Hallo,
seit 4 Wochen hab ich eine neue Stelle. Eigentlich sollte das ein Grund zur Freude sein, aber ich habe permanent die Angst, zu versagen und Fehler zu machen. Ich habe diese Stelle angenommen, um einer anderen Stelle zu "entfliehen" die mich über haupt nicht froh gemacht hat. Nun bin ich wieder in einer Branche, in der ich schonmal ca 7 Jahre gearbeitet hab, in die ich aber eigentlich nicht wieder zurückwollte. Hab mir dann aber gedacht: besser das, als die vorherige Stelle und merke jetzt, dass es mir eigentlich keinen Spaß macht. Ich müsste mich eigentlich richtig reinknieen, aber ich bin wie blockiert und packe es nicht richtig an, hab Angst den Dingen nicht gerecht zu werden. Allerdings hab ich das Gefühl: du kannst doch nicht schon wieder alles hinschmeißen....
Ich habe den Eindruck, dass ich immer noch nicht angekommen bin.. ist so ein Gefühl Luxus? Früher habe ich immer gern gearbeitet und hab mich auch sehr über die Arbeit definiert. Irgendwie ist die Luft raus und ich hab keinen Schwung mehr. Hab immer funktionieren müssen (alleinerziehend) nun ist mein Sohn bald 18 und nun fühle ich mich etwas unmotiviert...und leer.
Ob es nochmal einen Job gibt, der mir richtig Spaß machen würde? Ich weiß im Moment gar nicht welcher das sein könnte...Kann man sowas rausfinden?
Danke fürs Lesen
Kaffeemütze
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19.07.2009, 09:47
Angst zu versagen und andere Schwächen
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21.07.2009, 17:51Inaktiver User
AW: Angst zu versagen und andere Schwächen
Muss ein Job Spaß machen?
Mir macht alles Spaß, wenn ich mich reinkniee.
WO willst du denn ankommen?
Mir ist dein Problem nicht ganz klar.
Sohn ist aus dem Haus. Nun steht Veränderung an.
Welche wünschst du dir denn?
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12.08.2009, 01:25
AW: Angst zu versagen und andere Schwächen
Hallo,
ich kenne dieses Gefühl nur zu gut. Ich war in den letzten Jahren in verschiedenen Unternehmen tätig. Darüber, was ich an positiven und negativen Dingen erlebt und erfahren habe, könnte ich ein Buch füllen. Seit dem Frühjahr bin ich wieder auf der Suche. Dieses Gefühl, dass mir dieser Beruf keinen Spaß mehr macht ist stärker denn je. Klar, jetzt könnte man sagen: "Dann mach doch was anderes!" Leichter gesagt als getan, mit Anfang 40. Bei mir ist die Luft raus. Ich kann nicht schlafen und immer wieder diese Angst zu versagen, keinen Job zu finden...
Ja, die Arbeit sollte, zumindest zum größten Teil, Spaß machen. Vielleicht liegt es am Umfeld. Damit meine ich nicht nur die Kollegen. Versuche dir die Arbeit (für dich) interessant zu machen, somit macht sie auch mehr Spaß. Vermeide es, deine Angst und innere Unsicherheit nach außen zu tragen!! Gerade in der heutigen Zeit wird dies gern ausgenutzt!!
Liebe Grüße Schokolade
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12.08.2009, 10:39Inaktiver User
AW: Angst zu versagen und andere Schwächen
Warst Du schon mal im Bildungs- und Informationszentrum eines Arbeitsamtes? Nicht jedes Arbeitsamt hat eins. Ich habe da mal drin rumgestöbert und war überrascht, was es alles gibt. Da kannst du auch direkt alles über Vorrausetzungen des Berufsbildes usw. erfahren.
Zum anderen gibt es auch über ein Ehrenamt die Möglichkeit mal völlig die Perspektive zu wechseln und was erfüllenes zu finden.
Weil du aber im Forum für Ängste etc. schreibst, möchte ich dir auch noch sagen ,dass eine Verhaltenstherapie oft helfen kann, sich besser zu definieren und zu kucken, welches Verhalten oder welche Altlasten einen selbst hindern.
LG
Finja
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08.03.2010, 10:19
AW: Angst zu versagen und andere Schwächen
Hallo Kaffeemütze,
Ihr Beitrag in Bezug auf Ihre Ängste und in einem Job zu stecken, welcher keinen Spaß mehr macht hat mich angesprochen, da es mir genauso geht. Es würde mich interessieren, ob Sie für sich eine Lösung finden konnten ? Ich habe jetzt auch eine Verhaltenstherapie begonnen, aber die Ängste einen Arbeitstag am derzeitigen Arbeitsplatz zu überstehen habe ich immer noch.

Viele Grüße
Ispe
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08.03.2010, 10:21
AW: Angst zu versagen und andere Schwächen
Gelöscht
Geändert von ispe (08.03.2010 um 10:24 Uhr)
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08.03.2010, 14:04
AW: Angst zu versagen und andere Schwächen
Oja, das mit den Schwächen und Versagensängsten im Berufsleben kenne oder besser kannte ich auch sehr gut.
Bin seit Ende letzten Jahres aus gesundheitlichen und persönlichen Gründen aus meinem Beruf ausgeschieden und weiß für mich genau, daß ich dahin nie mehr zurückkehren werde.
Habe mir erst einmal Urlaub genommen, um überhaupt erst einmal wieder in jeder Hinsicht stabiler zu werden und danach ganz neu zu beginnen.
Inzwischen bin ich mit Nebenjobs, die mir viel Freude machen und die mich auch ausfüllen, sehr zufrieden.
Wollte meinen Neubeginn nicht gleich wieder von anderen Stellen vorschreiben lassen, auch wenn ich weiß, daß es nur eine Übergangslösung für ein Jahr oder evtl. zwei sein wird.
Auch ich hatte viele Jahre lang mit sehr vielen Ängsten im Arbeitsleben zu kämpfen (Mobbing, eigene Ängste und Unsicherheiten, mehrere familiäre Trauerfälle in einem Jahr und zwei schwere Krisen, währenddessen erneutes Mobbing, demzufolge Depressionen, bis hin zu Selbstmordgedanken, weil ich dem ganzen Druck am Ende nicht mehr gewachsen war).
In einer Kur mit therapeut.Begleitung hatte ich endlich die Gelegenheit, diesen ganzen "Altmüll meines bisherigen Lebens" abzuwerfen,loszulassen und seitdem sehe ich auch Vieles klarer.
Man muß sich nicht unbedingt verrückt machen lassen und auch nicht sofort, wenn man gerade arbeitslos wurde
(was für die meisten Bertroffenen oft ein schwerer Schock ist) sich in einen neuen Beruf zwingen lassen, von dem man selbst nicht wirklich überzeugt ist.
Das ist nicht immer die beste Lösung, nur um der Arbeitslosigkeit und dem Gerede der Anderen (was interessiert uns das?) zu entgehen.
Diese Anderen (meist ehemalige Kollegen, Umfeld) sind oft nur neidisch, weil wir jetzt neue Wege gehen und uns nicht mehr an Gewohntem festklammern, bzw. auch von nun an nicht mehr ihre "Opfer" sind, die sie gegen ihre Langeweile und für ihre Machtspiele so dringend benötigen.
Für uns beginnt ein ganz neues Leben und wir entscheiden für uns selbst, wie dieses neue Leben aussehen kann.
Oft entdeckt man gerade über Nebenjobs, was einem zukünftig als Wiedereinsteiger vorschwebt.
Auch über Ehrenämter und lukrative Nebenjobs (jeder hat sicher seine eigenen Stärken und Talente) findet man einen neuen beruflichen Weg, auch wenn es heute kaum noch feste, also unbefristete Stellen gibt, aber man kann auch mit mehreren Nebenjobs vorerst gut Geld verdienen und gesünder leben, als erneut krank zu werden und jahrelang zu bereuen, daß man sich wieder zu schnell für das "falsche Feld" entschieden hat, bloß weil man sich verunsichern läßt, daß "man" doch sofort wieder eine neue Stelle suchen "muß" ...echter Schwachsinn!!!
Das sind aber nur meine persönlichen Erfahrungen.
Jeder muß seinen eigenen Weg finden, der ihn auf lange Zeit glücklich und zufrieden macht.
Dafür wünsche ich allen, denen es ähnlich geht, viel Kraft, Mut und vor allem Erfolg.
Laßt Euch nicht unterkriegen und zu sehr fremdbestimmen, denn dazu haben die Anderen gar kein Recht.
Es ist Euer Leben, nicht Ihres!
Sie müssen den Frust aushalten, daß sie den Absprung nicht wagen wollen/können, aber dafür müssen wir unsere Gesundheit und unser Leben nicht (wieder) riskieren.


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