Nun vielleicht ist schöne Erfahrung etwas zu viel gesagt, ich habe das eher so gemeint, dass man die Erfahrung macht mit der Therapeutin zusammen eine Panikattacke zu überstehen und zu merken wie das schreckliche Gefühl wieder vergeht. Vielleicht trifft es eher, es war sehr intensiv mit positivem Ausgang und hat mir gezeigt, dass so ein Anfall nicht das Ende der Welt ist!
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17.05.2015, 18:36
AW: Wiederkehrende Ängste vor dem Sommer
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17.05.2015, 18:42
AW: Wiederkehrende Ängste vor dem Sommer
Ja diesen Gedanken hatte ich auch schon, ob ich dann nicht einfach andere Ängste entwickle, einfach weil ich der Typ dafür bin??
Früher hatte ich oft auch andere Ängste. Allerdings habe ich mich von meiner ganzen Psyche schon insgesamt weiterentwickelt, nur diese Sommerangst ist geblieben und hat sich leider über gut 10 Jahre verstärkt, bis ich soweit war zur Therapie zu gehen.
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17.05.2015, 19:01
AW: Wiederkehrende Ängste vor dem Sommer
O.k. das verstehe ich. Das ist ja auch gut und richtig, damit umgehen zu lernen. Jedoch vor allem unter dem Aspekt, dass du von auch anderen Ängsten in der Vergangenheit sprichst -ist die Konfrontation denn die einzige Behandlung, die du erhälst? Da steckt doch etwas hinter den Ängsten (und ich empfinde es momentan als wahnsinnig mühselig, einen Gesamtüberblick deiner Therapie von dir zu bekommen). Bist du denn selber der Meinung, du müsstest "nur" diese spezielle Angst in den Griff bekommen -und alles wäre gut?
Die höchste Form der Hoffnung ist die überwundene Verzweiflung.
Albert Camus
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17.05.2015, 19:04Inaktiver User
AW: Wiederkehrende Ängste vor dem Sommer
"weil ich der Typ dafür bin" (Ängste zu entwickeln)
hey, das ist eine Festlegung- DA würde ich mal dahinterschauen.........
willst sie denn wirklich grundlegend bearbeiten/loswerden??
Wünsche Dir alles Gute, bin jetzt raus....
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17.05.2015, 19:15
AW: Wiederkehrende Ängste vor dem Sommer
Ja in meiner Therapie waren die Ängste in der Vergangenheit schon auch ein Thema, meine Therapeutin meint ich bin ein Mensch der sensibel auf alles was in meinem Umfeld passiert reagiert. Dies allerdings im positiven wie im negativem Sinn, ich empfinde auch Freude stärker!
Es ist auch schwierig einen Gesamtüberblick über meine Therapie zu geben. Am Anfang habe ich viel über mich und meine Angst geredet, dann war eine Phase in der wir zusammen versucht haben die Ursache zu finden, da meine Therapeutin der Gedanke kam dies könnte mit einem Trauma zusammenhängen. Dann ging es viel darum die schwierigen Phasen zu überstehen, meine Tagesabläufe umzugestalten etc. Nebenher reden wir schon über alles andere was mich so bewegt. Und immer geht es auch um positive Gedankengänge, zum Beispiel das sich die Natur immer wieder erholt, etc.
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17.05.2015, 19:17
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17.05.2015, 20:18
AW: Wiederkehrende Ängste vor dem Sommer
Von der speziellen Angst habe ich noch nie gehört.
Generell finde ich bei Angst kopflastige Ansätze gar nicht so schlecht, wenn die Angst akut hier ist.
so in der Art: die Wetterstatistik der letzten hundert Jahre studieren und feststellen: der Regen kam immer wieder zurück. Immer! Zum Wasserhahn gehen, ihn aufdrehen und merken: Wasser kommt raus. Pflanzen giessen ist möglich. In den Supermärkten gucken: die haben regalweise Wasser. Und dabei im Moment bleiben: hier und jetzt ist Wasser da. Hier und jetzt kann ich eine Giesskanne oder einen Schlauch nehmen und den Garten giessen, wenn ich das will... ausserdem sind viele Pflanzen extrem robust. Die können bei Trockenheit in eine Art Schlaf versinken, doch sobald der Regen zurück kommt, schiessen sie nur so in die Höhe.
Man kann auch die Symbolik betrachten: Wasser symbolisiert das Unbewusste - und macht den grössten Teil aus von allem, was ist. Erde, fester Boden, symbolisiert das Bewusste. Eine Pflanze bringt also das Wasser (das Unbewusste) in die Erde hinein (das Bewusste) und dadurch entsteht Fruchtbarkeit, blühendes Leben, Vielfalt, Kreativität. Eine vertrocknete Pflanze ist ähnlich wie ein Mensch, der die Verbindung zu seinem Unbewussten verloren hat - der Intuition, die Fähigkeit zu fühlen, verloren hat, und nur noch steril und quasi wie ein Automat handelt. Ebenso den Humor verloren hat (humores = Säfte, Flüssigkeiten).
keine Ahnung ob dich da was anspricht, aber solche symbolischen Überlegungen (die brauchen durchaus Zeit und Geduld und auch ein gewissen Brüten, bis man unter die Oberfläche kommt) helfen mir, den Hintergrund der Sache zu verstehen. Die Ursache will ich gar nicht unbedingt kennen - meist bringt das nicht so viel. Es kommt einer mit gebrochenem Bein zum Arzt, und mach das jetzt einen Unterschied, ob der eine Treppe runtergefallen ist oder beim Skifahren gestürzt? - gebrochen ist gebrochen. so ähnlich sehe ich das auch bei Ängsten.
gruss, barbara
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17.05.2015, 22:39Inaktiver User
AW: Wiederkehrende Ängste vor dem Sommer
Geändert von Inaktiver User (18.05.2015 um 11:40 Uhr)
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18.05.2015, 07:05
AW: Wiederkehrende Ängste vor dem Sommer
BaE:
Danke für Deine Tipps, davon werde ich sicher welche aufgreifen. Das mit dem Gießen mache ich sehr eifrig, allerdings muss ich mir selber eine Grenze aufzeigen was ich alles gieße, da ich schlecht mein komplettes Umfeld mit Wasser versorgen kann. Aber der Gedanke dass Pflanzen eigentlich sehr robust sind ist wirklich sehr tröstlich! Und auch das Leben im Moment und nicht gleich zu denken, dass alles immer in den nächsten Wochen viel schlimmer wird ist auch gut!
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18.05.2015, 07:15
AW: Wiederkehrende Ängste vor dem Sommer
Nein diese Angst ist im Sommer 2003 entstanden, ich hatte meine Kindheit und Jugend am Alpenrand verbracht, wo es sehr viel regnet und der Sommer 2003 hat in der Gegend wo ich mich dann befunden habe alle meine Vorstellungen von einem Sommer gesprengt. Und verstärkt wurde das Ganze bei jeder darauffolgenden Trockenphase.



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