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Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1
    Avatar von boesefee
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    Umfrage Investition in Sanierung von künftigem Erbe??

    .
    Geändert von Madiba (26.07.2011 um 21:44 Uhr) Grund: Aus Gründen der Anonymität editiert

  2. #2

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    AW: Investition in Sanierung von künftigem Erbe??

    Hallo,

    Mir fallen folgende Möglichkeiten ein:
    1. Du machst mit Deinen Großeltern einen notariellen Erbvertrag, in dem vereinbart wird, dass Du das Haus erbst und Mutter/Tante nur das Pflichtteil bekommen. Gleichzeitig wird darin vereinbart, dass Du für Investitionen bis zum kompletten Erbfall einen Ausgleichsanspruch gegen Deine Großeltern hast, der bis zu deren Tode gestundet wird. So wirken Deine Investitionen pflichtteilsmindernd.

    2. Du bekommst im Moment für Investitionen eine Grundschuld eingetragen. Die kann für einen geschätzten Höchstbetrag eingetragen werden, so lange bis Du mehr als den Betrag investiert hast. Dann wirken aber Deine Investitionen pflichtteilmindernd.

    3. Du kaufst Deinen Großeltern das Haus jetzt schon ab, aber sie stunden Dir den Kaufpreis bis zu ihrem Tode und verrechnen ihn jeweils mit deinem Erbe (sie haben ja dann die Kaufpreisforderung als Vermögen) und bekommen selbst ein Wohnrecht.

    Es gibt also viele Möglichkeiten. Welche wirklich passen, lässt sich nur sagen, wenn der Wert des Hauses, die Grundbuchsituation etc. klar ist und auch klar ist, wie weit sich Deine Großeltern wirklich jetzt schon binden wollen.
    Lasst Euch bei einem Notar beraten.

  3. #3

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    AW: Investition in Sanierung von künftigem Erbe??

    Und immer dran denken: Die Welt ist voll von Millionen Geschichten, in denen von "Vertrauen", "in der Familie brauchen wir nichts schriftliches", "Du erbst sowieso mal mein Haus" etc. pp. die Rede ist. Und von "er hat es sich nachher anders überlegt", "hat dann doch jemand anderem sein Haus vermacht" etc. pp.

  4. #4

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    AW: Investition in Sanierung von künftigem Erbe??

    Das ist eine enorm komplexe Frage, und unabhängig von dem, was meine Vorschreiber schon schrieben: bevor du nicht mindestens Mitbesitzer/-in bist - genau NULL Investitionen. Das wäre ein buchfüllendes Thema, aber nicht so einfach Geld investieren in etwas, das DIR nicht gehört.

    Nimm mal an, deine Mutter wird z.B. zum Pflegefall, bevor ihr die Abwicklung durch habt und diene Großeltern sind tot. Dann holt sich das Amt einen Anteil ... gleiches in diversen KOnstellationen ...

    Also: auf keinen Fall auch nur EINEN Cent investieren, bevor du nicht einen Anteil bekommen hast. Es gbit immerhin auch die Möglichkeit, dass du den TEil deiner Mutter und Tante JETZT überschrieben bekommst und JETZT beide auszahlst. Das geht per notariellem Vertrag. Bedenke: Wenn du jetzt investierst ohne Absicherung, dann steigerst du womöglich mittelfristig den Verkehrswert der Immobilie, mithin den TEil, den du später auszahlen musst. D.h. du zahlst mehr für das, was du vorher schon investiert hast ... klingt nicht sinnig ;)
    Wer dir die Flügel stutzt, der hat das Fliegen nie gelernt. Blieb immer nur am Boden und wäre doch so gern geflogen.

  5. #5

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    AW: Investition in Sanierung von künftigem Erbe??

    Bevor nicht intensive Beratung mit einem Steuerberater und einem Notar/Rechtsanwalt: keinen Cent investieren.

    Kleine Geschichte am Rande: Meine Freundin arbeitete in einem Geschäft.

    Gegen einen familiären Hungerlohn.

    60 - 80 Stunden die Woche.

    Die Rede ihrer Mutter lautete stets: Du erbst ja schließlich einmal alles.

    Am Sterbebett sagte sie zu ihrem Sohn: Du musst das in Ordnung bringen.

    "das" bedeutete: sie hatte das Geschäft ihrem geliebten Sohn schon 20 Jahre vorher überschrieben....

    Und: der Hungerlohn war nicht einmal sozialversichert. Ging damals noch.

  6. #6

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    AW: Investition in Sanierung von künftigem Erbe??

    Zitat Zitat von angie2 Beitrag anzeigen
    Kleine Geschichte am Rande: Meine Freundin arbeitete in einem Geschäft.

    Gegen einen familiären Hungerlohn.

    60 - 80 Stunden die Woche.

    Die Rede ihrer Mutter lautete stets: Du erbst ja schließlich einmal alles.

    Am Sterbebett sagte sie zu ihrem Sohn: Du musst das in Ordnung bringen.

    "das" bedeutete: sie hatte das Geschäft ihrem geliebten Sohn schon 20 Jahre vorher überschrieben....

    Und: der Hungerlohn war nicht einmal sozialversichert. Ging damals noch.
    Wie ging diese Geschichte aus? Hat sie sich gewehrt?

  7. #7

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    AW: Investition in Sanierung von künftigem Erbe??

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Wie ging diese Geschichte aus? Hat sie sich gewehrt?
    Wehren war zwecklos. Wohl hätte er ihr noch das Geschäft überschrieben, aber erst zu einem Zeitpunkt, zu dem er gemäß seiner bisherigen Persönlichkeitsstruktur so viele Schulden raufgepackt hätte, dass es sich nie mehr gelohnt hätte.

    Sie hat das gleiche Geschäft wiedereröffnet... aber natürlich an einem anderen Ort und den Warenbestand musste sie sich selbst finanzieren. Damit das möglich war, hat sie ihren Lebensunterhalt als Arbeitnehmer mit Teilzeit erarbeitet.

    Anschließend hat der Bruder erwartungsgemäß Pleite gemacht... nachdem die behinderte, äußerst sparsame Schwester nicht mehr sein Lebenseinkommen erarbeitet hat.

    Für weitere Details... warum das so war etc. ... möchte ich nicht mehr schreiben, weil die Verhältnisse sehr speziell und damit wiedererkennbar wären.

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