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  1. Inaktiver User

    AW: Panic Room - Dauer-Thread für Momente, wenn die Panik euch packt

    Zitat Zitat von Lizzie64 Beitrag anzeigen
    chickenwings!

    mensch ... welcome home erstmal.

    sag mal: wie kommt man denn zu einer adrenalinvergiftung, um himmels willen?
    Indem man Stress einfach nicht abbaut. Bei dem Kalium hab ich keine Ahnung, wo das herkommt, ich lasse den Wert alle zwei Tage prüfen, da sowohl Unterversorgung als auch zuviel davon das Herz aus dem Takt bringen.

    Ich habe viel Stress, arbeite zuviel und fresse alles in mich rein, da ich kein Ventil habe. Die Quittung dafür habe ich ja dann jetzt bekommen, jetzt ist erstmal wieder alles im Lot bis zum nächsten mal.

  2. Inaktiver User

    AW: Panic Room - Dauer-Thread für Momente, wenn die Panik euch packt

    Was mir gerade einfällt:

    Es gibt so viele Menschen, die an Ängsten jeglicher Form leiden, meist gepaart mit daraus resultierenden Depressionen. Man hört es überall, da viele auch heute offener damit umgehen.


    Wie kann es denn dann sein, dass die, die uns helfen sollen so wenig darüber wissen, wie kann es sein, dass Leute jahrelang von Arzt zu Arzt rennen müssen, bis so etwas erkannt wird? Verdammt! Das kann doch nicht sein!!!
    Warum will sich scheinbar niemand, der nicht selber betroffen ist damit beschäftigen? Wäre ja schon fast komisch, wenn dies daran läge, dass sie Angst vor dem Thema haben.......

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    AW: Panic Room - Dauer-Thread für Momente, wenn die Panik euch packt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen


    Wie kann es denn dann sein, dass die, die uns helfen sollen so wenig darüber wissen,
    ich habe gegenteilige Erfahrungen gemacht. Sowohl meine HÄ als auch viele VT waren sehr vertraut mit dem Thema 'Angst'.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    wie kann es sein, dass Leute jahrelang von Arzt zu Arzt rennen müssen, bis so etwas erkannt wird?
    Weil viele der Betroffenen nicht wissen, was sie plagt. Oft wird viel Zeit damit vertan, auf organischem Gebiet zu suchen.
    Mit Entsetzen habe ich festgestellt, dass sehr sehr viele Angstpatienten nicht über ihre Krankheit sprechen. Sie halten es über Jahrzehnte geheim, sogar vor ihrem Partner/Familie.
    Geändert von Violine (11.03.2009 um 22:07 Uhr)

    Niveau ist keine Creme!




  4. Inaktiver User

    AW: Panic Room - Dauer-Thread für Momente, wenn die Panik euch packt

    Danke Vio für die Antwort :)

    Ich hab leider nicht so tolle ERfahrungen. Aber komischerweise ist es so, dass seitdem man weiß, dass bei mir eine Panikstörung vorliegt diese für alles einsetzt. Selbst wenn wirklich körperlich etwas nicht in Ordnung ist (war letztes Jahr mal der Fall) wird es dann bei bekannter Anamnese erstmal auf die Psyche geschoben, anstatt ordentlich alles abzuchecken.

    Es ist schon verzwickt, man will, dass es erkannt wird und wenn man es dann hat als Diagnose hängt es wie eine Klette an einem und alles wird damit erklärt. Das sind zumindest meine ERfahrungen.

    Was die eigentliche Therapie angeht so kann ich allerdings wirklich nicht meckern, die Therapeuten waren allesamt wunderbar.

    Das Geheimhalten einer Angsterkrankung kenne ich auch. Ich bin immer schon relativ offen damit umgegangen, weil es für mich in dem Sinne nichts schlimmes ist. Ich bin ja im Endeffekt froh, dass ich nie Hirnschläge oder Herzinfarkte hatte, sondern "nur" Angst.

    Im Nachhinein allerdings kann ich die Geheimhalterei schon nachvollziehen. Man kann einfach in solchen Punkten nicht vielen Menschen vertrauen. Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich, die meisten haben sich nie wieder gemeldet oder meiden mich, von daher: Naja, ich mach den Mund halt nicht mehr ganz so weit auf inzwischen, die Enttäuschungen tun doch oft weh.

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    AW: Panic Room - Dauer-Thread für Momente, wenn die Panik euch packt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Aber komischerweise ist es so, dass seitdem man weiß, dass bei mir eine Panikstörung vorliegt diese für alles einsetzt. Selbst wenn wirklich körperlich etwas nicht in Ordnung ist (war letztes Jahr mal der Fall) wird es dann bei bekannter Anamnese erstmal auf die Psyche geschoben, anstatt ordentlich alles abzuchecken.

    Es ist schon verzwickt, man will, dass es erkannt wird und wenn man es dann hat als Diagnose hängt es wie eine Klette an einem und alles wird damit erklärt. Das sind zumindest meine ERfahrungen.

    Die Psyche wird leider noch immer unterschätzt. Viele - ich würde fast behaupten die meisten - körperlichen Symptome gehen auf die Psyche zurück. Eine Tachykardie, Migräne, Verdauungsbeschwerden, Rückenschmerzen, Kreislaufprobleme usw. sind zwar einfacher zu diagnostizieren als ein psychisches Leiden; hängt aber in den meisten Fällen unmittelbar zusammen. Von daher ist es gar nicht so falsch, die Ursache genau zu überprüfen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Das Geheimhalten einer Angsterkrankung kenne ich auch. Ich bin immer schon relativ offen damit umgegangen, weil es für mich in dem Sinne nichts schlimmes ist. Ich bin ja im Endeffekt froh, dass ich nie Hirnschläge oder Herzinfarkte hatte, sondern "nur" Angst.

    Im Nachhinein allerdings kann ich die Geheimhalterei schon nachvollziehen. Man kann einfach in solchen Punkten nicht vielen Menschen vertrauen. Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich, die meisten haben sich nie wieder gemeldet oder meiden mich, von daher: Naja, ich mach den Mund halt nicht mehr ganz so weit auf inzwischen, die Enttäuschungen tun doch oft weh.

    Ich habe diese Erfahrungen nicht gemacht. Im Gegenteil: ich habe ein allseitiges Entgegenkommen und ein grosses Verständnis erfahren. Mein Umfeld war mir sogar dankbar, weil sie mich einschätzen konnten/mir helfen konnten. Wenn man das Kind beim Namen nennt, kann man es auch rufen.

    Niveau ist keine Creme!




  6. Inaktiver User

    AW: Panic Room - Dauer-Thread für Momente, wenn die Panik euch packt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Das Geheimhalten einer Angsterkrankung kenne ich auch. Ich bin immer schon relativ offen damit umgegangen, weil es für mich in dem Sinne nichts schlimmes ist. Ich bin ja im Endeffekt froh, dass ich nie Hirnschläge oder Herzinfarkte hatte, sondern "nur" Angst.

    Im Nachhinein allerdings kann ich die Geheimhalterei schon nachvollziehen. Man kann einfach in solchen Punkten nicht vielen Menschen vertrauen. Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich, die meisten haben sich nie wieder gemeldet oder meiden mich, von daher: Naja, ich mach den Mund halt nicht mehr ganz so weit auf inzwischen, die Enttäuschungen tun doch oft weh.
    Dein Posting hat mich angesprochen, deshalb möchte ich mich gerne in diesen Strang einklinken.

    Ich habe seit 4 Jahren Angst, keine Attacken, sondern es ist ein Angstzustand, also mehr oder weniger dauerhaft. Da ich seit einem Jahr krank geschrieben bin, habe ich es nach und nach und sehr vorsichtig meinen Freunden gesagt. Ich wollte einfach nicht mehr lügen und so tun als ob ich weiter arbeiten gehen würde.

    Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich: einige zeigten Anteilnahme und Interesse. Mit diesen Leuten bin ich immer noch befreundet, der Kontakt läuft weiter wie vorher auch. Einige die von meiner Krankheit wussten, haben sich ab dem Zeitpunkt wo ich nicht mehr arbeiten gehen konnte distanziert. Andere wollten gar nicht so genau wissen, wie es mir geht und was das für eine Erkrankung ist. Sie hatten aber sehr konkrete (und sehr unsinnige) Ratschläge, was ich doch zukünftig zu tun und zu lassen hätte. Als ich die Ratschläge nicht befolgt habe, haben sie die Freundschaft in Frage gestellt.

    Inzwischen kann ich damit sehr gut umgehen. Wer sich daran stört, dass ich krank bin, dass ich nicht arbeite, etc. dem kann ich leider nicht helfen....

    Schwierig finde ich es nur, wenn man neue Leute kennenlernt, zB. bei einem Hobby, an der VHS, etc. Man wird ja im Allgemeinen recht bald gefragt, was man so beruflich macht, gehört meistens zum Kennenlernen dazu. Hier habe ich noch nicht die richtige Fomulierung gefunden, mit der ich zu Beginn nicht allzuviel preisgebe, aber auch nicht lügen muss.

  7. Inaktiver User

    AW: Panic Room - Dauer-Thread für Momente, wenn die Panik euch packt

    Das kenne ich zu gut, Yeli. Danke, dass Du das erzählt hast. Natürlich ist einem dann schnell klar, wer wirklich Freund ist und wer nicht, aber es verletzt schon.

    Stimmt, diese merkwürdigen Ratschläge kenne ich auch zu genüge. Man kocht dann vor lauter Wut, wenn man sich den Quark anhören muß.

    Ich habe meine Menschen, mit denen ich sprechen kann und die reichen mir inzwischen, aber es nochmal jemand "neuem" erzählen? Nein, nicht wirklich, dass habe ich vor zwei Jahren das letzte mal getan und das war ein großer Fehler. Diese Person wollte mich sogar damit erpressen. Wir wohnen ja in einem kleineren Ort und sie wollte dfann dafür sorgen, dass alle es erfahren. Toll. Ich habe mich nicht erpressen lassen, wir sind in einen anderen Ort gezogen!

    Ja, ich erzähle es ja hier auch und hier laufen auch Spinner rum, ich weiß, aber von hier kann man keine Rückschlüsse auf meine Realperson ziehen, ausser die, die mich eh schon kennen.

  8. Inaktiver User

    AW: Panic Room - Dauer-Thread für Momente, wenn die Panik euch packt

    Hallo yeli,

    das mit dem "Geheimhalten" ist so eine Sache. Ich habe nur einer Freundin von meiner Angst erzählt. Und auch nur, weil sie selbst darunter leidet. Ansonsten habe ich das niemandem im Freundes- oder Verwandtenkreis erzählt (außer meinem Mann!!).

    Da ich selbst immer an meiner Angst arbeite und mich nicht unterkriegen lassen möchte, denke ich für mich, ist es wichtig, dass nicht jeder davon weiß. Ich wollte nicht immer darauf angesprochen werden.
    Und ich glaube gegen meine Angst ist es gut, dass es nicht jeder weiß, so würde ich meiner Angst mehr Raum in meinem Leben einräumen. Und das ist das Letzte was ich möchte. Ich habe sie (zum Glück nur noch manchmal!!), aber das ist schon genug!! Ich hätte bedenken, die Angst mehr zuzulassen, je mehr Leute davon wissen.
    Ich könnte mir vorstellen, es ist einfacher eine Situation dann wieder zu verlassen und zu sagen, meine Angst ist wieder da. So weiß keiner was mit mir ist und ich bin eher bereit in der Situation zu bleiben. Und damit habe ich schon viele Situationen hinter mich gebracht und bin jedesmal auch ein (kleinwenig ) stolz es geschafft zu haben.

    Da ich aus eigener Erfahrung her weiß, das andere mit Erkrankungen (ich hatte mit 32 Jahren Brustkrebs) nicht so gut umgehen können, lasse ich das lieber.

    Jetzt hab ich aber noch 2 Frgen an dich:
    Warum bist du denn seit 1 Jahr krank geschrieben? Kannst du überhaupt raus oder bist du jetzt die ganze Zeit zu Hause?

    lieben Gruß
    bienchen

  9. Inaktiver User

    AW: Panic Room - Dauer-Thread für Momente, wenn die Panik euch packt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ich habe meine Menschen, mit denen ich sprechen kann und die reichen mir inzwischen, aber es nochmal jemand "neuem" erzählen? Nein, nicht wirklich, dass habe ich vor zwei Jahren das letzte mal getan und das war ein großer Fehler. Diese Person wollte mich sogar damit erpressen. Wir wohnen ja in einem kleineren Ort und sie wollte dfann dafür sorgen, dass alle es erfahren. Toll. Ich habe mich nicht erpressen lassen, wir sind in einen anderen Ort gezogen!
    Erpressung??? Lieber Himmel, du hast Sachen erlebt. Das muss ja richtig massiv gewesen sein, dass ihr deswegen umgezogen seid. Nach so einer Erfahrung wäre ich auch sehr vorsichtig. Puh....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    das mit dem "Geheimhalten" ist so eine Sache. Ich habe nur einer Freundin von meiner Angst erzählt. Und auch nur, weil sie selbst darunter leidet. Ansonsten habe ich das niemandem im Freundes- oder Verwandtenkreis erzählt (außer meinem Mann!!).
    Solange du arbeiten gehst und ein normales Leben führen kannst inklusive Pflege der sozialen Kontakte, ist es auch nicht nötig davon zu erzählen. Aber mach nicht den Fehler, deine Angst nicht ernst zu nehmen. Wenn das Verschweigen dazu führt, dass du den Krankheitswert auf die leichte Schulter nimmst, kann sie chronisch werden oder sich verschlimmern.
    Aber bei dir klingt es so, als ob du die Angst im Griff hast und gut damit umgehen kannst.

    Ich habe auch lange nicht darüber gesprochen. Aber seit ich zu Hause bin, mag ich meinen engesten Freundeskreis nicht anlügen und denen vormachen, dass ich weiterhin arbeite. Man verplappert sich auch, z.B. beim Mailen: Antwort des Kumpels: wie, du hattest eben Probleme mit deinem neuen Notebook? Bist du zu Hause?
    Tja....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Jetzt hab ich aber noch 2 Frgen an dich:
    Warum bist du denn seit 1 Jahr krank geschrieben? Kannst du überhaupt raus oder bist du jetzt die ganze Zeit zu Hause?

    lieben Gruß
    bienchen
    Ich kann raus, ich habe keine Angst vor die Tür zu gehen, im Supermarkt einkaufen zu gehen, S-Bahn zu fahren oder so etwas. Ich habe Freunde, die mir wichtig sind und Hobbies um die im mich kümmere. Aber wenn es mir nicht gut geht, bleibe ich zu Hause und ziehe mich zurück.

    Ich habe schon morgens Angst ohne konkrete Gedanken, einfach ein körperliches Gefühl. Die Angst hält an bis zum Nachmittag und wird gegen Abend besser. Da man mir die Angst nicht ansieht, bin ich lange damit arbeiten gegangen. Aber es hat mich viel Energie gekostet, die Angst nicht zu zeigen, um meinen Job machen zu können. Vor einen Jahr war die Angst aber so stark, dass ich nicht mehr arbeiten gehen konnte.
    Dazu kommen eine permanente Müdigkeit, so dass ich nicht den ganzen Tag auf den Beinen durchhalten, sondern mich zwischendurch hinlegen muss.

    Mein Zustand ist mal besser und mal schlechter. An guten Tagen erledige ich meinen Haushalt und gehe abends zu meinen Hobbies. An schlechten Tagen kann es sein, dass ich nicht fähig bin irgendetwas zu machen. Leider gibt es die schlechten Tage oft, so dass ich nach einiger Zeit depressive Phasen kriege (wann wird es endlich besser? Wann werde ich endlich gesund? etc.)

    Als Therapie habe ich sehr viele Antidepressiva durchprobiert, die aber leider nicht helfen, aber ich gehe zur Psychotherapie.

    Das war jetzt bißchen lang, ich hoffe, es ist alles verständlich...
    Geändert von Inaktiver User (14.03.2009 um 18:50 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Panic Room - Dauer-Thread für Momente, wenn die Panik euch packt

    Hallo Yeli,

    ja ich hatte / habe Glück. Ich konnte auch in der Zeit als ich meine schlimmsten Angstanfälle hatte immer arbeiten gehen. Zum Glück habe ich das immer geschafft.

    Ich finde es gut, dass du Hobbys hast und dich damit nicht ganz abschottest. Sagt dein Arbeitgeber da nichts, dass du nicht arbeitest, aber einem Hobby nachgehst?

    Das mit den sozialen Kontaktem war nicht immer ganz einfach, denn es gab Zeiten, da wollte ich nicht ins Kino oder Essen gehen. Ich bin dann zu vielen Verabredungen nicht hingegangen. Das war nicht immer ganz einfach, denn ich musste mir immer etwas einfallen lassen. Und es ist kein schönes Gefühl, andere zu belügen. Aber ich wollte / will mich einfach nicht angreifbar machen.

    An deiner Stelle kann ich das verstehen, wenn ich nicht abeiten gehen könnte, wegen der Angst, würde ich es vielleicht auch erzählen. Denn denn du hast recht, schnell hat man sich mal verplappert!! Dann wird es erst richtig unangenehm!!

    Wünsch dir noch einen schönen Abend

    bienchen

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