+ Antworten
Seite 1 von 9 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 86
  1. #1

    Registriert seit
    18.05.2009
    Beiträge
    15

    Unverheiratet - gemeinsamer Hauskauf?

    Hallo, ich hoffe, ich bin hier mit meiner Frage, meinen Gedanken richtig....

    ich selbst drehe total im Kreis...

    Mein Partner (38) und ich (34) überlegen gerade, uns gemeinsam ein Haus zu kaufen.

    Wir möchten *deshalb* nicht unbedingt gleich heiraten, das mal vorab.

    Die Frage ist halt, wie man sich absichert... im Falle einer Trennung. Keiner soll ungesichert sein oder Nachteile bei einer Trennung haben.
    Wir haben uns schon überlegt, dass bei einem Anwalt fix zu machen, d. h. einen Vertrag untereinander aufzusetzen.

    Jetzt ist halt die Frage, was da rein soll. Sollen wir den Kredit gemeinsam aufnehmen und uns, jetzt nach Eigenkapital ins Grundbuch eintragen lassen oder kann nur er den Kredit aufnehmen (ob ich Eigenkap. einbringen kann, stellt sich eben noch raus) und lebe da quasi als Mieterin und zahle mit ab, stehe aber nicht im Kredit - hätte somit zwar kein direktes Eigentum, aber auch keine direkten Schulden, das was ich miteinbringe (Arbeitsleistung, anteilig mitabzahlen) wird dann bei einer Trennung berechnet, so dass ich was auskriege und somit "spare"...

    Nur, was ist, wenn ihm was passiert. Ich könnte die Tilungsraten niemals alleine tragen... Er schon.

    Wie würdet ihr Vorgehen? Was kann man dabei übersehen?

    Bin für jede Hilfe dankbar!

    Schlaflose Grüße
    LaMohnblume

  2. #2
    Avatar von Tabetha
    Registriert seit
    22.09.2008
    Beiträge
    5.159

    AW: Unverheiratet - gemeinsamer Hauskauf?

    Das mit dem "bei Trennung wieder rauskriegen" müsste bombenfest vertraglich festgelegt werden. Und ich unterstelle hier fast, dass Mann im Falle einer Trennung noch Möglichkeiten finden würde ... Was machst Du dann? Deinem Geld hinterherlaufen. Geld in Anwälte investieren.

    Für mich ist gemeinsames Haus: Beide stehen im Grundbuch. Punkt.
    Alles andere wäre mir zu sehr Vorteil (vorausgesetzt, man kann das Haus insgesamt zahlen) auf einer Seite. Im Falle eines heftigen Streites könntest Du Dich auf der Straße wiederfinden.
    Du musst übrigens NICHT Kreditnehmerin sein, um ins Grundbuch eingetragen zu werden.

    Die Absicherung in Fällen seines Todes: Wichtig, wichtig. Risikolebensversicherung. Die sollte mindestens so hoch sein, dass nach ihrer Zahlung so viel vom Haus bezahlt ist, dass die übrigbleibende Rate Deine ungefähren, normalerweise sowieso zu tragenden Wohnkosten abdeckt. Ich würde grundsätzlich empfehlen, die Risikolebensversicherung höher anzusetzen, insbesondere, wenn die Diskrepanz zwischen den beiden Einkommen sehr hoch ist. Man schläft einfach besser. Und zum Verlust des Partners kommen nicht noch finanzielle Sorgen und massive Veränderungen in der Wohnsituation.

    An ein Testament denken.

    Es gibt aber auch berufliche Umstände, bei denen es sich empfiehlt, dass nur einer im GB steht.
    Geändert von Tabetha (18.05.2009 um 11:16 Uhr)

  3. #3

    Registriert seit
    18.05.2009
    Beiträge
    15

    AW: Unverheiratet - gemeinsamer Hauskauf?

    Liebe Tabetha,

    danke Dir, für Deine schnelle Antwort.

    Könnte man sich auch anteilig ins Grundbuch eintragen lassen?

    Mal angenommen:

    Haus kostet rund € 200.000,00

    Eigenkap. Er: rund € 50.000,00
    Eigenkap. Sie: rund 20.000,00

    Für den Rest nimmt er allein den Kredit auf (=Risiko).

    Mit dieser Sache: Er nimmt Kredit allein auf (=Risiko) ich zahle sowas "Miete" (mal angenommen € 500,00). Und wenn wir uns nach ca. 5 Jahren trennen sollten, zahlt er mir das aus bzw. ca. € 350,00 davon - könnte man ja anhand eines eigenen Kontos alles nachvollziehen.

    Damit habe ich auch irgendwie Bauchweh. Allerdings argumentiert er ja zu recht, dass er ja das volle Risiko (=Kredit) trägt und ich nur wenig Eigenkapital einbringe. Also wenn wenn wir uns trennen, bleibt er ja mit dem Kredit allein zurück, hat dann dafür auch alleinige Eigentumsrechte.

    Er müsste mich also dann, im Falle eines Falles, sowieso auszahlen.

    Danke Dir auch mit dem Tipp, dass er eine Risikolebensversicherung abschließen soll, mit mir als Begünstigte. Wie sollte man denn da die monatlichen Kosten verrechnen...

    Ich habe einfach Angst einen Fehler zu machen, nicht alles zu bedenken, weil ich davon überhaupt keinen Plan habe.

    Danke fürs Zuhören.

    P.S. Welche beruflichen Umstände meintest Du denn, als Du davon schriebst, dass es dann sinnig wäre, dass einer allein im Grundbuch steht?

  4. #4
    Avatar von Tabetha
    Registriert seit
    22.09.2008
    Beiträge
    5.159

    AW: Unverheiratet - gemeinsamer Hauskauf?

    Du stehst ja grundsätzlich anteilig im GB, wenn mehrere eingetragen sind. Ob 50:50 oder 70:30 ist dem Grundbuch egal ;- )

    Wichtig ist so oder so immer auch ein Testament. Und ich denke, bei einer Eigentumsaufteilung, die zu Lasten von Dir ginge, umso wichtiger. Wenn Du nicht im Testament als Erbin des anderen Anteils drinstehst, verfügen die Erben über z. B. 70 % des Hauses, für das Du mitgearbeitet hast, dessen Wert Du miterhalten und hoffentlich gesteigert hast. Bitte beachte: mit dem Zahlen Deiner "Miete" würdest Du z. B. nach und nach einen Teil der Schulden abtragen. Damit generierst Du "Vermögen". Auch im Sinne Deines Partners. Das aber im Falle von ungeklärten Erbverhältnissen durch Streitigkeiten schnell im wahrsten Sinne des Wortes unter den Hammer kommen könnte.
    Und selbst wenn Dein Eigenkapital geringer ist, erhöht es das gesamte Eigenkapital, das z. B. für die Berechnung der Kreditzinsen sowie des Risikos zugrundegelegt wird. Von dem Ergebnis profitiert Dein Partner übrigens auch durch langfristig geringere Kreditraten.

    Für einen Unternehmer, der mit seinem privaten Vermögen haftet, gestaltet sich Eigentum zuweilen fatal ... Daher wird in einem solchen Fall oft das Haus auf den Partner umgeschrieben.
    Geändert von Tabetha (18.05.2009 um 12:28 Uhr)

  5. #5

    Registriert seit
    18.05.2009
    Beiträge
    15

    AW: Unverheiratet - gemeinsamer Hauskauf?

    Mönsch, ich danke Dir für Deine Zeit!!!!

    Du empfindest es also nicht "ungerecht", wenn er allein den Kredit aufnimmt, ich meine rund € 20.000,00 einbringe, dafür mit im Grundbuch stehe und gemeinsam abzahlen helfe?

    Bei einer Trennung könnte man das ja alles nachvollziehen und dann ggf. auseinander-klamüsern (müsste man ja so oder so).

    Eine Riskio-Lebensversicherung könnte mich schützen. Beinhaltet denn eine solche Versicherung auch Arbeitsunfähigkeit.

    Und brauchen wir, wenn ich mit ihm Grundbuch stehe, ein extra Vereinbarung? Wenn ja, was würdest Du dann mitreinnehmen?

    LG Mohnblume

  6. #6
    Leonie60
    gelöscht

    AW: Unverheiratet - gemeinsamer Hauskauf?

    Zitat Zitat von LaMohnblume Beitrag anzeigen
    Du empfindest es also nicht "ungerecht", wenn er allein den Kredit aufnimmt, ich meine rund € 20.000,00 einbringe, dafür mit im Grundbuch stehe und gemeinsam abzahlen helfe?
    ich empfinde das als ungerecht.

    das ist ja sozusagen ein Geschenk von ihm an Dich.

    wieso muss denn jetzt ein Haus sein?

    wieso heiratet Ihr nicht - mit der Zugewinngemeinschaft wäre dann die Sache nach bewährten Regeln klar?

    oder - wieso ist es Dir nicht recht, wenn er ein Haus kauft und Du ganz normal Miete zahlst, wie sonst auch? Dazu braucht es dann keine weitere Vereinbarung - Du nutzt sein Haus und zahlst dafür laufend Miete - daraus entstehen dann für die Zukunft keine Ansprüche.


    Ihr könnt nicht wirklich zusammen ein Haus kaufen - denn dazu hast Du zu wenig auf den Rippen.
    Das geht nur, wenn Ihr insgesamt eine festere Einheit bildet - und dazu ist die Ehe gedacht und bewährt.

  7. #7
    gesperrt Avatar von SpezialEdition
    Registriert seit
    28.02.2006
    Beiträge
    10.593

    AW: Unverheiratet - gemeinsamer Hauskauf?

    Zitat Zitat von Tabetha Beitrag anzeigen

    Wichtig ist so oder so immer auch ein Testament. Und ich denke, bei einer Eigentumsaufteilung, die zu Lasten von Dir ginge, umso wichtiger. Wenn Du nicht im Testament als Erbin des anderen Anteils drinstehst, verfügen die Erben über z. B. 70 % des Hauses, für das Du mitgearbeitet hast, dessen Wert Du miterhalten und hoffentlich gesteigert hast. Bitte beachte: mit dem Zahlen Deiner "Miete" würdest Du z. B. nach und nach einen Teil der Schulden abtragen. Damit generierst Du "Vermögen". Auch im Sinne Deines Partners. Das aber im Falle von ungeklärten Erbverhältnissen durch Streitigkeiten schnell im wahrsten Sinne des Wortes unter den Hammer kommen könnte.
    .
    Selbst mit Testament ist das problematisch weil im Todesfall bei einem jungen Mann wie ihm entweder

    die Eltern mit erben oder

    sofern vorhanden, das/die Kind(er)

    D.h. , selbst wenn keine Kinder vorhanden sind, haben die Eltern zumindest einen Anspruch auf den Pflichtteil. Auch das gilt es zu berücksichtigen.

    Was das "Mieten" angeht ..

    Du läufst Gefahr bei einer Trennung von Jetzt auf Nachher auf der Strasse zu stehen und selbst wenn er dir genügend Zeit zum Auszug gibt .. hat er in der Zwischenzeit durch Deine Miete, vermutlich auch weitere Investitionen (das bleibt nicht aus.. da ein Gardinchen, dort ein Einbauschränkchen) Kapitalbildung betrieben während Du mit Nichts wieder raus gehst.

    Sicher, Du kannst argumentieren, dass Du ja sowieso Miete zahlen müsstest. Ich sehe da allerdings einen wesentlichen Unterschied. Der Unterschied wäre aus meiner Sicht, dass Du bei einer Mietwohnung Rechte erwirbst .. die Rechte die Du bei dem Haus Deines Partners erwirbst sind aber reine Makulatur. Im Ernstfall hast Du so gut wie keine.
    Geändert von SpezialEdition (18.05.2009 um 12:56 Uhr) Grund: Gestammel korrigiert

  8. #8
    Avatar von Tabetha
    Registriert seit
    22.09.2008
    Beiträge
    5.159

    AW: Unverheiratet - gemeinsamer Hauskauf?

    Zitat Zitat von SpezialEdition Beitrag anzeigen
    [...]

    Was das "Mieten" angeht ..

    Du läufst Gefahr bei einer Trennung von Jetzt auf Nachher auf der Strasse zu stehen und selbst wenn er dir genügend Zeit zum Auszug gibt .. hat er in der Zwischenzeit durch Deine Miete, vermutlich auch weitere Investitionen (das bleibt nicht aus.. da ein Gardinchen, dort ein Einbauschränkchen) Kapitalbildung betrieben während Du mit Nichts wieder raus gehst.

    Sicher, Du kannst argumentieren, dass Du ja sowieso Miete zahlen müsstest. Ich sehe da allerdings einen wesentlichen Unterschied. Der Unterschied wäre aus meiner Sicht, dass Du bei einer Bei einer Mietwohnung erwirbst Du Rechte .. die Rechte die Du bei dem Haus Deines Partners erwirbst sind aber reine Makulatur. Im Ernstfall hast Du so gut wie keine.
    Korrekt. Das hatte ich auch versucht auszudrücken.
    [...] des Hauses, für das Du mitgearbeitet hast, dessen Wert Du miterhalten und hoffentlich gesteigert hast. Bitte beachte: mit dem Zahlen Deiner "Miete" würdest Du z. B. nach und nach einen Teil der Schulden abtragen. Damit generierst Du "Vermögen". Auch im Sinne Deines Partners. [...]
    Geändert von Tabetha (18.05.2009 um 12:52 Uhr)

  9. #9
    Leonie60
    gelöscht

    AW: Unverheiratet - gemeinsamer Hauskauf?

    Zitat Zitat von Tabetha Beitrag anzeigen
    Korrekt. Das hatte ich auch versucht auszudrücken.
    ich verstehe das nicht.

    in einer Mietwohnung kann ich auch gekündigt werden - und sie können ja einen Mietvertrag machen.

  10. #10
    Avatar von Tabetha
    Registriert seit
    22.09.2008
    Beiträge
    5.159

    AW: Unverheiratet - gemeinsamer Hauskauf?

    Sie zahlt Miete, damit ihr Partner sein Vermögen aufbauen kann? Ihr gehört im Zweifelsfall nichts (das Zurückzahlen der Investition - übrigens, Zinsen? - sehe ich hier nicht so als einfache Sache an ...). Bei der Miete steht nichts davon, dass sie im Grundbuch stehen würde (oder habe ich das nun falsch verstanden ...).
    Ich verstehe Partnerschaft und gemeinsames Haus irgendwie anders.

+ Antworten
Seite 1 von 9 123 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •