Hallo,
ich weiß das viele die selbst Krebs haben oder dere Verwandte krebs haben, dass vllt. als lächerlich ansehen , aber für mich wird es immer mehr zu einem großen Problem. Es fällt mir sehr schwer darüber zu schreiben, aber ich weiß mir selbst keinen Rat mehr
Nach außen hin scheine ich sehr normal und das ich alles im Griff habe. Ich gehe oft mit Freunden auf Partys, bin eigentlich sehr fröhlich und positiv, aber es gibt etwas worüber ich mit niemand reden kann...
Alles fing vor gut einem Jahr an, da wurde bei meiner Tante , die mir sehr nahe steht , Blutkrebs entdeckt . Unheilbar.
Sie hat noch 2 jahre zu leben. Sitzt derzeit im Rollstuhl, aufgrund der Krankheit ( Sie hat eine ganz seltene Art von Leukämie u. noch i-was anderes mit dazu ! )
Es geht ihr wirklich sehr schlecht, sie vegetiert wirklich vor sich hin. Und seitdem habe ich höllische Angst krebs zu haben.
Ich denke so oft darüber nach, ich weiß das das total schlecht ist, und auch irgendwie krankhaft , aber ich kann einfach nix dagegen tun.
Ich denke mir dann auch immer " Hey du bist noch so jung, genieß dein Leben, es kommt eh wie es kommt "
Aber dieses Gefühl , dem so ausgeliefert zu sein ( krebs können wir ja alle einfach so bekommen ! ) , das macht mich so fertig.
Aus Panik heraus habe ich schon eine Magen und einmal eine Darmspiegelung machen lassen. Weil ich solche Angst hatte krebs zu haben.
Aber es ist wie ein Teufelskreis, es kommt immer wieder eine neue Angst hinzu. z.b Hautkrebs.
Ich habe einen Leberfleck am Rücken. Ich hab solche Panik hautkrebs zu haben, meine Gedanken drehen sich dann hauptsählich nur noch darum.
Wenn sowas vorkommt, will ich sofort zum Arzt. Was ich dnan auch meistens mache. Ich kann dann einfach nicht mehr vor Angst.
Am schlimmsten sind die Gedanken , was wenn ich krebs bekomme vllt. jetzt noch nicht, aber in 10 jahren oder in 20 jahren. Und ich kann nix tun, das ich keinen kriege.
Da kriege ich dann immer richtige Panik.
Es ist mir wahnsinnig peinlich und es wird auch immer schlimmer.
Langsam glaube ich , ich brauche Therapeutische Hilfe ! Weil ich renne von einem Arzt zum nächsten .
Keiner weiß das ich diese Ängste habe, alle denken immer das alles ok ist. Ich trau mich es auch keinem zu sagen, aus Angst das die denken ich bin verrückt - was es ja auch ist !
Ich wäre wirklich froh über ein paar Antworten
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 46
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29.08.2009, 16:18
KrebsAngst! Ich habe jeden Tag Angst Krebs zu haben
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29.08.2009, 19:44
AW: KrebsAngst! Ich habe jeden Tag Angst Krebs zu haben
Du solltest Dir wirklich Hilfe suchen.
Ich kann Deine Angst sehr gut verstehen, zumal Du einen Fall von Krebs in der Familie hast.
Geh zum Arzt und rede mit ihm, lass Dich überweisen zu einem Psychologen.
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29.08.2009, 21:45
AW: KrebsAngst! Ich habe jeden Tag Angst Krebs zu haben
Ich denke durch den Schock der Erkrankung Deiner Tante hast Du sehr starke Verlustängste entwickelt. Ich würde auch psychologische Hilfe suchen. Mit der geht es Dir bestimmt schnell besser, hm?
Gebe jedem Tag die Chance der schönste Deines Lebens zu sein.
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30.08.2009, 12:02
AW: KrebsAngst! Ich habe jeden Tag Angst Krebs zu haben
Andererseits spricht ja auch nichts gegen eine gute Vorsorge.
Ich gehe mindestens zweimal im Jahr zum Frauenarzt, meine Hautärztin hat letztens gesagt, ich soll öfter kommen (ich habe aber auch mehr als nur einen Leberfleck am Körper), und wenn ich das entsprechende Alter erreicht habe, beziehe ich auch Darmspiegelungen mit ein.
Mein Blut wird sowieso alle 6 Wochen gecheckt, aber wenn das nicht so wäre, würde ich selbständig zweimal im Jahr ein großes Blutbild machen lassen.
Das alles finde ich nicht krankhaft, aber ich weiß natürlich nicht, wie oft du das Bedürfnis hast, zum Arzt zu gehen, Pokerface.
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30.08.2009, 18:44
AW: KrebsAngst! Ich habe jeden Tag Angst Krebs zu haben
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Geändert von evee (06.09.2009 um 23:24 Uhr)
Man wird, was man ist, durch Ermutigung
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31.08.2009, 11:08
AW: KrebsAngst! Ich habe jeden Tag Angst Krebs zu haben
Pokerface, ich glaube, ich kann mich auch gut in dich reinversetzen. Mir geht es manchmal auch genau so, wenn auch nicht in so ausgeprägter Form. Durch eine schlimme Krankheit im eigenen Umfeld ganz so was auf jeden Fall ausgelöst oder verstärkt werden.
Bis zu einem gewissen Grad ist das wohl auch normal. Viele andere Leute haben genauso solche Ängste, aber verdrängen sie vielleicht etwas mehr oder stehen einfach nur nicht dazu, weil das ja als Schwäche angesehen werden kann; das betrifft wohl vor allem Männer.
Wenn die Ängste jedoch so stark das ganze Leben bestimmen, bin ich auch der Meinung, dass du dir professionelle Hilfe holen solltest.
Liebe Grüße, Gitta
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01.09.2009, 09:39
AW: KrebsAngst! Ich habe jeden Tag Angst Krebs zu haben
Es muss noch nicht mal eigentlich das Erlebnis mit Deiner Tante sein, das ist vielleicht auch nur der Auslöser. Jedenfalls hast Du Verlustangst, die Dich einschränkt, so dass eine Aufarbeitung beim Psychotherapeuten eine anzuratende Option darstellt.
Was Deine Tante anbelangt: Ich lese geschäftlich – aber nicht aus medizinischen Gründen – Meldungen börsennotierter Unternehmen, und typische Meldungen von Pharmaunternehmen sind Meldungen zu Planung, Aufnahme, Stand und Ergebnis von Medikamentenstudien. Vielleicht wäre ein Versuch mit einem Medikament in der Erprobung eine Möglichkeit, sofern sie austherapiert und ein hoffnungsloser Fall ist. (Es handelt sich hier nicht um Studien der Marke ich-schluck-als-Gesunder-Tabletten-und-bekomm-Geld-dafür, bei denen es in erster Linie um die Ermittlung der Verträglichkeit geht, sondern um die Folgestudien mit Erkrankten, bei denen es in erster Linie um die Wirksamkeit geht.)
Quellen für solche Meldungen sind z. B. Industry News Archive - Yahoo! Finance, hier müsste man im Bereich Healthcare die entsprechenden Kategorien aussuchen und täglich die Meldungen (fast alle auf Englisch) lesen, das ist natürlich Arbeit, aber sofern sie gesundheitlich dazu in der Lage ist, wäre das was für sie.
Ob sie eine Medikamentenstudie findet, die zu Ihr passt, und dann überhaupt in die Studie reinkommt, steht auf einem anderen Blatt. Und ob es was bringt (oder vielleicht sogar schadet!), noch auf einem ganz anderen. Es sind potentielle Medikamente, die an Zellkulturen und Tieren Wirksamkeit und am Menschen mindestens relative Unbedenklichkeit (relativ zum Krankheitsbild) statistisch erwiesen haben und Anlass zur Hoffnung geben, dass es auch beim Menschen so sein könnte.Geändert von Quirin (01.09.2009 um 09:51 Uhr)
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01.09.2009, 22:02
AW: KrebsAngst! Ich habe jeden Tag Angst Krebs zu haben
Hallo,
danke für eure Antworten. War heute beim Psychologen ( hab zwar erst n warteplatz , aber besser als nix )
der Psychologe hat mir jetzt folgendes Medikament verschrieben, für meine Angststörung
" venlafaxin ratiopharm 75 mg Retardtabletten "!
Meint ihr ich kann das einfach so nehemn ?
Kennt jmd das ?
Er meint es sei sehr gut , und würde mir helfen können... Was sagt ihr dazu ?
Ich will auf jeden Fall ne Therapie machen weil ich es wirklich so nicht mehr aushalte und es mich total stresst ständig an Krebs zu denken oder gelähmt zu werden u.s.w
Ich hab einfach generell schreckliche Angst vor solchen schlimmen Krankheiten lähmung, krebs, u.s.w
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01.09.2009, 22:08
AW: KrebsAngst! Ich habe jeden Tag Angst Krebs zu haben
liebe pokerface,
ich bion mir sicher, dein psychologe hat da erst mal eine gute wahl getroffen, der du vertrauen kannst. seine entscheidung solltest du nicht von meinungen (welche meinung kann man zu einem medikament haben, dass dir von profiseite verschrieben wurde, haben, wenn man es nicht selbst kennt?) abhängig machen, die du hier bekommst.
kann es sein, dass vertrauen auch ein thema für dich ist? vertrauen in dich selbst? darin, dass dir dieses medikament erst mal helfen wird? ich wünsch dir, dass du bald deine therapie beginnen kannst!
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07.09.2009, 11:16Inaktiver User
AW: KrebsAngst! Ich habe jeden Tag Angst Krebs zu haben
Liebe Pokerface,
ich finde das ganz toll, dass du die Sache in die Hand nimmst und eine Therapie machst. Ich habe auch mit dem Thema Erfahrung und habe eine Verhaltenstherapie gemacht und es hat mir sehr geholfen.
Ich persönlich bin kein Fan von Psychopharmaka, aber ich möchte auch nicht werten und außerdem kann niemand von außen beurteilen wie du dich drinnen in dir selber fühlst und was du meinst, aushalten oder nicht aushalten zu können.
Bei mir hat das Angehen der Ängste einen Lebenswandel herbeigeführt, da die Ängste Dinge an die Oberfläche gebracht haben, die ich verdrängt hatte. Das waren alles keine dramatischen Dinge, aber ich habe so weit es ging Stress verursachende Dinge aus meinem Leben geschmissen. Ich hatte übrigens nie Ausfälle bei der Arbeit, weil selbst diese Art der Ablenkung oft gut tut. Aber mein Privatleben habe ich mir so gestaltet, dass ich mich optimal wohlfühlen darf.
Ich bin kein Fan von schnellen Einwürfen wie "Krise als Chance", denn das erweckt oft einen Eindruck von Aktionismus und dem sich-Zusammenreißen. Aber tatsächlich haben die Ängste mir die Chance gegeben, ganz zu mir zu finden und auch mal schwach sein zu dürfen. Angst ist ja auch ein Tabu, genauso wie Trauer.
Und weißt du was- durch die Angst vor Krankheiten habe ich bemerkt wie sehr ich am Leben hänge. Ist das vielleicht auch so bei dir?
Für mich war die Konsequenz, dass ich (aber ohne Hektik) aktiver mein Leben so gestalte wie ich es mir erträume. Es hat sogar dazu geführt, dass ich mich mit Leuten wieder ausgesöhnt habe.
Ich habe auch gelernt, dass ein Vorsorgetermin im Jahr reicht und halte mich daran. Und wenn etwas anderes Gravierendes ist, dann lass ich es abchecken. Wichtig ist auch, dass man das Gefühl für sich selber wieder entdeckt.
Und nun genug mit meinen Ratschlägen- ich wünsche dir, dass du deinen eigenen Weg findest, der für dich stimmt und der sich richtig anfühlt.
Nur ein Rat: Bitte keine Krankheiten googlen- das ist sowas von destruktiv.


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