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  1. Registriert seit
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    Angst in der eigenen Wohnung??

    Hallihallo,

    ich habe seit ein paar Monaten ein ganz komisches Problem. Ich bin vor ziemlich genau einem halben Jahr in eine neue Wohnung gezogen. Der Umzug war mit ziemlichem Stress verbunden und ich hatte auch kurz vorher den Job gewechselt. Ich kam damals nicht so gut mit den Veränderungen klar und war ständig angespannt, hatte auch einmal eine Art Panikattacke auf der Arbeit.

    Als der Umzug dann endlich hinter mir lag und ich mich so in meiner neuen Wohnung eingelebt habe, entspannte sich zum Glück das alles schnell. Ich fühlte mich ganz wohl darin, vor allem weil sie auch objektiv schöner ist als meine alte (die klein, dunkel und muffig war).
    Etwa drei Monate lebte ich zufrieden darin, fand sie sogar echt gut - so schön hell und endlich ne richtige Kaffeemaschine und morgens gemütlich im großen, bequemen Bett aufwachen statt der gammligen Schlafcouch etc...

    aber plötzlich fing es an. Wenn ich längere Zeit drinnen in meiner Wohnung war (zB am Wochenende) wurde ich angespannt und gereizt. Das war schonmal komisch, denn normalerweise konnte ich immer super drinnen rumgammeln und entspannen, war sogar eher ein Draußen-Muffel. Ich wurde zunehmend geräuschempfindlich, allerdings nur in meiner Wohnung! Wenn ich auf der Arbeit bin und Geräusche reinkommen, Baustelle etc, tangiert mich das überhaupt nicht, also kanns an der Lautstärke generell nicht liegen. Bin ich dann zu Hause und höre irgendwas von draußen oder von meinen Nachbarn, könnte ich gleich an die Decke gehen. Ich fühle mich bedrängt, als würde der Nachbar direkt bei mir auf dem Schoß sitzen und nicht in der Wohnung nebenan. Total bescheuert!

    Es wurde einfach langsam stärker - ich fing an, mich eher auf die Arbeit zu freuen, weil ich da das Haus verlassen kann, und vor Wochenenden graust es mich fast... sobald ich nach Hause komme, schon wenn ich von der SBahn Station zu Fuß gen Heimat latsche, merke ich, wie meine Anspannung steigt. Wenn ich reinkomme, horche ich gleich auf Geräusche, habe Herzklopfen und mir ist ganz warm. Ich habe eine innere Unruhe und kann gar nicht 'abschalten', was man ja eigentlich gerade im eigenen Heim können sollte... Ein paar Mal war es schon so, dass ich gegen Sonntag nachmittag/abend fast explodiert bin und das Gefühl hatte, schleunigst raus zu müssen. Ich gehe dann auf lange Spaziergänge und komme ganz langsam runter, aber es hat schon was von einer Panikattacke (Zittern, Schwindel, Herzrasen...). Öfters benutze ich jetzt Ohrstöpsel oder hör mit Kopfhörer Musik, denn wenn ich keine Außengeräusche höre, kann ich mich schon eher entspannen - aber ich will ja nicht ewig mit Ohrenstöpseln zuhause rumsitzen. Auch Ablenkung oder Sport hilft, aber eben nur für den Moment. Ich versuche jetzt, am Wochenende öfter rauszukommen, nehme mir also irgendwas vor, einfach damit es sich nicht so 'aufbauen' kann.

    Ich verstehe nicht, woran das liegt. Diese Wohnung ist kaum lauter als die letzte, und da hat es mich überhaupt nicht gestört. Sie ist heller, größer und sollte eigentlich auch gemütlicher sein. Aber ich habe das Gefühl, ich kann gar keine Beziehung dazu aufbauen. Sie fühlt sich nicht wie 'zu Hause' an. Ich bin immer angespannt hier und würde am liebsten sofort wegziehen. Aber es gibt gar keine rationalen Gründe dafür... ein paar Kleinigkeiten stören mich schon, und generell würde ich gerne ländlicher leben. Aber das sollte mich nicht so extrem beeinflussen, dass ich diese wahnsinnige Anspannung bekomme...

    Hat das jemand schonmal erlebt oder sowas ähnliches? Das komische ist ja, dass es mich wirklich nur in meiner eigenen Wohnung betrifft. Nirgendwo sonst bin ich so empfindlich.

  2. Avatar von Simpleness2
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    AW: Angst in der eigenen Wohnung??

    Zitat Zitat von absoluterfreak Beitrag anzeigen

    ich habe seit ein paar Monaten ein ganz komisches Problem. Ich bin vor ziemlich genau einem halben Jahr in eine neue Wohnung gezogen. Der Umzug war mit ziemlichem Stress verbunden und ich hatte auch kurz vorher den Job gewechselt. Ich kam damals nicht so gut mit den Veränderungen klar und war ständig angespannt, hatte auch einmal eine Art Panikattacke auf der Arbeit.
    Meine Vermutung ist, dass Du mit den Veränderungen nach wie vor nicht umgehen kannst und Du dies nun auf Deine Wohnung, die ja ein geschützter Raum sein sollte, überträgst. Tatsächlich geht es um Deinen inneren Raum, Dein Selbstvertrauen, Deine Selbstsicherheit.
    Die Panikattacke hast Du überlebt und anschließend verdrängt. Und die Ursache wahrscheinlich gar nicht näher beleuchtet. Richtig?

    Als der Umzug dann endlich hinter mir lag und ich mich so in meiner neuen Wohnung eingelebt habe, entspannte sich zum Glück das alles schnell. Ich fühlte mich ganz wohl darin, vor allem weil sie auch objektiv schöner ist als meine alte (die klein, dunkel und muffig war).
    Etwa drei Monate lebte ich zufrieden darin, fand sie sogar echt gut - so schön hell und endlich ne richtige Kaffeemaschine und morgens gemütlich im großen, bequemen Bett aufwachen statt der gammligen Schlafcouch etc...

    aber plötzlich fing es an. Wenn ich längere Zeit drinnen in meiner Wohnung war (zB am Wochenende) wurde ich angespannt und gereizt. Das war schonmal komisch, denn normalerweise konnte ich immer super drinnen rumgammeln und entspannen, war sogar eher ein Draußen-Muffel. Ich wurde zunehmend geräuschempfindlich, allerdings nur in meiner Wohnung! Wenn ich auf der Arbeit bin und Geräusche reinkommen, Baustelle etc, tangiert mich das überhaupt nicht, also kanns an der Lautstärke generell nicht liegen. Bin ich dann zu Hause und höre irgendwas von draußen oder von meinen Nachbarn, könnte ich gleich an die Decke gehen. Ich fühle mich bedrängt, als würde der Nachbar direkt bei mir auf dem Schoß sitzen und nicht in der Wohnung nebenan. Total bescheuert!

    Gab es nach den 3 Monaten in denen Du Dich wohlgefühlt hast irgendein Ereignis/Auslöser privat oder beruflich, welches Dich gestresst und verunsichert haben? Welche andere Gründe könnte es für Deine Gereiztheit, dem Bedürfnis Dich abgrenzen zu müssen geben, außer der Wohnung? Ich denke nicht, dass es an der Wohnung liegt.
    Sieh Dir die eigentlichen Ursachen an.
    Geändert von Simpleness2 (03.05.2017 um 12:53 Uhr)


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    AW: Angst in der eigenen Wohnung??

    Weißt du, wer vorher in deiner Wohnung gewohnt hat? Ist in der Wohnung schon mal etwas Negatives passiert? Das würde ich mal versuchen, heraus zu bekommen. Ich weiß, dass das einige hier lustig finden werden, aber ich bin davon überzeugt, dass Häuser eine Energie haben, jeder, der darin mal gewohnt hat, hat etwas hinterlassen. Denke mal darüber nach.
    Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)


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    AW: Angst in der eigenen Wohnung??

    Könnte es daran liegen, dass Du in der Wohnung alleine lebst? Fühlst Du Dich einsam oder kannst Du generell nicht gut Allein sein?
    Spekulativ, wenn es Dir auf der Arbeit iwie schlecht gehen würde, wären ja Deine Kollegen dort, die würden Dir helfen, einen Arzt rufen...
    Aber die PA hattest Du ja nicht in der Wohnung sondern auf der Arbeit...hmmm schwierig.
    Der Ansatz von Fels ist etwas esoterisch.
    Bei häufigem Mieterwechsel müssten da ja Unmengen an fremden Energien in Wohnungen stecken, negative wie postive je nach vorherigen Bewohnern.

    Bei mir war es zum Beispiel so, dass ich die beiden Zimmer meiner dort verstorbenem Großmutter nach deren Tod nur mit ungutem Gefühl betreten konnte.
    Ich hatte ein super Verhältnis zu meiner Großmutter und sie bewohnte zwei schöne Zimmer mit eigenem Bad im großen Haus meiner Eltern.
    Sie wurde gut umsorgt und es war ok. dass sie mit 95 Jahren starb. Ich hatte sie auch noch sterben gesehen und habe mich verabschieden können.

    Als sie dort nicht mehr lebte hatte ich mehrere Wochen lang ein Problem die Räume zu betreten. Ich glaub aber das ist nicht mit Deinem Fall vergleichbar, denn Du weißt ja rein gar nichts über Deine Vormieter oder die Historie des Hauses nehme ich an.

    Bist Du im Moment Single- da kann es einem schon mal vor den Wochenenden grausen, ein WE alleine in einer Wohnung kann lange sein. Ich kenne das aus Single- Zeiten auch, dass mir die Decke alleine in der Bude auf den Kopf fiel und ich rausgegangen bin. Spazieren und Schaufenster gucken, einfach um andere Menschen zu sehen und Bewegung zu haben.

    Denkst Du ein Umzug würde Dir helfen oder befürchtest Du das Phänomen tritt dann wieder auf? Ist das eine gute Wohngegend wo Du jetzt wohnst, oder wohnen da auch nicht so kompatible Leute in den Häusern in denen Du wohnst? Hast Du Angst vor Wohnungseinbruch oder so etwas?

    Forsche doch einfach mal ein bisschen über die Historie des Hauses und der Bewohner nach. Nen Wünschelrutengänger würde sicher nach Wasseradern suchen...
    Allzu esoterisch würde ich nicht herangehen (zumindest nicht, wenn es Geld kosten würde).
    Geändert von Elixia (04.05.2017 um 00:16 Uhr)


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    AW: Angst in der eigenen Wohnung??

    Dass es mit meinem Inneren zu tun hat, ist gar nicht unwahrscheinlich. Ich habe im Moment so eine Art 'Sinneskrise' und in den letzten Monaten viel darüber nachgedacht, was ich eigentlich mit meinem Leben anfangen will und was mir gefällt und was nicht. Kann schon sein, dass das so eine innere Unruhe mitbringt.

    Also, ein auslösendes Ereignis - hmm.. ich glaube, das mit der Geräuschempfindlichkeit hatte tatsächlich einen Auslöser. Ich hatte mich erst hier schon an die normale Geräuschkulisse gewöhnt und gar nicht mehr drauf geachtet. Dann hatte hier mal ein Nachbar mitten in der Woche eine Wahnsinns Schlagerparty, wo meine Wände wackelten und ich den Text verstehen konnte. Zum Glück war das nicht lang, aber es hat mich vllt ein Bisschen erschreckt und meine Aufmerksamkeit wieder auf die Geräusche gelenkt.

    Einsam.. hmm, ein Bisschen vielleicht schon? Ich bin eigentlich ganz gern alleine und brauche nicht viel Kontakt, aber evtl war es der Wechsel von einem Job, wo ich alle seit Jahren kannte und mochte zu einem neuen, wo eben erstmal alles wieder fremd war. Auch jetzt bin ich den Kollegen dort nicht so nahe wie vorher. Andere Freunde hab ich wenige. Single bin ich, war ich aber in der vorigen Wohnung auch die ganze Zeit, ich suche eigentlich nicht nach einer Beziehung.

    Ob ein Umzug helfen würde? Schwierig. Ich denke, zum Teil ja und zum Teil nein. In letzter Zeit geht mir das Stadtleben ein Bisschen auf die Nerven. Vorher hat mich das nicht so gestört, jetzt sehne ich mich des öfteren mal nach Ruhe und Natur. Ich war aber vorher auch noch in einer etwas ruhigeren Ecke. Sollte ich wieder in eine solche ziehen, oder gar aufs Land, würde ich mich bestimmt etwas ruhiger fühlen. Hier die Ecke gefällt mir nicht sooo, in der einen Richtung wirds schön, in der anderen Richtung ist so eine Art.. naja, nicht ganz sozialer Brennpunkt, aber halt eine nicht so tolle Gegend. Ich wohne so ein Bisschen auf der Schwelle von schön zu nicht so schön. Das fiel mir tatsächlich erst ne Weile nach Einzug auf. Angst vor Einbruch habe ich nicht, aber.. hmm ich fühle mich in diesem Umfeld einfach nicht so gut, ich finde es irgendwie.. ungemütlich?

    Ich fürchte, es ist eine Mischung aus inneren Faktoren und tatsächlicher Unzufriedenheit mit der Wohnung(sgegend). Ach manno, ich bin doch grad erst hergezogen

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    AW: Angst in der eigenen Wohnung??

    ...
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (14.09.2017 um 15:52 Uhr) Grund: Werbung gelöscht


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    AW: Angst in der eigenen Wohnung??

    Hallo. Bin vorhin durch Zufall auf deinen Beitrag gestoßen. Hab zwar gerade gesehen, dass dieser schon etwas zurückliegt, trotzdem würde mich interessieren, wie es dir jetzt in der Wohnung geht. Bei mir war es nämlich so ähnlich. Hab mir meine Wohnung zwar nett eingerichtet und trotzdem hab ich jede Gelegenheit genutzt um mehr oder weniger zu fliehen, weil ich irgendwie nicht zur Ruhe gekommen bin. Ich hab einige Monate gebraucht, um dies überhaupt jemandem anzuvertrauen. Ich hab dann in einer Beratung erfahren, was negative PSI-Felder sind, wie diese entstehen und auch welche Auswirkungen diese auf einen selbst bzw. auf die eigene Gesundheit haben können. Dieses Thema wird echt total unterschätzt!
    Liebe Grüße
    Sunshine


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    AW: Angst in der eigenen Wohnung??

    Sunshine 1
    Was sind denn negative PSI- Felder und was kann man dagegen machen? Mich würde es auch interessieren, wie es der TE heute geht?

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