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  1. #1

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    Eingreifen bei zu wenig Trinkgeld?

    Wir hatte ein Weihnachtsessen mit Oma in einem sehr guten Restaurant. Man muss dazu sagen, dass Oma auf eine sehr laute Weise sehr dominant ist. Oma lädt also ein, macht einen riesen Wirbel und jagt die Bedienung hin und her (Gänseschenkel, nicht Flügel! Schauen Sie mal, ob meine Jacke noch da ist! Die Garnitur des Teller gefällt nicht.. etc.) und gibt dann bei nem größeren dreistelligen Betrag 1,20 Euro Trinkgeld. Man bekommt doch da so ein Mäppchen mit der Rechnung - was macht Oma? - sie rechnet lautstark mit der Bedienung ab.

    Das hat mich alles überrumpelt, weshalb ich gar nichts gemacht habe, deshalb frage ich mich, wie man beim nächsten Restaurantbesuch am besten reagiert. Gar nicht (eigentlich lädt sie ja ein - also fällt die Trinkgeldfrage ja auch in ihre Verantwortung)?

    Hinter ihrem Rücken nochmal diskret Trinkgeld übergeben? Es war mir so peinlich, ich hätte mich am liebsten für ihr Verhalten entschuldigt (nicht nur wegen der Trinkgeldfrage, sondern weil sie eben auch die Bedienung ziemlich herumkommandiert hat).

    Oder ist das Verhalten gar nicht so krass, bzw. sieht man darüber hinweg?

    Ich bin auch noch die jüngste in der Familie, deshalb komme ich mir blöd vor, wenn ich da reagieren soll. Aber la Famiglia hält sich da gerade auch raus, weil Oma einen schnell abwatscht.

  2. #2
    Avatar von Opelius
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    AW: Eingreifen bei zu wenig Trinkgeld?

    Oma hat eingeladen, Oma bezahlt - also bestimmt sie das Tringeld.

    Was soll Dir daran peinlich sein?
    Damit muss eine Bedienung klarkommen. Und wenn die Bedienung nicht gerade ein empfindliches Seelchen ist, kommt sie damit auch klar.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  3. #3
    Morcheeba_66
    gelöscht

    AW: Eingreifen bei zu wenig Trinkgeld?

    Kein guter Stil von Deiner Oma, aber wohlgemerkt: von Deiner Oma.

    Sie hinterlässt den "schlechten Eindruck". Nicht Du.

  4. #4
    Avatar von twix25
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    AW: Eingreifen bei zu wenig Trinkgeld?

    Seh ich ganz anders - geht gaaarnich

    wie oma sich benimmt...das kannst du nur hinnehmen oder wegbleiben!

    Anders beim Trinkgeld:

    da hast du/habt ihr mitgegessen und euch mitbedienen lassen!

    Ich würde beim nächsten Mal entw alleine oder mit einigen anderen zusammen das Trinkgeld im Nachhinein übergeben!!

    Entweder hintenrum oder aber offen, wenn sich jemand traut
    Ich so: "Och bitte!" Mein Leben so: "Nö.

    **** ** ** *** ** *** **** *** ***** **

    Ich so: "Och bitte!" Mein Leben so: "Naa guut.
    *** *** **** ** *** ***** **** **** ***


    Immer dann, wenn ich ausschließlich Kleinbuchstaben schreibe, liegt die katze zwischen mir und dem laptop und ich habe nur eine hand zur verfügung

    LG twix

  5. #5
    Avatar von brighid
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    AW: Eingreifen bei zu wenig Trinkgeld?

    was ist für dich und deinen seelenfrieden wichtiger`?

    oma oder wie andere menschen, in diesem fall die bedienung, über dich denken könnten?
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

    jeder denkt daran, die welt zu verändern. aber niemand denkt daran sich selbst zu verändern. tolstoi

    es erscheint immer unmöglich, bis es vollbracht ist. nelson mandela

    auf grosser kaperfahrt für kleine piraten

  6. #6
    Avatar von Opelius
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    AW: Eingreifen bei zu wenig Trinkgeld?

    ich habe in Studententagen als Bedienung in einem Ausflugslokal gearbeitet.
    Jeder, der so etwas schon gemacht hat, kann tausende von Geschichten erzählen.

    Nur eines hat mir der Chef des Resraurants von Anfang an klar gemacht: Trinkgeld ist ein Dank des Kunden für hervorragenden Service. Mein Grundeinkommen richtet sich nach meinem Umsatz.
    Das trifft zumindest für Deutschland zu. In Frankreich ist das anders, da lebt der Ober nur vom Trinkgeld und jeder Franzose weiss das und legt deshalb 10 % drauf.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  7. #7
    Avatar von ilazumgeier
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    AW: Eingreifen bei zu wenig Trinkgeld?

    Trinkgeld richtet sich bei mir immer nach der Zufriedenheit: standard 10 - 5 % , je nach Rechnungshöhe, mehr, wenn das Personal ausgesprochen nett war (nicht zu verwechseln mit aufdringlich), gar nix, wenn ich unzufrieden bin - da lass ich mir auf den cent rausgeben.

    im beschriebenen fall würde ich eine kurze Telefonkonferenz mit den anderen halten und - notfalls auch alleine - einen angemessenen Betrag nachträglich vorbeibringen. nicht, weil es "peinlich" war (das fällt ja allein auf die Gastgeberin), sondern um meine eigene Gerechtigkeitsgefühl-Balance wiederherzustellen

  8. #8
    Avatar von parfum
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    AW: Eingreifen bei zu wenig Trinkgeld?

    Ganz schlechter Stil von Oma.

    Ich hätte der Bedienung separat was zugesteckt.

    1,20 Euro Trinkgeld bei einem dreistelligen Betrag ist eine Frechheit.

  9. #9

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    AW: Eingreifen bei zu wenig Trinkgeld?

    Eine sehr schwierige Situation.
    Man schämt sich fremd.
    ich würde erst mal mit den anderen Familienmitgliedern sprechen. Komisch, dass von denen keiner was sagt. Vielleicht wurde in der Vergangenheit doch mal darüber gesprochen ?

    Das nächste Mal würde ich ein separates Trinkgeld zahlen, auch vor den Augen deiner Oma. Die Oma zum Mehr Trinkgeldzahlen kann man schlecht bewegen.

    @Morcheeba_66:
    Ich finde schon, dass die gesamte Gruppe als Ganzes einen schlechten Eindruck hinterlässt.
    Wenn es jetzt ein Restaurant ist, wo man nur einmal im Leben hingegangen ist, dann Schwamm drüber, aber wenn man sich dort schon ab und zu blicken lassen möchte, auch mal ohne die Oma, dann ist das ungünstig.

  10. #10
    Avatar von Opelius
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    AW: Eingreifen bei zu wenig Trinkgeld?

    Zitat Zitat von smack_the_pony Beitrag anzeigen
    Eine sehr schwierige Situation.
    Man schämt sich fremd.
    ich würde erst mal mit den anderen Familienmitgliedern sprechen. Komisch, dass von denen keiner was sagt. Vielleicht wurde in der Vergangenheit doch mal darüber gesprochen ?

    Das nächste Mal würde ich ein separates Trinkgeld zahlen, auch vor den Augen deiner Oma. Die Oma zum Mehr Trinkgeldzahlen kann man schlecht bewegen.

    @Morcheeba_66:
    Ich finde schon, dass die gesamte Gruppe als Ganzes einen schlechten Eindruck hinterlässt.
    Wenn es jetzt ein Restaurant ist, wo man nur einmal im Leben hingegangen ist, dann Schwamm drüber, aber wenn man sich dort schon ab und zu blicken lassen möchte, auch mal ohne die Oma, dann ist das ungünstig.
    Und selbst wenn eine Gruppe einen schlechten Eindruck hinterlässt, wird sie das nächste Mal nicht bedient?
    Wer sich in der Situation fremdschämt, hätte beim Rausgehen der Kellnerin einen Schein zustecken können. Jetzt ist es soswieso zu spät, wenn man erst einen Stuhlkreis bilden muss, um seine Scham zu artikulieren.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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