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  1. Moderation
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    AW: Bei mehreren Menschen verstumme ich

    Zitat Zitat von Malaita Beitrag anzeigen
    ....damit setzt du dich unter Druck und dann fällt dir erst recht nichts ein.
    Ja! Es ist schlimm genug, wenn man etwas sagen *will* und nicht zum Zug kommt. Wenn man es nicht mal will, dann verknotet man sich ja komplett: Ich muß aber ich kann nicht (mangels Idee) und ich kann nicht (mangels Zeitscheibe".

    Etwas sagen muß man, wenn jemand einem eine Frage stellt und einen erwartungsvoll anguckt. Und dann kann man sagen, "Da muß ich noch drüber nachdenken" oder "Ich habe dazu keine Meinung".

    @Tinkerbell, mich treibt gerade um: Was sind denn für dich "mehrere"? Also, wie viele außer dir? Sieben? Fünf? Zwei? Ist das abhängig davon *wer* diese Leute sind (Verwandte, Bekannte, Freunde, Kollegen, Schüler, Fremde, ...), oder worum es geht?
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  2. Registriert seit
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    AW: Bei mehreren Menschen verstumme ich

    Hallo zusammen,

    @Wildwusel: die Idee mit den Notizen (nur für mich) ist eigentlich eine gute Idee. Vor allem das Gesagte einzuordnen und in eigenen Worten wider zu geben. Ich befürchte nur, dass ich mich dann hinter dem Notizen machen verstecke...
    Ob die Meetings was für mich tun können? Diese Frage habe ich mir tatsächlich noch nicht gestellt. Ich klinke mich innerlich auch oft aus und finde es langweilig...wobei dass dann ein Teufelskreis ist, wenn ich mich ausklinke und abschalte, finde ich es auch langweilig oder ich klinke mich aus, weil ich es langweilig finde?

    @Malaita: sicher ist es so, dass meistens dieselben sprechen. Und jeder hat auch seine eigene Art. Ich möchte aber auch was sagen. Ich will mich auch beteiligen, mitmachen, mit dabei sein...und mich zeigen. Und das geht nur so, dass ich auch mal was beitrage. Und ja, ich weiß, dass ich mich so unter Druck setze. Aber ich kann ja auch schlecht in ein Meeting gehen und mir sagen, dass ich nicht mitmache...
    Bei meiner jetzigen Arbeitsstelle ist es so, dass die meisten schon sehr gute Redebeiträge liefern (inhaltlich qualitativ, meine ich damit). Aber es stimmt: manche reden auch einfach nur Stuss, weil sie sich gerne selbst reden hören.
    Das sind mir eh die liebsten: Klugscheißer die keine Ahnung haben. Aber anderes Thema....

    @Simpleness: Danke für Deinen Beitrag. Ich glaube Du triffst den Nagel auf den Kopf: ich darf mich nicht immer selbst bewerten. Und vor allem nicht immer selbst negativ bewerten. Denn unbewusst denke ich ja, dass mich die anderen auch negativ bewerten....oder sogar auslachen werden. Oder sich denken: "oh mann, was hat die denn gesagt? Ist die dumm?"
    Leider musste ich diese Erfahrung auch mal in der Schulzeit machen, dass ich ausgelacht wurde oder für dumm gehalten, weil jemand meinen trockenen Humor nicht verstanden hat...oder ich kritisch nachgefragt habe...

    Wie bist du dahin gekommen, dass du keine Probleme mehr hast, in Gruppen was zu sagen?


  3. Registriert seit
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    AW: Bei mehreren Menschen verstumme ich

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ja! Es ist schlimm genug, wenn man etwas sagen *will* und nicht zum Zug kommt. Wenn man es nicht mal will, dann verknotet man sich ja komplett: Ich muß aber ich kann nicht (mangels Idee) und ich kann nicht (mangels Zeitscheibe".

    Etwas sagen muß man, wenn jemand einem eine Frage stellt und einen erwartungsvoll anguckt. Und dann kann man sagen, "Da muß ich noch drüber nachdenken" oder "Ich habe dazu keine Meinung".

    @Tinkerbell, mich treibt gerade um: Was sind denn für dich "mehrere"? Also, wie viele außer dir? Sieben? Fünf? Zwei? Ist das abhängig davon *wer* diese Leute sind (Verwandte, Bekannte, Freunde, Kollegen, Schüler, Fremde, ...), oder worum es geht?
    Ja. So ist das mit dem Druck. Da verkrampfe ich mich innerlich total. Und sicher "muss" ich nicht etwas sagen. Aber ich will! Und ich kann nicht, weil ich keine Idee habe. Weil mein Kopf leer ist.
    Und im privaten bekomme ich die Rückmeldung, ich sei intelligent und könne sogar charmant und witzig sein....
    In so einer Gruppensituation fühle ich mich aber einfach nur dumm. Ausgeliefert!

    Die Gruppensituation: umso fremder mir die Leute sind und umso größer die Gruppe, umso mehr Angst habe ich, was zu sagen! Wenn wir in kleinen Teams arbeiten, also z.B. zu dritt, dann geht es noch einigermaßen. Aber bei mehreren nicht mehr. Ich würde sagen 3 Personen sind die Obergrenze....
    Dann ist es wirklich noch ein Punkt, worum es geht und wie meine Tagesverfassung ist. Bei einem VHS-Kurs, wo ich die Teilnehmer nie wiedersehe, fällt es mir etwas leichter was zu sagen, als auf Arbeit. Auch bei Freunden (wenn es eine Gruppe ist) bin ich eher ruhig. Ich unterhalte mich dann einzeln mit jemandem und nicht den ganzen Tisch....
    Mir fällt es auch schwer, wenn ich mit 2 Personen unterwegs bin, auf wen ich mich jetzt konzentrieren soll...?

  4. Avatar von Simpleness2
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    AW: Bei mehreren Menschen verstumme ich

    Zitat Zitat von Tinkerbell123 Beitrag anzeigen
    Wie bist du dahin gekommen, dass du keine Probleme mehr hast, in Gruppen was zu sagen?
    Puh - so konkret weiß ich das gar nicht. Ich glaube das Wichtigste ist wirklich zu sich selbst zu stehen, mit all den "Schwächen" und "Fehlern". Sich selbst so anzunehmen wie man ist. Klingt abgedroschen - aber einen anderen Weg zur Unabhängigkeit und Freiheit gibt es nicht.
    Wir sind alle unvollkommen!
    Hör' auf den Stimmen in Dir zu glauben die ständig verleichen, Dich abwerten ectr. Du kannst sie nicht eleminieren aber sie werden mit der Zeit leiser, wenn Du ihnen nicht mehr soviel Raum und Bedeutung gibst.
    Wenn Dir wichtig ist etwas zu sagen, Du ein Bedürfnis danach verspürst, dann gib dem nach ohne Erwartungen dran zu hängen wie z.B Anerkennng, Erfolg, Lob, Interesse ect.
    Du tust das in erster Linie alleine für Dich.


  5. Registriert seit
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    AW: Bei mehreren Menschen verstumme ich

    Tinkerbell, du sagst, ab 3 Leute, kannst du schwer was sagen- gilt das auch, wenn du vertraute Menschen um dich hast?
    Auch, wenn zB 5 oder mehr Familienmitglieder oder sehr enge Freunde zusammen sind?

    Dieser Stress, in den du verfällst, hat Gründe und das ist sicher gut zu bearbeiten- und damit zu verändern.
    Eine Möglichkeit wäre eine Entspannungsmethode zu lernen- Autogenes Training fällt mir da ein- es baut sich aus ganz kleinen Einheiten auf und du kannst oft schon in der ersten Stunde einen Erfolg spüren.
    Zu spüren, wie selbst-wirksam du sein kannst- wie du in Kontakt mit Körper und Geist gehen kannst- wird ganz sicher einiges in dir verändern.

    Die eigene Herabsetzung- deine Vorwürfe- werden sich (so schön das klingt) nicht einfach so abstellen lassen.
    Dahinter verbergen sich tiefe Überzeugungen und Sichtweisen über dich, die sich in langer Zeit entwickelt und gefestigt haben.
    Man könnte die Sätze schon gezielt aufschreiben, dann positiv umformulieren und sich diese "neuen"Sätze antraineren, aber das Urgefühl bleibt bestehen- warum sollte sich das auch ändern?
    Diese Vorwürfe kommen aus deinen inneren Tiefen und daran wird leider in dem Moment nicht gearbeitet.

    Und ich würde dir damit nochmals empfehlen, dir einen Coach oder Berater zu nehmen.
    Schon aus dem Grund, weil du mit großer Sicherheit denkst, dass du das doch gar nicht wert bist.........das alles übertrieben wäre- stimmts?

    Und genau DA gilt es anzusetzen!
    DICH ernst nehmen, DICH wichtig nehmen und sich für ein paar Stunden (wir reden hier ja nicht von einer Therapie, die lange dauert sondern von maximal 10 Stunden) einlassen, in denen DU der Mittelpunkt bist.
    Sicher ganz neu, fremd und auch Angst machend.....?

    Probier es doch aus!
    Alleine aus diesem Kreisel heraus kommen, ist schon sehr schwer.
    Es braucht Reflektion und auch die Kraft, sich auf Neues einzulassen- ein Halt, der da ist und bleibt........an dem man sich orientiert und abgleicht.

    Was würde ich an deiner Stelle machen?
    1. Mir einen Entspannungskurs suchen und durchführen. Hinspüren, was es mit mir macht und dann fortsetzen oder noch andere Entspannungstechniken ausprobieren- u.a. auch Achtsamkeitstraining (hat alles mit DIR zu tun und damit sehr gut für dich).
    2. einen Coach aufsuchen und ein paar Stunden "nur für mich" investieren.

    Du wirst sehen, welchen Weg du gehen möchtest- und egal, welchen du gehst- alles Gute dafür.

  6. Moderation
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    AW: Bei mehreren Menschen verstumme ich

    Statt destruktive Gedanken abzustellen (was normalerweise eben nicht geht) bemühe ich mich, sie umzubewerten. "War komplette Sch***. Ist aber egal. Erinnern sich sowieso höchtens Leute dran, die sonst keine Hobbies haben."

    Ich hab aber auch viel Übung darin, meinen inneren Kritiker am Randalieren zu hindern
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    Geändert von wildwusel (05.06.2019 um 09:43 Uhr)


  7. Registriert seit
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    AW: Bei mehreren Menschen verstumme ich

    Liebe Kenzia,

    vielen Dank für Deinen tollen und konstruktiven Beitrag. Daraus kann ich ganz viel mitnehmen.
    Ja, ich denke da sind innere Glaubenssätze und Ängste, die mir gar nicht so bewusst sind.
    Ich mache schon regelmäßig Yoga und versuche auch regelmäßig zu meditieren (versuche es täglich, aber das klappt nicht immer). Die Idee mit dem Achtsamkeitstraining finde ich gut. Das hatte ich sowieso vor, mich dafür anzumelden.
    Hab auch schon mal Yoga Nidra gemacht, das ist so ähnlich wie autogenes Training. Autogenes Training fand ich immer etwas langweilig....müsste man wahrscheinlich täglich üben, damit man einen Erfolg erzielt. Aber das gilt für die Achtsamkeitsmeditation ja auch...
    Einen Coach möchte ich auch gern suchen. Aber wonach suche ich da genau? Oder ist es besser einen Verhaltenstherapeuten zu suchen?


  8. Registriert seit
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    AW: Bei mehreren Menschen verstumme ich

    Ja das mit dem positiven Umformulieren habe ich auch schon versucht.
    Allerdings gebe ich Kenzia recht, dass das nur an der Oberfläche kratzen ist. Wenn tief verankerte Ängste/Glaubenssätze die Ursache sind, dann kann ich mir im Kopf x-mal sagen, dass es doch alles nicht so schlimm ist....

  9. Moderation
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    AW: Bei mehreren Menschen verstumme ich

    Zitat Zitat von Tinkerbell123 Beitrag anzeigen
    Ja das mit dem positiven Umformulieren habe ich auch schon versucht.
    Allerdings gebe ich Kenzia recht, dass das nur an der Oberfläche kratzen ist. Wenn tief verankerte Ängste/Glaubenssätze die Ursache sind, dann kann ich mir im Kopf x-mal sagen, dass es doch alles nicht so schlimm ist....
    Das ist alles Lernen. Das alte wie das neue. Umlernen ist schwerer als neu lernen, aber möglich. Und sich immer wieder das zu sagen, und zu üben danach zu handeln, was einem hilft, anstatt die destruktiven Stimmen, die andere Leute im Kopf hinterlassen haben, bestimmen zu lassen, was man tut, ist ein wichtiger Schritt um umlernen.
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
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  10. Registriert seit
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    AW: Bei mehreren Menschen verstumme ich

    Zitat Zitat von Tinkerbell123 Beitrag anzeigen

    Die Gruppensituation: umso fremder mir die Leute sind und umso größer die Gruppe, umso mehr Angst habe ich, was zu sagen! Wenn wir in kleinen Teams arbeiten, also z.B. zu dritt, dann geht es noch einigermaßen. Aber bei mehreren nicht mehr. Ich würde sagen 3 Personen sind die Obergrenze....
    In einer großen Gruppe gemeinsam zu diskutieren ist doch für jeden nicht einfach. Das ist doch völlig normal und geht jedem innerhalb der Gruppe ähnlich. Wenn man nicht weiss um was es vorerst geht ist doch jeder dabei erstmal leer. Wenn ein gemeinsames Thema ist, gibt es einen Moderator, welcher die Gruppe zu Meldungen steuert.

    Redeangst, oder überhaupt Angst vor vielen Menschen ist allerdings nochmal was anderes unddas kannst du vielleicht üben mit dir etwas laut vorlesen. Manchmal fixiert sich auch eine Gruppe auf eine Einzelne Person. Das müsstest du rauskriegen ob es bei dir so ist. Dann ist es nicht so angenehm und damit verstehe ich dich recht gut, wenn es so wäre. Wenn du dich grundsätzlich leer im Kopf fühlst, bist du an sich frei für alles mögliche und kannst dich mit einem Thema auseinandersetzen.

    Im Kopf frei und leer ist auf jedenfall gesünder, als mit irgendwelchen Fixationen belastet zu sein.

    Anstrengend finde ich wenn eine große Gruppe, nehmen wir an in einer Menge von 10 bis 20 und diese Gruppe ist am Anfang einer Diskussion wortlos und keiner will beginnen. Wenn du in einem kleinen Team arbeiten kannst, das ist doch viel wert. Eine große Gruppensituation beruflicher Art ist doch meistens nicht sich selbst überlassen.
    Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen du absolut nichts tun kannst: Gestern und Morgen



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