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    panickattacken im Alltag - wann hört das endlich auf?

    Hallo,
    Das ist mein erstes mal, dass ich etwas in ein Forum schreibe. Ich weiß nicht wirklich was ich mir davon erhoffe, weil ich schon jede Hilfe die man sich vorstellen kann bekomme und es mir trotzdem nicht besser geht.

    Ich bin jetzt 27 Jahre alt und seit ich 16 bin leide ich unter Panikattacken. Der Auslöser war damals ein schwerer Magen-Darm-Infekt von dem ich mich zwar schnell wieder erholte, aber ich hatte danach immer die Angst dass ich mich in der Öffentlichkeit übergeben muss. Es hat sich bei mir mit der Zeit ein Ausgeprägtes Vermeidungsverhalten eingestellt und mein größtes Problem ist die Angst vor der Angst. Seit ich 18 bin nehme ich Antidepressiva in unterschiedlichen Dosen, je nachdem wie schlimm es gerade ist. Da ich schon immer sehr ängstlich und sensibel war und keine schlimme Kindheit oder etwaige traumatische Erlebnisse hatte, führe ich es auf einen Angeborenen Serotoninmangel zurück.
    Seitdem kämpfe ich mich durch wobei es mir teilweise sehr schwer fällt einfache Dinge zu tun wie zB Freunde treffen oder auf Arbeit zu gehen. Ich habe mein Studium abgeschlossen und mache gerade meinen Doktor. Ich habe seit vielen Jahren einen Freund mit dem ich zusammenlebe und der mich unterstützt. Ich führe ein sehr gutes Leben, wenn da nicht ständig diese Panikattacken bei den alltäglichsten Sachen wären. Ich fühle mich teilweise komplett lebensunfähig und einfach zu müde um weiter zu kämpfen. Seit ca. Einem Jahr mache ich auch eine Verhaltenstherapie und sie hilft mir auch, aber gestern erst habe ich wieder eine Geschäftsreise abgebrochen weil ich zwei Tage lang nur gezittert und geheult habe und nicht schlafen oder essen konnte. Jetzt bin ich wieder in einem tiefen Loch und am Sonntag wartet die nächste Geschäftsreise auf mich in Italien. Ich bin jetzt schon komplett fertig wenn ich nur allein an den Flug denke, aber ich weiß auch, dass es nur besser wird, wenn ich solche Situationen nicht vermeide. Ich weiß bloß nicht wie ich die Situation durchstehen soll. Und hier kommt ihr ins Spiel, vielleicht könnt ihr mir ja helfen? Ich weiß einfach nicht weiter und frage mich wie lange ich noch kämpfen muss...Entschuldigt bitte den langen Text.
    Liebe Grüße

  2. Inaktiver User

    AW: panickattacken im Alltag - wann hört das endlich auf?

    Auch, wenn die Verhaltenstherapie als DIE Therapiewahl bei Angststörungen genannt wird- muss das nicht bedeuten, dass es für Dich die beste Therapieform ist!

    Und auch, wenn der Zugang zu den Panikattacken sichtbar seit der Erkrankung scheint- ist es doch sehr wahrscheinlich, dass schon viel früher dafür Anzeichen vorlagen.
    Eine andere Therapieform erscheint mir daher durchaus stimmig, wenn die jetzige nicht greift.

    Angst vor der Angst kommt oft vor, wenn man einmal psychisch in einer Akutsituation war-- vielleicht tut es Dir ja gut zu wissen, dass das sehr viele Menschen ebenso kennen und Du nicht die Einzige damit bist

    Ich würde mir an Deiner STelle eine andere Therapieform suchen- ausprobieren.
    Entweder was die Kassen zahlen (tiefenpsychologisch fundiert, analytische Therapie, VT)- oder Du machst es privat und da gibt es ja sehr viele Richtungen die den Menschen in seiner Ganzheit (ganze Geschichte) sehen.

    Ich selbst habe die Psychobionik kennen gelernt und war damit sehr zufrieden /wenn es Dich interessiert kannst Du googeln)
    Es gibt wirklich unzählige Ansätze um dem Menschen zu helfen und ein wenig Ausprobieren wäre vielleicht auch gut für Dich- noch dazu ist meine Erfahrung, dass man auf dem Weg zu sich aus vielen Quellen trinkt.

    lg kenzia

  3. gesperrt

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    AW: panickattacken im Alltag - wann hört das endlich auf?

    Psychdrama fällt mir noch ein. Ist das das gleiche wie Psychobionik kenzia?

  4. Inaktiver User

    AW: panickattacken im Alltag - wann hört das endlich auf?

    Hallo silberdistli,

    nein- das ist was ganz anderes

    Psychodrama benötig mehrere Teilnehmer- das Geschehen wird ja "nachgestellt" und darin dann die Lösung erarbeitet. Es wird sicherlich mit Gefühlen gearbeitet also Hinspüren- aber es bleibt dennoch auf der bewussten Ebene

    Psychobionik- arbeitet 1:1- während der Klient in seiner Innenwelt (seinem Unterbewusstsein) "surft", sitzt der Psychobioniker neben dran und begleitet dieses Geschehen. Durch das Eintauchen in das Unterbewusstsein wird bei dieser Methode das bewusste Denken umgangen. Somit kommt man an Informationenm an die man mit bloßem Nachdenken niemals gekommen wäre.

    lg kenzia

  5. Inaktiver User

    AW: panickattacken im Alltag - wann hört das endlich auf?

    oh liebe Bammeltante,

    Du bist super, wenn ich lese, was Du alles hinkriegst trotzdem!!


    Gib nicht auf!

    Es werden bessere Jahre kommen- ganz sicher!!


  6. Inaktiver User

    AW: panickattacken im Alltag - wann hört das endlich auf?

    Also Meditation Kenzia?!

    Das wäre sicher auch etwas für die Bammeltante

  7. Inaktiver User

    AW: panickattacken im Alltag - wann hört das endlich auf?

    Bammeltante, in aller Kürze meine Denk_Anstöße:

    1. Viele Wege führen nach Rom. VT ist längst nicht für jeden Patienten zielführend. Alternativen wären beispielsweise Hypnotherapie oder Gestalttherapie - es gibt viele Angebote, aber sie müssen eben zum Patienten passen, nicht umgekehrt. Informiere Dich, und schau Dir das an, was DIR stimmig erscheint und Dich anspricht.

    2. Erschöpfung ist keine gute Basis für Veränderung. Ermögliche Deinem Organismus, sich zu erholen, damit Du Dich weniger ausgelaugt und erschöpft fühlst, ansonsten fehlt Dir eine wichtige Basis, um voran kommen zu können.

    3. Ernährung hat einen großen Einfluss. Je "zuckriger", kh-lastiger die Ernährung, desto nervöser und hibbeliger der Mensch. Das hängt mit den Stoffwechselprozessen zusammen - solange der Organismus auf Glukose Nachschub angewiesen ist, steht er unter enormem Stress. Das lässt sich über eine kh-reduzierte Ernährung ganz erheblich beruhigen.

    4. Körperbasierte Therapieformen können sehr hilfreich sein. Das muss nicht einmal ein psychotherapeutisches Verfahren sein - Feldenkrais beispielsweise kann erstaunliche Auswirkungen auf der psychischen Ebene haben. Kostet nicht die Welt, und macht obendrein Spass.

    5. Lerne, Dein Leben so einzurichten, dass es für Dich passt. Dazu könnte beispielsweise auch gehören zu überlegen, ob eine Tätigkeit, die mit vielen Reisen verbunden ist, derzeit das Richtige für Dich ist.

    Alles Gute für Dich!

  8. Inaktiver User

    AW: panickattacken im Alltag - wann hört das endlich auf?

    Bei Panikattacken in der Größenordnung wie sie die Patientin hat kommt man in der Regel mit Meditation überhaupt nicht weiter.

    Ich würde es auch mal in der Richtung Tiefenpsychologie gehen und Psychobionik wäre auch kein schlechter Ansatz.

    Deine Ängste könne viel früher angelegt worden sein, schon vor der Erkrankung, die der Auslöser war. Die Erkrankung hat dann erst für die Manifestierung gesorgt. Hier hilft es dann nicht, alleine nur mit VT zu arbeiten.

  9. User Info Menu

    AW: panickattacken im Alltag - wann hört das endlich auf?

    Vielen Dank für eure Hilfe und die Vorschläge, ich werde mich auf jeden Fall mal informieren über die verschiedenen Therapien die ihr vorgeschlagen habt
    Jetzt muss ich mir nur überlegen wie es jetzt erstmal in unmittelbarer Zukunft weiter gehen soll. Schließlich geht am Sonntag mein nächster Flieger zur Geschäftsreise...

  10. User Info Menu

    AW: panickattacken im Alltag - wann hört das endlich auf?

    Zitat Zitat von Bammeltante Beitrag anzeigen
    Jetzt muss ich mir nur überlegen wie es jetzt erstmal in unmittelbarer Zukunft weiter gehen soll. Schließlich geht am Sonntag mein nächster Flieger zur Geschäftsreise...
    Dummerweise wird ja Angst meist schlimmer wenn man sie loswerden will. Abwarten bis die Angst vorbei ist wartet man wahrscheinlich sehr lange und du versäum,st den Flieger

    Wenn du dir vorstellen könntest, was anders wäre, wenn du keine Angstattacken mehr hättest - Was würdest du dann in der Situation anderes tun - Was würde sich verändern? Mit solchen Bildern und Vorstellungen kannst du vielleicht einer Panik aus dem Weg gehen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass man im Vorfeld bis zu dem Ereignis oft schon sehr unruhig ist und da würde ich mir eben einfach mal eine andere Variante anschauen. Nimm den Zauberwürfel und stelle dir eine angstfreie Welt vor.

    Auf jeden Fall würde ich so Auslöser wie z. B. Hetze und unvollständig gepackten Koffer oder zu spät zum Flughafen vermeiden und mir alles schon heute soweit zusammenrichten und mich dann wahrscheinlich mehr mit dem Geschäftstreffen und dessen Inhalt beschäftigen und mich dafür gut vorbereiten. Das lässt dann schon mal keinen Raum für Panikvorstellungen. Ich würde auch vermeiden und mir kein was wäre wenn vorstellen

    Aber es sagt sich wahrscheinlich leichter, als es ist und von außen gesehen sowieso. Vielleicht hilft es dir trotzdem ein wenig

    Hast du kein Medikament für Angstzustände? Dafür gibt es doch einige auf dem Markt

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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