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sorry, ist zu privat, bitte strang löschen, falls möglich! danke!
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26.06.2013, 15:36Inaktiver User
Angst vor Abhängigkeit = Angst vor dem "Ankommen"?
Geändert von Inaktiver User (01.07.2013 um 14:59 Uhr)
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26.06.2013, 16:05
AW: Angst vor Abhängigkeit = Angst vor dem "Ankommen"?
Hallo gonewiththewind,
ich pieke mir hier mal einen Teilaspekt heraus, den ich in deinem Posting finde.
Du willst nicht finanziell von deinem Mann abhängig sein. Du hast eine exzellente Ausbildung, die dich für viele Jobs qualifiziert. Einen dieser Jobs (Professor) möchtest du nicht.
Ich würde sagen, da ist die Lösung eigentlich auf einer ganz trivialen und praktischen Ebene offensichtlich: Such dir einen anderen Job, für den du qualifiziert bist. Niemand erwartet, daß ein Dr. eine Berufsausbiludng hat. Erwartet wird, daß man gut selbstorganisiert ist, gut arbeiten kann, viel über sein Fachgebiet weiß, und schnell lernt.
Das ist kein Ankommen. Auch wenn man mal irgendwo eine Anstellung gefunden hat, man wird immer weiterlernen, und immer die Möglichkeit haben, sich zu verändern: Um so mehr, wenn man keine Un-beweglichkeit (Im-mobile
) anstrebt und keine Kinder will. Man kann (vielleicht nicht von Anfang an, aber wenn man erst mal ein bißchen "drin" ist im Job) Teilzeit arbeiten und hat noch genug Zeit für alles andere im Leben. Man kann entdecken, daß man es am CERN total langweilig findet und mehr Spaß daran hat, die besten Erdbeeren der Welt anzubauen und zu verkaufen.
Alles bewegt sich, und man bewegt sich mit. Nur wenige Entscheidungen binden dich für immer. Aber: Keine Entscheidung getroffen zu haben, das ist auch eine Entscheidung: Die, in einem Raum voller Türen stehenzubleiben, während die Zeit trotzdem vergeht.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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01.07.2013, 01:25Inaktiver User
AW: Angst vor Abhängigkeit = Angst vor dem "Ankommen"?
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Geändert von Inaktiver User (01.07.2013 um 14:59 Uhr)
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01.07.2013, 10:43
AW: Angst vor Abhängigkeit = Angst vor dem "Ankommen"?
Da muß man, denke ich, auch berücksichtigen, daß man ja nie fertig ist. Ich wollte einen Job mit Computern, weil es mir ein Schrecken war, mich mit Leuten abgeben zu müssen und damals das Bild des Programmierers oder Admins noch das von einem Menschen war, der in seinem stillen Kämmerlein sitzt, umgeben von schnurrenden Maschienen, und zehn Stunden am Tag (oder in der Nacht) konzentriert Wunder wirkt. Wenn ich mit 23 in den Job gestolpert wäre, den ich jetzt habe (der immer noch SW-Entwicklung und Admin ist, aber heißt, daß ich unentwegt mit Leuten zu tun habe!) wäre ich wahrscheinlich lieber Nachtwächter geworden! Heute finde ich es spanned, so viel Zeug zu organisieren und Leute zu überzeugen, daß es so richtig ist.
Da sehe ich einen möglichen Fallstrick, den du ein bißchen im Auge behalten solltest. Schreiben ist eine Kunst, und die Kunst ist lang und das Leben kurz. Wenn der innere Schweinehund möchte, daß man in seinem Körbchen in dem Raum voller Türen bleibt, bis alle Türen sich geschlossen haben, sind Kunst und Perfektionismus ihm liebe Werkzeuge.
Ich würde deswegen empfehlen, zum Schreiben und Veröffentlichen einen Terminplan zu haben, und jemanden (z.B. Agent oder Verleger) der einen daran erinnert, sich daran zu halten.
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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01.07.2013, 10:56Inaktiver User
AW: Angst vor Abhängigkeit = Angst vor dem "Ankommen"?
Mir fällt beim Eingangsposting vor allen eines auf: Wie sehr du in allem um dich selbst kreist, wie stark deine Selbstbeobachtung ist.
Obwohl du erwachsen bist (wie alt bist du eigentlich?), grübelst du noch immer über deine Kindheit nach, blickst in die Vergangenheit und hast gleichzeitig Angst vor der Zukunft.
Dabei bist du rundherum abgesichert (durch deinen Mann, der für dich sorgt) und hast keinerlei Verpflichtungen gegenüber Kindern, pflegebedürftigen Eltern etc.
Nimm es mir nicht krumm, aber ich denke, es täte dir gut, den Fokus etwas von dir selbst und deinem Befinden weg zu nehmen und dich mehr der Welt oder anderen Menschen zuzuwenden. Aufgaben "draussen" helfen oft sehr gut, eine zu starke Fixierung auf sich selbst zu lockern.
Wer sich immer nur selbst beobachtet und analysiert, findet immer etwas, von dem er meint, es laufe nicht optimal.
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01.07.2013, 11:34Inaktiver User
AW: Angst vor Abhängigkeit = Angst vor dem "Ankommen"?
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Geändert von Inaktiver User (01.07.2013 um 15:00 Uhr)
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01.07.2013, 12:05Inaktiver User
AW: Angst vor Abhängigkeit = Angst vor dem "Ankommen"?
Man kann sie auch übertreiben und findet dann immer ein Haar in der Suppe

Du führst so viele Details aus deinem Leben auf (Reisen, Einrichtung etc.), dass ich den Eindruck habe, da ist jemand krampfhaft bemüht, alles in seinem Leben bis ins Kleinste "richtig" zu machen und sich dabei enorm verkrampft.
Du schreibst, du hättest das Glück bereits und auch zu dir selbst gefunden, klingst aber überhaupt nicht danach. Du hast ein gutes Leben, das bestimmt. Aber man kann nicht beschließen, glücklich zu sein. Das unterliegt nicht unserer Kontrolle.
Das Glück kommt oft gerade dann, wenn wir es nicht bewusst suchen, sondern ganz in dem, was wir tun, aufgehen - ohne weiter zu grübeln ohne die Angst, etwas falsch zu machen.
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01.07.2013, 12:09Inaktiver User
AW: Angst vor Abhängigkeit = Angst vor dem "Ankommen"?
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Geändert von Inaktiver User (01.07.2013 um 15:00 Uhr)
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01.07.2013, 13:02Inaktiver User
AW: Angst vor Abhängigkeit = Angst vor dem "Ankommen"?
Das ist verständlich. Aber du bist gut vorbereitet und weisst, was du willst, also bringt weiteres Grübeln nicht viel.
Du kennst doch sicher die Art, wie man an gute Ideen kommt: Ein Thema klären und so weit vorbereiten, wie man es muss - und dann los lassen und sich mit anderen Dingen befassen. Irgendwann kommt dann die Lösung aus dem Unterbewusstsein.
Es gibt auch eine interessante wissenschaftliche Untersuchung, in der ein Forscher heraus fand, dass bei Dingen, die man sehr gut kann, die besten Ergebnisse erzielt werden, wenn man schnell und entschlossen vorgeht (durch weiteres Grübeln verschlechtern sich die Ergebnisse), während bei Themen, die man nicht so gut beherrscht, längeres Nachdenken von Vorteil sein kann.
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01.07.2013, 13:06Inaktiver User
AW: Angst vor Abhängigkeit = Angst vor dem "Ankommen"?
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Geändert von Inaktiver User (01.07.2013 um 15:00 Uhr)


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