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  1. Registriert seit
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    AW: Todesangst vor OP

    Genau das habe ich die letzten Tage schon versucht, aber leider ist der Gedanke für mich schrecklich.

    Vielleicht mag es daran liegen dass ich lange bevor ich meinen Mann kennengelernt habe nicht viel gelebt habe und somit viele Jahre am Leben vorbeigegangen bin, denn lange Zeit gab es in meinem Leben nur Einsamkeit.

    Nun seitdem ich meinen Mann habe genieße ich das Leben eigentlich jeden Tag, deswegen fällt es mir auch so schwer mir vorzustellen, dass ich jetzt vielleicht sterben müsste.

    Da gibt es noch so vieles was ich mit meinen Mann erleben möchte.

    Ich würde heute am liebsten die OP wieder absagen, aber das bringt mich natürlich nicht weiter.
    Die Angst ist halt da und ich muss sie akzeptieren.
    Ich will mir auch ehrlich gesagt nicht einfach Tabletten vom Hausarzt aufschreiben lassen, weil der Arzt in der Klinik ausdrücklich zu der Schwester sagte, dass ich nichts anderes außer Baldrian nehmen darf.

    Am Schlimmsten ist das mein Körper vor lauter Angst langsam verrückt spielt.
    Aber mal sehen wie der Tag heute wird.
    Schließlich habe ich heute keine OP.

    Liebe Grüße

  2. Avatar von Beachnoodle
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    AW: Todesangst vor OP

    Mila,

    es scheint dir kein Beitrag hier wirklich weiterzuhelfen. Du steigerst dich trotzdem immer wieder hinein.
    Mir ist schleierhaft warum Du dir einredest bei der Bauchspiegelung zu sterben.
    Es ist vergleichsweise eine unkomplizierte Sache. Aber das hilft dir ja nicht.

    Wie hilft dir dein Mann denn in dieser Situation? Weiss er von deinen Ängsten?
    Das Leben ist doch immer kostbar, auch vor deiner Ehe war es dass.
    Klar empfindet man einen möglichen Verlust immer als schmerzhaft.
    Trotzdem, es kann doch wirklich jeden Tag etwas passieren.
    Da brauchts es keine OP. Leben ist Risiko. Jeden Tag, jede Sekunde.
    Du kannst nicht alles kontrollieren und festhalten.
    Jedesmal wenn du oder dein Mann rausgehst kann etwas passieren, selbst zuhause.
    Willst du nun dein Leben mit überzogenen Ängsten verbringen?
    Oder auf Dich und Andere vertrauen?
    Auf dem Boden der Tatsachen liegt eindeutig zuwenig Glitzer

  3. Avatar von schafwolle
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    AW: Todesangst vor OP

    Zitat Zitat von Mila1986 Beitrag anzeigen
    Ich habe heute morgen ja Baldrian genommen und ich fühle mich viel ruhiger.

    Ist das nicht merkwürdig?
    Nein, warum sollte das merkwürdig sein?

    Sei froh, dass Baldrian bei Dir wirkt.
    Bei mir zB ist das überhaupt nicht der Fall.
    Genau so wenig, wie diese Wurschtigkeitstablette mir vor der OP geholfen hat.


    Zitat Zitat von Mila1986 Beitrag anzeigen
    Ich will mir auch ehrlich gesagt nicht einfach Tabletten vom Hausarzt aufschreiben lassen, weil der Arzt in der Klinik ausdrücklich zu der Schwester sagte, dass ich nichts anderes außer Baldrian nehmen darf.
    Mir scheint das merkwürdig, dass Du nichts anderes nehmen dürfest.

    Ich weiß es ja nicht - aber ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand,
    der zB Antidepressiva regelmäßig einnimmt, diese vor der OP absetzen muss.


  4. Registriert seit
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    AW: Todesangst vor OP

    Ich weiß es ja selbst nicht, aber ich habe einfach unglaubliche Panik davor bei der OP so "weg zu sein".
    Künstlich beatmet zu werden, auf andere dann komplett angewiesen zu sein.

    Und ja du hast Recht und es könnte jederzeit etwas passieren, komischerweise habe ich davor ja keine Angst.

    Vielleicht ist es einfach dieses geplante Risiko- Ereignis für das ich sozusagen auch noch unterschreiben muss.

    Ich weiß ja selbst das es alles verrückt klingt, wie gesagt ich kann daran jetzt wohl nichts ändern, da meine Angst sich durch nichts beruhigen lässt.
    Warscheinlinlich bin ich da ein hoffnungsloser Fall was das angeht.

    Zumindest zum Einschlafen hin hilft mir die Hypnose CD gegen OP Ängste ein wenig.

    Mir bleibt dann ja wohl nur Augen zu und durch, wegrennen ist ja keine Option mehr.

    In 2 Wochen nach dem Vorgespräch gebe ich nochmal bescheid wie es gelaufen ist.

    Liebe Grüße


  5. Registriert seit
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    AW: Todesangst vor OP

    Ja mir erscheint das auch merkwürdig, aber ich mag die Klinik auch nicht mehr belästigen, weil ich glaube die denken sowieso schon das ich irre bin.

    Ich werde aber in 14 Tagen nochmal nachfragen, weil ich für die letzten Tage vor der OP bestimmt etwas bräuchte.

    Liebe Grüße

  6. Avatar von Beachnoodle
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    AW: Todesangst vor OP

    Mila, ich drücke dir soooo die Daumen. Bitte verschieb die OP nicht.

    Bei mir musste die Zyste mit Not-OP raus. Mein Internist hatte gemeint „es verwächst sich“. Ich war da erst 18. Hat es nicht, ich bin damals dann wegen der fürchterlichen Schmerzen zu nem anderen Arzt. Der Gynäkologe hat SOFORT die Ambulanz geholt. Bin dort zusammengebrochen. Ich durfte auch gar nicht mehr nach Hause. Diese Schmerzen waren echt dass schlimmste.

    Nimm dir doch bewusst etwas für die Zeit NACH der OP vor.
    Gönnt euch etwas was ihr schon lange tun wolltet und auf was du dich wirklich freuen kannst.
    Auf dem Boden der Tatsachen liegt eindeutig zuwenig Glitzer
    Geändert von Beachnoodle (08.11.2018 um 10:15 Uhr)


  7. Registriert seit
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    AW: Todesangst vor OP

    Dankeschön das ist lieb von dir!!!

    Nach der OP kommt meine Schwiegermutter ( Sie wohnt in Südamerika) und darauf freue ich mich eigentlich sehr.
    Sie kommt kurz vor Weihnachten und bleibt dann 2 Wochen bei uns und auf diese Zeit freue ich mich unglaublich.

    Ich will das nicht verpassen :D Also ich muss ich ja zurück kommen.

    Danke für eure Geduld.


  8. Registriert seit
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    AW: Todesangst vor OP

    Ohje das tut mir leid.

    Ja ich habe auch regelmäßig Schmerzen und ich möchte auch nicht das es in einer Not OP endet.


  9. Registriert seit
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    AW: Todesangst vor OP

    gelöscht, da Frage nach Lokalanästhesie bereits weiter vorne beantwortet.
    Geändert von lamusca (08.11.2018 um 14:27 Uhr)


  10. Registriert seit
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    AW: Todesangst vor OP

    Zitat Zitat von Mila1986 Beitrag anzeigen
    Ich weiß es ja selbst nicht, aber ich habe einfach unglaubliche Panik davor bei der OP so "weg zu sein".
    Das hatte ich auch. Vor der ersten OP genau so wie vor der zweiten. Beide waren unumgänglich (Rachenmandeln mit fettem Abszess und Patellafraktur) und ich hätte mich vor beiden lieber aus dem Fenster geschmissen, als da hin zu gehen. Ich bin zu beiden nur hin, weil mein Mann mich an die Hand genommen und da abgegeben hat. Und es war wirklich einfach keine Option, die OPs nicht machen zu lassen. Dankbarerweise hat man mir als zweite Amtshandlung stets die Scheißegal-Tablette in die Hand gedrückt, danach wurde es besser. (Mein Mann hat sich im Februar auf youtube angeschaut, wie man Kniescheiben wieder zusammenflickt... inzwischen habe ich das auch gesehen... ich schwöre, nie im Leben wäre ich gegangen, wenn ich das vorher gesehen hätte, Orthopäden sind alles Metzger)

    Bei der dritten OP (zehn Wochen nach der zweiten) hatte ich die Wahl. Ich hätte das nicht machen lassen müssen. Wir hätten auch mit Physiotherapie weitermachen können und hoffen, dass es irgendwann von alleine Klick macht. Und plötzlich war die Angst vor der OP selbst weg.
    Ich habe mir ohne Scheißegal-Tablette (ich war eigentlich für 9 Uhr auf dem Plan und plötzlich doch schon um 7 Uhr dran... gut, dass ich überhaupt schon da war) zwei Schmerzkatheter legen lassen (sie haben mich währenddessen schon schön langsam abgeschossen) und *puff* war ich wieder wach.

    Ich glaube, was mir geholfen hat, war das Gefühl, dass ICH entschieden habe, die OP machen zu lassen. Niemand hat gesagt "Wir müssen das machen". Ich saß zwei Wochen vorher beim Arzt drin und er sagte "Wir schauen nochmal zwei Wochen was die Physio bringt" und dann nochmal drei Tage vorher, da sagte er auch "Wir können auch noch zwei Wochen Physio machen. Oder ich setze sie auf den OP Plan. Wie sie möchten" - und ich habe (ohne Rücksprache mit meiner Physio, was auch ein halbes Jahr später noch an mir kratzt) entschieden, wir machen das jetzt. Rumps stand ich für Montag auf dem Plan und war am Ende schneller durch als ich je gedacht hätte (das Ergebnis war auch großartig, von daher war es die richtige Entscheidung...). Ich war an dem Tag einfach fertig. Ich wollte (und musste) Fortschritte sehen. Es musste weitergehen. Es musste sich was tun. Ich wollte das so. Mir hat das Ruhe gegeben. So blöd wie das klingt. Für mich hat "Ich will das so" das Gefühl des Kontrollverlusts verringert. Weil ich die Kontrolle hatte, dass es gemacht wird.
    Was auch geholfen hat war sicher, dass ich kaum Zeit hatte, mich in meine Angst hineinzusteigern. Klar, die zwei Wochen vorher (in denen die Physio viel gebracht hat, aber ihm nicht genug), aber die war ich mit anderen Problemen abgelenkt (und damit, die OP vielleicht doch abzubiegen). Und dann ging es holterdipolter und war vorbei. Wenn ich mir vorstelle, ich hätte das ganze zwei Jahre mit mir rumgetragen... ich hätte das nicht gekonnt. Ich bin mehr so "Augen zu und durch".

    Die Sache ist... niemand wird dir wirklich sagen können, was dir helfen wird. Wir können alle nur sagen, was uns geholfen hat oder wie wir mit der Angst umgehen. Wenn dir die Hypnose CD und das Baldrian helfen, ist das doch schon super. Aber es hilft die überhaupt nicht, wenn wir mit "Guck doch mal, wie viele Menschen jeden Tag operiert werden" oder "Jeder hat doch Angst vor OPs" kommen. Ängste sind halt nicht rational. Ich glaube auch nicht, dass ich in Zukunft entspannter in OPs gehen kann, aber das werden wir sehen, wenn es mal soweit ist. Derweil hoffe ich weiter, dass "selbst entscheiden" bei mir hilft. (Und befürchte weiter, dass das eher der gute Einfluss meiner Physio war, die mich so gut beruhigen kann wie sonst niemand auf der Welt, selbst wenn sie gar nicht weiß, dass sie das gerade sollte oder macht)

    Sprich das im Vorgespräch nochmal direkt an, vielleicht kannst du am Vorabend schon was nehmen, was dir hilft (natürlich kann man vor OPs Medikamente nehmen, solange die wissen, was du genommen hast - ich habe am Morgen vor der OP, in Absprache mit der Klinik, ganz normal meine Schilddrüsentablette genommen und ohne meine Schmerztabletten hätte ich es vermutlich nichtmal bis zur Klinik geschafft, es gibt sicherlich immer Grenzen - Blutverdünner z.B., meine Thrombosespritze durfte ich z.B. am Vorabend nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit setzen - aber man darf nicht zwingend nichts nehmen). Übers Telefon ist das sicherlich immer schlecht zu klären, v.a. so weit im Voraus und mit einer Schwester/Stationssekretärin, die dein Problem nicht kennt und vielleicht auch nicht einschätzen kann.

    Oh. Und um mal meine Physio zu zitieren: Das Atmen nicht vergessen. Fear is anxiety without breath.
    Aufgeregt darfst du sein (war ich vor der ersten Physio nach 16 Wochen heute Vormittag auch), aber du darfst das Atmen nicht vergessen (auf dem letzten Treppenabsatz, fünf Mal, ganz tief ein und langsam aus) und auch wenn es nicht hilft (und die Knie die letzten drei Treppen immer noch schlackern und die Hände noch zittern), macht es das Ganze vielleicht doch leichter (und am Ende wird man lieb angelächelt und es liegt das "wir würden uns gerade beide gerne nochmal drücken, aber es ist so furchtbar unprofessionell" in der Luft).

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