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  1. Registriert seit
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    Angst vor Fehlern und Konsequenzen

    Ich sehe, ich bin nicht ganz allein mit meiner Angst - vielleicht aber mit dieser... Ich bin eigentlich ein recht stabiler Mensch und habe mein Leben im Griff - phasenweise aber überfällt mich die aberwitzige Angst, dass ich einen Fehler (meistens im Beruf) gemacht habe, der riesige Konsequenzen nach sich zieht. Bislang war das (im Rückblick) niemals der Fall, d.h. die erwarteten Konsequenzen sind in meinen rund 50 Lebensjahren nie eingetreten: trotzdem habe ich gerade wieder eine solche Phase und muss mir tüchtig Mühe geben, um dem Alltag gewachsen zu sein...
    Ja, ich bin Perfektionistin... und ja: Ich bin sowohl privat als auch beruflich in einer Krise. Das macht mich extrem labil, weil mir der Boden weggerutscht ist. Ich mache seit einigen Monaten auch eine Therapie, in der es aber bislang nicht um diese Angst ging, weil es mit dieser letztlich seit mehreren Jahren keine Probleme gab bzw. ich klar kam...
    kennt das jemand?
    Es geht immer vorwärts!

  2. gesperrt
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    Erleuchtung AW: Angst vor Fehlern und Konsequenzen

    servus Laura

    ja, ängste haben in aller regel sehr viele menschen. eigentlich alle und in den unterschiedlichsten formen. da brauchst du dir also kein gewissen machen wegen.

    du schreibst, eine perfektionistin zu sein. das ist schon mal ein ganz wichtiges element, um deinen ängsten, krisen und deinem weggerutschten boden effizient zu begegnen.

    schau mal, wenn du so sehr perfektionistisch bist, dann denke ich, wirst du sowohl im beruf wie auch privat, bis auf's i-tüpfelchen genau wissen, was wann wo wie und weshalb läuft und gehört. halte dich bitte immer daran, das ist deine wichtigste waffe gegen dein problem, dein wichtigstes werkzeug, um wieder sicheren boden unter den füssen zu kriegen.

    ich möchte es mal an einem beispiel aufzeigen, wie solche probleme wie die deinen, entstehen (können):
    -- wir haben person X, bei der läuft bis dato alles wie am schnürchen. sie löscht morgens das licht, geht aus dem haus, sperrt die türe zu und fährt weg, bspw. zur arbeit. soweit so gut.
    ur-plötzlich eines morgens, schon nach dem wegfahren, ist sie sich nicht mehr sicher, ob sie jetzt das licht löschte und oder die türe zusperrte. in der zwangsläufigen folge dreht sie um und kontrolliert es nach.

    -- solche und ähnliche weitere dinge, dinge können einem passieren, wenn man unter stress steht und oder zusätzlich den kopf nicht bei der sache hat.
    ERFOLGREICHES GEGENMITTEL: entstressen, reichlich zeit einrechnen, konzentrieren und kopf bei der sache haben.

    -- anders rum: lässt man's quasi schleifen, egal ob bewusst oder unbewusst, können sich derartige dinge recht schnell verschärfen und ehe man sich versieht, landet man im kontrollwahn, was als psychische erkrankung gut bekannt ist.

    in deiner situation möchte ich dir dringendst raten, plane für deine bisherigen und perfekt eingespielten abläufe, permanent einige minuten mehr zeit ein, damit du in jedem falle gemütlich und stressfrei vorgehen kannst. soher wird es dir auch leichter fallen, den kopf bei der sache zu haben.

    falls notwendig, lege dir auch eingie automatismen zurecht: beispielsweise legst du dir immer schon am vorabend, kurz vor dem zu bett gehen, gewisse dinge bereits zurecht, die du am nächsten morgen ohnehin brauchst. dies entstresst zusätzlich und schafft dir weiters mehr zeit, um konzentriert vorzugehen und die dinge die du korrekt erledigen willst, folglich auch korrekt erledigen kannst.

    auf jeden fall ist ganz wichtig: gibt dich diesen verflixten, aberwitzigen gedanken nicht länger hin! sie sind pures teufelszeug und wenn du nicht acht gibst, werden sie dir über kurz oder lang zum todsicheren verhängnis!

    aberwitzigste ängste , bzw. ängste generell, entstehen in aller regel und ausnahmslos, immer aus unsicherheiten! deshalb vermeide alles, was dich zu irgendwelchen unsicherheiten (ver)führen kann. sorge vor, bereite dich und deine dinge wann immer möglich zeitig vor und sei dir stets im klaren und bewussten, dass du bei diesem und jenem bereits vorsorgtest und somit nichts mehr passieren kann. je besser und perfekt(ionistisch)er du dich auf alles möglichste vorbereitest, umso weniger kann dir passieren.
    das ist dein ganz persönlicher gewinn.


    liebe Laura, ich hoffe, konnte ich dir weng weiterhelfen, ansonsten melde dich ungeniert wieder.


    beste grüsse!


  3. Registriert seit
    15.06.2007
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    AW: Angst vor Fehlern und Konsequenzen

    Zitat Zitat von Laura Beitrag anzeigen
    und ja: Ich bin sowohl privat als auch beruflich in einer Krise. Das macht mich extrem labil, weil mir der Boden weggerutscht ist. Ich mache seit einigen Monaten auch eine Therapie, in der es aber bislang nicht um diese Angst ging, weil es mit dieser letztlich seit mehreren Jahren keine Probleme gab bzw. ich klar kam...
    kennt das jemand?
    Es könnte sein, dass die Therapie einiges bewegt hat und dadurch diese Ängste auftreten (sich deutlicher zeigen).
    Das kann sogar ein gutes Zeichen sein.

    Geh damit in deine Therapie und spreche es an.

  4. Avatar von Amphib
    Registriert seit
    17.07.2006
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    5.490

    AW: Angst vor Fehlern und Konsequenzen

    Dem möchte ich mich anschließen. Ich kenne diese Ängste gut und bekam eine Zwangsstörung diagnostiziert.
    Ich bearbeite sie in einer Therapie und seitdem geht es mir viel besser.

    Das wird, wenn es schlecht läuft, nicht besser sondern schlimmer.
    Life's just a game I believe - the longer you play it, the harder it gets.
    (Skyclad, Building a Ruin)

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