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  1. Inaktiver User

    Angst vor Injektionen, Blutabnehmen ect

    Es ist kindisch, albern und lächerlich und mir total peinlich:
    ich habe panische Angst vor Nadeln.
    Vor Blutentnahmen drücke ich mich so lange es geht, und wenn, dann bitte nur im Liegen und hinsehen darf ich schon mal gar nicht.
    Mir wird heiß, dann werde ich ganz schwach, mir wird übel, und ich bin sogar schon umgekippt.
    Ähnlich gehts mir, wenn ich eine Injektion bekommen soll.
    Am liebsten würde ich flüchten, obwohl es ja nur ein ganz kleiner Pieks ist, den man kaum spürt.
    Ich verstehe mich selbst nicht - traue mich kaum, über diese völlig abstrusen Ängste zu reden und komme mir wie ein Idiot vor.
    Und dennoch kann ich nicht dagegen an.
    Wenn ich jetzt 4 wäre, fände ich mein Verhalten erklärbar und verständlich. Aber ich bin 48 - und sonst ein bodenständiger und relativ angstfreier Mensch. Ich bin oft wütend auf mich, weil ich nicht schaffe, das abzustellen.
    Ruby

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    AW: Angst vor Injektionen, Blutabnehmen ect

    Das verstehe ich vollkommen...

    Ich bin 30, eigentlich ein mutiger Mensch und habe seit meiner frühesten Kindheit panische Angst vor Blutentnahmen. Allerdings nicht vor Injektionen. Ich kann mir sogar etwas selbst injezieren. Offenbar rührt meine Panik daher, dass im ersteren Fall etwas entnommen wird, während im zweiten etwas zugeführt wird.

    Dieses ganze Szenario mit Blutstauung, Arm abbiegen, Nadel injezieren - das tut mir übrigens jedesmal höllisch weh! - es ist unerträglich!

    Ich war einmal wegen einem Muskelschaden im Krankenhaus, wo eine robuste Krankenschwester mir abends drei Blutampullen mit grauslig dicken Nadeln für die Entnahme am Morgen hinlegte - Ruby, ich stand fast im Bett vor Panik und konnte kein Auge zutun! Das war für der Horror.

    Meine Hausärztin meint allerdings, es gäbe ein homöopathisches MIttel zur Desensibilisierung bei solchen vorgangsabhängigen Panikattacken. Leider kann ich Dir nicht sagen, welches.

  3. Inaktiver User

    AW: Angst vor Injektionen, Blutabnehmen ect

    Ruby, kommt es so oft vor, dass du mit Nadeln verfolgt wirst? So dass das ein wirkliches Problem für dich ist?

    Ich bin da auch sehr empfindlich und bin schon als Kind beim Tierarzt beinahe umgekippt, als der mein Kaninchen verarztet hat und dabei eine eitrige Beule ausdrückte. Und beim Erste-Hilfe-Kurs ging es mir auch recht schlecht.

    Aber irgendwie ... wat mut dat mut. Während der Schwangerschaft und Krankenhausaufenthalten musste ich nun mal durch. Und habe mich irgendwie damit abgefunden. Auch mit Humor, weil ich ja weiß, eigentlich ist das affig, sich so anzustellen.

    Ich habe es auch schon geschafft, HINZUSCHAUEN. Weil mir eine Krankenschwester sagte: "Schauen Sie hin! Sonst denken Sie, dass da Gottweißwas passiert!"

    Nach 7 Tagen Thrombosespritzchen drängte ich auf Entlassung. So richtig gewöhnt habe ich mich nicht daran, aber es hilft nun mal nicht. So versuche ich immer, diesen Ängsten keine Nahrung zu geben.

    Wenn im Film irgendwo gespritzt wird, gucke ich aber auch weg

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    Schamesröte AW: Angst vor Injektionen, Blutabnehmen ect

    mir geht ebenfalls so ,obwohl ich schon einige OP,s hinter mir habe oder vieleicht deshalb
    ich saß vor ein paar Monaten schon auf dem Zahnarztstuhl ,als die Ärztin mir alles erklärte ,ist mir ganz schwarz vor Augen geworden und ich habe alles bis aufs Zahnziehen ohne Beteubung machen lassen ,mir müssen hinten noch drei Zähne gezogen werden ,ich weiss noch nicht wie ich das hinter mir bringen soll

    Red-eve

  5. User Info Menu

    AW: Angst vor Injektionen, Blutabnehmen ect

    sorry, das ist keinesfalls gegen Dich gerichtet - aber ich erkenne mich wieder...

    "Ziehen Sie nur alle Zähne, geben Sie mir den Kiefer in die Hand - solange ich keine Spritze bekommen muss..."

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    AW: Angst vor Injektionen, Blutabnehmen ect

    ich kanns gut nachvollziehen, das problem hatte ich auch. Darum hab ich auch lange gebraucht bis ich meine nasen-OP durchgezogen habe. ich hatte keine angst vor der op, oder dem krankenhausaufenthalt...nur die piekserei machte mir panik.

    komischerweise hab ich mich dann selber von diesem trip runtergeholt in dem ich mir sagte: der pieks selbst dauert nur eine sekunde, also was mach ich mir schon zwei wochen vorher panik? es ist nur eine sekunde in der man vielleicht die luft anhält und dann ists schon vorbei.

    das blutabnehmen vor der op ging ohne probleme, ich hab auch fast nix gemerkt. den schmerz hab ich mir viel schlimmer vorgestellt...ich glaube es ist eher EKEL.
    als ich dann für die narkose vorbereitet wurde, kamen sie mit diesem dicken ekelschlauch der in die hand reinkommt...ok, es hat wehgetan aber dauerte auch nur ca. eine sekunde.

    ja, und seitdem hab ich komischerweise keine angst mehr vor spritzen. :-)
    ich bin nicht depressiv, ich bin reinkarnationsmüde!

  7. User Info Menu

    AW: Angst vor Injektionen, Blutabnehmen ect

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Es ist kindisch, albern und lächerlich und mir total peinlich:
    ich habe panische Angst vor Nadeln.
    Vor Blutentnahmen drücke ich mich so lange es geht, und wenn, dann bitte nur im Liegen und hinsehen darf ich schon mal gar nicht.
    Mir wird heiß, dann werde ich ganz schwach, mir wird übel, und ich bin sogar schon umgekippt.
    Ähnlich gehts mir, wenn ich eine Injektion bekommen soll.
    Am liebsten würde ich flüchten, obwohl es ja nur ein ganz kleiner Pieks ist, den man kaum spürt.
    Ich verstehe mich selbst nicht - traue mich kaum, über diese völlig abstrusen Ängste zu reden und komme mir wie ein Idiot vor.
    Und dennoch kann ich nicht dagegen an.
    Wenn ich jetzt 4 wäre, fände ich mein Verhalten erklärbar und verständlich. Aber ich bin 48 - und sonst ein bodenständiger und relativ angstfreier Mensch. Ich bin oft wütend auf mich, weil ich nicht schaffe, das abzustellen.
    Ruby
    Liebe(r) Ruby,

    das Problem kenne ich sehr gut.
    Ängste sind nunmal nicht rational zu erklären, egal ob du 4 oder 48, bodenständig, selbstbewußt etc. bist.
    Mir ging es einige Jahre ziemlich schlecht, ich hatte bei jeder (normalerweise nicht unangenehmen) Gelegenheit das Gefühl, zusammenzuklappen.
    Deshalb meine Vermutung:
    Kann es sein, dass deine Angst vor Spritzen viel schlimmer geworden ist, nachdem du einmal zusammengeklappt bist bzw. angefangen hast, darüber nachzudenken, dass man davon kollabieren kann? Merk dir nach dem nächsten Blutabnehmen das großartige "Ich habs tatsächlich überlebt"-Gefühl und bewahr es fürs nächste Mal auf!
    Beruhigend ist für mich auch der Gedanke, dass ja meistens direkt Ärzte in der Nähe sind.
    Viele Grüße
    von der Bummelhummel

  8. Inaktiver User

    AW: Angst vor Injektionen, Blutabnehmen ect

    Das eigenartige ist, daß ich diese dämliche Angst schon von Babyzeiten in mir habe. Ich wurde im zarten Alter von 14 Tagen (!!) das erste Mal operiert, und meine Mutter hat mir erzählt, daß ich viel Glück hatte...die riesige Narbe ist bis heute sichtbar und erinnert mich täglich daran, wie toll es ist, jetzt gesund zu sein und keinen Arzt zu brauchen.

    Als Kind war ich laufend krank und musste viel zum Arzt.
    Die Angst ist da, seitdem ich denken kann.

    Sonst bin ich eher forsch. Ich kann vor 400 Leuten eine Rede halten, ohne das mich das groß juckt, habe weder Flugängste, renne mutterseelenalleine durch den Wald, auch wenns dunkel wird, ect ect.
    Nur bei Nadeln/Spritzen ect setzt mein Verstand total aus.
    Ich versteh' das nicht!!!
    Ruby

  9. User Info Menu

    AW: Angst vor Injektionen, Blutabnehmen ect

    Ich versteh es auch nicht, aber es hilft, dem Arzt das vorher zu sagen. So mach ich es immer. Früher habe ich eher den Helden gespielt, um dann anschließend ohnmächtig zu werden (ist mir zwei, dreimal passiert). Heute sage ich den Ärzten vorher bescheid, die lenken mich dann ab und so überlebt man es leichter...

    Kottan
    : "I rauch ned, i trink ned und i hob nix mit andere Frauen"
    Elvira: "Gar koan Fehler?"
    Kottan: "Doch, i liag manchmal"
    ______________________________________

    Profilbild © Analuisa

  10. Inaktiver User

    AW: Angst vor Injektionen, Blutabnehmen ect

    Zitat Zitat von Kappuziner
    Heute sage ich den Ärzten vorher bescheid, die lenken mich dann ab und so überlebt man es leichter...
    Ja, das stimmt. Wenn der geschickt ist, verwickelt er einen in ein so kompliziertes Gespräch, dass man vom eigentlichen Vorgang kaum etwas mitbekommt.

    Leider kann das nicht jeder so.

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