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    Hallo Panikattake, mein Feind!

    Hallo ihr Lieben!
    Ich bin in einigen Foren stille Mitleserin und was Panikattaken und (generalisierte) Ängste angeht - Leidensgenossin... Nun wollte ich aber auch mal mein Herz ausschütten, irgendwie hat es mich gepackt!
    Es gibt bereits einige Threads zu dem Thema, allerdings wollte ich mich dennoch bei euch umhören, wie ihr mit den Situationen umgeht. Was hilft euch?... und anders gefragt - was hilft euch nicht? Vielleicht hat der ein oder andere die Angst besiegt und kann mir Ratschläge geben.... und vielleicht kann ich dem ein oder anderen ja auch Mut machen durchzuhalten!

    Kurz zu mir:
    Ich bin w, in wenigen Wochen 31 Jahre alt und seit Kindheitstagen außergewöhnlich kopflastig.
    Meine erste Panikattake kam mit 18 Jahren, als ich meine zweite begleitete Autobahnfahrt machte... Es ist lange her, dennoch kommt es mir vor wie gestern: Erst das Unwohlsein gefolgt von Kribbeln/Taubheit in Armen und Beinen und Herzrasen.. (an "guten Tagen" war es nur ein starkes Pochen... )und ehe man sich versieht will man sich am liebsten in Luft auflösen.. oder in meinem Fall rennen, gehen, bewegen... Hauptsache RAUS!

    Danach war es einige Jahre ruhig (vereinzelt gab es "merkwürdige" Situationen, vor allem wenn ich beim Autofahren an diese Situation zurückdachte) aber wirklich nennenswert war es nicht.

    Und dann kamen in den letzten 6 Jahren alle Faktoren zusammen, welche die Panikattake liebend gerne an sich reißt um ständig vor der Tür zu stehen:
    Stress am Arbeitsplatz, Studium, Krebserkrankung und Trennungen in der Familie, unerwiederte Liebe, und zu allem Übel eine Hormonunverträglichkeit... Und ich habe alles schön weggeschoben, verdrängt und beschönigt... Manchmal habe ich auch nur versucht mich über Wasser zu halten und nicht zu ertrinken... Da denkt man nicht an Achtsamkeit und Stressreduktion.

    Das (für mich) damals Schlimmste - das Eingestehen, dass ich ein Problem habe und die anschließende Verhaltenstherapie - waren im Nachhinein das Beste was mir passieren konnte! ...Doch wie ich überhaupt dazu kam war erschreckend:
    Meine Ängste kamen schleichend, erst beim Joggen... Plötzlich rasten die Gedanken: "Ich fühle mich so komisch! Ich sehe so veschwommen... Was wenn ich jetzt umfalle und einfach so sterbe?... Kann mir da jemand überhaupt helfen?"

    Ihr könnt es euch denken - das Joggen lies ich natürlich erstmal sein, oder zumindest nur an Orten, wo viele Menschen waren.. Dass ich an bestimmten Tagen im Zyklus anfälliger für Panikattaken war, stellte ich dann auch irgendwann noch fest.
    Doch dann kamen Ängste in Bus/Bahn oder auf Brücken... "Wenn ich jetzt raus möchte, kann ich nicht" - ergo - "Kontrollverlust!", beklemmende Gefühle und Anzeichen von Panik... Ich habe plötzlich Höhe gemieden, bin in Haltestellen ausgestiegen, nur um nicht zu wissen wohin ich gehen muss und habe Brücken gemieden (was am Rhein) gar nicht mal so einfach ist FAZIT: Schrecklich! Erschreckend und mies! Innerhalb weniger Wochen hatte ich vor so vielen Dingen Angst, ich merkte es erst als ich schon mittendrin war.. Warum? Weil ich alles vermieden habe!!

    Mein Hausarzt riet mir zu einer Psychotherapie. Ich hätte Stress, das wäre alles - und tatsächlich konnte ich in der Therapie viel lernen!
    Aber: Schritt für Schritt!!
    Die Ängste wurden weniger! Es hilft ungemein zu wissen, dass man nicht sterben wird!! Keiner ist wegen Panik u. o. Angst gestorben! Aber ihr müsst wissen, warum euer Körper so reagiert!! Ihr bekommt taube Arme und Beine, weil das Blut sich zur Körpermitte zentriert, ihr seid nämlich unter Stress.. und die Flucht ist prinzipiell erstmal eine GUTE Reaktion des Körpers, aber ihr müsst versuchen die Situation auszusitzen! Auch wenn es sich so anfühlt - Panik bleibt nie ewig, nur bis der Höhepunkt erreicht ist und dann geht es euch allmählich besser!

    Ich hatte einen enormen Rückfall, nachdem ich Hormone zur Verhütung nahm (Nebenwirkungen wurden mir nur beiläufig genannt). Sie gaben mir den Rest, meine Ängste generalisierten sich (mein Gehirn merkt sich ja sonst NICHTS - DAS aber schon... ) Und bis meine Psychologin und ich mal dahinter kamen, dass die Hormone mich mitrissen, ging es mir schon so schlecht, dass ich heute nur noch mit Gänsehaut daran denken kann... Die Hormone "triggerten" nicht nur meine Angst, ich steigerte mich regelrecht in Panikattaken herein - aber durch die Hormone halfen leider alle gelernten psychologischen Tricks nichts mehr.. Aussitzen, viel Kummer und berufliche Einschränkungen waren die Folge Und als der Fehler (Hormone) endlich gefunden war - Absetzen! Danach wurde wieder alles gut!

    Ich möchte euch etwas Mut geben, es wird wieder besser! Man kann den Mist irgendwann in den Griff kriegen! (Ich wollte es selbst NIE hören, habe mich nie ernstgenommen gefühlt, aber es ist so!! )
    Aber dafür müsst ihr euch stellen! Holt euch (professionelle Hilfe), private Unterstützung und sitzt die Attaken aus, danach könnt ihr absolut stolz sein!!

    Ich habe meinem Freund früh gesagt, was mit mir nicht stimmt.. und wenn ich wieder eine Panikattake bekomme, nimmt er mich in den Arm. Sagen, warum mein Köper jetzt so reagiert oder was mit mir passiert und dass es nach wenigen Minuten wieder gut ist - DAS muss ich mir jedoch selbst sagen! Das ist sehr wichtig!
    Ich bin nicht geheilt, gestern hatte ich z.B. wieder eine leichte Panikattake auf der Autobahn (nachdem ich 6 Jahre kein Auto mehr gefahren bin, wollte ich mal wieder ran wegen der Heimfahrt zu den Ellis ).. Der Moment war schrecklich, ihr könnt es euch denken! ABER: In genau den Momenten in denen ich nicht mehr weiter will oder flüchten möchte, zieht mein Freund mich am Kragen und erinnert mich daran, dass ich da durch MUSS! Nur so wird es besser!
    Und es ist schon um einiges besser geworden!! Ich lebe endlich wieder!!

    Was sind eure Erfahrungen und Tipps? Es wäre schön, wenn ich (trotz Ewigtext) jemanden zum Austausch finde... Viele liebe Grüße & vor allem wünsche ich euch Gesundheit!

  2. Inaktiver User

    AW: Hallo Panikattake, mein Feind!

    Hallo Sonnenschein,
    ich kann zwar nichts inhaltliches zu Deinem Thema beitragen- aber ich finde deinen Text klasse. Und ich denke, es ist auch wichtig, auf so "Neben-Nebendinge" also die Hormone hinzuweisen, die plötzlich über irgendwelche biologische Reaktionen dann doch wieder alte Muster - die sind ja auch von körpereigenen "Botenstoffen" -Adrenalin und Co -" unterstützt" zum Leben erwecken.

    Und ich finde eines wichtig - eine Panikstörung kann sich - wie ein Feuer - vergrößern. Einfach so.

    Dir viele Feuerlöscher- Löschdecken- Wassereimer - Luftabschneidemöglichkeiten - Gegenfeuer ( die Umarmung des Freundes ) - wie nur möglich.

    Grüsse Der-Die-Das Allesch

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    AW: Hallo Panikattake, mein Feind!

    Hallo,
    ich finde deinen Text auch klasse, weil ich denke, er kann Betroffenen helfen.

    Ich selbst hatte zum Glück nur kurze Zeit mit heftigen Panikattacken zu kämpfen, aber viele Ängste kenne ich gut und bei Stress generalisiert sich das.

    Wirklich gut im Griff habe ich einiges nicht, habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass es hilfreich ist , viel über Ängste zu lernen.
    Dir auch weiterhin viel Erfolg dabei ⚘⚘

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    AW: Hallo Panikattake, mein Feind!

    Danke allesch und Alina für eure Antwort!
    Ich bin froh, wenn ich auch schon einem einzigen Menschen mit meinen Erfahrungen und Erlebnissen helfen kann.
    Es ist seit meinem Eintrag auch wieder einiges passiert, ich WOLLTE und MUSSTE mich wieder den Ängsten stellen - was bei jedem Mal besser klappte ....Und auch dieses mal habe ich mich zwei mal bei dem kurzen Gedanken ertappt: "Ich bin soo müde durch diese sch*** Panikattaken, warum verschwindet es nicht?"

    ...Dabei habe ich völlig ausser Acht gelassen, dass man vor allem mit den Erfolgen wächst! In meinem Fall ist meine Höhenangst (die sich zu Zeiten als ich Hormone nahm richtig schlimm entwickelte) mittlerweile stetig besser geworden... Das habe ich letzte Woche dann auch erst gemerkt, als mein Freund mich auf einem Ausblick grinsend fragte, warum ich noch nicht blass um die Nase geworden bin

    An den Weihnachtsfeiertagen hatte ich auf der Autobahn wieder 2 Panikattaken auf der Hinfahrt, aber um eine Ausbreitung zu vermeiden (ich möchte so etwas NIE WIEDER) zwang ich mich weiter zu fahren... Es ging! ...Widerwillig, aber es ging!

    Alina, ich wünsche dir auch ganz viel Kraft! Und auch dir Allesch - Danke! Dein Feuervergleich stimmt, absolut! Es tut gut eure Beiträge zu lesen!
    Geändert von Sonnenschein1901 (03.01.2019 um 21:56 Uhr)

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    AW: Hallo Panikattake, mein Feind!

    (Edit: Ein sehr persönlicher und intensiver Beitrag von mir. So voll aus dem Herzen.)



    Lächelnd habe ich hier mit gelesen.
    Ich würde umformulieren: "Hallo Panikattacke, mein Freund!".
    Weil: Panikattacken sind DAS Alarmsystem der Seele. Kommen sie drückt dein ganzes Wesen, deine Seele, dein Herz, deine Ratio, dein Körper als Ganzes aus: HÖR MICH! FÜHL MICH!

    Panikattacken sind damit ein zwar sehr heftiges, aber auch dankbares Alarmsystem zur Gesunderhaltung deiner Selbst. So ist sie kein Feind, sondern darf angenommen werden als "Freund".

    Angst, Panik will angenommen werden. Durch-gespürt werden.
    Konfrontation PUR. Es gibt nichts intensiveres. Du verbrennst innerlich.

    Die Frage ist: Was verbrennt da eigentlich in dir? Eigentlich steht hinter der Panikattacke Wut. Und hinter dieser Wut oder unter diesem Deckmäntelchen liegt meist: Eine unendliche Traurigkeit. Und die wurde so oft, so häufig, so oft erstickt, vergraben, beerdigt, zu gedrückt, dass sie sich einen Weg "nach draußen" bahnen muss:

    "Hallo Panikattacke, mein Freund!"

    -----

    Ich hatte auch Panikattacken. Das erste Mal während einer Autobahnfahrt als Beifahrer. Ich dachte, ok, falsch gegessen, denn mir war speiübel. Tage später immer noch. Ich dachte, ok, jetzt werd ich verrückt. Kaum Linderung meiner Unruhe. Angst-Zustand. Wochen vergingen. Ich begann bereits das Vermeiden gewisser Situationen.
    Irgendwann bin ich zu einem Arzt. Sicher hätte ich irgendein ominöses Herzproblem! Der Arzt checkte mich. Komplettest.
    Am Ende sah er mir ruhig in die Augen. Tiefe Stimme: "Wenn sie verliebt sind, klopft ihr Herz auch."
    Da gestand ich es mir ein: Ok, du hast Panikattacken.

    Ich suchte mir einen erfahrenen Therapeuten. Wesentlich aber war, dass ich mir im Internet ein Forum (und damals einen Chat) suchte mit Betroffenen. Dort fand ich: Verständnis ohne Worte. Freunde. Motivation. Kümmernis. Ich musste teilweise nur schreiben "Heute Schlange im Supermarkt" -- alle wussten, was Sache war. Oder: "Straßenbahn um 18 Uhr, City."

    Wenn du PA hast, gilt eins: Da, wo die Angst ist, da gehts lang!
    Jeder Betroffene versucht erstmal ALLES (A L L E S!), um Situationen, in denen PAs auftauchen, zu vermeiden (insofern er das überhaupt noch an festen Äußerlichkeiten ausmachen kann - wer die PA ganz in sein Leben gelassen hat, den erwischt sie immer, überall).

    Wer von PA geheilt werden will, muss bewusst in die PA hinein gehen. Und genau das TUN, wodurch PAs entstehen.
    Also: Auf die Autobahn. In den überfüllten Supermarkt. In den Zug. Zuhause das gefürchtete Gespräch mit XY suchen. Und: Was dann kommt, aushalten, aushalten, aushalten. Nein, ich werde nicht sterben. Nein, mein Herzmuskel ist stark. Ja, es geht vorbei. Ja, ich werds überleben.

    Angst kann es GAR nicht leiden, wenn man sich stellt wie ein Löwe. Angst will einschüchtern. Angst mag keine Kämpfer.
    Angst hasst Mut. Angst will dich klein haben - nicht hoch erhobenen Hauptes.

    Also, ihr lieben Paniker: Dreht den Spieß um! Sucht gezielt eure Angst und jagt sie!
    Angst mag keine Löwen.

    Stay tuned,
    Blue
    Be a voice not an echo.

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    AW: Hallo Panikattake, mein Feind!

    Hallo ihr Lieben (Mitlesenden und vielleicht sogar Mitleidenden)..

    Es ist nun einige Zeit vergangen. Ich sitze nun gerade seit Stunden im ICE Fernverkehr und bin zufällig über meine vergangenen Panikattaken gestolpert!!

    Es ist unfassbar, welche Ängste und Überwindungen mich 2018 begleitet haben... Und umso beeindruckender und erfreulicher sind diese Erfahrungen in Verbindung mit der Gegenwart!
    Ich hatte damals diesen Text einerseits geschrieben um mein Herz auszuschütten, Eindrücke von und durch euch zu sammeln und dem Ein oder Anderen Mut machen zu können.

    In der Zwischenzeit schaue ich glücklicherweise etwas schmunzelnd zurück - es hat sich sooo viel getan, dass die restlichen 3 Stunden Zugfahrt gar nicht ausreichen könnten...

    Ich sprach damals von Panikattaken und Ängsten, von Hormonen, einigen angsteinflössenden Situationen und meine Versuche sich diesem zu stellen.
    Nun... Es hat sich fast alles zum POSITIVEN geändert! Meine Ängste sind nahezu weg - ich lebe ein befreiteres Leben! Ich schreibe euch deshalb, da ich hoffe, Betroffenen nochmal neuen Mut und Kraft schicken zu können!
    Der Weg war durchaus kein leichter, ich würde lügen, wenn ich nicht sage dass ich manchmal am Ende des Tages nicht auch geweint habe. Aber wenn man sich den Ängsten stellt und sich immer wieder selbst ein Stückchen herantastet, holt man sich auch jedesmal ein Stückchen Freiheit zurück - und darauf könnt ihr immer wieder mit Stolz zurückschauen!

    Ich hatte zu guter Letzt ja wahnsinnige Ängste über Brücken zu fahren und zu gehen. Ich hatte während Autobahnfahrten - sowohl als Beifahrerin, als auch am Steuer, große Ängste. Ich versuchte diesem mit langen Zugfahrten auszuweichen, bekam plötzlich auch hier Panikattaken, wusste nie so Recht "hole ich mir jetzt von dem Passanten nebenan Hilfe? Oder überlebe ich die Fahrt nicht vielleicht doch ohne aufzufallen?"...Ich war letztes Silvester mit meinem Freund in Berlin und musste in der 10. Etage übernachten, sogar hier bekam ich fast eine Panikattake, obwohl ich doch sicher in der Wohnstube war....

    Es machte mit wahnsinnig und vor allem traurig, dass ich bei vielen Dingen zurückstecken musste. Sehr frustrierend war zudem, dass einige Panikschübe zunächst auf die Hormone zurückzuführen waren, doch durch meine damalige Vermeidungsstrategien waren irgendwann nicht mehr die Hormone - sondern ich selbst Schuld bzw. verantwortlich!
    Mein Freund wollte mich an seinen Interessen teilhaben lassen, doch sprach diverse Dinge schon gar nicht mehr an, da er wusste ich würde mich wieder in den Ängsten "verhängen".

    Doch eines habe ich immer gemacht (auch wenn es teilweise nur noch "lästig" oder anstrengend war): Ich habe mich den Ängsten immer (!) gestellt! Nicht immer in genau der Situation, aber dann zumindest eine Stunde, einen Tag oder eine Woche später!
    Es war jedesmal ein Kampf - gar keine Frage! Und ich brauche euch nicht zu erzählen, wie schlimm es ist, aber es lohnt sich jedesmal!

    Zunächst "erkämpfte" ich mir das Zugfahren, danach fuhr ich immer wieder mit meinem Freund Autobahn, ich setzte mich auch ans Steuer. Erst vor wenigen Monaten schaffte ich es, alleine 34 Km Autobahn zu fahren. :-) Klar - ich habe an der Autobahnabfahrt geweint wie ein Schlosshund und auch danach manchmal Panikattaken bekommen... ABER es wird jedesmal weniger/besser!



    Ich kann inzwischen auf hohe Denkmäler steigen, alleine Autofahren, Zugfahrten absolut genießen - Endlich wieder Dinge tun und lassen, wie ich es für mich möchte!
    Die ein oder andere Angst gibt es schon allein beim Gedanken: Meine Familie möchte mit mir 2021 im Hubschrauber fliegen und mein Freund möchte mit mir in den Urlaub fliegen (ich bin bisher noch nie geflogen)... Aber auch hier bleiben wir dran! Mir wird immer noch in gewissen Situationen komisch, schlecht oder ich möchte flüchten... Aber, hey - ich bin zumindest noch nie daran gestorben!

    Ich wünsche euch Allen nur das Beste, auf dass ihr euren Ängsten begegnen könnt und Situationen wieder zu lassen könnt! Holt euch Unterstützung und vergesst nicht, euch zu belohnen, wenn ihr eine Panikattake gemeistert habt!

    Alles Gute & viel Erfolg!

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    AW: Hallo Panikattake, mein Feind!

    Das sind doch mal Erfolge!

    -

    Ich hatte lange Zeit selbst Panikattacken und habe sogar eine Angst vor Krankheiten entwickelt.
    Habe auch gelernt, dass man sich seinen Ängsten irgendwie stellen muss, damit die Ängste
    aufhören. Stück für Stück kommt man da meistens heraus.

    Warst du auch bei einem Psychologen?

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    AW: Hallo Panikattake, mein Feind!

    Hallo SonjaCarsten99,

    Entschuldige die sehr späte Antwort, aber vielleicht erreicht sie dich ja noch

    Ich war -als meine Ängste am Höhepunkt waren und die Attaken nahezu in allen Situationen auftauchten- in psychotherapeutischer Behandlung. Zunächst in einer Verhaltenstherapie. Mir wurde da nahegelegt, eine weitere Therapie wahrzunehmen, da sich Konflikte aus meiner Kindheit und Jugend herauskristallisieren.

    Aber die Verhaltenstherapie hat mir sehr geholfen die Panikattake zu verstehen. Dadurch wurde ich "ruhiger" und ein Stück weit "mutiger"

    Es wurde nur dann problematisch, wenn ich Übungen schleifen gelassen habe, dann merkte ich die Folgen auch recht zügig

    Vor 1 1/2 Jahren hatte ich zufällig einen 8 wöchigen Stressbewältigungskurs entdeckt. Ich war zwar skeptisch, meldete mich aber trotzdem an - getreu dem Motto "Ein bisschen Augen zu machen, kann ja nicht schaden"... und die KK übernimmt sogar einen Teil davon....

    Heute weiss ich, dass ich unterbewusst schon ein bisschen daran geglaubt habe, anders stellt sich sonst keine Veränderung ein... und die war/ist sehr positiv!

    Ich meditiere ein "paar mal" die Woche (es könnte durchaus MEHR sein!) - mal sind es 10 min, mal 30... aber im Fazit hilft es mir, bei Stress nicht völlig "Kopflos loszurennen" um mich dann wieder derart zu überfordern -> um dann eine Panitattake zu provozieren!!

    Es gibt viele Möglichkeiten, wie ihr der Angst begegnen könnt

    Mein Rezept war: Verhaltenstherapie, Rausgehen (Natur), Stressgebende Faktoren reduzieren und manchmal meditieren... Naja und insgesamt einfach mal auf die schönen Seiten des Lebens konzentrieren

    Es ist noch nicht ganz überwunden, (Ich werde zudem nochmal eine andere Therapie beginnen wegen meiner Kindheit)... Manchmal kommt die Angst noch durch!
    Aber Panikattaken hatte ich keine mehr

    Liebe Grüße!

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