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  1. Inaktiver User

    Keine Psychotherapie bei Panikattacken?

    Meine Schwiegermutter leidet seit geraumer Zeit unter Panikattacken und hat sich deshalb auf eigenen Wunsch für einige Wochen in eine Klinik begeben. Dort wurde dann die Diagnose Depression gestellt, sie wurde medikamentös eingestellt und dann wieder entlassen.
    Die Panikattacken sind so schlimm wie vorher und ich habe sie gefragt, wie es denn nun weitergehen solle und wie sie die Angst in den Griff kriegen könnte. Sie solle einen Therapeuten aufsuchen, wurde ihr gesagt, dann zeigte sie mir das Entlassungsschreiben aus der Klinik, aber da steht diesbezüglich nichts drauf. Es werden nur die Kürzel für die Depressionsdiagnose angegeben (habe ich gegoogelt) und die Medikamente aufgeführt.

    Jetzt bin ich ratlos. Das Schreiben ist ja für den Hausarzt gedacht, aber wenn dort nichts von einer empfohlenen Psychotherapie steht, wird er doch keine verschreiben, oder doch? Man kann doch nicht "einfach so" zum Psychologen/Psychiater gehen, wenn man kein Okay von der Krankenkasse hat.
    Kennt sich jemand aus und mag mal schreiben?

  2. Inaktiver User

    AW: Keine Psychotherapie bei Panikattacken?

    Hatte eine Gesprächstheraphie deshalb.
    Mein Hausarzt hat den Antrag fertiggemacht, bei der Krankenkasse eingereicht,
    genehmigt und dann hatte ich meine Theraphiestunden.

    Sie kann sich auch einen Therapheuten suchen und der stellt den Antrag.

    Alles Gute

  3. Inaktiver User

    AW: Keine Psychotherapie bei Panikattacken?

    Man geht in so einem Fall zu einem Facharzt für Psychiatrie, der dann erst einmal schaut, was deiner Schwimu wirklich helfen kann. Diese Fachärzte überweisen dann meist an einen Therapeuten, bzw. geben eine Überweisung und Adressen von Therapeuten, wo man dann nachhakt wegen einem Therapieplatz.

    Selbst Therapie machen können die Fachärzte nur in begrenztem Umfang in ihrem Patientenstamm, alleine schon wegen des enormen zeitbedarfs.

  4. gesperrt

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    AW: Keine Psychotherapie bei Panikattacken?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Meine Schwiegermutter leidet seit geraumer Zeit unter Panikattacken und hat sich deshalb auf eigenen Wunsch für einige Wochen in eine Klinik begeben. Dort wurde dann die Diagnose Depression gestellt, sie wurde medikamentös eingestellt und dann wieder entlassen.
    Die Panikattacken sind so schlimm wie vorher und ich habe sie gefragt, wie es denn nun weitergehen solle und wie sie die Angst in den Griff kriegen könnte. Sie solle einen Therapeuten aufsuchen, wurde ihr gesagt, dann zeigte sie mir das Entlassungsschreiben aus der Klinik, aber da steht diesbezüglich nichts drauf. Es werden nur die Kürzel für die Depressionsdiagnose angegeben (habe ich gegoogelt) und die Medikamente aufgeführt.

    Jetzt bin ich ratlos. Das Schreiben ist ja für den Hausarzt gedacht, aber wenn dort nichts von einer empfohlenen Psychotherapie steht, wird er doch keine verschreiben, oder doch? Man kann doch nicht "einfach so" zum Psychologen/Psychiater gehen, wenn man kein Okay von der Krankenkasse hat.
    Kennt sich jemand aus und mag mal schreiben?
    Doch, das ist schon im Ordnung so.

    Jeder Mensch der meinst das er eine Psychotherapie braucht, kann sich mit diesem Anliegen an einen ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten wenden. Entscheidend ist der Wille des Patienten an seinem Problem psychotherapeutisch arbeiten zu wollen.
    Adressen von kassenzugelassenen Psychotherapeuten sind bei der Kassenärztlichen Vereinigung deines Bundeslandes erhältlich, googlen.

    Es ist keine Überweisung nötig. Die Kosten werden bei gesetzlich versicherten Patienten von ihrer Krankenkasse übernommen. Der Psychotherapeut fülllt das Antragformular aus und der Patient unterschriebt.
    Jedem Patienten stehen 5 Probatorische Sitzungen zu, um zu prüfen ob er mit diesem Psychotherapeuten zusammen arbeiten kann.

    Zusätzlich sollte man sich als Depressiver Patient in die Behandlung bei einem Facharzt für Psychiatrie begeben, der die medikamentöse Therapie leitet (auch hier ist keine Überweisung nötig). Zudem geben manche Fachärzte für Psychiatrie Listen mit Adressen von Psychotherapeuten herraus.
    Adressen von niedergelassenen Fachärzten für Psychiatrie findest Du im Telefonbuch unter Ärzte, oder im www.

    Der Hausarzt ist mit all diesen Fragen und der medikamentösen Therapie in der Regel überfordert.

    Grüße
    Luftpost
    Geändert von Luftpost (10.05.2015 um 21:24 Uhr)

  5. gesperrt

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    AW: Keine Psychotherapie bei Panikattacken?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hatte eine Gesprächstheraphie deshalb.
    Mein Hausarzt hat den Antrag fertiggemacht, bei der Krankenkasse eingereicht,
    genehmigt und dann hatte ich meine Theraphiestunden.

    Sie kann sich auch einen Therapheuten suchen und der stellt den Antrag.

    Alles Gute
    Der Antrag auf Kostenübernahme wird immer von Therapeuten ausgefüllt, nie von Hausarzt.
    Der Hausarzt erstellt einen konsularischen Bericht über den Gesundheitszustand des Patienten, wenn die Psychotherapie bei einem psychologischen Psychotherapeuten stattfindet.

    Grüße
    Luftpost

  6. Inaktiver User

    AW: Keine Psychotherapie bei Panikattacken?

    Zitat Zitat von Luftpost Beitrag anzeigen
    Der Antrag auf Kostenübernahme wird immer von Therapeuten ausgefüllt, nie von Hausarzt.
    Der Hausarzt erstellt einen konsularischen Bericht über den Gesundheitszustand des Patienten, wenn die Psychotherapie bei einem psychologischen Psychotherapeuten stattfindet.

    Grüße
    Luftpost
    Danke für die Korrektur.
    mein Hausarzt ist auch Facharzt für Psychotherapie, deshalb stellte er den Antrag.

  7. Inaktiver User

    AW: Keine Psychotherapie bei Panikattacken?

    Vielen, vielen Dank für eure Antworten, sie waren sehr hilfreich!

    Jetzt beginnt also die Therapeutensuche, aber die wird wohl nicht einfach werden, meine Schwiegermutter probierte es heute bei drei Therapeuten: einer nimmt nur Privatpatienten, einer behandelt nur begleitend bei schweren Krebserkrankungen und beim dritten wurde sofort abgewiegelt, weil er das nächste halbe Jahr komplett ausgebucht ist. Das ist nicht ermutigend. Ein paar Therapeuten in ihrer Stadt gibt es noch, aber wenn man da auch abgewiesen wird? Sie traut sich aufgrund ihrer Panikattacken nicht, weite Strecken in die Nachbarstadt zu fahren.

  8. gesperrt

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    AW: Keine Psychotherapie bei Panikattacken?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielen, vielen Dank für eure Antworten, sie waren sehr hilfreich!

    Jetzt beginnt also die Therapeutensuche, aber die wird wohl nicht einfach werden, meine Schwiegermutter probierte es heute bei drei Therapeuten: einer nimmt nur Privatpatienten, einer behandelt nur begleitend bei schweren Krebserkrankungen und beim dritten wurde sofort abgewiegelt, weil er das nächste halbe Jahr komplett ausgebucht ist. Das ist nicht ermutigend. Ein paar Therapeuten in ihrer Stadt gibt es noch, aber wenn man da auch abgewiesen wird? Sie traut sich aufgrund ihrer Panikattacken nicht, weite Strecken in die Nachbarstadt zu fahren.
    Wie wäre es, wenn sie erst mal einen Facharzt für Psychiatrie aufsucht? Dieser sollte ohnehin die medikamentöse Therapie leiten und er bietet auch regelmäßige Gespräch an.

    Grüße
    Luftpost

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