Ich habe Deinen Link aus Interesse aufgerufen. Da steht:
Am nächsten Morgen erinnern sich die Betroffenen nicht mehr. Es besteht eine Amnesie über die ganze Episode. Gelegentlich wird von Angstgefühlen, bruchstückhaften Traumbildern vor dem Aufwachen, selten von vollständigen Traumfolgen berichtet.
Die TE erinnert sich ja und leidet darunter von daher passt es wohl eher nicht.
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Thema: Todesangst in der Nacht
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04.11.2015, 20:33Inaktiver User
AW: Todesangst in der Nacht
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04.11.2015, 20:47
AW: Todesangst in der Nacht
Liebe Socks,
ich hoffe Du liest diese Zeilen bald, gerne auch mehr über PN. Ich kenne dies, was Du schreibst, so fing es bei mir auch an, mit der Angst vor dem Einschlafen, weil ich dachte, ich muss sterben. Jetzt zwei Jahre später kann ich Dir sagen, Dein Körper sendet Dir Signale, denn was Du erlebt hast, sind ziemliche traumatische Ereignisse, verbunden mit Stress, und und und....
Du hast eine beginnende Depression, daher solltest Du Dir schnellstens Hilfe bei Therapeuten, eventuell Klinikaufenthalt und auch Medikamente gegen Angst nehmen, um zur Ruhe zu kommen. Danach steht Dur ein weiter Weg bevor. Aber ich versichere Dir, es geht weg!!!!!! Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Liebe. Und für heute Nacht, Atmen und versuchen das Gedankenkarussell zu stoppen.
Liebe Grüße, Wanda
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04.11.2015, 20:53Inaktiver User
AW: Todesangst in der Nacht
Da hast Du Recht, Simpleness, Du liest aufmerksam
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Da ich das aber mal selber hatte, und mich ebenfalls erinnern konnte (entwickelte sich aufgrund einer traumatischen Verlustsituation im Kleinkindalter, was ich erst Jahrzehnte später begriff), als Kind und auch später als Erwachsener, trat "es" wieder auf, könnte ich mir vorstellen, dass (auch) das möglich wäre.
Meine Träume sind übrigens lange Geschichte. Endete sehr schnell, mit Abbruch einer Destruktiven Beziehung, aber ... das nur am Rande.
Was ich sagen will. Der direkte psychische und verbale Druck ging einher mit dem Wieder-Auftreten dieser Art von Albträumen.
Trigger, egal, in welchem Zusammenhang, können so eine Kette an Reaktion auslösen, was auch immer das Ventil ist.
Die Te, und damit an Dich, liebe Socks, sollte das alles abklären lassen, ich glaube, da sind wir uns auch alle einig (wie schön!).
Herzlich,
narrare.
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04.11.2015, 21:38
AW: Todesangst in der Nacht
Hallo Socks,
ich denke ich kenne das was du beschreibst.
In manchen Nächten habe ich es 3 oder 4 mal. Dann wieder ein halbes Jahr nicht. Ich sitze senkrecht im Bett und schnappe nach Luft und habe das Gefühl, dass ich erstickt wäre, wenn es eine Sekunde länger gedauert hätte. Manchmal schreie ich: "Jetzt sterbe ich"... Ich weiß nicht was das ist. Meine Väter hat es seit er 30 Jahre ist. Bei mir hat es mit 25 angefangen.
Was sich für Außenstehende sicher sofort psychosomatisch anhört (vor allem mit deiner Vorgeschichte) muss es aber nicht zwingend sein. Ich habe es z.B. nur wenn ich auf dem Rücken oder der Seite schlafe. Vielleicht drückt das Gewicht der Brust so stark, dass es unterbewusst als erdrückend wahrgenommen wird. Vielleicht ist es orthopädisch bedingt (Verspannungen, Verkrampfungen) Diese können dann natürlich auch psychosomatische Ursachen haben. Müssen sie aber nicht.
Eine interessante Sache zum Erdrückungsgefühl: Wusstest du das der Begriff "Albtraum" daher rührt, dass man früher dachte dass sich hässliche Vogelgestalten mit Namen Alb auf die Brust setzten und böse Träume brachten? Das gibt für mich schon ein Bild.
Also: Grundsätzlich ist therapeutische Hilfe bei dem was du durchstehst nicht verkehrt und ich würde dir dies auch wünschen.
Aber das Hochschrecken muss jetzt kein Hilfeschrei deiner Seele sein. Vielleicht bist du nur sehr verspannt.
Nimm mal andere Schlafpositionen ein. Ach und einen Selbstmassage des Sternum hat bei mir auch geholfen.
Ich hoffe es geht dir bald besser. Viel Kraft!
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05.11.2015, 11:03
AW: Todesangst in der Nacht
Vielen Dank für Eure Antworten und dafür, dass Ihr meine Sorgen ernst nehmt.
Vergangene Nacht war es wieder schlimm, erst gegen 2 Uhr habe ich Ruhe gefunden und konnte durchschlafen. Diese Erlebnisse sind jedoch immer sehr nachhaltig und verursachen ein mulmiges Gefühl.
Neu ist mir, dass ich ohne die Verordnung meines Hausarztes zu einem Therapeuten marschieren kann. Bei meiner Traumatherapie lief es so ab, dass mir die Therapeutin (sie wurde mir empfohlen, ich hatte Kontakt aufgenommen und ich durfte zu einer Kennenlernstunde kommen) ein Formular gegeben hat, welches der Hausarzt ausfüllen musste und das ich dann bei meiner KK einreichte. Anschließend kam die Genehmigung für die Therapie von der KK.
Damals war das allerdings ein anderer Hausarzt, wir sind umgezogen. Mein jetziger Hausarzt ist ein wenig hemdsärmelig, ich mag ihn und halte ihn für kompetent. Ich habe ihm erzählt, dass ich eine Traumatherapie gemacht habe und aus welchen Gründen (ich wurde von einem Hund angefallen und sehr schwer verletzt, ich musste oft operiert werden), das konnte er verstehen, er meinte aber, man dürfe sich nicht dauernd mit seiner Vergangenheit beschäftigen, sondern solle nach vorne schauen.
Die Hundeattacke ist für mich abgeschlossen. Sie hat mein Leben nachhaltig verändert, ich musste meine Arbeit aufgeben, weil ich nicht mehr mit Kunden in Kontakt treten konnte (Narben im Gesicht). Ich hatte eine tolle Therapeutin, es war eine schwere Zeit, aber ich kann mit dem Thema heute gut umgehen. Keine Umwege mehr, wenn ich beim Spaziergang von weitem einen Hund sehe, keine Ausreden mehr, wenn ich bei Bekannten eingeladen bin, die grosse Hunde haben.
Ich habe das meinem Hausarzt erklärt, werde aber das Gefühl nicht los, er schiebt bei mir schnell alles auf die psychosomatische Schiene. Mein Blutbild war okay, die Schilddrüse ist in Ordnung, das Herz pocht munter - die Frau hat einfach viel um die Ohren und ist nervös. Ich mag deshalb gar nicht hin und mir eine Überweisung für eine Therapie holen und wäre erleichtert, wenn ich das ohne ihn einsteuern könnte.
Was ich jetzt plane: ich möchte in der kommenden Woche bei meiner KK vorbeischauen, die haben ein großes Beratungscenter in der Nähe. Ich brauche eine Therapeuten-Empfehlung, da ich hier niemanden kenne, der mir einen Therapeuten empfehlen kann.
Alles, was ich von mir aus tun konnte, um die Sache in den Griff zu bekommen, habe ich getan: abends nur leichte Kost, auch was TV/Lesestoff angeht, keine Aufregung, warmes Bad, Milch mit Honig, Gute-Nacht-Tee, mein Schlafzimmer ist ein angenehmer Ort, ich fühle mich dort sehr wohl. Auch Entspannungsübungen kenne ich von einer Reha und meiner Traumatherapie.
Ich wünsche mir so sehr, dass es eine Störung ist, die aus der belastenden Situation der vergangenen Zeit resultiert und die ich in den Griff bekommen kann.

Socks
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05.11.2015, 11:39
AW: Todesangst in der Nacht
Hi Socks,
das hat man ja manchmal, daß an sich gute Ärzte bei einem Thema einfach ihre Weltsicht haben und da kommt man dann nicht weiter...
Wenn du zur KK gehst *und das noch nicht abgeklärt ist*, frag auch wegen Schlafapnoe/Schlaflabor. Wäre ja blöd, wenn die Therapie in dem Punkt versagt weil es körperlich ist, so was frustriert. (Manchmal wird das "auf Anschein" ausgeschlossen, wenn man dünn, oder eine Frau unter 50 ist. Das ist mMn nur in Ordnung wenn man *nicht* nachts mit Erstickungsgefühlen aufwacht.)** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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05.11.2015, 11:53Inaktiver User
AW: Todesangst in der Nacht
Die Krankenkasse wird dir nicht helfen so wie du es bräuchtest. Ein Therapeut muß zu dir passen. Das kannst nur du selbst beurteilen. Wo es Therapeuten gibt, kannst du dem Branchenbuch entnehmen oder via Internet. In der Regel ist das finden eines Therapeuten nicht das Problem, das Problem besteht darin, einen Termin zu bekommen und da kann die Krankenkasse in der regel auch nicht helfen.
Suche dir Adressen von Therapeuten in deinem Umfeld aus und rufe an und frage nach einem Termin. Die Kompatibilität eines Therapeuten kansnt du durch sogenannte probatorische Sitzungen testen. Die Krankenkasse zahlt, insofern eine Verordnung für eine Therapie ausgestellt wurde, was der Hausarzt machen kann, 5 Stunden ohne vorherige Genehmigung eines Antrages. Erst ab der 6. Stunde ist ein genehmigter Antrag notwendig für die Kostenübernahme.
Du kannst mit den 5 Stunden Therapeuten sozusagen ausprobieren. Diese Stunden müssen nicht über einen Therapeuten laufen. Damit kann man schonmal grundsätzlich schauen, ob überhaupt eine Kompatibilität gegeben ist. Ob das nachher entgültig passt, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Manchmal merkt man erst später, dass man einfach nicht klarkommt mit dem Therapeuten. Dann wird ein wechsel zwar schwieriger aber ist dann auch nicht unmöglich.
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05.11.2015, 20:30
AW: Todesangst in der Nacht
Gesetzlich Versicherte können Psychotherapeuten mit Kassenzulassung selbständig aufsuchen, ohne Überweisung (Psychotherapien werden ohnehin nicht verordnet).
Je Psychotherapeut steht dem gesetz. Versicherten 5 Probatorische Sitzungen zu. Und das hat rein garnicht mit einer Überweisung zutun. Jeder gesetz. Versicherte kann so viele kassenzugelassene Psychotherapeuten aufsuchen wie er will und hat jedes Mal das Anrecht auf 5 Probatorische Sitzungen vor der Unterzeichnung des Antrags auf Kostenübernahme.
Grüße
LuftpostGeändert von Luftpost (05.11.2015 um 20:36 Uhr)
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07.11.2015, 15:37
AW: Todesangst in der Nacht
Luftpost, bist Du da ganz sicher, dass man so viele kassenzugelassene Therapeuten zu jeweils maximal fünf probatorischen Sitzungen aufsuchen darf, wie man möchte?
Wo kann man das bitte genau nachlesen? Kannst Du das mal verlinken? Das wären ja dann bei fünf Theras, gegebenenfalls bereits 25! Sitzungen, da kann ich mir nicht vorstellen, dass eine gesetzliche Krankenkasse da mitmacht.
Und da kann man dann noch locker so weitermachen, da das für unbegrenzt viele verschiedene kassenzugelassene Theras gilt?
Das würde ich gerne mal nachlesen können.
Ich glaube eher, dass man insgesamt ein Kontingent von fünf probatorischen Sitzungen zur Verfügung hat, die man auf maximal fünf unterschiedliche Theras mit Kassenzulassung verteilen kann.
@socks
Dein Hausarzt in allen Ehren, aber wenn Du schon das Gefühl hast, der HA will dich auf die psychosomatische Schiene abstellen ( ist ja auch billiger für ihn, belastet das Kassenbudget) weniger, würde ich mindestens mal einen guten Internisten und evtl. auch einen Endokrinologen und Neurologen aufsuchen.
Bist Du mal kardiologisch gründlich durchgecheckt worden mit Langzeit- EKG, Herzecho, Langzeit-Blutdruckmessung?
Häufig schrecken Patienten mit Herzrhythmusstörungen nachts aus dem Schlaf und die Herzrhythmusstörungen sind auf einem Langzeit-EKG nachweisbar. Diese Störungen führen oft zu Angst und Unwohlsein bei den Betroffenen.
Sie können gefährlich, aber auch harmlos sein, das muss ein Kardiologe beurteilen.
Des weiteren gibt es bei Bluthochdruck- Patienten, den sog. Non-dipper, der Blutdruck sollte im Normalfall nachts am niedrigsten und niedriger als tagsüber sein.
Beim Non-dipper kommt es jedoch nachts zu höheren Blutdruckwerten als tagsüber was auch zum Aufschrecken aus dem Schlaf führen kann, der Non-dipper hat eine sehr viel höhere Gefährdung für Herzinfarkt und Schlaganfall.
Weiteres was hier schon geschrieben wurde, Ausschluß von Schlafapnoe ist wichtig.
An welchen Blutwerten genau, macht Dein Hausarzt den Ausschluß einer Erkrankung der Schilddrüse fest? Üblicherweise messen Hausärzte nur den TSH Wert und behaupten dann fälschlicherweise, es sei alles in Ordnung, denn mehr Werte bekommen sie nicht von der Kasse bezahlt.
Der TSH- Wert reicht jedoch nicht aus, mindestens sollten noch FT3 und FT4 gemessen werden und idealerweise die Schilddrüsen Autoantikörper bestimmt werden um eine Autoimmunerkrankung auszuschließen.
Dafür gehst Du am besten zu einem Endokrinologen, der hat auch das entsprechende Budget für die Tests und außerdem das notwendige Spezialwissen.
Dass Du leider eine Traumatisierung hast, schließt ein organisches Leiden ja nicht aus, man kann auch Läuse und Flöhe haben...
Und wie hier schon jemand meiner Vorschreiber anführte würde ich mehrere Fachärzte aufsuchen und alles gründlich untersuchen lassen.
Einen Psychotherapeuten kannst Du trotzdem aufsuchen, unabhängig von den anderen Ärzten.Geändert von Elixia (07.11.2015 um 15:44 Uhr)
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07.11.2015, 19:12Inaktiver User
AW: Todesangst in der Nacht
Das ist falsch! Fünf probatorische Sitzungen pro Therapeut!
http://www.psychotherapie-netzwerk.d.../faq/faq03.pdfGeändert von Inaktiver User (07.11.2015 um 19:22 Uhr)



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