Hallo,
ich bin erst 24 Jahre alt, aber schon seitdem ich 10 Jahre alt bin plagen mich diese unheimlichen Ängste vor dem Tod...
Zunächst war es nur vor dem Schlafengehen , mittlerweile passiert es auch am Tag...
Plötzlich muss ich an den Tod denken, das Schlimme dabei ist für mich, dass das Leben dann vorbei ist, für immer...Schon beim Schreiben bekomme ich wieder Bauchschmerzen.
Dann geht die Angst los, ich fange an zu zittern, dann schreie ich laut ,,nein, nein , nein`` und dann renne ich durch die Wohnung und weine.
Mittlerweile spielt sich dieser Ablauf aber nur noch in meinen Gedanken ab, weil ich seit ein paar Monaten mit meinem Freund zusammen wohne und mir das peinlich vor ihm wäre, auch, wenn ich ihm davon erzählt habe...
Diese Angst zerfrisst mich, es ist auch schlimmer geworden seitdem ich mit meinem Freund zusammen bin, weil ich dann zusätzlich den Gedanken habe: Irgendwann bin ich auch von meiner großen Liebe getrennt...
Es macht mich einfach fertig, ich möchte mein leben genießen und nicht ständig an das Ende denken müssen, ich kümmer mich jetzt auch um eine Therapie, aber vielleicht habt ihr bis dahin Ratschläge oder etwas Mut für mich?
Danke...
Antworten
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28.01.2013, 23:48Inaktiver User
Angst und Panikattacken wegen dem Tod
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28.01.2013, 23:54
AW: Angst und Panikattacken wegen dem Tod
Sonnenblume, das kenne ich. Hatte es auch jahrelang. Aber mir ist einfach klar geworden, das ich nichts daran ändern kann. Der Tot kommt irgendwann und warum die Zeit, die kurze die man hat, damit verschwenden Angst zu haben. Bringt dir nix. Gar nix.
Versuche dich abzulenken mit schönen Dingen und versuche die Gedanken zur Seite zu schieben.Meine große Maus und mein kleiner Mann. Die wertvollsten Geschenke!
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28.01.2013, 23:54Inaktiver User
AW: Angst und Panikattacken wegen dem Tod
Liebe Sonnenblume,
woher kommen denn diese Gedanken, bist Du mit dem Tod in besonderem Maße konfrontiert worden? Warst Du selbst schwer krank oder hast Du enge Angehörige verloren?
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28.01.2013, 23:59Inaktiver User
AW: Angst und Panikattacken wegen dem Tod
Ich musste mich noch nie mit dem Tod auseinandersetzen...
ich habe nur sehr starke Verlustängste.
Ich weiß nicht woher diese Angst kommt...
Ich weiß nur, dass ich es nicht mehr aushalte...
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29.01.2013, 00:03
AW: Angst und Panikattacken wegen dem Tod
[QUOTE=Inaktiver User;20476246]Ich musste mich noch nie mit dem Tod auseinandersetzen...
QUOTE]
Vielleicht solltest du das aber mal tun. Ich musste es bis vor ein paar Jahren auch nicht, jedenfalls nicht bewusst und ich war noch zu "jung".
Aber 2006 war es alles anders und ich habe mich damit beschäftigt und seitdem sind diese Attacken weniger geworden. Sicher ab und an, kommt es nochmal hoch, aber sehr sehr sehr sehr selten.Meine große Maus und mein kleiner Mann. Die wertvollsten Geschenke!
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29.01.2013, 00:06Inaktiver User
AW: Angst und Panikattacken wegen dem Tod
Ich kann das nicht so richtig nachvollziehen. Wenn man Verlustängste hat, hat man doch eher Angst, dass jemand anders stirbt, und nicht man selbst.
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29.01.2013, 00:19
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12.04.2013, 22:24
AW: Angst und Panikattacken wegen dem Tod
Die Angst vor dem Tod ist auch eine meiner großen Ängste. Vielleicht die größte. Der Gedanke dass dann alles vorbei ist, macht mich fertig. Bei mir hat das auch schon angefangen, als ich noch ein Kind war, und vor einigen Jahren kam mein jüngstes Kind nachts in Tränen aufgelöst zu mir, und sagte, dass er solche Angst vor dem Tod habe und ständig daran denken müsse. Es tut mir heute noch weh, dass ich ihm nicht helfen konnte. Ich habe in Internet-Foren nach Hilfe gesucht aber leider nur religiös-orientierte Antworten bekommen :(
Ich verstehe gar nicht, dass diese Angst vielen so unverständlich erscheint.
Sätze wie "Der Tod gehört zum Leben" oder "schließlich müssen wir alle sterben", haben mir nie geholfen.
Ich glaube, wenn man älter wird, lernt man, diese Gedanken besser zu verdrängen, aber oft kommen sie trotzdem noch nach oben. Und dann ganz schlimm.
Ich habe AUCH Angst davor, jemanden den ich liebe zu verlieren, aber der Hauptauslöser für meine Angst vor dem eigenen Tod, ist der Gedanke, dann eben nicht mehr zu leben. Ganz einfach.
Ich hoffe, dass ich bald mit einer Gesprächstherapie anfangen kann, wo ich dann irgendwann auch darüber reden kann. Eine andere Lösung weiss ich nicht.
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18.04.2013, 20:56
AW: Angst und Panikattacken wegen dem Tod
Ich weiss, wie du dich fühlen musst. Bei mir fing es in der Kindheit an, als meine Mutter mir drohte zu sterben wenn ich nicht auf sie hören würde (sie war 1 Jahr alleinerziehend mit 2 Kindern, bis mein Vater wieder bei uns war). Das ganze verschlimmerte sich, als meine Eltern später plötzlich sehr religiös wurden und uns Kindern die schlimmsten Weltuntergangsgeschichten erzählten. Du glaubst nicht, wie sehr ich als Teenager und einige Jahre danach Angst vor einem wunderschönen Sonnenuntergang oder meinem eigenen Körper und Spiegelbild hatte... und natürlich den Tod.
Was mir geholfen hat? Einerseits die Jahre, die vergangen sind (die Erde und mich gibt es immer noch) und andererseits ein Schlüsselerlebnis, als meine Grosseltern - die immer für mich da waren, verstorben sind. Bei meiner Grossmutter habe ich das sogar gespürt, als sie gegangen ist. Ich war bei der Arbeit und plötzlich musste ich an sie denken. Dabei hatte ich ein sehr leichtes, freudiges und schönes Gefühl. Sie war zu diesem Zeitpunkt im Krankenhaus und es ging ihr die Wochen davor nicht gut. Seitdem ich dieses Gefühl hatte, habe ich keine Angst mehr vor dem Tod. Vielmehr denke ich, dass es für manche Menschen eine Erlösung ist. Vielleicht solltest du nach deinen Gründen suchen. Erwachsene sagen schnell etwas, ohne darüber nachzudenken welche Auswirkungen etwas auf ein Kind haben könnte. Hätte ich damals eine Therapie gemacht, hätte ich wahrscheinlich nicht so lange leiden müssen.
Wünsch dir viel Kraft!
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24.04.2013, 20:14
AW: Angst und Panikattacken wegen dem Tod
Angst vor dem Tod hat sicher jeder Mensch. Es ist eben nur die Frage, ob man sie in das eigene Leben integrieren und damit umgehen kann, oder ob sie das ganze Leben beherrscht. Tut sie letzteres, dann hat der Tod ja jetzt schon im Leben gewonnen.
Mir hilft folgender banaler Gedanke:
Es gibt in meinen Augen nur zwei Möglichkeiten: Entweder es gibt nach dem Tod sowas wie das ewige Leben, dann muss ich mir keine Sorgen machen. Oder es gibt nichts nach dem Tod und es ist alles endgültig vorbei, was ich ja dann nicht mehr merke. Also brauche ich in diesem Fall auch keine Angst zu haben.
Wenn deine Angst dadurch jedoch nicht geringer wird, dann tut dir sicher das Gespräch mit einem Profi gut.
Man wandelt nur das, was man annimmt.
C.G. Jung
Nein ist ein ganzer Satz.
Keine Ahnung von wem


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