Hallo,
im Moment geht es mir gerade nicht allzu gut und ich weiß nicht genau, was ich machen kann bzw. soll oder ob es überhaupt so schlimm ist...
Vielleicht könnt ihr mir etwas helfen.
Ich fange mal damit an, daß ich auch schon als Kind mit manchen Veränderungen in meinem Lebensablauf nicht so gut zurecht kam.
Mehr Probleme hatte ich dann, als ich älter wurde und die Veränderungen größer wurden. So hatte ich, als ich für mein Studium in eine andere Stadt ziehen mußte, fast ein halbes Jahr lang, Probleme mit der Situation.
Und auch wieder als ich nach dem Studium einen Job in einer anderen Stadt gefunden hatte. Immer waren da diese „komischen Gefühle“.
Diese äußern sich bei mir dadurch, daß ich morgens ganz früh aufwache und dann nicht mehr schlafen kann, obwohl ich hundemüde bin. Ich bin völlig antriebslos, u.a. auch aufgrund der Müdigkeit, habe einen dicken Kloß im Magen, kann nichts essen, mir ist leicht schlecht, ich würde gerne weinen, kann aber nicht. Fühle mich einfach fertig.
Die ganzen Gefühle werden besser, wenn ich mich aufraffe, etwas zu tun und mich ablenken kann (nur geht das nicht immer).
Jetzt war es lange Zeit wieder besser bei mir. Bis nun letzte Woche meinem Mann gesagt, wurde, dass er freigestellt wird und sich einen neuen Job suchen muß.
Zu unserer Familiensituation: Wir haben ein kleines Kind von 2 Jahren, ich arbeite Teilzeit allerdings in einer anderen Stadt (ca. 250 km entfernt) und dort bin ich 3 Tage die Woche. Unser Kind ist in dieser Zeit bei einer Tagesmutter und wir abends von meinem Mann abgeholt und versorgt.
Nun kam eben dieser Freistellung von meinem Mann. Er sieht es recht positiv, da wir immer schon vorhatten, in die Stadt zu ziehen in der ich arbeite. Und er sieht das nun als Chance dort was zu suchen und was zu finden und als Anlaß endlich den Umzug in Angriff zu nehmen.
Und bei mir kamen nun all diese „komischen Gefühle“ und die damit verbundenen Ängste hoch:
- Angst, daß er keinen neuen Job findet
- Angst vor dem Umzug und dem Streß damit.
- Angst vor den vielen Veränderungen und Ungewissheiten
- usw.
Das lähmt mich nun total, ich fühle mich überfordert (obwohl ja noch nichts passiert ist), habe Angst usw.
Es würde mich sehr freuen, von euch zu hören bzw. zu lesen, wie Ihr die Situation seht, kennt ihr solche Gefühle, wie geht ihr damit um...
Ist die Situation so furchtbar oder sehe nur ich das so...
Habe auch schon überlegt, ob ich mir mal etwas Johanniskraut oder ähnliches besorgen soll.
Ich muß einfach mal mit jemandem darüber reden.
Freue mich über eure Antworten und Beiträge,
liebe Grüße Manuka
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 15
Thema: komische Gefühle und Angst
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18.01.2010, 10:37
komische Gefühle und Angst
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18.01.2010, 14:18
Angst
Mod.: <Beitrag wurde "doppelt" nach der Zusammenführung der beiden Ursprungs-Threads.>
Geändert von Lizzie64 (18.01.2010 um 18:54 Uhr)
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18.01.2010, 14:32
AW: Angst
Hallo Manuka,
zunächst: Ängste sind ja eine ganz subjektive Sache. Was dem einen Angst macht, lässt den nächsten womöglich völlig kalt.
Wenn ich dein posting lese, dann lese ich folgende Fakten erst mal raus: Ihr habt ein 2 jähriges Kind. Ich vermute dann mal, dass dein Mann und du noch recht jung seid. Liege ich da richtig? So um maximal 30 vielleicht? Wenn ja, dann ist es sicherlich nicht extremst schwer für deinen Mann, einen neuen Job zu finden. Und da er ja auch umzugsbereit ist, wird das Problem noch kleiner. Von außen betrachtet sind deine Ängste viel zu groß, bezogen auf das eigentliche Problem.
Aber, das nützt dir ja alles nichts. Denn du spürst sie ja. Deine Gefühle drücken dich gerade nach unten, so dass du die reale Situation gar nicht mehr richtig einschätzen kannst. Sie schieben sich quasi wie eine Gardine vor deinen Blick nach draußen.
Vielleicht hilft es dir, das Problem genau anzuschauen und mit der Realtität abzugleichen. Damit sich als Gegenpol zur Angst die Vernunft einklinkt. Zusätzlich würde ich - wenn die übergroßen Ängste weiter Bestand haben - zum Hausarzt oder zum Homöopathen gehen. Hier kann man dir sicher mit natürlichen Mitteln unterstützend helfen
.
Man wandelt nur das, was man annimmt.
C.G. Jung
Nein ist ein ganzer Satz.
Keine Ahnung von wem
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18.01.2010, 14:43
AW: Angst
hallo beklamo,
vielen Dank für deine schnelle Antwort.
Wir haben zwar ein kleines Kind, mein Mann ist aber schon 38.
Es baut mich doch auf, wenn ich höre, daß meine Ängste übertrieben sind, denn in meinem monentanen Zustand kann ich das nicht mehr richtig beurteilen.
Ich sehe das wie du, daß meine Angst meinen Verstand außer Kraft setzt. Deshalb hilft es mir, die Meinung von anderen Personen (in dem Fall von dir) zu hören. Um wieder etwas klarer zu werden. Und deshalb schreibe ich auch hier.
Falls es nicht besser wird, gehe ich vielleicht mal in eine Apotheke und frage nach einem pflanzlichen Mittel.
Grüße Manuka
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18.01.2010, 14:48
AW: Angst
Verständlich sind diese Ängste allemal. Denn Jobverlust ist einer der schlimmsten Stressoren. Allerdings: Dein Mann sieht es offenbar weit positiver und gelassener als Du. Er wird doch sicher Gründe dafür haben. Dass Du nach einem Umzug nicht mehr die weite Entfernung zum Job haben wirst, ist doch toll. Das wird für alle doch den Stress erst mal mindern. Dann reduziert sich doch sicher auch der Kostenaufwand für eine Kinderbetreuung? Solange dein Mann arbeitslos ist, könntet Ihr die Kosten für eine Kinderbetreuung doch komplett sparen. Ich vermute, dein Mann ist betriebsbedingt gekündigt worden. Gibt's da nicht vielleicht noch eine schöne Abfindung, das Euch ein erstes kleines Polster gibt?
Vielleicht hast du eine Neigung zu Angsterkrankungen. Dann reagiert man natürlich besonders empfindlich auf solche Stressoren. Dann solltest du dir nach dem Umzug am neuen Ort professionelle Hilfe suchen, wenn es dann nicht besser wird.
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18.01.2010, 18:15
AW: Angst
Hallo Abendstille,
bis jetzt war mein Mann freigestellt. Jetzt haben sie ihm heute betriebsbedingt gekündigt. Ich bin nun total durcheinander und völlig fertig.
Könnte nur noch heulen.
Mein Mann ist nun erst mal zum Anwalt gefahren, weil wir beide mit der Situation überfordert sind.
Ja, bisher war mein Mann eher positiv eingstellt. Und du hast recht, daß durch einen Umzug viele leichter wird für uns. Ich bin froh, daß du das auch so siehst.
Und vielleicht bekommt er wirklich noch eine Abfindung oder ein „Outplacement“, das bekommt ein Bekannter von uns. Ich weiß allerdings nicht, ob das was bringt.
Das sind alles Dinge, die ich mir immer wieder sagen muß und es hilft mir ungemein, wenn ihr aus dem Forum mich darin bestätigt.
Wo würdest du denn professionelle Hilfe suchen? Beim Hausarzt?
Ich denke, ich muß mir morgen erst einmal Johanniskraut oder ähnliches besorgen, um ruhiger zu werden.
Aber nochmals Danke, die Nachrichten von Euch helfen mir sehr.
Liebe Grüße Manuka
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18.01.2010, 18:25
AW: Angst
Hallo Manuka;
klar ist eine Kündigung nichts Tolles. Und wirft einen erstmal ein bisschen um. Aber 38 ist nun wirklich kein Alter um zu verzweifeln. Ich habe in dem Alter eine Trennung hingelegt, mir mit meinen beiden Kindern eine neue Bleibe gesucht und einen Ganztagsjob in meinem Arbeitsfeld bekommen. Und das als alleinerziehende Mutter. Also mach dir keine allzu großen Sorgen: Wenn ich das unter diesen Umständen geschafft habe, dann schafft ihr das auch.
Aber vergiss den Hausarzt nicht, der kann dich sicher sinnvoll unterstützen
.
Man wandelt nur das, was man annimmt.
C.G. Jung
Nein ist ein ganzer Satz.
Keine Ahnung von wem
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18.01.2010, 18:32
AW: Angst
Hallo beklamo,
danke für die Aufmunterung. Respekt vor deiner Leistung, da kannst du wirklich stolz drauf sein. Und ich freue mich, daß du alles so toll hinbekommen hast.
Was hat dir denn durch die schwierige Zeit geholfen. Oder hattest du vielleicht keine Zeit mehr um darüber nachzudenken?
Manchmal würde ich gerne das denken kurzzeitig abstellen können.
LG Manuka
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18.01.2010, 19:13
AW: komische Gefühle und Angst
Oh das Denken hätte ich auch lieber abgestellt. Ging aber nicht.
Ich habe irgendwann begriffen, dass gewisse Dinge nun mal sind wie sie sind. Und ich sie annehmen muss. Ich sage in solchen Phasen immer:
Ohren anlegen und durch.
Mir hat auch der abgeschmackte Spruch "Eine Krise ist immer auch eine Chance" sehr geholfen. Im Rückblick muss ich sagen: Es stimmt.
Und ich habe erkannt, dass mir das Zermartern meines Hirns überhaupt nicht weiter hilft, solange keine Taten folgen. Und sobald man wieder handelt, wird die Ohnmacht auch kleiner. Versprochen.Man wandelt nur das, was man annimmt.
C.G. Jung
Nein ist ein ganzer Satz.
Keine Ahnung von wem
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18.01.2010, 21:03
AW: komische Gefühle und Angst
Hallo beklamo,
an die Sprüche werde ich mich jetzt auch halten bzw. es zumindest versuchen. Du hast mir wirklich Mut gemacht. Dankeschön!
Liebe Grüße Manuka


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