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  1. Inaktiver User

    AW: Wiederkehrende Ängste vor dem Sommer

    Zitat Zitat von Janta Beitrag anzeigen
    Ich schwanke immer zwischen sehr viel Aktivität und Erstarren...
    Hast Du denn so gar keine Idee was Dir gut tun könnte, was Du brauchst?

  2. Inaktiver User

    Wiederkehrende Ängste vor dem Sommer

    Janta - wie geht's Dir gerade? Brauchst Du ein bißchen Ablenkung?

  3. Inaktiver User

    AW: Wiederkehrende Ängste vor dem Sommer

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    dass so eine ausgeprägte Angst so völlig aus
    dem Nichts auftaucht, wäre mir neu. Entweder Ängste werden anerzogen,
    man wird sozusagen entsprechend konditioniert - oder es gibt konkrete Auslöser,
    die derartige Assoziationen mit sich bringen.

    Hallo...und Moment mal: ich möchte hier ganz dringend widersprechen. Inzwischen weiß man, dass Ängste auch OHNE konkreten Auslöser oder Erziehung (also quasi "grundlos") entstehen können. Das ist sogar die etwas schwierigere Variante, denn HAT man einen Auslöser, kann man mit Verhaltenstherapie (VT) de-konditionieren. Dazu wird ein Stufenplan aufgestellt und konsequent abgearbeitet. D.h., die VT sieht die Ängste eher als "gelernt" an und sie können deshalb auch wieder "verlernt" werden. Da gibt es wirklich großartige Erfolge z.B. bei Flugangst, Klaustrophobie etc....

    Es ist für analytische Menschen manchmal schwer auszuhalten, dass die GRÜNDE für eine Angst vollkommen nebensächlich und uninteressant sein können.
    De facto zeigt sich aber, dass in einer Psychoanalyse Ängste zwar auslösermäßig aufgedeckt aber meistens dann noch schlimmer werden. Habe ich gerade selbst wieder erlebt bei einer Freundin, deren Angst, den Herd auszustellen zu vergessen, in 5 Jahren Analyse vollkommen erklärbar, aber auch schlimmer wurde - jedoch braucht sie nun eine VT, um die Angst schlichtweg loszuwerden. Das hat ihr ihre Therapeutin (Analytikerin) sogar gesagt und auch dazu geraten. Das ist nicht etwa inkompetent.

    Ich hab Psychologie studiert und interessehalber viele Seminare an der Uni zum Thema Analyse belegt.
    Der gesamte Kurs der Psychologue steuert wissenschaftlich jedoch eher zur VT. Gerade bei Kindern, die Ängste entwickelt haben, macht das auch sehr großen Sinn, denn die legt man nicht für 5 Jahre Analyse "auf die Couch".

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Es heißt nicht umsonst "wo die Angst ist, ist der Weg".
    Auch hier: das macht in VT keinen Sinn - manchmal ist auch die Abkehr von der Angst der Weg. Und da werden Ablenkungsfähigkeit, Eigeninstruktionen, Ignorieren können, Selbstberuhigung etc zu ganz wichtigen Quellen und Ressourcen.

    Viele meinen immer noch, Aufdeckung einer Ursache wäre gleich Beseitigung des Problems. Aus der Resilienzforschung weiß man aber inzwischen, dass zB Ignorieren können oftmls eine gesunde Art ist, mit versch. Problemen umzugehen.

    Das gilt zB auch bei der Schmerzbehandlung (jetzt bei chronischen Schmerzen) - es nützt nichts zu wissen, dass ich das von Rheuma, Fibromyalgie oder Entzündungen habe. Die Schmerzen bleiben.

    Wichtiger ist hier die Ressource der sog. "Aufmerksamkeitslenkung" = bin ich fähig, meine Aufmerksamkeit so zu lenken, dass ich meine Umgebung mehr wahrnehme und den Fokus anders setze als auf den Schmerz - ähnlich wie ein Foto, bei dem der Vordergrund verschwommen ist und der Hintergrund glasklar rüberkommt. Man kann den verschwommenen Vordergrund (das wäre jetzt in unserem Fall der Schmerz) immer noch erkennen, aber der Hintergrund bekommt mehr Power und Aufmerksamkeit.

    @Janta:
    Und genau DAS Verfahren schiene mir bei dir, Janta, eine echte Möglichkeit. Also Aufmerksamkeitslenkung. Vielleicht fragst du deine Therapeutin mal danach.

    Auch EMDR kann sehr hilfreich sein. Auch da geht es um einen verschiebbarenb Fokus.

    Lieben Gruß an dich Janta - ich habe zB chronische Schmerzen, deshalb schrieb ich das alles. Ich fand es wichtig, dir zu antworten.

    Chelmy

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    AW: Wiederkehrende Ängste vor dem Sommer

    Hallo ,

    mir geht es diesen Sommer schon sehr schlecht, diese vielen Hitzewellen und vor allem die große Trockenheit machen mir sehr schwer zu schaffen.
    Aushalten tu ich das Ganze nur durch wiederholte Fluchten in die Alpen. Dort kann ich mir einreden das alles gar nicht so schlimm ist, da die Umgebung grün ist und die Natur dort gut und ganz normal aussieht.

    Aber ich muss natürlich immer wieder zurück, muss arbeiten und meine Kinder versorgen, was mir sehr schwer fällt.

    Die nächsten drei Wochen muss ich hier bleiben, daran führt kein Weg vorbei....

    Ich glaube auch es ist für mich besser zu lernen die Aufmerksamkeit auf andere Dinge zu lenken, so wie das ja andere Menschen auch machen. Für die meisten Menschen sind verdorrte Pflanzen keine direkte Bedrohung, für mich schon...

    Ich muss diesen Sommer hier noch irgendwie überstehen, ab dem Herbst will ich im Winter mehr arbeiten um mir im Sommer mehr Fluchtmöglichkeiten geben zu können.

    Ich werde meine Therapeutin aber wirklich darauf ansprechen die Gedanken in andere Richtungen lenken zu können. Das muss ich lernen, sonst gehe ich wirklich bald auf dem Zahnfleisch!


    Vielen Dank für eure Anregungen und Gedanken!

  5. User Info Menu

    AW: Wiederkehrende Ängste vor dem Sommer

    Ich habe mir gerade mal deine Problemlage durch gelesen. Ich bin selbst von Angst und Panik betroffen. Meine Ängste sind nicht an bestimmten Ereignisse fest zu machen, also sehr schwer ran zu kommen.
    Wegzuziehen halte ich für falsch. Das ist ein wegrennen vor der Ursache. Der Keim muss erkannt und behandelt werden.

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