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  1. #31

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    AW: Experten-Beratung: Gutes Benehmen

    Zitat Zitat von Kikiri Beitrag anzeigen
    Guten Tag Frau Banneau,

    bitte helfen Sie mir bei der beruflichen Anrede in E-Mails:

    Wie rede ich eine größere Gruppe von Duz-Kollegen, Duz-Chefs und Siez-Chefs in einer E-Mail an?
    Hier wird oft "@ All bzw. at all " geschrieben, aber das gefällt mir gar nicht. Hallo Kollegen klingt gestelzt und Liebe Kollegen passt schon gar nicht.


    Wie ist eine kollegiale aber nicht zu persönliche Anrede an Kollegen zu formulieren? Das "Liebe Kolleginnen" finde ich nicht passend, und nur "Hallo" sieht aus, als ob etwas fehlt...

    Es wäre nett, wenn Sie mir mehrere Möglichkeiten präsentieren könnten.

    Vielen Dank und freundliche Grüße von

    Kiki
    Liebe Kiki/Dear Kiki/Hallo Kiki.

    Im Ernst: Ihre Frage ist schwierig.

    "Dear all" ist sicher das Schönste, wird aber im rein deutschen Kontext als albern empfunden. "Liebe alle" geht nicht.

    In vielen Ländern wie z.B. Frankreich gibt es gar keine Anrede, da wird einfach drauflos geschrieben, das wird in Deutschland als rüde empfunden.

    "Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen", bei der Dopplung kann sich jede/r aussuchen, womit er/sie gemeint sein will.

    Meine Vorschläge:

    "Hallo an alle/Guten Tag an alle" - für eher sachliche Inhalte,

    "Ein herzliches Hallo an alle" - wenn's ein bisschen lockerer sein darf,

    "Mit einem herzlichen/kurzen/schnellen Hallo verbinde ich meine Information/Bitte an alle" - also den Gruß in den Satz einbinden.

    Ich hoffe, da ist etwas dabei.

    Herzlich Elisabeth Bonneau

  2. #32

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    AW: Experten-Beratung: Gutes Benehmen

    Zitat Zitat von SignorinaLimoncella Beitrag anzeigen
    Guten Abend, Frau Bonneau!

    Meine Frage ist möglicherweise etwas banal, führt aber hier des öfteren zu süffisant spitzen Bemerkungen am Frühstückstisch. Ich meine sie auch keineswegs scherzhaft:

    Darf man eine belegte/bestrichene Frühstückssemmel oder ein Frühstücksbrot/-toast mit den Fingern essen?

    Mein Partner ist der Ansicht, dass auch dazu zwingend Messer und Gabel benutzt werden müssen und keineswegs die Finger benutzt werden dürfen.

    Und, falls dazu die Finger erlaubt wären, wie fasste man die belegte halbe Semmel bzw. den Toast korrekterweise an?
    Cara Signorina Limoncella,

    Ihre Frage ist überhaupt nicht banal - und schon gar nicht, wenn spitze Bemerkungen Ihres Partners im Spiel sind.

    Sie ist aber ganz einfach zu beantworten: Er liegt falsch. Wie will er eine Semmel in bissgroße Stücke schneiden? Und warum sollte man das wollen?

    Ursprünglich wurde Brot GAR NICHT geschnitten, er möge beim Abendmahl/bei der Hl. Kommunion mal hinhören: "nahm sein Brot, brach es ..." - und das ist nicht einmal christliche, sondern war zu Jesu Zeit schon jüdische Tradition.

    Obwohl Sie Ihr Brötchen nicht mit anderen teilen wollen, ist die Hand-Variante die bessere. In anderen Ländern wie z.B. Frankreich werden Baguette, Brötchen, Croissants NUR gebrochen, also nicht einmal mit der Hand halbiert, dort lacht man gar über die Deutschen, die ständig mit dem "Säbel" agieren.

    Um die Finger nicht über Gebühr zu beschmutzen, legen Sie aber Wurst und Käse mit der Vorlegegabel auf Ihr Brot (Scheibe, Semmel/Schrippe/Weckle) und fassen das Stück möglichst am Brot an, wenn Sie es zum Mund führen.

    Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihren Partner bekehren können, und wünsche friedlich zu frühstücken.
    Elisabeth Bonneau

  3. #33
    Moderation Avatar von lunete
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    AW: Experten-Beratung: Gutes Benehmen

    Guten Tag Frau Bonneau,

    seit einiger Zeit beschäftigt mich die Frage nach der namentlichen Anrede im Gespräch.

    Für mich fühlt sich die mündlich Namensnennung in einem Satz, bei dem sie nicht - z.B. um eine gezielte Ansprache zu formulieren - nötig ist, immer ein wenig wie eine Grenzüberschreitung an.

    Beispielsweise wenn mich das Gegenüber in einer Situation, in der nur wir beide anwesend sind, häufig beim Namen nennt: Verabschiedungen: "Tschüss, Stephanie", Zustimmung: "Ja da hast du recht, Stephanie" oder auch bei Fragen "Sollen wir ins Kino gehen, Stephanie?", weiterhin bei Aufforderungen usw.

    Ich empfinde das jeweils als anbiedernd, als würde mir jemand zu nahe treten.
    Wenn das Gespräch zwischen zwei Personen läuft und andere Personen anwesend sind habe ich auch manchmal den Eindruck, dass derjenige, der permanent den Namen nennt, auf Außenwirkung bedacht ist und die besondere Vertrautheit mit dem Gesprächspartner betonen möchte.

    Allerdings meine ich auch gehört oder gelesen zu haben, dass diese direkte Ansprache als personalisiert und daher höflicher gilt als das 'anonyme' "Du" bzw. "Sie".

    Bisher versuche ich - da ich von mir auf andere schließe - solche Ansprachen zu vermeiden.
    Können Sie mir sagen, ob ich damit nun einen Fauxpas begehe?

    Vielen Dank
    Lunete

  4. #34

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    AW: Experten-Beratung: Gutes Benehmen

    Liebe Frau Bonneau,

    darf man mit Bezug auf die aktuelle Wetterlage (Eis+Schnee) eine Verabredung im Restaurant absagen? Ich wäre nur für dieses Essen in die Stadt gefahren. Eine Bekannte reagierte verschnupft, mit der Begründung, sie würde sich aus beruflichen Gründen dort sowieso aufhalten.
    Als zweites hätte ich gerne gewußt, ob die Regel der Inhaberin eines Friseursalons kein Trinkgeld zu geben immer noch gilt.
    Danke und viele Grüße

  5. #35

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    AW: Experten-Beratung: Gutes Benehmen

    Liebe Frau Bonneau,

    als ich meine Frage gepostet habe, habe ich diesen Strang noch nicht gesehen, aber mich würde Ihre Meinung, gerade im professionellen Umfeld (Arbeit), dazu sehr interessieren, deshalb wage ich eine Cross-Post:

    wie verhält man sich am wohl zivilisiertesten, wenn man auf Arbeit oder zu Besuch ist, dort ordnungsgemäss sein Geschäft verrichtet und ein Geruch zurück bleibt.

    Nun möchte gleich nach einem ein zweiter auf den Topf. Vielleicht könnte ich noch charmant meiner Kindergartenfreundin vor dem Düftchen warnen, aber eine Arbeitskollegin? Oder eine Bekannte? Ehrlich gesagt wäre mir beides, sowohl das Warnen, wie auch das Hinterlassen etwas peinlich.

    Oder ist dass ein "Risiko", welches man stillschweigend eingeht, wenn man ein stilles Örtchen aufsucht.

    Ich gehe jetzt mal davon aus, dass man natürlich dafür sorgt, dass man dass stille Örtchen wieder sauber hinterlässt und die Lüftung anschaltet bzw. das Fenster öffnet.

    Ich hoffe, dass Sie sich nicht durch diese Frage veräppelt fühlen und würde mich sehr über eine Antwort freuen!

  6. #36

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    AW: Experten-Beratung: Gutes Benehmen

    Liebe Frau Bonneau,
    wohin lege ich bei einem festlichen Essen meine Clutch (henkellose Handtasche?), wenn keine Bank in der Nähe ist? Hinter mir auf dem Stuhl fällt sie bald herunter, auf dem Esstisch stört sie, aber ich benötige sie in meiner Nähe (Geld, Schlüssel, Taschentuch). Ich träume vergeblich von einem Diener, der hinter mir steht mit dem Täschchen in der Hand . . .
    Viele Grüße - alulu

  7. #37

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    AW: Experten-Beratung: Gutes Benehmen

    Sehr geehrte Frau Bonneau,

    leider habe ich schon desöfteren folgende Erfahrung gemacht:
    in Internetforen verabredete ich mich mit Leuten zum Sport oder zum allgemeinen Kennenlernen. Beide Parteien haben es so besprochen und freuten sich darauf. Doch dann findet die Verabredung auf einmal nicht statt, weil die andere Person sich nicht mehr meldet. Oder ich traf mich mit einer Frau, wir unterhielten uns angeregt, schrieben noch einige Male und dann ist totale Funkstille. Manchmal werde ich vertröstet, so nach dem Motto, ich melde mich wieder wenn ich gesund bin. Doch nie wieder hörte ich etwas von ihr. Ich jedoch nehme sie beim Wort und warte auf eine Nachricht.
    Ab und zu schreibe ich dann auch meinen Unmut über diese Art und Weise. Natürlich kommt darauf nichts,das erwarte ich auch nicht. Nur finde ich das eine sehr geringschätzende Einstellung mir gegenüber.
    Ich weiß,das ich daran nichts ändern kann.
    Bitte sagen Sie mir doch Ihre Einstellung dazu.
    Zum guten Benehmen gehört so ein Verhalten sicher nicht.
    Denkt denn jede/r nur noch an sich?

    Vielen Dank!
    Geändert von Birgit-Anke (24.01.2013 um 00:33 Uhr)

  8. #38
    Administrator Avatar von BRIGITTE Community-Team
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    AW: Experten-Beratung: Gutes Benehmen

    Liebe Userinnen und User,

    leider kann Frau Bonneau aktuell Ihre Fragen aus krankheitsbedingten Gründen nicht beantworten.
    Wir bitten um Ihr Verständnis.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr BRIGITTE Community-Team
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.

  9. #39

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    AW: Experten-Beratung: Gutes Benehmen

    Zitat Zitat von lunete
    Guten Tag Frau Bonneau,

    seit einiger Zeit beschäftigt mich die Frage nach der namentlichen Anrede im Gespräch.

    Für mich fühlt sich die mündlich Namensnennung in einem Satz, bei dem sie nicht - z.B. um eine gezielte Ansprache zu formulieren - nötig ist, immer ein wenig wie eine Grenzüberschreitung an.

    Beispielsweise wenn mich das Gegenüber in einer Situation, in der nur wir beide anwesend sind, häufig beim Namen nennt: Verabschiedungen: "Tschüss, Stephanie", Zustimmung: "Ja da hast du recht, Stephanie" oder auch bei Fragen "Sollen wir ins Kino gehen, Stephanie?", weiterhin bei Aufforderungen usw.

    Ich empfinde das jeweils als anbiedernd, als würde mir jemand zu nahe treten.
    Wenn das Gespräch zwischen zwei Personen läuft und andere Personen anwesend sind habe ich auch manchmal den Eindruck, dass derjenige, der permanent den Namen nennt, auf Außenwirkung bedacht ist und die besondere Vertrautheit mit dem Gesprächspartner betonen möchte.

    Allerdings meine ich auch gehört oder gelesen zu haben, dass diese direkte Ansprache als personalisiert und daher höflicher gilt als das 'anonyme' "Du" bzw. "Sie".

    Bisher versuche ich - da ich von mir auf andere schließe - solche Ansprachen zu vermeiden.
    Können Sie mir sagen, ob ich damit nun einen Fauxpas begehe?

    Vielen Dank
    Lunete
    Hallo Lunete,

    auch wenn ich hier nicht als Profi sprechen kann, helfen vielleicht meine Beobachtungen zu dem Thema. Ich habe festgestellt, dass es hier einen Nord/Süd-Unterschied gibt.
    Aufgewachsen im Norden Deutschlands teile ich grundsätzlich Dein Gefühl. Seit vielen Jahren lebe ich aber im Süden und musste mein Verhalten dabei umstellen und mir die Namensnennung regelrecht antrainieren.
    Was im Norden tatsächlich immer ein bisschen nach "Schelte" klingt, wird hier mit Höflichkeit und Herzlichkeit verbunden.

    Manchmal wandern ja solche Phänomene und ursprünglich vorhandene regionale Unterschiede verschwimmen. Vielleicht ist das so ein Fall?

    Aber, Lunete , ich bin auch gespannt, was die Expertin dazu sagen wird.

    Gute Besserung, Frau Bonneau!

    Grüsse,

    Minstrel

  10. #40
    Moderation Avatar von izzie
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    AW: Experten-Beratung: Gutes Benehmen

    Nachdem in einem anderen Strang hin und her diskutiert wird, frage ich doch mal hier:

    In vielen Restaurants sind die Portionen so groß, dass man sie kaum aufessen kann und dann bleiben Reste.

    Darf man darum bitten, die Reste einzupacken, weil man sie mitnehmen möchte?

    Zumal ja alles, was einmal die Küche verlassen hat, nicht wiederverwendet wird, sondern entsorgt werden muss.

    Vielen Dank!
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