Ich wollte mal ganz allgemein nachfragen, was euch gegen eure Angststörung geholfen hat?
War eine Therapie notwendig? Wenn ja, welche?
Oder habt ihr euch selbst verändert und hat sich dadurch eure Wahrnehmung ins Positive verändert?
Gibt es hilfreiche Medikamente?
Bei mir selbst ist es so, dass es mir gut tut, mich mit meinen Ängsten zu konfrontieren. Auch wenn ich mich zunächst dagegen sträube, aber wenn ich es dann geschafft habe, bin ich doch froh. Das geht aber nur bis zu einer bestimmten Grenze.
Z.B. fahre ich seit Jahren keine Autobahn mehr, aber ich war neulich stolz auf mich, dass ich wenigstens mal wieder Schnellstraße gefahren bin, auch wenn ich das nicht so gerne mache. Meine Freunde, die von der Angst wissen, haben mich ermutigt und saßen auch mit im Auto (ich fahre ja sowieso nicht schnell ;-)).
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11.08.2011, 21:11
Angststörung - was hat euch geholfen?
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23.08.2011, 18:27
AW: Angststörung - was hat euch geholfen?
Hallo BellaFlexi,
ich hatte Sozial- und Agoraphobie und bin diese zu 90% los!
Wenn es schlimm ist, ist eine Therapie leider notwendig. Wenn deine Ängste dein Leben einschränken dann würde ich das auf jeden fall einem Psychotherpeuten erzählen.
Geholfen hat mir das "verstehen" der Angst. Also nicht nur worum es geht - sondern wirklich an die Wurzeln zu gehen und zu erkennen warum das so ist.
Z.B. Angst vor Autofahren oder Aufzügen...
Ein Therapeut redet mit dir darüber was den eigentlich Angst ist und was da in deinem Kopf und Körper vorgeht.
Adrenalin, Puls, Herz, Atmen und so weiter... dann gehts ganz langsam in ein Auto oder Aufzug...
Vielleicht erst mal ins Auto setzen ohne zu fahren und zu reflektieren was in die Vorgeht.... bis zum Fahren.
Kann aber ein paar Therapiestunden dauern, denn das sollte alles langsam passieren. Denn die Angst kommt auch nicht von heute auf Morgen....
Und ja es gibt Medikamente, für schwere Angstattacken. Das sind meist Wirkstoffe die mit ***pam aufhören und können schnell abhängig machen.
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26.08.2011, 14:37
AW: Angststörung - was hat euch geholfen?
Bei meiner ängstlichen Vermeidungsstörung (so heißt das glaube ich in Fachchinesisch), weiß wovon du sprichst. Ganz los bin ich sie nicht. Aber eine Mischung aus psychosomatischer Reha, Verhaltenstherapie und der richgtigen Medikation (in meinem Fall Paroxetin, ein SSRI) haben mir geholfen, die Angst besser auszuhalten. Es war, ist ein weiter weg und ich ertappe mich noch heute manchmal in alten Verhaltensmustern und vor allem Vermeidungsmustern. Auto fahre ich übrigens auch nicht gerne, schon garnicht in Deutschland, wo es auf der Autobahn oftmals keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt und alle wie die Bekloppten heizen.
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11.09.2011, 21:13
AW: Angststörung - was hat euch geholfen?
danke für eure antworten! ich werde mich beobachten, ob die ängste kleiner werden oder größer und dann weitere schritte gehen. seit zwei wochen nehme ich nun ein pflanzliches beruhigungsmittel (lavendelöl), was mich auch schon etwas ruhiger gemacht hat. morgen ist mein erster arbeitstag im neuen job, davor bin ich sehr aufgeregt.
hat euch eure angst eigentlich in beruflicher hinsicht mal eingeschränkt? lg
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29.10.2011, 15:50
AW: Angststörung - was hat euch geholfen?
meinen ursprünglichen Beruf musste ich aufgeben, bzw. wurde ich nach 2 Jahren Kranksein nicht mehr gebraucht. Habe mich dann im künstlerischen Bereich selbständig gemacht und bin heute -nach vielen Jahren- immer noch sehr glücklich darüber. Meine panische Angst ging mit meinem Mann vor ein paar Jahren und kommt auch nur dann wieder, wenn ein unabwendbarer Kontakt unangenehm verlaufen ist.
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29.10.2011, 15:59
AW: Angststörung - was hat euch geholfen?
Vielleicht könnte man auch mal fragen: was hat euch NICHT geholfen ?
Wer wirklich angstfrei geworden ist hebe den Finger.
Ehrlich: wenn ich hier so mitlese wurschteln sich die Meisten ProbandInnen so durch. Wirklich geholfen hat ihnen keine von den angebotenen Therapieformen.
Da werden ein paar Tabletten angeboten und gut zugeredet, so der Tenor.
Oder ?
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29.10.2011, 19:12
AW: Angststörung - was hat euch geholfen?
Kein Mensch ist angstfrei. Dafür sorgt die Evolution. Angst an sich ist ein völlig berechtigtes Gefühl, eine körperliche Reaktion auf die Wahrnehmung von Gefahr. Sollte es Menschen geben oder gegeben haben, die völlig ohne Angst leben, dann liegt eine Störung vor und btw bekommen diese Menschen eher selten die Gelegenheit sich zu vermehren, weil sie - je nach Stand der Geschichte - gern von Löwen erlegt wurden oder von Autos überfahren werden.
Insofern wird vermutlich schon deshalb niemand die Hand heben, weil keine Behandlung der Welt darauf abzielt, einen Patienten angstfrei zu machen. Wohl aber darauf, die Impulse und Vermeidungsstrategien, die mit Angst einhergehen, besser in den Griff zu bekommen. Und dazu haben hier ja schon einige was geschrieben.Zurück ist ein Ort, den es nicht gibt.
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29.10.2011, 19:20
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16.11.2011, 10:01
AW: Angststörung - was hat euch geholfen?
Hallo schnarchstop ,
melde mich mal, ich dümple auch zwischen im weitesten Sinne Depression und Angststörrung so herum.
Die Auslegung über "Angst" und "Ursache" im biologischen Sinn wie auch in der Entwicklungs -Anlage des Menschen ( Gefahr) flüchten vor dem Feind ( Tier Naturkatastr.etc.) ist uns ja klar.
Da brauchen wir keine Hilfestellung und hilft auch nicht weiter. Heute in unsere Zeit sind Ängste nicht greifbar oder überwindbar indem ich mal flüchte. Nein es ist und bleibt schwierig die gesetzten "Ängste" haben ihren Grund ( Erziehung , Lebenserfahrung , eigene Biografie nicht zuletzt Krankheiten).
Deshalb interessiert mich Dein Beitrag ?6 besonders, ichbin immer auf der Suche wie ich mir selber helfen kann
um aus dem nicht angstfreien Leben mit gew. Hilfe fliehen kann.
Meine Angst gründet eher aus (traumat. krank sein Erfahr. und sozialen Bez.)
Ich habe keine Phobie eher die Ängstlichkeit des Schwachen etc.
Bitte keine Theapieempfehlung oder Arzt, da wird mir jetzt schon schwummrig.Schlechte Erfahrung.
Liebe Grüße
heimat
Bitte keine Therapie
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17.11.2011, 13:43


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