos, identitätslos und Sterbehilfe

    Zitat Zitat von Vienna__ Beitrag anzeigen
    Ich verstehe das rein technisch nicht. Wenn man gehörlos ist, wie kann man dann mit einem Hörgerät hören?
    Ich bin operiert worden, damit ich das CI (Hörgerät für Gehörlose) tragen kann. Nur weil man ein Hörgerät trägt, wird man kein Hörender...Nichts könnte die Natur ersetzen. Ein Amputierter, dem man eine Beinprothese einsetzt, könnte niemals so gut laufen als ein Mensch, der mit seinen zwei Beinen gesegnet ist.
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (19.06.2019 um 10:00 Uhr) Grund: Wort im Titel geändert

  10. Avatar von Vienna__
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    AW: Gehörlos, identitätslos und Sterbehilfe

    Zitat Zitat von TiefsterSelbsthass Beitrag anzeigen
    Wie würdest du dich fühlen, wenn du unter Menschen sitzen würdest, die eine Fremdsprache sprechen, die du nicht verstehst, aber sie vergessen dich, als wärest du nicht da.
    Aber wie gesagt, es ist extrem schwierig zu verstehen, wenn man selbst nie in der Situation war.
    Weißt Du, ich denke, Du hast keine Ahnung! Ich / wir sprechen z.B. nur Englisch, wenn wir Kollegen aus Indien, Schweden etc. bei uns im Büro haben. Eben aus dem Grund. Das machen wir sogar, wenn wir abends zusammen einen Trinken gehen Andererseits bin ich so viel in der Welt unterwegs, wo keiner Englisch spricht - ich kann mich auch gut mit Händen und Füßen unterhalten. Das geht sehr gut! Ich denke, Du hast null Erfahrung vom Leben. Woher auch. Wenn man sich so sehr weigert, wie Du es tust! Du siehst nur Dich und das Negative. Andere Menschen haben übrigens auch ihr Päckchen zu tragen. Ich wette, daran denkst Du so gut wie nie. Sei's drum. Viel Glück mit Deinem Buch!
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