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  1. User Info Menu

    AW: Was ist das: Erfolgsangst? Versagensangst? Angstangst?

    Ein ganz normaler Fall von Prokrastination. Lese ich recht, du arbeitest von zuhause aus? Das macht es noch schwieriger, da gibt es ja immer etwas anderes zu tun.

    Kannst du deine Arbeit wo anders machen? Dich z.B. mit dem Laptop in eine Bibliothek setzen? Wo ganz klar, ist, hier wird jetzt von 9 - 13 Uhr gearbeitet. So ein äußerer Rahmen hilft.

    Du solltest versuchen, so einen Rahmen auch zuhause zu schaffen. Feste Zeiten einführen, und ruhig auch feste Pausen, es spricht ja nichts dagegen, nach jeder Stunde 10 min. Pause einzulegen. In der du dann in der Zeitung blätterst oder die WaMa ausräumst, egal.

    Mich kontrolliert bei meiner Arbeit auch keiner. Deshalb kontrolliere ich mich selbst.
    - keine privaten E-Mails abrufen oder schreiben
    - Internet nur streng berufsbezogen
    - keine privaten Telefonate, wer anruft wird kurz bedient oder auf abends verwiesen

    Allerdings habe ich ein Büro und arbeite nicht (oder nur selten) zuhause.

  2. Inaktiver User

    AW: Was ist das: Erfolgsangst? Versagensangst? Angstangst?

    Zitat Zitat von Nubia Beitrag anzeigen
    Dachte ich auch erst. Aber in diesem Selbständigen-Forum kommen mir alle immer so tüchtig und effizient und gewinnbringend vor...
    und ich bin doch erst dabei, die Bedingungen zu schaffen, um eine künstlerische Laufbahn einzuschlagen.
    Hallo Nubia,
    gerade bin ich auf deinen Strang gestoßen.

    Das, was du beschreibst, ist in kreativen Branchen sehr häufig. Man will was ganz Tolles, Besonderes machen und schafft nicht mal die ersten Schritte. Dabei sind es gerade diese hoch geschraubten eigenen Erwartungen, die einen mehr als alles andere blockieren.

    Je "freier" eine kreative Tätigkeit ist, desto weniger Regeln gibt es dafür, es ist also nicht einfach, herauszufinden, ob das, was man gerade macht, Erfolg versprechend ist. Man hängt erst mal in der Luft, muss in Vorleistung gehen, ohne zu wissen, wie die Reaktionen ausfallen werden. Oft sind die Zweifel dann so groß, dass man gar nichts zustande bringt.

    Wichtig wäre vor allem, diesen Kreisel aus Ersatzhandlungen zu durchbrechen, denn er verlängert nur die Grübelphase. Jedesmal, wenn du dann von neuem anfängst, sind die Ängste und Erwartungen wieder da.

    Wenn du erst mal im Arbeitsprozess drinsteckst - das kann auch ein "banaler" Aspekt deiner Tätigkeit sein - könnte es sein, dass deine Ängste zurück gehen, weil du schon mal in den Produktionsprozess eingestiegen bist.

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    AW: Was ist das: Erfolgsangst? Versagensangst? Angstangst?

    Zitat Zitat von Laufrad Beitrag anzeigen
    Ein ganz normaler Fall von Prokrastination. Lese ich recht, du arbeitest von zuhause aus? Das macht es noch schwieriger, da gibt es ja immer etwas anderes zu tun.
    Ja, ich bin ziemlich arm dran.
    Kannst du deine Arbeit wo anders machen? Dich z.B. mit dem Laptop in eine Bibliothek setzen? Wo ganz klar, ist, hier wird jetzt von 9 - 13 Uhr gearbeitet. So ein äußerer Rahmen hilft.
    Ich überlege ja, mir ein kleines Notebook zuzulegen, mit dem ich dann mal umherschweifen kann und woanders meine öden Produktbeschreibungen oder RICHTIGE eigene Texte schreiben kann. Manchmal ist es mir hier einfach zu reizarm, und dann guck ich in die Bri, lass nebenher ein Video laufen oder so... das führt aber natürlich ins Leere. Einfach unter Leuten sein, mit denen ich nix zu tun habe, würde, glaub ich, manchmal helfen.

    Du solltest versuchen, so einen Rahmen auch zuhause zu schaffen. Feste Zeiten einführen, und ruhig auch feste Pausen, es spricht ja nichts dagegen, nach jeder Stunde 10 min. Pause einzulegen. In der du dann in der Zeitung blätterst oder die WaMa ausräumst, egal.
    Im Prinzip ne gute Sache. Hätt ich an deiner Stelle jetzt auch vorgeschlagen. Aber das Schlimme ist, dass ich manchmal einfach durch dieses Gefühl zu MÜSSEN jeglicher Inspiration abhold bin.

    Mich kontrolliert bei meiner Arbeit auch keiner. Deshalb kontrolliere ich mich selbst.
    - keine privaten E-Mails abrufen oder schreiben
    - Internet nur streng berufsbezogen
    - keine privaten Telefonate, wer anruft wird kurz bedient oder auf abends verwiesen
    Dir gehört meine ganze Bewunderung. Und das meine ich ernst. Ich finds klasse, wenn Leute das so durchziehen können. Und da will ich auch hin kommen. Auf meine Art.

    Allerdings habe ich ein Büro und arbeite nicht (oder nur selten) zuhause.
    Das ist bestimmt einfacher.
    Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.
    Douglas Adams

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    AW: Was ist das: Erfolgsangst? Versagensangst? Angstangst?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo Nubia,
    gerade bin ich auf deinen Strang gestoßen.

    Das, was du beschreibst, ist in kreativen Branchen sehr häufig. Man will was ganz Tolles, Besonderes machen und schafft nicht mal die ersten Schritte. Dabei sind es gerade diese hoch geschraubten eigenen Erwartungen, die einen mehr als alles andere blockieren.
    Ja! Diese Erwartung an mich selbst, die ist fürchterlich. Lähmend.
    Je "freier" eine kreative Tätigkeit ist, desto weniger Regeln gibt es dafür, es ist also nicht einfach, herauszufinden, ob das, was man gerade macht, Erfolg versprechend ist. Man hängt erst mal in der Luft, muss in Vorleistung gehen, ohne zu wissen, wie die Reaktionen ausfallen werden. Oft sind die Zweifel dann so groß, dass man gar nichts zustande bringt.
    Genau. Erst denkt man dauernd, wenn man anderen, seltsamerweise erfolgreichen Leuten zusieht: boah, das kann ich doch besser! Oder mindestens genauso gut.
    Und dann stellt man fest, dass man aber einen so hohen Anspruch hat, dass man lieber erst gar nichts macht, weil... dann kanns ja nicht schief gehen (ich schreib "man", damit niemand weiß, wer gemeint ist; clever, oder?)
    Wichtig wäre vor allem, diesen Kreisel aus Ersatzhandlungen zu durchbrechen, denn er verlängert nur die Grübelphase. Jedesmal, wenn du dann von neuem anfängst, sind die Ängste und Erwartungen wieder da.
    Yepp.

    Wenn du erst mal im Arbeitsprozess drinsteckst - das kann auch ein "banaler" Aspekt deiner Tätigkeit sein - könnte es sein, dass deine Ängste zurück gehen, weil du schon mal in den Produktionsprozess eingestiegen bist.
    Jaaaaa... ich fang ja an. Es ist manchmal so frustrierend, aber ich bleib dran.
    Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.
    Douglas Adams

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    AW: Was ist das: Erfolgsangst? Versagensangst? Angstangst?

    Ach so: Danke! Danke für eure Antworten. Die geben mir ganz viel.
    In den nächsten zwei, drei Tagen werd ich hier kaum reinschauen, weil ich mich zu einem... ich nenn es mal Intensiv-Workshop verabredet habe. Um endlich mal in den Fluss zu kommen...!

    Wünscht mir Glück!
    Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.
    Douglas Adams

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    AW: Was ist das: Erfolgsangst? Versagensangst? Angstangst?

    Zitat Zitat von Nubia Beitrag anzeigen
    Aber das Schlimme ist, dass ich manchmal einfach durch dieses Gefühl zu MÜSSEN jeglicher Inspiration abhold bin.
    Kennst du das Prinzip des shitty first draft? Einfach mal machen (schreiben, zeichnen, wasimmer) ohne jeden Anspruch. Um diese Blockade weg zu kriegen, die Angst vor dem leeren Blatt.

    Leider ist dein Beitrag in diesem Forum grundfalsch platziert. Der Titel war wohl für die Moderation irreführend. Hoffentlich stößt doch noch die eine oder der andere drauf.

  7. Inaktiver User

    AW: Was ist das: Erfolgsangst? Versagensangst? Angstangst?

    Nubia, meine Daumen sind für einen erfolgreichen Einstieg in die Arbeit für Dich gedrückt.

    Lass den Strang doch einfach wieder verschieben, PN an einen Mod/VIP sollte genügen. Dass es sch nicht um eine Phobie handelt, sollte beim Lesen doch klar werden.

  8. User Info Menu

    AW: Was ist das: Erfolgsangst? Versagensangst? Angstangst?

    Zitat Zitat von Nubia Beitrag anzeigen
    Ja, ich bin ziemlich arm dran.
    Das war nicht spöttisch gemeint oder ironisch. Es gilt als sooo toll, von zuhause zu arbeiten. Ich finde aber, es hat echte Tücken.

    Zitat Zitat von Nubia Beitrag anzeigen
    Dir gehört meine ganze Bewunderung. Und das meine ich ernst. Ich finds klasse, wenn Leute das so durchziehen können.
    Danke. Aber ich verrate dir was: Ich bin nur so diszipliniert, weil ich eigentlich ganz undiszipliniert bin.

  9. Inaktiver User

    AW: Was ist das: Erfolgsangst? Versagensangst? Angstangst?

    Zitat Zitat von Nubia Beitrag anzeigen
    Genau. Erst denkt man dauernd, wenn man anderen, seltsamerweise erfolgreichen Leuten zusieht: boah, das kann ich doch besser! Oder mindestens genauso gut.
    Und dann stellt man fest, dass man aber einen so hohen Anspruch hat, dass man lieber erst gar nichts macht, weil... dann kanns ja nicht schief gehen (ich schreib "man", damit niemand weiß, wer gemeint ist; clever, oder?)
    Jepp. Und deswegen ist es unverzichtbar, den Realitätstest zu machen, sprich: konkret zu arbeiten, sich nicht zu drücken - und das Risiko einzugehen, nicht den erhofften Erfolg zu haben.

    Die Welt ist voll von Leuten, die glauben, sie wären supergut und erfolgreich, wenn - ja wenn sie nur mal Zeit hätten, ihre Pläne in die Realität umzusetzen, wenn sie nicht dauernd von irgend wem oder irgend was daran gehindert würden....

    Die erste Voraussetzung für erfolgreiche kreative Arbeit besteht darin, seine eigenen Größenphantasien in den Griff zu bekommen. Man muss das Risiko des Scheiterns eingehen, ohne dass das eigene Selbstwertgefühl dadurch beschädigt wird.
    Zitat Zitat von Laufrad Beitrag anzeigen
    Kennst du das Prinzip des shitty first draft? Einfach mal machen (schreiben, zeichnen, wasimmer) ohne jeden Anspruch. Um diese Blockade weg zu kriegen, die Angst vor dem leeren Blatt.
    Genau. Wichtig ist, dass man permanent im Produktionsprozess ist - lieber etwas nicht Geglücktes wegwerfen als den Einstieg nicht schaffen.
    Wer professionell kreativ arbeiten will, darf ohnehin nicht auf die Tageslaune angewiesen sein, sondern muss auch an seinen schlechtesten Tagen mittels Routine ein gutes Ergebnis hinbekommen. An guten Tagen kommen dann die Höhenflüge

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    AW: Was ist das: Erfolgsangst? Versagensangst? Angstangst?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Jepp. Und deswegen ist es unverzichtbar, den Realitätstest zu machen, sprich: konkret zu arbeiten, sich nicht zu drücken - und das Risiko einzugehen, nicht den erhofften Erfolg zu haben.
    Das ist aber GEFÄHRLICH!!

    Die Welt ist voll von Leuten, die glauben, sie wären supergut und erfolgreich, wenn - ja wenn sie nur mal Zeit hätten, ihre Pläne in die Realität umzusetzen, wenn sie nicht dauernd von irgend wem oder irgend was daran gehindert würden....
    Ja, und es ist im Großen und Ganzen wesentlich einfacher, in der Ecke zu sitzen, ein Versager zu sein und zu jammern, weil man NIEMALS EINE CHANCE HATTE als anzufangen. Es ist grauenvoll.
    Die erste Voraussetzung für erfolgreiche kreative Arbeit besteht darin, seine eigenen Größenphantasien in den Griff zu bekommen. Man muss das Risiko des Scheiterns eingehen, ohne dass das eigene Selbstwertgefühl dadurch beschädigt wird.
    Jaja... ich glaub, ohne Dellen kommt man da nicht raus...

    ich bewundere manchmal diese Künstler, die bestenfalls mittelmäßig oder sogar grottig sind, aber einfach diese Frechheit besitzen sich DAMIT zu präsentieren und dann damit enorm erfolgreich sind.
    Und andere sind brillant und stellen Bilder in zweitklassigen Arztpraxen aus, machen Straßenmusik, schreiben für die Schublade...


    Genau. Wichtig ist, dass man permanent im Produktionsprozess ist - lieber etwas nicht Geglücktes wegwerfen als den Einstieg nicht schaffen.
    Wer professionell kreativ arbeiten will, darf ohnehin nicht auf die Tageslaune angewiesen sein, sondern muss auch an seinen schlechtesten Tagen mittels Routine ein gutes Ergebnis hinbekommen. An guten Tagen kommen dann die Höhenflüge
    *seufz*
    Ich ahne ja, dass das alles stimmt.
    Aber gibt es Menschen, die das tatsächlich konsequent leben??
    Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.
    Douglas Adams

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